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Leselupe.de > Humor und Satire
Limerick-Quick-Kick
Eingestellt am 27. 07. 2001 19:06


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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
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LIMERICK-QUICK-KICK


Wenn jemand Bedenkliches denkt
und liebend am Limerick hÀngt,
so kommt es schon vor,
dass schwarzer Humor
ein anderes Versmaß verdrĂ€ngt.

Der Limerick ist eine Form
der Lyrik nach irischer Norm
fĂŒr freche Gedichte;
man setzt die Gewichte
und zielt ĂŒber Kimme und Korn.

Der Dichter, zumal ein gekĂŒsster,
wird musisch und also vergisst er
die RealitÀt,
sich selbst, wenn es geht,
doch dann zieht er alle Register.

Der Trend nach dem Zweitbuch hÀlt an,
seit Wochen schon wÀchst dieser Stamm.
Pflegt weiter die Sitte,
kauft endlich das dritte,
das vierte womöglich sodann.

Der Teufel als höllischer Clown,
kreiert tief im Stammhirn den Schaum
von lockenden Szenen,
in denen wir wÀhnen:
auch das könnten wir uns noch trau'n.

Beamten mit starrem GemĂŒte
kommt mancherlei nicht in die TĂŒte.
Mit freudigen Mienen
den BĂŒrgern zu dienen,
das wĂ€re grotesk, Gott behĂŒte.

Ein Autor mit flachem Talente
bleibt immer auch der Insolvente.
Je dĂŒnner das Garn,
desto Groschenroman,
und jÀmmerlich schwache Prozente.

Das Muster der blau-weißen Rauten,
ließ neulich ein Bayer verlauten,
verkörpert der Welt
ein Dauerfestzelt
mit Stimmung, der ach so vertrauten.

Die Urlauber können auf Reisen
mitunter erschreckend entgleisen.
Gewisse Teutonen
mit speckigen Zonen,
bestehen auf nackten Beweisen.

Man subventioniert selbst Debiles;
ein Beispiel hier folgt fĂŒr so vieles:
Das BrĂŒsseler MĂ€sten
von krĂ€nkelnden Ästen
der Wirtschaft hat schon was Perfides.

Ein Skunk aus dem wildesten Westen
beschloss, seine Waffe zu testen.
Wo kann ich das tun?
Na klar, im Saloon!
Was folgte, verschweigt man am besten.

Ein Schweizer, vermutlich aus Bern,
ist Vorstand im Waffenkonzern.
In dunkelste Zonen
verkauft er Kanonen
mit Hilfe regierender Herrn.

Ein Bischof - es gibt da gewisse -
verteufelte alle GenĂŒsse.
Doch selber genoss
der dömliche Boss
fast alles, auf dass er nichts misse.

Ein Pfarrer, dem Weiber nicht reichten,
ging jammernd, dem Bischof zu beichten:
Ich hab', Eminenz,
auch starke Tendenz
zu Knaben, besonders den seichten.

Frau K. aus Hannover bei Peine
nahm neulich den Hund an die Leine.
Ein Stöckchen warf sie
hinein in die BrĂŒh';
seither gleicht ihr Fiffi dem Schweine!

Frau FĂŒllich aus Rottach bei Egern
aß alles, und Torten schon eh gern'.
Erst wurde sie fett,
dann sprach sie kokett:
nu brauch' ich halt mehr von dem NĂ€hgarn.

Mariechen, MegĂ€re aus BĂŒchen,
beleidigte alle mit FlĂŒchen.
Als nicht nur ihr Gatte,
die Schnauze voll hatte,
da konnte sie keiner mehr riechen.

Attackieren, Parieren, Marschieren,
sind beste Soldatenmanieren.
Die werden wie wild
tagtÀglich gedrillt;
so taugt Mann zum Intervenieren!

Carola aus Veuchtstett bei Stade
verplemperte Tage im Bade.
Ihr Gatte, der Klaus,
schrie: Komm endlich raus,
sonst rĂŒck' ich die Möbel mal g'rade!

Hans-Peter aus ZuschĂŒtt bei Herne
betrachtete gerne die Sterne.
War er dann im Soll,
sprich sternhagelvoll,
so funkelten eher interne.

