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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel10.2
Eingestellt am 17. 03. 2004 17:47


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Najitzabeth
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Die Sprache der Stummen 2


Todie warf vorsichtig einen Blick unter der Decke hervor und sah im ersten Moment nichts, dann trat pl├Âtzlich ein grauenvolles Monster aus dem Schneesturm.
Die Pferde, die bis jetzt nichts bemerkt hatten, gerieten in Panik und traten wild um sich. Todie war froh, das die Tiere angebunden waren, sonst w├Ąren sie sicher vor Angst ├╝ber die Schlafenden gerannt. Durch den L├Ąrm der Pferde, zu dem sich TodieÔÇÖ s Schreie mischten, wachte auch der Rest der Gruppe auf und erblickte das furchtbare Wesen. Das Tier war g├Ąnzlich Wei├č, weswegen es im Schnee auch v├Âllig unsichtbar war. Sein langer d├╝rrer Schwanz peitschte durch die Luft und mit seinen irren blutroten Augen blickte es in die Runde. Es stand auf zwei Krallenbewerten Beinen und zwischen seinen d├╝nnen aber kr├Ąftigen Vorderbeinen und seinem Leib spannten sich Fl├╝gel, deren Haut so d├╝nn war, das man die Adern hindurch scheinen sah. Der spitze Kopf, der auf einem langen gebogenen Hals sa├č, zuckte hin und her. Zuerst blickten sich die beiden Parteien nur an, bis das Wesen zu Knurren begann, das Todie die Ohren dr├Âhnten.
Chico war der erste der seine Erstarrung ├╝berwand. Er schnappte sich seinen Stab mit der Steinspitze, den er immer bei sich trug und stellte sich sch├╝tzend vor die anderen. Auch Keith hatte sich aus seinen Decken befreit und sein Schwert gezogen. Kim hatte den silbernen Zierdolch in der Hand, den Keith ihr geschenkte und den sie immer bei sich trug. Nur Todie hatte nichts um sich zu verteidigen, denn sie hatte ihre Waffe ganz unten in ihrer Tasche, in der Hoffnung, das sie das Messer nicht brauchen w├╝rde. Gwgl sa├č bei seinen neuen Freunden, den Pferden und Tyrone sa├č auf der anderen Seite, auf einem Felsen. Der Goobljn fauchte das Biest an.
Pl├Âtzlich zischte ein Pfeil durch die Luft und mit einer rasend schnellen Bewegung, die man mit blo├čem Auge kaum wahrnehmen konnte, pfl├╝ckte das Wesen den Pfeil, der auf seinen Kopf gezielt war, mit dem Maul aus der Luft und biss ihn ohne die geringste Kraftanstrengung entzwei. Es sah fast so aus, als w├╝rde es grinsen. Todie st├Âhnte auf. Es hatte JoshÔÇÖ s t├Âdlichen Pfeil, der aus n├Ąchster N├Ąhe abgefeuert worden war, aufgefangen! Wie sollten sie mit diesem Monster fertig werden?
Josh feuerte abermals einen Pfeil ab und diesmal machte es sich noch nicht einmal die M├╝he den gro├čen kegelf├Ârmigen Kopf zu bewegen, sondern ging einfach einen Schritt zur Seite. Dann schien es die Geduld zu verlieren. Mit einem gewaltigen Satz sprang es ├╝ber das Feuer und stellte sich Chico gegen├╝ber. Funken stoben in alle Richtungen und drohten die Stoffe zu versengen oder gar zu entz├╝nden. Das Biest blickte dem Jungen in die Augen. Einen winzigen Augenblick geschah gar nichts, dann wandte sich der wei├če Koloss, der Chico um einen Kopf ├╝berragte, ab und suchte sich ein neues Opfer. Sein Blick heftete sich auf Josh, der ihn als erster angegriffen hatte und immer noch mit dem nutzlosen Bogen dastand. Als Chico das bemerkte stellte er sich dem Feind in den Weg: ÔÇ×Verschwinde, du Mistvieh!ÔÇť sagte er zornig und wollte das Biest mit dem Stab aufspie├čen. Es schien etwas dagegen zu haben, denn es hob ein muskul├Âses Bein und schlitzte Chico im vorbeigehen mit einer riesigen Kralle den Schenkel auf. Der Wanderer st├╝rzte vor Schmerz schreiend zu Boden und rotes Blut verf├Ąrbte den makellos wei├čen Schnee. Ganz langsam, fast bed├Ąchtig schlenderte es dem M├╝llerssohn entgegen, der vor Angst unf├Ąhig war sich zu bewegen und am ganzen K├Ârper zitterte.
