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M/DWdS_Kapitel10.1
Eingestellt am 16. 03. 2004 14:20


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Najitzabeth
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Registriert: Jan 2004

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Die Sprache der Stummen


Die letzten Tage waren f├╝r Keith die H├Âlle gewesen. Die kleine Gruppe war, dank ChicoÔÇÖ s >>Abk├╝rzungen<< recht schnell vorw├Ąrts gekommen.
Bis auf einen kleineren Zwischenfall mit einem Wolfrudel, die Chico erfolgreich abgewehrt hatte, was ihm noch mehr Bewunderung von Seiten der M├Ądchen einbrachte, war ihre Reise recht ruhig gewesen.
Er hatte auch begonnen Kim unterricht im Kampf zu geben, ÔÇ×Damit sie nicht ganz so hilflos war!ÔÇť hatte er gesagt. Jeden Morgen und Abend gingen sie und trainierten. Keith st├Ârte es zu wissen, das Kim dabei alleine mit ihm war.
Im Moment waren sie dabei das Lager abzubauen. Die Sonne ging gerade auf und f├Ąrbte die Schneebedeckten Gipfel, des nun greifbar nahen Gebirges, blutrot. Heute w├╝rden sie den SolnedobÔÇôSpalt ├╝berqueren. Soviel Keith, aus den Karten, wusste f├╝hrte nur eine alte, wacklige H├Ąngebr├╝cke ├╝ber den Riss. Es hie├č der Drache Nedrak h├Ątte die Erde aufgerissen um sein Reich damit abzugrenzen.
Keith rollte gerade seine Decke zusammen und packte sein Gep├Ąck auf den R├╝cken seines Hengstes. Seit MayaÔÇÖ s Bein wieder verheilt war, ritt Kim mit Chico zusammen auf dem st├Ąrkeren Silvo und Josh auf der Stute.
Er heilt immer mehr abstand zu der Gruppe, denn er hatte kein Interesse daran, sich mit dem Fremden, als den er Chico immer noch betrachtete, zu reden. Keith war die ganz Zeit ├╝ber schlecht gelaunt und die Anderen hatten eingesehen, das es besser war, ihn nicht anzusprechen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes das >>f├╝nfte Rad am Wagen<< geworden. Auch der kleine Goobljn hatte sich mehr und mehr von Kim zur├╝ckgezogen. Gwgl lief untertags hinter ihnen her und Nachts schlief er bei Maya.
So wie diese beiden sich immer mehr ausgegrenzt hatten, so war Chico immer mehr an KeithÔÇÖ Stelle getreten und wurde von Kim, Todie und Josh mit mittlerweile mit so viel Respekt und Vertrauen behandelt, als w├Ąre er von Anfang an bei ihre Reise beteiligt gewesen.
Die Sonnte stand nun schon h├Âher und die Morgenr├Âte hatte sich verzogen. Die kleine Gruppe hatte den Fu├č des Gebirges nun schon beinahe erreicht und stand nun vor dem legenden umringten Solnedob ÔÇô Spalt.
Der Tag war so warm wie die, die sie auf der Grasebene verbracht hatten. Der Himmel war strahlend blau und nur vereinzelte Quellw├Âlkchen bahnten sich ihren Weg, bis sie in den Gipfel der Schneebedeckten Berge h├Ąngen blieben.
Trotzdem hatten sich alle in ihre warmen M├Ąntel geh├╝llt. Aus dem Spalt stieg eiskalte Luft empor und lie├č so in seiner n├Ąhe keine ├ťberlebenschancen f├╝r irgendwelche Pflanzen, die man in dieser Jahreszeit eigentlich erwartet h├Ątte.
ÔÇ×Wie sollen wir denn da r├╝ber kommen?ÔÇť fragte Kim an niemand bestimmten. Die andere Seite der Schlucht war kaum zu erkennen. Durch die B├Ąche, die sich auf der Nordseite in den Abgrund st├╝rzten lag ein feuchter undurchschaubarer Nebel ├╝ber der unendlich erscheinenden Schw├Ąrze.
Chico wusste nat├╝rlich eine Antwort auf KimÔÇÖ s Frage: ÔÇ×Wir m├╝ssen ein St├╝ck am Rand der Schlucht entlang reiten. Dann kommen wir zu einer Br├╝cke!ÔÇť
Das M├Ądchen nickte nur. So verlie├čen sie den Bach, dem sie die ganze Zeit ├╝ber gefolgt waren. F├╝r Keith war es ein schmerzlicher Abschied, denn der Wasserlauf war die letzte Verbindung zu seiner Heimat gewesen. Jetzt f├╝hlt er sich vollkommen orientierungslos. Er kannte zwar theoretisch den Weg aber trotz allem war dem Prinzen nun mulmig zu mute. Er konzentrierte sich voll und ganz auf das Ger├Ąusch, das XanoÔÇÖ s Hufe auf dem steinigen Boden machten und hielt das Pferd immer im sicheren Abstand zu dem Spalt. Auch die Anderen taten es ihm gleich, da niemand in Versuchung kommen wollte einen Blick in die bodenlose Schw├Ąrze zu werfen. Ihr Weg f├╝hrte sie immer weiter nach Westen und als es Zeit zum Mittagessen wurde, erreichten sie die Br├╝cken.