Wann immer ein Pastor in Ülzen
begann, von der Kanzel zu sĂŒlzen:
Ihr sollt doch nach Taufen
nicht immer so saufen,
dann prusteten alle und rĂŒlpsten.

Ich habe mit Jochen von Rochen,
dem Makler, vor Wochen gesprochen.
Ich sagte, er sei
brutal wie ein Hai,
da brach er mir sÀmtliche Knochen!

Ein MĂ€dchen aus besserem Hause
bestand auf recht eigener Flause.
Wann immer sie sprach,
davor und danach,
nie gab es bei ihr eine Pause.

Ein biederer Schlosser aus Bingen,
braucht stÀndig die HÀnde, zum Ringen.
Was immer der Rudi,
sein Sohn und Azubi,
auch anpackt, ihm will nichts gelingen.

Heinz Streitfuß, Jurist aus Bayreuth,
gibt niemals nach, nicht einen Deut.
Mit HĂ€nden und Quanten
beschĂŒtzt er Mandanten,
was sehr die Verbrecher erfreut.

Herr Fröhlich, Bestatter aus Simmern,
gehörte noch nicht zu den Schwimmern.
Als sein Paddelboot sank
und er schon ertrank,
ver-weh-te sein spÀtes Erinnern.

Ein Unmensch wusch gleich nach der Wende
in Unschuld sich lange die HĂ€nde.
Da er Kommissar,
bei der STASI einst war,
blieb rötlich das Wasser am Ende.

Fritz Bleifuß fuhr gern Lkw,
ihn schreckte kein Eis und kein Schnee.
Doch dann kam der Zaun,
dahinter ein Baum;
sein Kopf tut ihm heute noch weh.

Ein Bayer, ein strammer vom Inn,
registriert keinen Pfennig Gewinn.
Er packt und versendet,
im Grunde verblendet,
weltweit bajuwarischen Sinn!

Ein Ami - man hat ihn vergessen -
vertrat einst soziale Interessen.
Das FBI nahm
ihn fest und es kam
zu faschistoiden Prozessen.

Ein TĂŒrke aus CozĂŒl bei Izmir
erbrach sich und sagte: Jetzt ist mir
schon besser im Bauch,
geh, Frau, hol' den Schlauch
mit Raki, und mach kein Geschiss hier!

Wenn beste Autoren mit schlichten,
doch flehenden Worten berichten,
sie wÀren zur Zeit
blockiert, wÀchst der Streit
mit Verlegern, die das nicht gewichten.

Ein SchÀfer ermahnte die Hunde:
Ich geh' jetzt und bums' mal 'ne Runde.
Ihr kreist um die Schafe,
wenn nicht, setzt es Strafe.
So schuf er das "-stĂŒndchen" im Grunde.

Ein Schwarzer im SĂŒden vergaß:
Der Weiße dort kennt keinen Spaß.
Schon gar nicht der Mob,
man schnappte sich Bob,
und nahm mit dem Lasso gleich Maß.

Die Friesen, das fÀllt ja nicht schwer,
verbringen den Urlaub am Meer.
Direkt hinter'm Deich
beginnt es ja gleich,
doch stauen sich alle dort sehr.

Ein Macho aus Stenz hinter Siegen,
sprach locker: FĂŒr heut' soll's genĂŒgen.
Mein Gott, war ich gut.
Das Àrgerte Ruth,
sie sprach von VerkĂŒrzung durch LĂŒgen.

Wenn SchĂŒler die Schulen und Klassen
im Sommer in Massen verlassen,
beginnt das Verderben;
ihr Dauerbewerben
lÀsst bald jede Hoffnung erblassen.

Ein Freiherr aus Burkhards bei Schotten
war geizig und voller Marotten.
Er drehte und drehte,
so lange die Knete,
bis diese begann zu verrotten.

Ein Braunschweiger Metzger rotierte
als britisches Rindfleisch stagnierte.
Da machte der Sack
daraus feinstes Hack;
es fiel in den Wahn jeder Vierte!

Ein Kritiker, alt und verschroben,
begann, plötzlich BĂŒcher zu loben,
die einst er verriss
zu kritisch, gewiss.
Jetzt kommen sie alle nach oben!

Wenn Richter an Deutschen Gerichten
sich beugend nach oben verpflichten
und Urteile fÀllen,
die alle vergÀllen,
gab's Einfluss aus höheren Schichten.