Kim und Keith reagierten wie ein Person. Gleichzeitig rannten sie auf den wei├čen Schatten mit den spitzen Z├Ąhnen zu und wollten sich auf dessen R├╝cken werfen um es aufzuhalten. Das Monster aber stie├č sie, ohne sie eines Blickes zu w├╝rdigen, von sich indem es seine gewaltigen Schwingen einmal ausbreitete. Von der Wucht dieses Anschlags wurden die beiden ein paar Meter weit geschleudert und blieben auf dem harten Boden liegen. Todie handelte blitzschnell. Trotz all der Streitereien waren die F├╝nf doch zu einem Team zusammengewachsen und das Beakerm├Ądchen war nicht bereit einen ihrer Freunde zu verlieren.
Sie schnappte sich ohne zu ├╝berlegen ein paar Holzscheite, die zum nachfeuern gedacht waren, und warf damit auf die Bestie. Todie traf einmal, zweimal, beim dritten Mal hielt es bei seinem Vormarsch inne und legte den Kopf schief um sich seine Widersacherin anzusehen. Sie bemerkte schnell, das sie einen gro├čen Fehler gemacht hatte. Das Vieh lie├č von Josh ab und drehte sich ganz zu Todie, die immer weiter nach hinten Schritt, bis sie an den kalten Felsen stie├č. Sie sa├č in der Falle. Die kreisrunden Augen des Biestes verengten sich zu kleinen schlitzen und ein Br├╝llen , wie das M├Ądchen es noch nie geh├Ârt hatte, durchbrach die Stille der Nacht. Schaum und Speichel spritzten aus dem weit ge├Âffneten Maul. Todie sank zusammen, gequ├Ąlt von dem schrillen Schrei der in allen Knochen schmerzte. Dann brach es abrupt ab und Todie entspannte sich bis ihr wieder bewusst wurde, das sie noch nicht au├čer Gefahr war. Mit ein paar S├Ątzen sprang das Tier auf das M├Ądchen zu um sie endg├╝ltig zu t├Âten. Vor dem letzten Satz schnellte das wei├če Ungeheuer in die Luft und breitete die Fl├╝gel aus. Mit den Beinen und damit mit den todbringenden Krallen voraus ging es auf Todie los. Das Beakerm├Ądchen schloss die Augen und wartete auf den Schmerz.
Ein schrilles quieken und das Ger├Ąusch von einem Sturz machte sie wieder aufmerksam. Sie f├╝hlte wie etwas warmes ihr Gesicht hinab lief. War sie jetzt Tod? Todie ├Âffnete ihre Augen. Etwas weiter neben ihr lag der tote K├Ârper des Wesens, das sie gerade t├Âten wollte. Ein langer Pfeil ragte aus dem Hals des Tieres, das immer noch zuckte als w├╝rde es den Tod nicht akzeptieren. RoseÔÇÖ farbenes Blut, das ekelhafter Weise nach altem Fisch roch, spritzte aus der Wunde auf Todie. Dem M├Ądchen wurde ├╝bel, sie erbrach sich in dem Schnee und als sich ihre innere Unruhe wieder gelegt hatte, sah sie sich um. An der Stelle and der zuvor das blutr├╝nstige Wesen erschienen war tauchten jetzt seltsame in Pelz geh├╝llte Gestalten auf. Mit ihren Langb├Âgen zielten sie auf Todie.