ÔÇ×Das ist hoffentlich nicht das, was du meintest!ÔÇť Kim war genauso geschockt wie Keith als er das von einigen, sich bereits gr├╝nlich f├Ąrbenden Stricken und alten Bretter bestehenden, etwas erblickte, das gef├Ąhrlich ├╝ber der Schlucht schwankte. Andererseits war Keith begeistert, denn Chico hatte wohl zuviel versprochen und fing sich einige b├Âse Blicke von Kim und den anderen ein. Aber anstatt sich f├╝r seine leeren Versprechungen zu entschuldigen, l├Ąchelte er nur und versicherte, das die >>Br├╝cke<< nur halb so gef├Ąhrlich und br├╝chig war, wie sie aussah.
Dichte Nebelschwaden zogen ├╝ber den Abgrund und lie├čen die anderen Seite nur erahnen.
Nach einem schweigsamen Mittagessen, das sich ewig in die L├Ąnge zog, da niemand den Mut aufbrachte zu sagen, das es Zeit zum Aufbruch w├Ąre, stand Chico auf und begann aus einem St├╝ck groben Stoff, das er aus seinem Rucksack gezogen hatte, breite Streifen zu rei├čen. Nach und nach erhoben sich auch der Rest der Gruppe und machte sich daran ihren Lagerplatz aufzur├Ąumen.
Todie wollte gerade aufsteigen, als der blonde Mann jedem einen seiner Soffstreifen reichte.
ÔÇ×Verbindet jedem Pferd damit die Augen. Wir m├╝sse sie ├╝ber die Br├╝cke f├╝hren.ÔÇť Keith nahm den Stoff und blickte misstrauisch darauf, erst dann ging er zu Xano. ÔÇ×Tut mir leid, Junge. Aber er hat mal wieder recht.ÔÇť So band er dem Tier die Augen zu. Zuerst str├Ąubte sich der Hengst gegen die fremdartige Dunkelheit, lie├č sich letztendlich , nachdem Keith ihm ein paar beruhigende Worte zugefl├╝stert hatte, n├Ąher an die Schlucht heranf├╝hren.
Einer nach dem anderen betrat die wacklige H├Ąngebr├╝cke. Zuerst Chico, nach ihm Keith mit seinem Pferd.
Es kostete ihn einige ├ťberwindung die erste Holzlamelle, die ├╝ber dem Nichts schwebte, zu betreten aber nach den ersten paar Metern stellte Keith fest, das der Zustand der Br├╝cke bei weitem nicht so schlimm war wie er zuerst vermutete. Hinter ihm dr├Ąngte Kim: ÔÇ×Geh schon schneller, ich will endlich von diesem Ding runter!ÔÇť Er beschleunigte seinen Schritt.
Der Wind heulte in seinen Ohren. In den paar Metern die sie nun schon liefen, war es erstaunlich kalt geworden, sodass Keith seinen Umhang fester um die Schultern zog. Xano hatte die Ohren angelegt und bl├Ąhte seine N├╝stern, jedes Mal wenn er das knarren des Holzes vernahm. Chico war vor Keith nur noch als schattenhafter Schemen zu erkennen. Der Prinz sah wie Tyrone, der Begleiter des Wanderers, auf dessen Schulter landete so wie Gwgl auf KimÔÇÖ s Schulter sa├č. Keith versuchte die ganze Zeit nicht in die Tiefe zu blicken und sah stattdessen in den Himmel, der im Moment durch den Nebel hindurch nicht zu erkennen war. H├Ątte der Junge auf seinen Weg geachtet, w├Ąre ihm die lose Paneele aufgefallen. So aber trat er unwissend auf das Brett, das er kaum hatte er sein Gewicht verlagert, auch schon entzwei brach und in die bodenlose Schlucht st├╝rzte. Mit ihm Keith. Es blieb ihm nicht einmal Zeit zu schreien. Als er bemerkte, das er den Boden unter den F├╝├čen verloren hatte, weiteten sich seine Augen vor Schreck und er klammerte sich in seiner Panik an das einzige, was er in diesem Augenblick fassen konnte, XanoÔÇÖ s Z├╝gel! Das pl├Âtzliche Gewicht das an dem Zopf des Pferdes riss, lie├č den gescheckten Hengst sich vor Schreck aufb├Ąumen und damit zog er auch den Jungen in die H├Âhe. Keith h├Ątte sich beinahe den Kopf an der Unterseite der Br├╝cke angeschlagen, aber das bemerkte er ├╝berhaupt nicht. Seine H├Ąnde krampften sich um das d├╝nne Leder an dem sein Leben hang. Zuerst versuchte der Hengst noch auszubrechen und schleuderte Keith am anderen Ende der Z├╝gel hin und her, sodass es ihm noch schwerer viel klar zu denken und seine Arme wurden bereits m├╝de. Dann h├Ârte er ChicoÔÇÖ s Stimme wie er versuchte den anderen zuzurufen, das sie zur Seite gehen sollten, damit das Pferd r├╝ckw├Ąrts gehen konnte. Aber Xano r├╝hrte sich nicht von der Stelle. Pl├Âtzlich sah Keith das Gesicht des Mannes ├╝ber sich, wie er ihm etwas zurief. Keith musste seine gesamte Angst niederk├Ąmpfen bevor er verstehen konnte, was Chico ihm zurief. ÔÇ×Nimm meine Hand!ÔÇť Chico streckte ihm seinen Arm entgegen. Keith starrte darauf als w├Ąre es etwas gef├Ąhrliches. Er wollte nicht von ihm gerettet werden, es w├╝rde ihm wie ein Verrat vorkommen. Keith wollte nicht in der Schuld des Fremden stehen, schon gar nicht wenn er ihm sein Leben schuldete. Keith war es als w├╝rde er endlose Stunden auf die ihm hilfreiche Entgegengestreckte starren bis er eine Stimme h├Ârte: ÔÇ×Keith, jetzt nimm verdammt noch mal seine Hand!!ÔÇť , es war Kim. Ihre Stimme hatte gebrochen geklungen vor Angst.
