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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Literatur in der Schule
Eingestellt am 14. 12. 2002 13:39


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nally
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Deutschunterricht: am Anfang waren die freiwilligen Gedichtrezessionen dran. Genau vier Leudies von 26 Schülern (!) entschieden sich a) eine gute Zensur zu holen, b) hatten nichts besseres zu tun und c) wollten endlich mal die richtigen Romantiker zum Vorschein holen. Bei mir war es natürlich a), aber vor allem b) – Novalis mein Held sollte die Klasse erfreuen. Natürlich hab ich es vor Nervosität versaut. Bei dem Vers: „Wäre dies Rausch, was ist dann das Leben?“ bekam ich direkt Gänsehaut und fragte mich im selben Moment: versteht irgendjemand nur ansatzweise was das Gedicht so besonders macht? Irgendwie hat mir die Antwort Angst gemacht und ich stockte, ich holte Atem und nichts --------
„Probier es Morgen noch mal, wenn du willst!“ meinte meine Lehrerin. Die Stunde ging weiter mit der Analyse eines „Dinggedichtes“. Ich musste was kotzen als ich den Begriff höre. Ich meine, Ding – Gedicht, dass hört sich an – als ob der Autor sich erst mal rechtfertigen müsste. „Warum haben sie ein Ding-Gedicht verfasst?“ Das Ding ist (ha ha), dass sie ein Ding Gedicht aus dem 18. Jhd. hervorkramte – welches sich um eine Lampe handelte. Nichts gegen Lampen, nichts gegen das 18. Jhd. – aber um Gottes Willen: kann ich nicht mal ein Ding Gedicht von mir vorlesen? Ich meine, die Schüler würden bestimmt schmunzeln und... sie würden mal S P A ß haben. Aber nein. So, dass beste kommt noch: sie begann den Text – welcher nicht in Strophen (oh mein Gott, völliges Entsetzen!) gegliedert sinngemäß auseinander zu flättern und Verse draus zu machen. Ich könnte jedes mal schreien, wenn wir so ein klitze kleines Stück Lyrik bis auf den letzten Vokal erörtern. Hiermit gebe ich öffentlich kund... niemals ein Gedicht von mir in irgend einer weise in einer Schulklasse zerlegt vorzufinden! 2045 irgendeine Schule, 12. Klasse, 7. Stunde, Deutschunterricht: „Nun werden wir vierzig Jahre zurück schauen und ein Gedicht von einer gewissen Francis einmal lesen und danach versuchen zu interpretieren, sprachliche Mittel und die Autorenabsicht versuchen rauszufinden. Vorher etwas zur Biographie dieser Frau, um ihre Verse (vielleicht!) besser zu verstehen. Geboren an einem Valentinstag im Jahre 1984“ (die ersten Schüler malen lieber Fratzen in ihr Heft)...
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"Ich werde nie aufgeben captain, denn ich will im Spiel der Mächte weiter bestehen und meinen Vers dazu beitragen."
Club der toten Dichter

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Michael Schmidt
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nally
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dass ich die Bezeichnung "Dinggedicht" doof find,
dass meine Deutschlehrerin langweilt
und dass ich Novalis mag
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