Das war ihr zuviel und sie lie├č sich in die willkommene Schw├Ąrze der Ohnmacht fallen.



Kim sah wie die roten Augen sich auf Josh hefteten und in diesem Augenblick ├╝bernahmen ihre Instinkte die Oberhand. Chico hatte ihr einige Dinge, wie sie sich verteidigen konnte beigebracht und sie versuchte einfach das Anzuwenden, was er ihr gezeigt hatte. Kim sah, das auch Keith sich aus seiner Starre l├Âste und wie auf ein stummes Kommando st├╝rmten sie auf die Bestie zu. Kurz bevor sie es erreicht hatte setzte Kim zum Sprung an, um das Wesen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Genau in diesem Moment hob es seine d├╝nnen ├ärmchen und spannte die Fledermaus├Ąhnlichen Fl├╝gel an. Kim f├╝hlte einen stechenden Schmerz in der Magengegend und wie sie in die Richtung, aus der sie gekommen waren, zur├╝ckgeschleudert wurde. Einen kurzen Augenblick lang war sie schwerelos, doch dann krachte sie wieder auf die Erde. Die Dunkelheit umfing sie und lie├č sie nicht mehr los.
Die bei├čende K├Ąlte in ihrem Gesicht weckte sie auf. Kim ├Âffnete die Augen und sah die Berge, die sich nun zu allen Seiten erstreckten und in der Sonne hell strahlten. Das ersten was sie bemerkte war, dass sie nicht mehr fror. Jemand hatte ihr einen Wei├čen dick gef├╝tterten Mantel gegeben und ihr Handschuhe angezogen. Sie sa├č auf dem gro├čen gescheckten Hengst und sie f├╝hlte den Arm der um ihre Taille geschlungen war, damit sie nicht vom Pferd fiel. Was war nach dem Angriff geschehen und vor allem wo waren die Anderen?
Vor Kim lief die braune Maya aber sie konnte nicht erkennen, wer auf ihr ritt, da alle die gleichen M├Ąntel trugen.
Jetzt wollte sie endlich wissen wer hinter ihr sa├č und drehte sich im Sattel um. Der gro├če Fremde Mann sah sie aus gro├čen farblosen Augen an. Er hatte d├╝nnes flachsblondes Haar, das unter der mit pelzgef├╝tterten Kapuze hervorwehte. Kim war entsetzt. War sie etwa entf├╝hrt worden? Sie begann sich zu wehren und wollte nur noch von dem Pferd hinunter und von dem Fremden weg. Aber der bleiche Mann hielt sie eisern fest. Nach einigen Minuten gab sie letztendlich auf, denn ihr K├Ârper hatte begonnen elendig zu schmerzen und jeder blaue Fleck und jede Sch├╝rfwunde die sie sich in letzter Zeit zugef├╝gt hatte, machte sich nun bemerkbar. Sie atmete tief durch und sprach den Fremden der immer noch Schwieg an: ÔÇ×Wer seid ihr?ÔÇť Er w├╝rdigte sie nicht einmal eines Blickes. Das einzige was Kim h├Ârte war das pl├Âtzliche Aufkommen eines seltsamen Knistern, das sie sich nicht erkl├Ąren konnte. Kim sah ein, das es keinen Sinn hatte sich zu wehren und wartete ab, was mit ihnen Geschehen w├╝rde.
Gegen Mittag machten sie eine Rast und Kim bemerkte , das sie ihre Entf├╝hrer immer weiter in den Westen f├╝hrten.