Das war der Ansto├č, der Keith gefehlt hatte. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und lie├č mit einer Hand das rettende Leder los. Genau in diesem Moment sch├╝ttelte Xano den Kopf und die Kraft des Prinzen war am Ende. Seine vom Schwei├č nassen Finger rutschten ab und f├╝r einen endlosen Augenblick schien er schwerelos in der Luft zu h├Ąngen.
Dann fiel er.
Im allerletzten Moment schloss sich ChicoÔÇÖ s Hand um Keith Handgelenk. Und mit einer Kraft, die man ihm nicht zutrauen w├╝rde, hob er Keith zur├╝ck auf die Br├╝cke.
Er lag da, auf den kalten Holzbrettern und schloss erst einmal die Augen, er zitterte am ganzen K├Ârper. Langsam versuchte er sich zu beruhigen und sich wieder unter Kontrolle zu bringen. Die K├Ąlte durchdrang seine Kleider und verschlimmerte alles noch.
Im Nachhinein hatte Keith keine Ahnung wie lange sie f├╝r den restlichen Weg ├╝ber die Br├╝cke gebraucht hatte. Es war die H├Âlle f├╝r ihn gewesen. Jedes Mal wenn die Br├╝cke vom Wind erfasst wurde und ein wenig schwankte, war ihm der Schwei├č ausgebrochen und er hatte sich irgendwo festgehalten. Todie und Josh hatten ihm immer wieder gut zugeredet, nur Kim und Chico blieben stumm. Dabei h├Ątte der Junge vor allem KimÔÇÖ s Trost gebraucht.
Dann hatten sie nach schier endloser Zeit, in der Keith Todesqualen gelitten hatte, endlich wieder festen Boden und den F├╝├čen gehabt, wenn man von dem Schnee und Eis, der das Gebiet bedeckte, absah.
Niemand war darauf vorbeireitet gewesen, selbst Chico nicht. Es war doch Sommer! Wo kam nur der ganze Schnee her?
In dem Moment, in dem sie total durchgefroren wieder die Pferde bestiegen, waren sie alle sehr nah an der Verzweiflung gewesen. Wie sollten sie nur ohne die richtige Ausr├╝stung das Gebirge ├╝berqueren? Einzig Chico, der wie Keith mittlerweile festgestellt hatte, ein furchtbarer Optimist war, behielt einen k├╝hlen Kopf. Keith hasste ihn f├╝r seinen Frohsinn umso mehr. Wie konnte er jetzt nur so gute Laune haben? Schlie├člich war auch Keith dankbar, das der junge Mann zum weitergehen dr├Ąngte, denn die Kraft, die wacklige H├Ąngebr├╝cke noch einmal zu ├╝berqueren, hatte er nicht. Au├čerdem mussten sie eine Aufgabe erf├╝llen.
Eine Weile sp├Ąter sa├čen alle durchgefroren, mit roten Nasen, steif gewordenen Fingern auf den Pferden und w├╝nschten sich nur noch ein prasselndes Feuer und eine warme Mahlzeit dazu.
Selbst die Tiere zitterten, da sie ihr Winterfell schon lange abgelegt hatten und so auf diese Witterung nicht vorbereitet waren. Die F├╝nf h├╝llten sich in s├Ąmtliche Decken, die sie bei sich hatten und beschlossen am Fu├č des NeplaÔÇôGebirges, das nun nicht mehr weit entfernt war, ihr Lager aufzuschlagen. Schweigend ritten sie durch den immer h├Âher werdenden Schnee `gen Norden. Tief h├Ąngende graue Wolken versprachen frischen Schnee und dr├Ąngte die kleine Gruppe zur Eile. Am sp├Ąten Nachmittag erreichten sie die Berge. Schneewei├če Giganten die in den Himmel ragten.



Nevytar stand auf dem Balkon und der salzige Wind der vom Meer kam bauschte seinen Mantel.
Diese Kinder hatten seine Grenze ├╝berschritten. Sehr Gut! Jetzt w├╝rde es nicht mehr lange dauern und sie tappten in seine Falle. Sein Mund verzog sich zu einem L├Ącheln. Sie hatten ja keine Ahnung, dass er ├╝ber jeden Schritt bescheid wusste. Der Magier musste jetzt nur noch seine W├Ąchter aus dem Gebirge zu sich rufen, damit diese dummen, blutr├╝nstigen Gesch├Âpfe nicht seine Pl├Ąne durchkreuzten und die Gruppe aufhielt. Au├čerdem w├╝rde er die bleichen Wesen hier brauchen.
Er hoffte, das seine Feinde rechtzeitig zum Neumond hier waren, damit sie seinen Triumph, wenn er Saphira ein f├╝r allemal vernichtete, beiwohnen konnten. Danach w├╝rde der Dunkle sich mit ihnen vergn├╝gen!