Wenn Dumpfbacken-Typen mit Macken
versuchen, dein Hirn zuzukacken
mit braunen Parolen,
dann tritt doch den Hohlen
solang' in den Arsch, bis sie's packen!!

Tritt hin vor den Joschka, oh, JĂŒrgen,
und lass' dir verbindlich verbĂŒrgen:
Wir bleiben doch GrĂŒne,
trotz Streit und RankĂŒne.
Verneint er, so magst du ihn wĂŒrgen!

Es stritten borniert und besessen,
der Koch mit dem Kanther in Hessen,
wer schneller den Mist,
mit dem Schwarzgeld vergisst.
Das Wahlvieh blieb Sieger indessen!

Herr Kohl, unser schweigender Ex,
war neulich verstört und perplex.
Ein Paket voller Scheine
kam herein vom Vereine
der "HĂŒter des sauberen Drecks"!

Seit Rudolf, der steifelnde Scharping,
die Höhe zur Hardt scharf hinaufging,
erhÀrtet sich sacht
der leise Verdacht,
dass manche auf ihn dort nicht scharf sind.

Seit Oskar, die schlaffe FontÀne,
verließ ohne jegliche TrĂ€ne,
jedoch mit Gegacke,
die Rote Baracke,
gestalten sich dort endlich PlÀne.

Der Gerhard verschrödert zuweilen,
Verflossene werden dies teilen,
mit Machogehabe
die Haussegenslage;
ja, kann denn den Kerl niemand heilen?

Fraktionschef seit MĂ€rz ist nun Merz.
Schon hört man intern diesen Scherz:
Falls Friedrich nur werkelt
so wird er vermerkelt
und landet gek(n)ickt auf dem Sterz.

Was Angela braucht, ist Humor,
sitzt sie doch den Machos nun vor.
Verkohlte Gestalten
die bald ihr Verhalten
bespitzeln mit Auge und Ohr.

Wenn Heiner, der Geißler, nicht wĂ€re,
so hÀtten sie noch die ChimÀre.
Auch Lug zwar und Trug,
doch Zaster genug,
Dank Àtzender Worte der Ehre!

Kein Mensch geht mehr gerne zu Wahlen
seit sie das Vertrauen uns stahlen,
die LĂŒgenbarone.
Ihr Chef, Kohleone,
muss jetzt fĂŒr den Schwachsinn bezahlen.

GeneralsekretÀre und -innen
beginnen nach Wahlen zu spinnen.
Ein jeder der Runde
verdreht mit dem Munde
Gewinn und Verluste der Stimmen.

Der Guido, so wachsam und helle,
in-Wester-t in eigener Welle.
Die rollt, gelb wie Sand,
quer ĂŒber das Land,
den Sozis gar ĂŒber die Schwelle?

Herr Mölle-, der -Mann mit dem Flieger,
berĂŒchtigt als sprunghafter Sieger
der Wahlen im Mai,
plustert fĂŒr die Partei,
jetzt mÀchtig sein gelbes Gefieder.

BÀrbel Höhn, die so drall-resolute,
zieht immer, doch jetzt eine Schnute.
Ob des Sieges des JĂŒrgen,
musste mĂ€chtig sie wĂŒrgen,
Boss Clement zeigt ihr schon die Route.

Wer gerne mit Freunden verkehrt,
sich fliegend mit ihnen entehrt,
der kennt doch genau,
nicht wahr Bruder Rau,
sowohl die Gefahr wie den Wert.

Struck Peter, bedÀchtiger Raucher,
zehn Piepen am Tage wohl braucht er,
dompteurt mit Diktion
die rote Fraktion;
falls diese nicht spurt, ja, dann faucht er.

Der Reichstag, inzwischen verkuppelt,
am Schuldenberg immer noch suppelt.
Hans Eichel stellt Weichen,
um eins zu erreichen:
Dass dieser sich teilt, nicht verduppelt.

Politische KĂŒnstler sind rar.
Das ist so betrĂŒblich wie wahr.
Und dennoch, die dreisten,
betonen: Was heißt denn
schon KĂŒnstler, ich bin doch lĂ€ngst Star.

Bei LĂŒbke man heftigst rotierte,
wann immer derselbe parlierte.
Was litten wir Qualen,
als er mit verbalen
faux pas selbst die Queen irritierte.

