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Leselupe.de > Kindergeschichten
Luftige Experimente
Eingestellt am 21. 04. 2004 22:49


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Katjuscha
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Luftige Experimente
Schwere L√ľfte und verhexte Marmeladengl√§ser

In der vergangenen Woche habt ihr erfahren, was ein Experiment ist. Heute wollen wir euch Experimente vorstellen, die alle mit der Luft zu tun haben. F√ľr uns ist die Luft etwas Selbstverst√§ndliches. Ihr denkt vielleicht, sie ist nichts oder h√∂chstens ein Luftzug, wenn der Wind weht. Aber weit gefehlt, denn Luft ist eine echt spannende Sache. Tausende Physiker, aber auch Chemiker auf der ganzen Welt haben sich √ľber die Luft Gedanken gemacht. Viel L√§rm um nichts, meint ihr? Nach den folgenden Experimenten habt ihr vielleicht eine andere Meinung dazu.
Sicherlich glaubst du, dass Luft nichts wiegt. Das ist deine Hypothese, die du mit einem Experiment testen kannst. Wenn du nicht wei√üt, was eine Hypothese ist, lies noch mal den Text von letzter Woche. Du brauchst f√ľr dein Experiment: 2 Holz- oder Plastikst√§bchen (ca. 15 und 30 cm lang), 2 gleich gro√üe Luftballons, 2 gleich gro√üe Becher, Klebeband, 1 Filzstift und ein Lineal. Markiere mit Lineal und Filzstift die Mitte der beiden St√§bchen. Dann befestigst du an jedem Ende des langen St√§bchens mit dem Klebeband jeweils einen nicht aufgeblasenen Luftballon. Befestige nun das kurze St√§bchen mit Klebeband am Boden der beiden Becher, so dass das St√§bchen auf den beiden Bechern liegt, wenn du diese mit der √Ėffnung nach unten drehst. Lege das lange St√§bchen mit den Luftballons √ľber den Mittelpunkt des kurzen St√§bchens. Die beiden Luftballons halten sich in der Waage, oder? Wenn nicht, musst du das St√§bchen noch ein bisschen zurecht r√ľcken. Nun nimmst du einen Luftballon ab und pustest ihn auf. Verknote ihn gut und befestige ihn dann wieder an dem langen St√§bchen. Danach legst du das St√§bchen wieder auf den Mittelpunkt des kurzen St√§bchens. Was passiert? Genau: Das St√§bchen bleibt nicht mehr gerade liegen, sondern neigt sich zu der Seite mit dem aufgeblasenen Luftballon. Genau wie bei einer Wippe, wenn sich Vati auf die eine Seite und du auf die andere Seite setzt. Aber warum ist das so? Der aufgeblasene Ballon enth√§lt Luft und die macht ihn schwerer. Luft wiegt also doch etwas, n√§mlich 1,3 g pro Liter.
Willst du wissen, wie schwer die Luft in deinem Zimmer ist? Dazu brauchst du ein Ma√üband, Papier und Bleistift und einen Taschenrechner. Miss nun L√§nge, Breite und H√∂he deines Kinderzimmers in Metern aus und schreib sie auf einen Zettel. Nun kannst du mit Hilfe des Taschenrechners das Volumen deines Zimmers berechnen, indem du die L√§nge, Breite und H√∂he deines Zimmers multiplizierst. Nun musst du das errechnete Volumen mit 1,3 g multiplizieren, denn so viel wiegt ja ein Liter Luft. Und was hast du f√ľr ein Gewicht heraus bekommen? Mit sehr gro√üer Wahrscheinlich wiegt die Luft in deinem Zimmer mehr als du.
Wie schwer Luft sein kann, kannst du auch mit dem folgenden Experiment heraus bekommen: Du brauchst nur 1 Lineal, ein gro√ües Blatt Papier (DIN A3) und einen Tisch. Lege das Lineal auf den Tisch, so dass es etwa ein Drittel √ľber die Tischkante schaut. Lege dann das Papier so auf den Tisch, dass der Teil des Lineals, der auf dem Tisch liegt, bedeckt ist. Streiche das Papier glatt und am Tisch fest. Nun kannst du vorsichtig auf den √ľberstehenden Teil des Lineals schlagen. Und ...? ... Es r√ľhrt sich nichts. Das Lineal hebt sich nicht, denn die √ľber dem Tisch liegende Luft dr√ľckt auf die Oberfl√§che des Papiers und verhindert, dass sich das Lineal hebt. Erst wenn du st√§rker auf das Lineal schl√§gst, hebt es das Blatt hoch.
Und zum Schluss kommt noch ein Experiment, mit dem du deine Eltern am Fr√ľhst√ľckstisch beeindrucken kannst. Du brauchst dazu ein fest verschlossenes Marmeladenglas mit Schraubverschluss, das sich nur schwer √∂ffnen l√§sst. Dieses h√§ltst du mit dem Deckel unter sehr hei√ües Wasser aus dem Wasserhahn. Nun kannst du versuchen den Deckel zu √∂ffnen. Und siehe da: nach gut 30 Sekunden l√§sst sich das Glas ohne Anstrengung √∂ffnen. Nach dieser kleinen Physikshow kannst du deine Eltern noch mehr zum Staunen bringen, wenn du ihnen dann auch noch erkl√§rst, warum das so ist. Das Glas lie√ü sich n√§mlich nicht √∂ffnen, weil in ihm ein Unterdruck herrschte. Die hei√üe Marmelade hat n√§mlich beim Abf√ľllen einen gr√∂√üeren Raum eingenommen und sich beim Abk√ľhlen wieder zusammen gezogen. Da das Marmeladenglas aber gleich nach dem Abf√ľllen geschlossen wurde und keine Luft mehr an die Marmelade kam, hat sich im Glas ein luftleerer Raum gebildet. Das nennt man Vakuum. Wenn man den Deckel nun erw√§rmt, dehnt er sich aus und der Unterdruck nimmt ab. Das Glas l√§sst sich nun m√ľhelos √∂ffnen. Und ihr k√∂nnt ohne wunde Finger leckere Marmelade futtern.

__________________
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich Kästner)

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