Mit halb erfrorenen H├Ąnden hatten sie ihr Lager aufgebaut und Feuer gemacht, um das sie nun sa├čen und sich aufw├Ąrmten und warmes Wasser tranken, das zwar nicht schmeckte aber zumindest war es etwas, was den Magen erhitzte.
Sie hatte einen kleinen Felsvorsprung gefunden, in dem sie jetzt Schutz suchten, vor dem Schneesturm, der w├╝tete. So waren sie zumindest von dem bei├čenden Wind ein wenig gesch├╝tzt. Die vier Pferde standen auch ganz in der N├Ąhe und ihre gro├čen Leiber strahlten zus├Ątzliche W├Ąrme ab.
Todie beobachtete die z├╝ngelnden Flammen und wie der Schnee von der Feuerstelle immer weiter zur├╝ckwich. Sie w├Ąrmte ihre Finger an der hei├čen Tasse und war tief in ihre Gr├╝beleien versunken, genauso wie die anderen auch.
Das Beakerm├Ądchen f├╝hlte sich nicht wohl und das lag nicht an ihrer momentanen Situation oder der gereizten Stimmung, die sich einfach nicht bessern wollte. Todie f├╝hlte sich krank! Sie w├Ąre lieber zu Hause bei ihrer Gro├čmutter. H├Ątte sie Kim doch nur nie vorgeschlagen sie zu begleiten, dann w├Ąre sie jetzt in Sicherheit. Andererseits h├Ątte sie ihre Freundin nicht im Stich lassen k├Ânnen. Sie waren gemeinsam aus den Spey geflohen und hatten so viel zusammen durchgestanden. Aber Todie hatte keine besonderen F├Ąhigkeiten mit denen zum Erfolg der Mission beigetragen werden k├Ânnte. Keith war Prinz, ohne ihn h├Ątten sie die Pferde und einen guten Teil ihrer Ausr├╝stung nicht und niemals so weit gekommen. Josh konnte jagen und Chico, der den Weg kannte, da er sich viel hier herumtrieb. Zumindest hatte er das erz├Ąhlt. Und Kim! Welche Rolle sie in dieser Geschichte spielte wusste ja jeder! Nur das junge M├Ądchen war ├╝berfl├╝ssig, genau so f├╝hlte sich Todie.
Drau├čen in der offenen Eisw├╝ste nahm der Sturm noch an St├Ąrke zu, sodass das Feuer flackerte und sich alle noch fester in ihre Decken kuschelten.
Was war das f├╝r ein Ger├Ąusch? Ein Keuchen und Hecheln oder Gurgeln?
Nein, Todie bildete sich das nur ein. Nachdem sie gegessen hatten sind sie ohne ein Wort zu sagen schlafen gegangen und morgen fr├╝h w├╝rden sie beschlie├čen wie es weiterging. Das Beakerm├Ądchen h├Ârte ChicoÔÇÖ s leises Schnarchen und hin und wieder das Schnauben der Tiere. Der Wind heulte und vereinzelte Schneeflocken verirrten sich in die N├Ąhe des Feuers. Todie setzte sich auf und warf noch ein wenig Holz in die prasselnden Flammen, damit sie nicht erloschen. Kim w├Ąlzte sich unruhig im Schlaf. Sie w├╝rde so gerne mit ihr reden und sie ein wenig Necken, wie sie es zu Beginn ihrer Reise immer getan hatte. Nur um die Stimmung ein wenig aufzulockern. Aber Todie sp├╝rte das es nicht gut war. Seit Chico zu ihnen gesto├čen war, hatte sich zwischen Keith und Kim ein riesiger Spalt aufgetan und nicht einmal die Tatsache, das der Junge heute beinahe in den Tod gest├╝rzt w├Ąre, hatte Kim dazu gebracht mit ihm zu sprechen. Todie sah es nicht gerne das die beiden Streit hatten. Obwohl sie beide immer ├Ąrgerte missbilligte Todie die un├╝bersehbaren Gef├╝hle der Zwei nicht Sie geh├Ârten einfach zusammen!
Todie sah hinaus in das wehende Wei├č des Schneesturms. Hatte sich dort gerade etwas bewegt? Sie hatte Angst und versteckte sich in ihren Decken. Wenn sie Aufgrund ihrer Beobachtung jemanden weckte, w├╝rde derjenige nur sagen, das sie sich das nur eingebildet h├Ątte und sie weiterschlafen solle. Sie war die j├╝ngste der Gruppe, wenn man von Gwgl absah, und niemand schien sie ernst zu nehmen. Pl├Âtzlich h├Ârte sie das seltsame Gurgeln wieder und das Ger├Ąusch von knirschenden Schnee.
Das M├Ądchen sch├╝ttelte den Kopf und verbarg sich unter ihrer Decke um das Geraschel auszusperren, aber es hatte keinen Sinn. Egal was es war, es kam auf jeden Fall n├Ąher!

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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M/DWdS_Kapitel10.1

Die Sprache der Stummen


Die letzten Tage waren f├╝r Keith die H├Âlle gewesen. Die kleine Gruppe war, dank Chico’ s >>Abk├╝rzungen<< recht schnell vorw├Ąrts gekommen.
Bis auf einen kleineren Zwischenfall mit einem Wolfrudel (besser: mit einigen W├Âlfen), die Chico erfolgreich abgewehrt hatte, was ihm noch mehr Bewunderung von Seiten der M├Ądchen einbrachte, war ihre Reise recht ruhig gewesen.
