Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
303 Gäste und 9 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Liebste Ehefrau
Eingestellt am 18. 06. 2004 00:16


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Von Mikel
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2004

Werke: 7
Kommentare: 5
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Von Mikel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Du hattest es mir vorher gesagt: „Bevor dich eine andere kriegt, bringe ich dich eher um!“
Am Anfang unserer Beziehung lachte ich ĂŒber diesen Satz. Damals hielt ich es fĂŒr einen deiner SpĂ€ĂŸe. Verliebte sagen sich in der Anfang-Kennenlern-Sex-Phase viele Dinge, die sie zu diesem Zeitpunkt wirklich ernst meinen. Ich entgegnete ihr mit den Worten: „Nie werde ich dich verlassen. Ewiglich dauert unsere Liebe“ Auch ich meinte es sehr ernst.

Viele Ehejahre spÀter befanden wir uns in der Jetzt-finde-dich-selbst-Phase. Die Kinder waren aus dem Haus, standen mit beiden Beinen fest im Leben, hatten selbst eine eigene Familie und uns beiden fiel die Decke auf den Kopf.
Du hattest wieder angefangen, in deinen Beruf als Journalistin zu arbeiten, warst sehr erfolgreich, wÀhrend ich in den Vorstand unserer Firma wechselte, somit gutes Geld verdiente und wir uns schöne Urlaube leisten konnten.
Wir fĂŒhlten uns beide jung, jeder fĂŒr sich auf eine andere Weise. Du kamst als Mitarbeiterin einer großen Presseagentur weit in der Welt herum und konntest dir einen Namen als Journalistin des Jahres machen. Als Vorstandsvorsitzender hatte ich viel Verantwortung, jede Menge Arbeit und musste daher zwei SekretĂ€rinnen beschĂ€ftigen.
Wie es manchmal so kommt, unterlag ich der Versuchung, hatte ein VerhĂ€ltnis mit der jĂŒngeren der beiden und fing kurz darauf ein Techtelmechtel mit der anderen BĂŒrodame an. Ein schöner, aber nachdenklicher Traum.

Als ich morgens neben meiner Freundin, meiner jetzigen Frau, aufwachte, dachte ich an diesen Traum zurĂŒck. Unweigerlich kamen mir ihre Worte ins GedĂ€chtnis zurĂŒck, schrieb diesen Traum auf ein Zettel, steckte ihn in einen Umschlag und sagte: „ Liebling. BehĂŒte diesen Brief sorgsam. Sollte ich in einigen Jahren plötzlich auf eine zweite SekretĂ€rin drĂ€ngen, kannst du diesen Brief öffnen und mir vorlesen.“
Du hast mich sehr erstaunt angeschaut, aber ich erwiderte nur: „Bevor dich eine andere kriegt, bringe ich dich eher um!“

Wir sind auch heute noch glĂŒcklich miteinander verheiratet. Ich liebe dich.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


ZurĂŒck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!