Auch der Rest der Gruppe war hier. Todie sa├č etwas Abseits in ihre Gedanken versunken. Chico war verletzt und lag auf einem Schlitten, der von Jena gezogen wurde. Josh sa├č bei Keith, der immer noch nicht aufgewacht war. Die seltsamen Menschen, die selbst untereinander nicht Sprachen sa├čen beisammen und a├čen. Wieder war nur das Rauschen in der Luft zu h├Âren. Einer der M├Ąnner stand auf, der einige Bretter bei sich hatte und ging zuerst zu Keith und Josh hin├╝ber. Er stellte Josh eines der Bretter mit Essen darauf hin und nahm dann den Kopf des Prinzen und fl├Â├čte ihm eine dampfende Fl├╝ssigkeit ein. Als er damit fertig war, kam er zu Kim und gab ihr ebenfalls ihr Mittagessen. ÔÇ×Danke!ÔÇť sagte sie und sah ihm r├Ątselnd nach, als er zu dem Beakerm├Ądchen ging. Sie hatte wieder einmal keine Antwort bekommen. Langsam bekam Kim das Gef├╝hl, das ihre stummen Entf├╝hrer ihnen gar nichts b├Âses wollen, sondern ihnen halfen. Trotzdem war es unheimlich das nicht einer der M├Ąnner sprach.
Ein Windsto├č lie├č Kim zittern. Pl├Âtzlich bemerkte sie einen groben Sack der an den Sattel eines der Pferde gebunden war. Er bewegte sich!
Neugierig geworden stand Kim auf und lief durch den weichen Pulverschnee zu den vier Tieren. Silvo drehte den Kopf nach hinten, als er Kim bemerkte. Das Pferd stupste sie kurz an und verlor dann wieder das Interesse. Kim wandte sich dem zappelndem Etwas zu und begann den Knoten zu l├Âsen. Sie erwartete die ganze Zeit ├╝ber das einer der bleichen M├Ąnner sie von ihrem Vorhaben abhielt aber nichts dergleichen geschah. Endlich l├Âsten sich die Schn├╝re und der Sack viel zu Boden. Ein kleiner roter Kerl mit Fl├╝geln kam zum Vorschein. ÔÇ×Gwgl!ÔÇť rief Kim und der Goobljn sch├╝ttelte sich und sprang seiner Retterin auf die Schulter. Kim sah Gwgl an und zerzauste ihm die Haare, dann drehte sich um, da sie zur├╝ck auf ihren Platz gehen wollte. Sie bemerkte Todie die zu ihr her├╝bersah. Im vorbeigehen nahm sie ihr essen auf und schlenderte dann zu ihrer Freundin hin├╝ber. ÔÇ×Hey!ÔÇť Kim setzte sich zu ihr auf die Decke. ÔÇ×Wie gehtÔÇÖs dir?ÔÇť fragte Kim w├Ąhrend Gwgl sich in dem Pelz ihrer Kapuze kuschelte. Das Beakerm├Ądchen zuckte die Achseln. Kim wusste das Todie von den letzten Kapiteln noch sehr mitgenommen war, aber sie wollte endlich wissen was geschehen war nachdem das seltsame Wesen sie ├╝berw├Ąltigt hatte. ÔÇ×Was ist heute Nacht geschehen?ÔÇť Todie sah sie an als wolle sie sich vergewissern, das Kim das wirklich h├Âren wollte.
ÔÇ×Ich habe das Vieh von Josh abgelenkt und dann hat es mich angegriffen... ÔÇť
Kim sog die Luft ein: ÔÇ×Und was war dann?ÔÇť
ÔÇ×... Dann kamen die!ÔÇť sie zeigte auf die M├Ąnner die jetzt begannen das Lager wieder abzubrechen.
Gegen Abend kamen sie auf ein kleines Bergplateau an dem die Berge nicht steil waren. Auf Terrassen, die aus dem Stein heraus gebrochen worden waren lag ein Stadt! Alle der kleinen grauen H├Ąuser waren mit Schnee bedeckt. Sie hatten flache D├Ącher und kleine Fenster, sodass es im inneren warm blieb. In der Mitte des Plateaus stand ein gr├Â├čeres Haus zu dem sie nun ritten.