Er hatte auch begonnen(Komma) Kim unterricht (gro├č) im Kampf zu geben, „Damit sie nicht ganz so hilflos war (ist)!“ hatte er gesagt. Jeden Morgen und Abend gingen sie und trainierten. Keith st├Ârte es zu wissen, das Kim dabei alleine mit ihm war.
Im Moment waren sie dabei(Komma) das Lager abzubauen. Die Sonne ging gerade auf und f├Ąrbte die Schneebedeckten (klein) Gipfel,(kein Komma) des nun greifbar nahen Gebirges,(kein Komma) blutrot. Heute w├╝rden sie den Solnedob–Spalt ├╝berqueren. Soviel Keith,(kein Komma) aus den Karten,(kein Komma) wusste(Komma) f├╝hrte nur eine alte, wacklige H├Ąngebr├╝cke ├╝ber den Riss. Es hie├č(Komma) der Drache Nedrak h├Ątte die Erde aufgerissen(Komma) um sein Reich damit abzugrenzen.
Keith rollte gerade seine Decke zusammen und packte sein Gep├Ąck auf den R├╝cken seines Hengstes. Seit Maya’ s Bein wieder verheilt war, ritt Kim mit Chico zusammen auf dem st├Ąrkeren Silvo und Josh auf der Stute.
Er heilt (hielt) immer mehr abstand (gro├č) zu der Gruppe, denn er hatte kein Interesse daran, sich mit dem Fremden, als den er Chico immer noch betrachtete, zu reden. Keith war die ganz Zeit ├╝ber schlecht gelaunt und die Anderen hatten eingesehen, das (dass) es besser war, ihn nicht anzusprechen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes das >>f├╝nfte Rad am Wagen<< geworden. Auch der kleine Goobljn hatte sich mehr und mehr von Kim zur├╝ckgezogen. Gwgl lief untertags hinter ihnen her und Nachts schlief er bei Maya.
So wie diese beiden sich immer mehr ausgegrenzt hatten, so war Chico immer mehr an Keith’ Stelle getreten und wurde von Kim, Todie und Josh mit mittlerweile mit so viel Respekt und Vertrauen behandelt, als w├Ąre er von Anfang an bei ihre Reise beteiligt gewesen.
Die Sonnte (Sonne) stand nun schon h├Âher und die Morgenr├Âte hatte sich verzogen. Die kleine Gruppe hatte den Fu├č des Gebirges nun schon beinahe erreicht und stand nun vor dem legenden (gro├č) umringten Solnedob – Spalt.
Der Tag war so warm wie die, die sie auf der Grasebene verbracht hatten (Es war hier eben so warm wie auf der Grasebene). Der Himmel war strahlend blau und nur vereinzelte Quellw├Âlkchen bahnten sich ihren Weg, bis sie in den Gipfel der Schneebedeckten (klein) Berge h├Ąngen blieben.
Trotzdem hatten sich alle in ihre warmen M├Ąntel geh├╝llt. Aus dem Spalt stieg eiskalte Luft empor und lie├č so in seiner n├Ąhe (gro├č) keine ├ťberlebenschancen f├╝r irgendwelche Pflanzen, die man in dieser Jahreszeit eigentlich erwartet h├Ątte.
„Wie sollen wir denn da r├╝ber kommen?“ fragte Kim an niemand bestimmten. Die andere Seite der Schlucht war kaum zu erkennen. Durch die B├Ąche, die sich auf der Nordseite in den Abgrund st├╝rzten(Komma) lag ein feuchter(Komma) undurchschaubarer Nebel ├╝ber der unendlich erscheinenden Schw├Ąrze.
Chico wusste nat├╝rlich eine Antwort auf Kim’ s Frage: „Wir m├╝ssen ein St├╝ck am Rand der Schlucht entlang reiten. Dann kommen wir zu einer Br├╝cke!“
Das M├Ądchen nickte nur. So verlie├čen sie den Bach, dem sie die ganze Zeit ├╝ber gefolgt waren. F├╝r Keith war es ein schmerzlicher Abschied, denn der Wasserlauf war die letzte Verbindung zu seiner Heimat gewesen. Jetzt f├╝hlt er sich vollkommen orientierungslos. Er kannte zwar theoretisch den Weg(Komma) aber trotz allem war dem Prinzen nun mulmig zu mute. Er konzentrierte sich voll und ganz auf das Ger├Ąusch, das Xano’ s Hufe auf dem steinigen Boden machten und hielt das Pferd immer im sicheren Abstand zu dem Spalt. Auch die Anderen taten es ihm gleich, da niemand in Versuchung kommen wollte(Komma) einen Blick in die bodenlose Schw├Ąrze zu werfen. Ihr Weg f├╝hrte sie immer weiter nach Westen und als es Zeit zum Mittagessen wurde, erreichten sie die Br├╝cken (Br├╝cke).
„Das ist hoffentlich nicht das, was du meintest!“ Kim war genauso geschockt wie Keith(Komma) als er das von einigen, sich bereits gr├╝nlich f├Ąrbenden Stricken und alten Bretter bestehenden, etwas (bestehende Etwas) erblickte, das gef├Ąhrlich ├╝ber der Schlucht schwankte. Andererseits war Keith begeistert, denn Chico hatte wohl zuviel versprochen und fing sich einige b├Âse Blicke von Kim und den anderen ein. Aber anstatt sich f├╝r seine leeren Versprechungen zu entschuldigen, l├Ąchelte er nur und versicherte, das (dass) die >>Br├╝cke<< nur halb so gef├Ąhrlich und br├╝chig war, wie sie aussah.