Hans Eichel spielt gern "Armer Ritter",
tritt auf jetzt als beinharter Schnitter.
Er stopfte im Nu
alle Schlupflöcher zu,
das machte die ExschlĂŒpfer bitter.

Der Edmund, die bayrische Schleuder,
behauptet, die Roten sind RĂ€uber.
Die zieh'n jetzt in Massen
durch sÀmtliche Gassen
und fordern erregt: Weg mit Stoiber!

Frau Schlimmermann, Witwe aus Soest,
war trostlos und sichtlich erbost,
als es klopfe im Sarg.
Sie sagte nur karg:
Oh, nein, du bleibst drin, und dann, Prost!

Ein Förster aus Saun hinter Gießen
versuchte, ein Wildschwein zu schießen.
Er hielt auf die Bache,
ihr Gatte nahm Rache,
sein Spießen war nicht zu genießen.

Prinz Gottfried von Hadern monierte,
dass einzig sein Gaul nie parierte,
bei Hochsprungduellen.
Nie ließ er sich stellen;
was sprunghaft den Adel blamierte.

Ein Beau aus dem sittlichen Daun
hatte Schlag bei den lÀndlichen Frau'n.
Seine Gattin, die Frieda,
schlug ihn erst mal nieder,
dann hat sie ihn mÀchtig verhau'n.

Ein WaschbĂ€r, er hieß Teddy Schwamm,
den Waschen zu nerven begann,
lief rĂŒber zum Frosch
und kaufte die BOSCH
mit waschechtem SoftbÀrprogramm.

Vegetarier sind heiter und munter,
erst gestern bewies dieses Gunter.
Er biss nur zum Spaß
genĂŒsslich ins Gras,
das reichte, jetzt liegt er darunter!

Es ist ja inzwischen belegt,
der Ostfriese kann unentwegt
nicht nur Köm runterschlucken,
nein, auch Heidschnucken-Gucken,
ist etwas, was sehr ihn erregt.

Der Schwabe, an sich eher bieder,
entpuppt sich dann doch hin und wieder
als Comedy-Star,
entfesselt sogar
dabei den verborgenen Tiger.

Der PfÀlzer, wie soll ich es sagen,
schlÀgt gnadenlos mir auf den Magen.
Stopft er eine Sau
in diesen, dann hau'
ich jedes Mal ab, gibt's noch Fragen?

Westfalen, vorausgesetzt pure,
sind herzliche Menschen, doch sture
Vertreter vor'm Herrn.
Was liegt ihnen fern?
Sich anbiedern, wie eine Hure!

Wenn Niedersachsen die Taxe
fĂŒr's Kuren erhöh'n, wittert Maxe,
der Durchschnittspatient:
Die sind nicht solvent
und wollen nach Frankfurt zum Daxe!

Wenn BĂŒrger, die Burger erstehen,
in Brandenburg kann man's schon sehen,
Mc Donalds-Kaschemmen
enthemmt ĂŒberschwemmen,
kann Schlimmeres nicht mehr geschehen!

Der Spleen in Schwerin sei schwer in,
sprach eine Unionssprecherin.
In Mecklenburg donnern
Genossen und pommern
das Land in den roten Ruin.

Zum Weltkongress schlimmster Reptilien
trifft gerne man sich auf Sizilien.
Es begrĂŒĂŸte den Tross
Der Mafia-Boss,
ein jeder erhielt weiße Lilien!

Ins Kloster zum keuschelnden Bruder
schlich heimlich ein nymphisches Luder.
Es huschte gar schnelle
von Zelle zu Zelle,
dann wuschen sich alle im Zuber!

In Albaxen, kurz hinter Höxter,
behauptet ein dĂŒrftiger Texter:
Dass nur Ostwestfalen
West-Ost-Tranfer zahlen.
Den Windeln, so hofft man, entwÀchst er.

Ein Arzt, ein gewitzter, aus Stauffen,
riet SĂ€ufern, im Walde zu laufen,
auch gern querfeldein.
Das mĂŒsse so sein,
es lockten sonst Kneipen zum Saufen.

Wenn Sender - ganz ohne GebĂŒhren -
die willigen Affen vorfĂŒhren,
so kann man erwarten,
dass diese Primaten
den Nasenring gar nicht mehr spĂŒren.

