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Leselupe.de > Gereimtes
Lied der Leidenschaft in Deutschland
Eingestellt am 14. 05. 2001 15:31


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Omar Chajjam
???
Registriert: Feb 2001

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Lied der Leidenschaft in Deutschland

Erinnerst Du Dich noch, gestern,
am Abend hast du gesprochen
von einer Leidenschaft, die beide,
Mann und Frau beherrschen m├╝ssen,
die wie ein Kampf ist der Geschlechter.

Ich gab Dir drauf die Antwort,
Da├č die Liebe ├╝ber allem stehe,
Ja, da├č sie Verzicht bedeuten k├Ânne,
Da├č Mann und Frau ihr Gleichma├č
Finden unter diesem Leitgedanken.

Was w├Ąrs, ich setzte drauf die Wette,
Ich w├╝rde pr├╝fen an dir, wie die Regel lautet.
Ich w├╝rd mein ganzes, vergangnes Leben
Als Einsatz bringen gegen diese eine Nacht
Der gro├čen Pr├╝fung deiner Kraft.

Ich w├╝rd f├╝r dich dann brennen
Wie der Scheiterhaufen für Jeanne d´Àrc,
Die Flammen w├╝rden dir den Atem rauben,
Da├č du durch mich zum Himmel k├Ąmst
Und ich geraden Wegs zur H├Âlle.

Mit meiner Meute hetzen w├╝rd ich dich,
Zerrei├čen wie Penthesilea den Achill,
aus Leidenschaft, wenns dich so g├Ąb,
wie den strahlendsten Helden der Griechen,
Weil Bisse wie die K├╝sse sind der Leidenschaft.

Vom K├Ânig w├╝rd ich fordern deinen Kopf
Auf silbernem Tablett, zu k├╝ssen deine Lippen,
Wenn anders ich dich nicht gewinnen k├Ânnte,
Wie Salome w├╝rd ich tanzen f├╝r Jochanaan
Den Derwischtanz des Wahnsinns.

Doch fehlt noch, f├╝rcht ich, dieser Funke
Von dem Du auch gesprochen an dem Abend,
der erst die Flammen ruft zum d├╝rren Holz,
der Wittrung gibt den Hunden, da├č sie jagen,
der nach dem fremden Blut riecht in dem einen Kampf.

Ich bin zur Schlacht bereit und ich bin ger├╝stet.
Das Schwert liegt strahlend vor mir,
und aus Gold getrieben ist mein Schild,
da├č ich der Amazone auf dem freien Feld begegne,
um sie zu schlagen mit des Bacchus Waffen.

Doch f├╝rcht ich, geht der graue Tag vor├╝ber
Wie alle grauen Tage dieser grauen Welt.
Woher sollt aus den deutschen Eichenw├Ąldern,
Aus prilgeputzten Eiscafes am Kleinstadtmarktplatz
Die Flamme kommen, die meine Welt verzehren k├Ânnte.

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zettelstraum
Bl├╝mchendichter
Registriert: May 2001

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bewunderung bewunderung

so steh ich hier und staune
und raune
dem herrn goethe
per internet und doch nur floete
in sein ohr
und seh mich vor der webcam vor (achtung fr├Ąnggisch)
damit man mich nicht ertappe
wie ich als lebende attrape
in h├╝pfburgen aller kinder
mich daran so zart erfreue
wie lespenlaub oder wie hei├čt das nun wieder
arno schmidt wu├čte alles und war nicht bieder
doch wie gesagt
mit verstand
und emotion empfind ich dies gedicht als lohn
meiner suche nach kultur
unter der lupe schenk ich dir
die oskarfigur der blechtrommel
aber nicht den panzer von rommel
deutschland, so arm an humor
hier kommt mir ein deutscher (vielleicht doch keiner)
wie ein gro├čer vor.

SUPER SUPER SUPER SUPER....kultur, verstand und doch humor in einem gedicht, das sah ich selten und f├╝rwahr fast nicht.

chris, der ein bewunderer dieses wunderbaren poeten wird.

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