Dichte Nebelschwaden zogen ├╝ber den Abgrund und lie├čen die anderen Seite nur erahnen.
Nach einem schweigsamen Mittagessen, das sich ewig in die L├Ąnge zog, da niemand den Mut aufbrachte(Komma) zu sagen, das (dass) es Zeit zum Aufbruch w├Ąre, stand Chico auf und begann aus einem St├╝ck groben Stoff, das er aus seinem Rucksack gezogen hatte, breite Streifen zu rei├čen. Nach und nach erhoben (erhob) sich auch der Rest der Gruppe und machte sich daran(Komma) ihren Lagerplatz aufzur├Ąumen.
Todie wollte gerade aufsteigen, als der blonde Mann jedem einen seiner Soffstreifen reichte.
„Verbindet jedem Pferd damit die Augen. Wir m├╝sse (m├╝ssen) sie ├╝ber die Br├╝cke f├╝hren.“ Keith nahm den Stoff und blickte misstrauisch darauf, erst dann ging er zu Xano. „Tut mir leid, Junge. Aber er hat mal wieder recht.“ So band er dem Tier die Augen zu. Zuerst str├Ąubte sich der Hengst gegen die fremdartige Dunkelheit, lie├č sich letztendlich, nachdem Keith ihm ein paar beruhigende Worte zugefl├╝stert hatte, n├Ąher an die Schlucht heranf├╝hren.
Einer nach dem anderen betrat die wacklige H├Ąngebr├╝cke. Zuerst Chico, nach ihm Keith mit seinem Pferd.
Es kostete ihn einige ├ťberwindung(Komma) die erste Holzlamelle, die ├╝ber dem Nichts schwebte, zu betreten(Komma) aber nach den ersten paar Metern stellte Keith fest, das (dass) der Zustand der Br├╝cke bei weitem nicht so schlimm war wie er zuerst vermutete. Hinter ihm dr├Ąngte Kim: „Geh schon schneller, ich will endlich von diesem Ding runter!“ Er beschleunigte seinen Schritt.
Der Wind heulte in seinen Ohren. In den paar Metern(Komma) die sie nun schon liefen, war es erstaunlich kalt geworden, sodass Keith seinen Umhang fester um die Schultern zog. Xano hatte die Ohren angelegt und bl├Ąhte seine N├╝stern, jedes Mal(Komma) wenn er das knarren (gro├č) des Holzes vernahm. Chico war vor Keith nur noch als schattenhafter Schemen zu erkennen. Der Prinz sah(Komma) wie Tyrone, der Begleiter des Wanderers, auf dessen Schulter landete(Komma) so wie Gwgl auf Kim’ s Schulter sa├č. Keith versuchte die ganze Zeit(Komma) nicht in die Tiefe zu blicken und sah stattdessen in den Himmel, der im Moment durch den Nebel hindurch nicht zu erkennen war. H├Ątte der Junge auf seinen Weg geachtet, w├Ąre ihm die lose Paneele aufgefallen. So aber trat er unwissend auf das Brett,Punkt das er kaum hatte er sein Gewicht verlagert, auch schon (Kaum hatte er sein Gewicht verlagert, da brach es) entzwei brach und in die bodenlose Schlucht st├╝rzte. Mit ihm Keith. Es blieb ihm nicht einmal Zeit(Komma) zu schreien. Als er bemerkte, das (dass) er den Boden unter den F├╝├čen verloren hatte, weiteten sich seine Augen vor Schreck und er klammerte sich in seiner Panik an das einzige, was er in diesem Augenblick fassen konnte, Xano’ s Z├╝gel! Das pl├Âtzliche Gewicht(Komma) das an dem Zopf des Pferdes riss, lie├č den gescheckten Hengst sich vor Schreck aufb├Ąumen und damit zog er auch den Jungen in die H├Âhe. Keith h├Ątte sich beinahe den Kopf an der Unterseite der Br├╝cke angeschlagen, aber das bemerkte er ├╝berhaupt nicht. Seine H├Ąnde krampften sich um das d├╝nne Leder(Komma) an dem sein Leben hang (hing). Zuerst versuchte der Hengst noch auszubrechen und schleuderte Keith am anderen Ende der Z├╝gel hin und her, sodass es ihm noch schwerer viel (fiel Komma) klar zu denken und seine Arme wurden bereits m├╝de. Dann h├Ârte er Chico’ s Stimme(Komma) wie er versuchte(Komma) den anderen zuzurufen, das (dass) sie zur Seite gehen sollten, damit das Pferd r├╝ckw├Ąrts gehen konnte. Aber Xano r├╝hrte sich nicht von der Stelle. Pl├Âtzlich sah Keith das Gesicht des Mannes ├╝ber sich, wie er ihm etwas zurief. Keith musste seine gesamte Angst niederk├Ąmpfen(Komma) bevor er verstehen konnte, was Chico ihm zurief. „Nimm meine Hand!“ Chico streckte ihm seinen Arm entgegen. Keith starrte darauf(Komma) als w├Ąre es etwas gef├Ąhrliches. Er wollte nicht von ihm gerettet werden, es w├╝rde ihm wie ein Verrat vorkommen. Keith wollte nicht in der Schuld des Fremden stehen, schon gar nicht(Komma) wenn er ihm sein Leben schuldete. Keith war es(Komma) als w├╝rde er endlose Stunden auf die ihm hilfreiche Entgegengestreckte starren(Komma) bis er eine Stimme h├Ârte: „Keith, jetzt nimm verdammt noch mal seine Hand!!“ , es war Kim. Ihre Stimme hatte gebrochen geklungen vor Angst.
