Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92250
Momentan online:
286 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Linke Rattenfänger
Eingestellt am 26. 06. 2007 11:09


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Wolfgang Bessel
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2007

Werke: 72
Kommentare: 59
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Wolfgang Bessel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Linke Rattenfänger

Die rhetorisch brillanten Volksverführer der Naziära sind ausgestorben, und die braune Rechte verfügt heute über keinen nennenswerten Agitator mehr. Das ist gut so.

Wir haben es heute mit einer neuen Sorte von Scharfmachern zu tun – nämlich den Ultralinken.
Gysi, Lafontaine, Bisky und Co. werden mit ihrer ausgefeilten populistischen Polemik den etablierten Parteien ganz gewiss das Fürchten lehren. Mit ihrer neuen Partei “Die Linke“, die aus dem Zusammenschluss von Linkspartei.PDS und der WASG entstand, werden sie scharenweise Frust- und Überzeugungswähler anlocken. Die Mitgliederzahl nähert sich bereits der Zahl 80000!

Diese Entwicklung haben die schlummernden und sich in Sicherheit wiegenden Volksparteien mit zu verantworten, denn sie haben das verprellte linke Wählerpotential kampflos diesen neuen sozialistischen Kräften überlassen. Wo und wann mobilisierten und positionierten sie denn überzeugende Gegenkräfte?
Nicht eine der so genannten Volksparteien hat die Bürger in Ost und West vor dem Widererstarken der Kommunisten nachhaltig und eindringlich gewarnt!
Das ist wahrhaftig keine rühmliche Parteiarbeit. Nein, das ist ein unverantwortlicher Leichtsinn, der sich bitter rächen wird.
Bedeutet dieses träge Verhalten bereits eine beginnende Erstarrung vor dem Blick der politisch roten Giftnatter?

In der SPD fanden die Parteimitglieder spätestens nach der großen Koalition keine Heimat mehr. Die Wähler erwarteten große soziale Reformen und keine Reförmchen oder faulen Kompromisse! Sie wollten eine sozial gerechte und solidarische Gesellschaft. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit mit den Folgen von Armut und sozialer Ausgrenzung ging ihnen nicht schnell und wirksam genug.
Nun kommt endlich die „heilsbringende“ Linke wie eine Erlöserpartei mit den abenteuerlichsten Verheißungen daher,( öffentliche finanzierte Beschäftigung, Kündigungsschutz etc.) und spricht den geschundenen Genossen der SPD aus ihren verwundeten Herzen!
So weit – so schlecht.

Ja, und den Violetten, auch „Bündnis 90/Die Grünen“ genannt, steht auch der kalte Angstschweiß auf der Stirne. Denn überreichlich „Grüne“ sind in Wirklichkeit „Rote“.
Die Grünen waren nach dem Verbot der KPD und anderer kommunistischer Splittergruppen in den Sechszigern/Siebzigern unstrittig das spätere Sammelbecken von Ultralinken.
Frau Roth kann noch so dümmlich und unglaubwürdig mit den Augen rollen und Betroffenheit heucheln, die Partei wird ein Abdriften ihrer linken Klientel massiv zu spüren bekommen.
Die Grünen werden in einigen Jahren zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Längst haben alle anderen Parteien die ursprünglich förderlichen grünen Programme aufgenommen und teilweise umgesetzt.
Durch provozierende Auftritte bei spektakulären Schwulendemos in Moskau wird dieser Schauspielertruppe mit Sicherheit keine größere Wählergunst zuteil.

Die FDP berief mit der Spaßmacher-Galionsfigur Guido extra einen Parteitag ein und wetterte gegen die neuen Sozialisten. (Sie haben ja auch keinen anderen, der sonst noch in dieser Partei etwas zu sagen hat).
Sie besinnen sich plötzlich darauf, dass sie eine Volkspartei sind. Wirklich ein kläglicher Versuch nach dem linken Desaster, ihr Profil zu schärfen. Sie machten auf ihrem Parteitag großmundig deutlich, „dass es keiner sozialistischen Großversuche in Deutschland bedarf“.
Diese Partei besitzt kein erkennbares Profil mehr. Wofür brauchen wir sie noch? Nur noch zum Schmieden von Koalitionen, die dann wiederum notwendige Entscheidungen zu armseligen diplomatischen Mittelwegen verkommen lassen?

Und die CDU? Sie glänzt momentan mit den außenpolitischen (Schein)erfolgen von Frau Merkel. Auch diese Partei hat versagt. Sie wird sich zunächst erfreuen, dass Stammwähler der SPD und Grünen zur Linkspartei abwandern. Das wäre allerdings zu kurz gedacht und sträflich leichtsinnig. Auch in dieser Partei gibt es nämlich etliche Anhänger des linken Spektrums, die zur Linkspartei wechseln werden.