Vor kurzem noch hieß es: Voyeure
sind psychisch gestörte Akteure.
Dies ist nun vorbei,
seit RTL II
sie massenhaft ködert per Röhre.

Es wÀhlten im Knast die Verbrecher
sich neulich in Hast einen Sprecher.
Der sprach auch sofort
von Fliehkraft durch Sport,
jetzt kratzen im Grunde die Becher.

Der Clanchef der Alligatoren
gab kampflos die SĂŒmpfe verloren.
Es waren zu viele
der Großkrokodile,
mit Kaiman, dem FĂŒhrer, verschworen.

Wenn Friesen sich Teekannen leasen
ist dadurch noch lang' nicht bewiesen,
dass sie in Gedecken
den Zaster verstecken,
fĂŒr kurze und lĂ€ngere Krisen.

De Hesse allÀns nur am Esse
zu messe, wÀr' falsch. Ihr Int'resse
an Roland, dem Koch,
beweist dieses doch.
De Rest hamse all' lÀngst vergesse.

Der Fremdenverkehrsverband Polen
wirbt Deutsche mit schönen Parolen:
Soll Urlaub nichts kosten,
kommt, macht ihn im Osten,
Ihr Auto gilt's auch abzuholen!

Ein Russe von schwerem GemĂŒte,
trank Wodka von mĂ€ĂŸiger GĂŒte.
Nach fĂŒnfeinhalb Zoll
war er sternhagelvoll,
worauf er um Nachschub sich mĂŒhte.

Gesetzt, und zwar rein hypothetisch,
es rumst, und die Menschheit wÀr' ethisch.
Weltweit, sprich global,
gÀb' es nur noch Moral;
die wÀre wahrscheinlich synthetisch!

Vernebeln, Vertuschen, Verdrehen,
ist das, was wir hören und sehen,
wenn Christdemokraten
ihren MEISTER verraten;
selbst der kann sie nicht mehr verstehen.

Es haben Experten den Polen,
besonders jedoch den Katholen,
erst kĂŒrzlich empfohlen,
den Papst heimzuholen,
da grinsten sie alle verstohlen.

Schuft Mielke, Experte fĂŒr's Morden,
ist endlich nun selber gestorben.
Schon gleich an der Schwelle
hat er in der Hölle
den Teufel als Spitzel geworben.

Tyrannen sowie ihre Horden,
sind hÀufig erst mÀchtig geworden,
durch westliche Gelder,
mit dem wirbt man Söldner,
um weiter im Volke zu morden.

Wer wochenlang Karneval feiert,
nur SĂŒnden der ander'n vereiert,
hat selbst unter Narren
wohl einen am Sparren,
wenn eigene schlicht er verschleiert.

Ein Dichter mit Namen Karl LĂ€sche
sprang neulich fĂŒr mich in die Bresche
und dichtete heiter
an meinem Werk weiter;
kaum war ich genesen, gab's Dresche.

Graf Wittels-, kein wirklicher -bacher,
erstand zu Sylvester x Kracher.
Die brannte er knapp
nach Mitternacht ab;
sein Schloss ist nun wesentlich flacher.

Hab's Burger doch lÀngst schon erzÀhlt,
was heute den Adel so quÀlt:
Totaler Verlust
der Macht brachte Frust,
zumal ja der Zaster jetzt fehlt.

Als Welfen mit Saliern noch stritten,
wer Nachfolger wird aus den Mitten
der beiden Geschlechter,
da gab es GelÀchter
vor allem bei lauernden Dritten.

Die Hechinger Burg tief in Schwaben,
ist Wiege der Preußischen Knaben.
Die Friedriche kamen
und sprangen im Namen
des Höchsten an sÀmtliche Kragen.

Nun kauft die Familie Grimaldi
inzwischen fast alles beim Aldi.
Es kosten laut Presse
Ernst-August-Prozesse
Vermögen, das brachte zu Fall sie.

Die Britische Queen ist verstört,
sie hat von GerĂŒchten gehört,
wonach sie pikiert
bald abdanken wird.
Good Lord, rief sie laut und empört.