Das war der Ansto├č, der Keith gefehlt hatte. Er nahm seinen ganzen Mut zusammen und lie├č mit einer Hand das rettende Leder los. Genau in diesem Moment sch├╝ttelte Xano den Kopf und die Kraft des Prinzen war am Ende. Seine vom Schwei├č nassen Finger rutschten ab und f├╝r einen endlosen Augenblick schien er schwerelos in der Luft zu h├Ąngen.
Dann fiel er.
Im allerletzten Moment schloss sich Chico’ s Hand um Keith Handgelenk. Und mit einer Kraft, die man ihm nicht zutrauen w├╝rde, hob er Keith zur├╝ck auf die Br├╝cke.
Er lag da, auf den kalten Holzbrettern und schloss erst einmal die Augen, er zitterte am ganzen K├Ârper. Langsam versuchte er(Komma) sich zu beruhigen und sich wieder unter Kontrolle zu bringen. Die K├Ąlte durchdrang seine Kleider und verschlimmerte alles noch.
Im Nachhinein hatte Keith keine Ahnung(Komma) wie lange sie f├╝r den restlichen Weg ├╝ber die Br├╝cke gebraucht hatte. Es war die H├Âlle f├╝r ihn gewesen. Jedes Mal(Komma) wenn die Br├╝cke vom Wind erfasst wurde und ein wenig schwankte, war ihm der Schwei├č ausgebrochen und er hatte sich irgendwo festgehalten. Todie und Josh hatten ihm immer wieder gut zugeredet, nur Kim und Chico blieben stumm. Dabei h├Ątte der Junge vor allem Kim’ s Trost gebraucht.
Dann hatten sie nach schier endloser Zeit, in der Keith Todesqualen gelitten hatte, endlich wieder festen Boden und den F├╝├čen gehabt, wenn man von dem Schnee und Eis, der das Gebiet bedeckte, absah.
Niemand war darauf vorbeireitet gewesen, selbst Chico nicht. Es war doch Sommer! Wo kam nur der ganze Schnee her?
In dem Moment, in dem sie total durchgefroren wieder die Pferde bestiegen, waren sie alle sehr nah an der Verzweiflung gewesen. Wie sollten sie nur ohne die richtige Ausr├╝stung das Gebirge ├╝berqueren? Einzig Chico, der wie Keith mittlerweile festgestellt hatte, ein furchtbarer Optimist war, behielt einen k├╝hlen Kopf. Keith hasste ihn f├╝r seinen Frohsinn umso mehr. Wie konnte er jetzt nur so gute Laune haben? Schlie├člich war auch Keith dankbar, das (dass) der junge Mann zum weitergehen dr├Ąngte, denn die Kraft, die wacklige H├Ąngebr├╝cke noch einmal zu ├╝berqueren, hatte er nicht. Au├čerdem mussten sie eine Aufgabe erf├╝llen.
Eine Weile sp├Ąter sa├čen alle durchgefroren, mit roten Nasen,(statt Komma besser und) steif gewordenen Fingern auf den Pferden und w├╝nschten sich nur noch ein prasselndes Feuer und eine warme Mahlzeit dazu.
Selbst die Tiere zitterten, da sie ihr Winterfell schon lange abgelegt hatten und so auf diese Witterung nicht vorbereitet waren. Die F├╝nf h├╝llten sich in s├Ąmtliche Decken, die sie bei sich hatten und beschlossen(Komma) am Fu├č des Nepla–Gebirges, das nun nicht mehr weit entfernt war, ihr Lager aufzuschlagen. Schweigend ritten sie durch den immer h├Âher werdenden Schnee `gen Norden. Tief h├Ąngende graue Wolken versprachen frischen Schnee und dr├Ąngte (dr├Ąngten) die kleine Gruppe zur Eile. Am sp├Ąten Nachmittag erreichten sie die Berge. Schneewei├če Giganten(Komma) die in den Himmel ragten.



Nevytar stand auf dem Balkon und der salzige Wind(Komma) der vom Meer kam(Komma) bauschte seinen Mantel.
Diese Kinder hatten seine Grenze ├╝berschritten. Sehr Gut (klein)! Jetzt w├╝rde es nicht mehr lange dauern und sie tappten in seine Falle. Sein Mund verzog sich zu einem L├Ącheln. Sie hatten ja keine Ahnung, dass er ├╝ber jeden Schritt bescheid (gro├č) wusste. Der Magier musste jetzt nur noch seine W├Ąchter aus dem Gebirge zu sich rufen, damit diese dummen, blutr├╝nstigen Gesch├Âpfe nicht seine Pl├Ąne durchkreuzten und die Gruppe aufhielt. Au├čerdem w├╝rde er die bleichen Wesen hier brauchen.
Er hoffte, das (dass) seine Feinde rechtzeitig zum Neumond hier waren, damit sie seinen Triumph, wenn er Saphira ein f├╝r allemal vernichtete, beiwohnen konnten. Danach w├╝rde der Dunkle sich mit ihnen vergn├╝gen!