Nachdem sie abgestiegen waren f├╝hrten zwei der M├Ąnner die Pferde mitsamt ihrem Gep├Ąck weg und immer noch hatte niemand ein Wort mit ihnen gesprochen.
Keith, der mittlerweile auch aufgewacht war und einen Verband um den Kopf trug, schien sich mit seinem Schicksal noch nicht abgefunden zu haben. ÔÇ×Was soll das? Lasst gef├Ąlligst unsere Sachen hier!ÔÇť Niemand beachtete ihn. Aber die anderen Bewohner schienen ihn geh├Ârt zu haben denn urpl├Âtzlich ├Âffneten sich s├Ąmtliche T├╝ren in der Umgebung und Kinder, Erwachsene, Junge und Alte traten ins Freie. Alle trugen sie M├Ąntel, zwar in verschiedenen Farben, aber diese waren niemals kr├Ąftig sondern unauff├Ąllig. Auch die Haarfarbe und die ausdruckslosen gro├čen Augen hatten sie gemeinsam. Ein Rauschen wie, als w├╝rde der Herbstwind durch die vertrockneten Bl├Ątter der B├Ąume wehen, wurde laut. ÔÇ×H├Ârt ihr das auch?ÔÇť fl├╝sterte Kim. Die Anderen Nickten. Der Platz vor dem gro├čen Geb├Ąude f├╝llte sich und immer mehr Menschen kamen um die Neuank├Âmmlinge zu betrachten.
Kim hatte noch nie so viele Menschen die schwiegen auf einmal gesehen. Auf einmal teilte sich die Menge an einer Stelle und ein b├Ąrtiger Mann von etwa 50 Jahren trat zu den Freunden. Mit seinen gro├čen Augen musterte er jeden Einzelnen, auch den bewusstlosen Chico, der dabei laut aufst├Âhnte. Sein Bein war schwer verwundet und er hatte viel Blut verloren.
Kim starrte stur zur├╝ck und wollte ihn damit provozieren irgendetwas zu tun. Das Knistern wurde lauter.
ÔÇ×Ihr seid von weit hergekommen!ÔÇť sagte der alte Mann. Seine tonlose Stimme durchbrach die heilige Ruhe der Berge. Aber Kim mochte ihn sofort und sie war froh, das nun endlich jemand mit ihnen sprach.
ÔÇ×Ja, das stimmt,ÔÇť gab Josh ihm zur Antwort. ÔÇ×und wir haben einiges hinter uns. Au├čerdem muss er,ÔÇť der Junge deutete auf Chico: ÔÇ×versorgt werden.ÔÇť ÔÇ×Wir werden uns darum k├╝mmern! Aber kommt doch erst einmal herein. Es ist viel zu kalt hier drau├čen und ihr m├╝sste eine menge Fragen haben!ÔÇť ÔÇ×Allerdings!ÔÇť
Nachdem zwei M├Ąnner Chico samt der Trage weggebracht hatten, folgten sie dem wei├čhaarigen Mann in das innere des Geb├Ąudes vor dem sie standen.
Das Haus bestand aus einem einzigen Raum, in dem etliche Stuhlreihen standen und am anderen Ende der Halle stand ein h├Âlzernes Podest. ÔÇ×Wenn sie alle so gespr├Ąchig waren, wer redet dann hier?ÔÇť fragte sich Kim w├Ąhrend sie sich aus dem Mantel sch├Ąlte und ihn auf einen Stuhl legte.
An der Decke hing ein riesiger Kronleuchter in dem anstelle von Kerzen die selben Kugeln wie Kim sie in der H├Âhle auf dem Weg vom Hafen zur Burg Lybra gesehen hatte.
Sie setzten sich alle in die erste Reihe und warteten darauf das der Mann sich zu ihnen setzte.