Als Leser aus Pröll bei Sankt-Blasen,
den Ratschlag der Bild-Zeitung lasen,
durch dauerndes Lachen
sich jĂŒnger zu machen,
da kicherten alle in Phasen.

Ein einfacher Eindruck genĂŒgt,
der selten Betroffene trĂŒgt,
um zwischen zwei Wesen
den Blitz auszulösen,
und zack, sind sie heilbar verliebt.

Ein zweifacher Zweizeiler macht,
zumal wenn geflĂŒstert bei Nacht,
dass vieles sich wandelt
und freier Mann handelt,
der Dichter hat dieses bedacht.

Ein dreifacher Toe-loop auf Eis
gestanden, ist schon der Beweis,
was Training vermag,
doch kommt auch der Tag,
da landet man nur auf dem Steiß.

Es pflegen die Dummen und Kranken
noch immer den Rachegedanken.
Man sollte den SchÀndern
die Blickrichtung Àndern,
sonst sehen sie niemals die Schranken.

Wer Hooligan ist und vermeint,
der Gegner sei immer auch Feind,
der wird sich beim PrĂŒgeln
selbst dann noch nicht zĂŒgeln,
wenn einer zu sterben schon scheint.

Es trafen am Abend, am spÀten,
sich barseits noch schrÀge Poeten
und erzÀhlten diverse
verklapphornte Verse.
Der Barkeeper schaute betreten.

Wenn jemand zum Denken nicht neigt
und dieses so lange verschweigt,
bis gar nichts mehr geht,
so ist es zu spÀt,
wenn er sich gesprÀchig dann zeigt.

Wenn wieder mal Schlaumeier meinen,
sie hĂ€tten die Lösung fĂŒr deinen
Konflikt, den internen,
dann solltest du lernen,
sie wollen dich nur wieder leimen.

VerkÀufer, das wirst du ja wissen,
sind hÀufig sehr zÀh und gerissen.
Sobald sie die Schwelle
ĂŒbertreten, sei helle
sonst wirst du dein Geld bald vermissen.

DebĂŒtanten, sofern Deputierte,
sind anfangs nur selten Geschmierte.
Am Ende jedoch,
siehe Kanther und Koch,
passiert's und man ist der DĂŒpierte.

Politikern ohne Sensoren
fĂŒr's Gröbste geht vieles verloren.
Doch reicht diese Decke
fĂŒr mieseste Zwecke,
zum Beispiel fĂŒr lauschende Ohren!

Verstand mit erheblicher Tiefe
geht unter im FlÀchentarife
fĂŒr Massenprimaten.
Was kann man erwarten,
bei all diesem Piefke-Gemiefe?

Die Weltweit-Fusionseuphorie
ist mehr als nur eine Manie.
Die Zwangsfusionierten
bisher nur kapierten:
Wir sind doch nur Spielball fĂŒr sie.

Die Manager großer Konzerne
entpuppen sich hÀufig im Kerne
als Hybris-Chaoten,
so scheint es geboten,
dass man sie vom Schaltpult entferne.

Der Schwarzkohl vertritt jetzt mit Massen
von schrankseits abhandenen Tassen
die Meinung es sei
sein Ehrenwortbrei
als Wert, nicht als Farce aufzufassen.

Politische DĂŒnnbohrexperten,
die unsere Lage bewerten
als gut und stabil,
betreiben dies' Spiel,
weil sie sich um Wahrheit nie scherten.

Wenn Boxer die Niederschlagsmengen
beginnen im Kopf zu verdrÀngen,
doch weiterhin boxen,
so gleichen sie Ochsen,
die selber zur Schlachtbank sich drÀngen.

Das Aufsichtsratgremium tagte,
wobei es insofern versagte
als keiner der RĂ€te
den Mangel an Knete
erwĂ€hnte und EinsprĂŒche wagte.

Bekanntlich erwarten die Leute
vom Staat ihren Anteil an Beute,
die dieser sich schnappt.
Doch wenn sie verknappt,
dann rotten sie schnell sich zur Meute.

Es holt sich der Papst der Katholen
mit Hilfe des Staat's seine Kohlen,
seit Vatikan Staat
per Reichskonkordat
mit Adolf dies hat so empfohlen!

Ein Stierwettkampf endete neulich,
fĂŒr einen der Stiere erfreulich.
Er spießte im Gellen
des Mobs den Gesellen,
bis dieser changierte zu grÀulich.