Mit halb erfrorenen H├Ąnden hatten sie ihr Lager aufgebaut und Feuer gemacht, um das sie nun sa├čen und sich aufw├Ąrmten und warmes Wasser tranken, das zwar nicht schmeckte(Komma) aber zumindest war es etwas, was den Magen erhitzte.
Sie hatte (hatten) einen kleinen Felsvorsprung gefunden, in dem sie jetzt Schutz suchten, vor dem Schneesturm, der w├╝tete (in dem sie jetzt cor dem w├╝tenden Schneesturm Schutz suchten). So waren sie zumindest von (vor) dem bei├čenden Wind ein wenig gesch├╝tzt. Die vier Pferde standen auch ganz in der N├Ąhe und ihre gro├čen Leiber strahlten zus├Ątzliche W├Ąrme ab.
Todie beobachtete die z├╝ngelnden Flammen und wie der Schnee von der Feuerstelle immer weiter zur├╝ckwich. Sie w├Ąrmte ihre Finger an der hei├čen Tasse und war tief in ihre Gr├╝beleien versunken, genauso wie die anderen auch.
Das Beakerm├Ądchen f├╝hlte sich nicht wohl und das lag nicht an ihrer momentanen Situation oder der gereizten Stimmung, die sich einfach nicht bessern wollte. Todie f├╝hlte sich krank! Sie w├Ąre lieber zu Hause bei ihrer Gro├čmutter. H├Ątte sie Kim doch nur nie vorgeschlagen(Komma) sie zu begleiten, dann w├Ąre sie jetzt in Sicherheit. Andererseits h├Ątte sie ihre Freundin nicht im Stich lassen k├Ânnen. Sie waren gemeinsam aus den Spey geflohen und hatten so viel zusammen durchgestanden. Aber Todie hatte keine besonderen F├Ąhigkeiten(Komma) mit denen zum Erfolg der Mission beigetragen werden k├Ânnte. Keith war Prinz, ohne ihn h├Ątten sie die Pferde und einen guten Teil ihrer Ausr├╝stung nicht und (w├Ąren) niemals so weit gekommen. Josh konnte jagen und Chico, der den Weg kannte, da er sich viel hier herumtrieb. Zumindest hatte er das erz├Ąhlt. Und Kim! Welche Rolle sie in dieser Geschichte spielte(Komma) wusste ja jeder! Nur das junge M├Ądchen war ├╝berfl├╝ssig, genau so f├╝hlte sich Todie.
Drau├čen in der offenen Eisw├╝ste nahm der Sturm noch an St├Ąrke zu, sodass das Feuer flackerte und sich alle noch fester in ihre Decken kuschelten.
Was war das f├╝r ein Ger├Ąusch? Ein Keuchen und Hecheln oder Gurgeln?
Nein, Todie bildete sich das nur ein. Nachdem sie gegessen hatten(Komma) sind sie ohne ein Wort zu sagen schlafen gegangen und morgen fr├╝h w├╝rden sie beschlie├čen(Komma) wie es weiterging. Das Beakerm├Ądchen h├Ârte Chico’ s leises Schnarchen und hin und wieder das Schnauben der Tiere. Der Wind heulte und vereinzelte Schneeflocken verirrten sich in die N├Ąhe des Feuers. Todie setzte sich auf und warf noch ein wenig Holz in die prasselnden Flammen, damit sie nicht erloschen. Kim w├Ąlzte sich unruhig im Schlaf. Sie w├╝rde so gerne mit ihr reden und sie ein wenig Necken, wie sie es zu Beginn ihrer Reise immer getan hatte. Nur um die Stimmung ein wenig aufzulockern. Aber Todie sp├╝rte(Komma) das (dass) es nicht gut war. Seit Chico zu ihnen gesto├čen war, hatte sich zwischen Keith und Kim ein riesiger Spalt aufgetan und nicht einmal die Tatsache, das (dass) der Junge heute beinahe in den Tod gest├╝rzt w├Ąre, hatte Kim dazu gebracht(Komma) mit ihm zu sprechen. Todie sah es nicht gerne(Komma) das (dass) die beiden Streit hatten. Obwohl sie beide immer ├Ąrgerte(Komma) missbilligte Todie die un├╝bersehbaren Gef├╝hle der Zwei nicht Sie geh├Ârten einfach zusammen!
Todie sah hinaus in das wehende Wei├č des Schneesturms. Hatte sich dort gerade etwas bewegt? Sie hatte Angst und versteckte sich in ihren Decken. Wenn sie Aufgrund ihrer Beobachtung jemanden weckte, w├╝rde derjenige nur sagen, das (dass) sie sich das nur eingebildet h├Ątte und sie weiterschlafen solle. Sie war die j├╝ngste der Gruppe, wenn man von Gwgl absah, und niemand schien sie ernst zu nehmen. Pl├Âtzlich h├Ârte sie das seltsame Gurgeln wieder und das Ger├Ąusch von knirschenden (knirschendem) Schnee.
Das M├Ądchen sch├╝ttelte den Kopf und verbarg sich unter ihrer Decke(Komma) um das Geraschel auszusperren, aber es hatte keinen Sinn. Egal(Komma) was es war, es kam auf jeden Fall n├Ąher!

hurra, der n├Ąchste teil ist auch schon da. der abend ist gerettet!
ganz lieb gr├╝├čt

__________________
Old Icke

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