Wir haben es bei der neuen linken Truppe mit machthungrigen Rattenfängern zu tun. Mit großkalibrigen Systemveränderern, deren rhetorische Zerstörungskräfte jetzt schon zu wirken beginnen. Sie werden demnächst mit Sicherheit in den Ländern und im Bundestag überreichlich vertreten sein.
Sie versprechen das Blaue vom Himmel – und das Unerträgliche daran ist, dass es in unserem politisch wechselhaften und leidvollen Land Zeitgenossen gibt, die glühend an den Lippen dieser elenden Heilsverkünder hängen, ohne einmal zu hinterfragen, wer denn die Zeche für die ambrosischen Versprechungen zahlen wird.
Womit soll denn dieser utopische Unsinn finanziert werden? Vielleicht durch die Milliarden Euro aus dem einstigen SED Vermögen, das noch in dunklen Kanälen schlummert?
Seriöse alternative Finanzierungsvorschläge – Fehlanzeige. Man hört lediglich die alten, abgedroschenen Forderungen der Linken nach einer radikalen Umverteilung von oben nach unten und nach mehr staatlicher Einflussnahme. Im Klartext: Verstaatlichung der Schlüsselbetriebe.
Den verfluchten Vermögenden und erfolgreichen Dax-Unternehmen, die das Volk angeblich nur ausbeuten, soll es wieder mal an den Kragen gehen.
Sollte im Wiederkäuen der altbekannten Parolen tatsächlich der Erfolg dieser populistischen, radikalen, linken Partei liegen?
Die Mehrheit des Volkes hat längst begriffen, dass es in unserer hochkomplexen Welt keine einfachen Lösungen mehr geben kann und das staatliche Einflussnahmen eher beschnitten als ausgeweitet werden müssen.
Leider gibt es bei uns viele – zu viele Verlierer und eine Menge enttäuschter und überzeugter Altkommunisten. Im Sprachgebrauch der Linken: Betroffene einer „neoliberalen Politik“.
Arbeitslose Menschen ohne Hoffnung, kranke Menschen und Arme glauben blind den Versprechungen der Linken. Sie wünschen einen Ausweg und hoffen, das diese neue Partei sie von der vermeintlichen oder echten Ungerechtigkeit ihres beklagenswerten Lebens befreit.
Ich habe mir die Delegierten des Gründungsparteitags mehrfach angeschaut. Es waren einfache Menschen mit herben Gesichtern. Sie trugen keine feinen Zwirne wie ihre Vorsitzenden und fuhren auch bestimmt nicht so dicke Schlitten wie sie. Es wird für diese mittellosen Verführten und ewig gestrigen kommunistischen Betonköpfe eines Tages abermals ein böses Erwachen geben.

Man mag mir Vorurteile gegen die Linke unterstellen. Mir ist bewusst, dass in unserem demokratischen System auch nicht alles rosig ist. Aber auf diese linken Visionen und ein neues sozialistisches Experiment kann ich gut verzichten.
Ich durfte noch die völlig heruntergekommene Sowjetunion, und viele sozialistische Bruderstaaten und vor allem den bankrotten und total maroden Arbeiter- und Bauernstaat der„DDR“ bei meinen Besuchen „bewundern“. Mein Fazit: Wehret den Anfängen!

Lafontaine ist bekanntlich ein Lebemann, der Wasser predigt und selbst die besten Weine säuft. Er ist ein großmäuliger Scharlatan und Verräter seiner ehemaligen Partei, der SPD. Er wütet zur Zeit wie ein Rachengel.
Die Linke wird mit ihrem redegewandten Sympathieträger Gisy überwiegend Wählerstimmen in Ostdeutschland bekommen – mehr als die SPD und wird sich auch einige Jahre in Westdeutschland tummeln können. Dann aber werden die Wähler bemerken, dass sie wieder einmal belogen und betrogen wurden und werden die elenden politischen Taschenspieler zum Teufel jagen.

Alle weltweiten sozialistischen Hirngespinste sind letztendlich an der Realität gescheitert. Ich wundere mich allerdings, dass man die Geschichte in unserem leidvoll geprüften Land so schnell vergessen oder verdrängen konnte.
Das ist eine Schande für uns und eine abscheuliche Entehrung der vielen Opfer des Sozialismus.









__________________
Wolfgang M. A. Bessel
www.bessel-autor.info

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


1 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Essays, Rezensionen, Kolumnen Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!