Zum Schluss noch einen auf englisch:

There once was a man in Mayfair
who made love to a girl on a chair.
But at the critical stroke
the bloody chair broke
and they finished their love in the air!

J'espair que tout le monde soit content!
Is every one happy with it?
Na, hat's gefallen?

__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fĂŒhl'ich mich, das reicht, genug!

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Bernd
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Respekt

Respektvoll verneig ich mein Haupt
hier vor dir, so mir dieses erlaubt,
      du hast jede Menge,
      ein ganzes GedrĂ€nge,
solide zusammengeschraubt.


(das ist ĂŒbrigens kein Limerick, da er nicht fĂŒr sich steht.)

Es hat Spaß gemacht, Deine Limericks zu lesen.

Vielleicht könnten wir nÀchstes Jahr das erste Leselupen-Limerick-Festival Deutschlands organisieren?

Am besten hat mir gefallen:

Frau FĂŒllich aus Rottach bei Egern
aß alles, und Torten schon eh gern'.
      Erst wurde sie fett,
      dann sprach sie kokett:
nu brauch' ich halt mehr von dem NĂ€hgarn.

Das hat was Besonderes. Was Fatalistisches. Was Unerwartetes. Was Logisches.

Lobende GrĂŒĂŸe von Bernd

PS:
Hast Du bewußt auf die Leerzeichen vor der drittten und vierten Zeile verzichtet?
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Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Dietmar Hoehn
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UrsprĂŒnglich veröffentlicht von Bernd
Respekt

Respektvoll verneig ich mein Haupt
hier vor dir, so mir dieses erlaubt,
      du hast jede Menge,
      ein ganzes GedrĂ€nge,
solide zusammengeschraubt.


(das ist ĂŒbrigens kein Limerick, da er nicht fĂŒr sich steht.)

Es hat Spaß gemacht, Deine Limericks zu lesen.

Vielleicht könnten wir nÀchstes Jahr das erste Leselupen-Limerick-Festival Deutschlands organisieren?

Am besten hat mir gefallen:

Frau FĂŒllich aus Rottach bei Egern
aß alles, und Torten schon eh gern'.
      Erst wurde sie fett,
      dann sprach sie kokett:
nu brauch' ich halt mehr von dem NĂ€hgarn.

Das hat was Besonderes. Was Fatalistisches. Was Unerwartetes. Was Logisches.

Lobende GrĂŒĂŸe von Bernd

PS:
Hast Du bewußt auf die Leerzeichen vor der drittten und vierten Zeile verzichtet?


Hallo Bernd,

Danke fĂŒr die Blumen. An einem Limericktreff nĂ€chstes Jahr oder wann auch immer wĂ€re ich sehr interessiert. Wusste bisher nicht, dass Leerzeichen vor dritter und viertzer Zeile beim Limerick obligatorisch sind, ist das wirklich so?
Falls ja, was hat es damit auf sich?

Dankende GrĂŒĂŸe von Dietmar
__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fĂŒhl'ich mich, das reicht, genug!

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willow
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Oh Dietmar,

Wahnsinn...das machte wirklich Spass. Vorher wusste ich noch nicht einmal, was Limericks genau sind...bis ich hier TrÀnen gelacht habe. Ich könnte mir ein Limerick - Festival gut vorstellen. Bernd und Dietmar, vielleicht in einem Limerick - Duell (?)...das fÀndŽ ich toll!!!

Wirklich grandios.

LG,

willow

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Bernd
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Lieber Dietmar,

Leerzeichen sind nicht völlig obligatorisch, sie dienen dem besseren optischen Eindruck und werden in BĂŒchern bei gedruckten Limericks sehr sehr oft verwendet.

Du kannst sie also weglassen.

Mit dem Festival war schon lange eine Idee von mir, nur scheiterte es bis jetzt an der Praxis.

Viele GrĂŒĂŸe von Bernd
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Bernd
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Stuhlgang

Furcht und Rettung der RosenverkÀuferin Isabelle im Hochsommer

Durch Wirkung von furchtbarer Hitze
verschmolz Isabelle mit dem Sitze,
      nach etwa ner Stunde
      erschien dann ein Kunde
und sagte: "Da nehm ich halt mit Se!"

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