ÔÇ×Mein Name ist Slovius, die euren kenne ich bereits!ÔÇť Kim verdrehte die Augen: ÔÇ×Nicht schon wieder so einer!ÔÇť und laut sagte sie: ÔÇ×Bist du etwa mit Xandor verwandt?ÔÇť
ÔÇ×Nein, ich kenne ihn nicht einmal! Aber lasst es euch erkl├Ąren!ÔÇť Er blickte einmal in die Runde der wartenden Gesichter und sprach dann weiter: ÔÇ×Hier im Gebirge l├Âst sich schon bei dem kleinsten Ger├Ąusch eine Lawine und deshalb haben wir uns schon vor sehr langer Zeit das sprechen so wie ihr es kennt abgew├Âhnt. Wir haben eine . . . neue Art der Kommunikation entdeckt! Mit der Kraft der Gedanken k├Ânnen wir miteinander sprechen, das ist unsere Sprache!ÔÇť Kim sah ihn schief an. ÔÇ×K├Ânnt ihr so etwa auch Gedanken lesen?ÔÇť
ÔÇ×Normalerweise versuchen wir das zu vermeiden aber eure Gedanken waren so laut, das man sie nicht ├╝berh├Âren konnte!ÔÇť Dem M├Ądchen wurde fast schlecht und auch die anderen wurden schneewei├č. Sie f├╝hlte sich so . . . nackt!
ÔÇ×Ich verstehe, das es euch unangenehm ist, aber wir werden versuchen euch zu ├╝berh├Âren!ÔÇť Kim war sich nicht sicher ob sie davon begeistert sein sollte, lie├č das Thema aber, da es ihr unangenehm war auch nur dar├╝ber Nachzudenken.
Bis sp├Ąt in die Nacht hinein erz├Ąhlte Slovius von seinem Volk den Phlimaren. Dabei erfuhren sie zum einen das sie nicht von einem einzigen Menschen regiert wurden, sondern ein Rat aus 10 Mitgliedern, die gew├Ąhlt wurden, tagt. Zum anderen erz├Ąhlte der Mann, dass das Wesen, welches sie angegriffen hatte, ein Cylaptor, ein Diener NevytarÔÇÖ s, gewesen war. Als sie zu m├╝de waren um weiter zu reden brachte man sie zu einer Gruppe kleiner H├Ąuschen, die Kim irgendwie an Bungalowsiedlungen auf Campingpl├Ątzen erinnerte. Kim, Gwgl und Todie teilten sich eine kleine Wohnung. Keith und Josh bewohnte jeweils ein Geb├Ąude, von denen jedes nur ein einziger Raum war. Chico ging es bereits besser, hatte man sie informiert, und wohnte im Haus der Kranken.
Das erste was Kim und Todie taten als sie alleine waren, war ein prasselndes Feuer in dem gro├čen Kamin zu entz├╝nden, damit es die K├Ąlte vertreiben konnte. Dann gingen sie in ihre Zimmer, Gwgl ging mit Kim, und kuschelten sich in die warmen Betten.
Der Geruch von Essen weckte Kim.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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M/DWdS_Kapitel10.2

Die Sprache der Stummen 2


Todie warf vorsichtig einen Blick unter der Decke hervor und sah im ersten Moment nichts, dann trat pl├Âtzlich ein grauenvolles Monster aus dem Schneesturm.
Die Pferde, die bis jetzt nichts bemerkt hatten, gerieten in Panik und traten wild um sich. Todie war froh, das (dass) die Tiere angebunden waren, sonst w├Ąren sie sicher vor Angst ├╝ber die Schlafenden gerannt. Durch den L├Ąrm der Pferde, zu dem sich Todie’ s Schreie mischten, wachte auch der Rest der Gruppe auf und erblickte das furchtbare Wesen. Das Tier war g├Ąnzlich Wei├č (klein), weswegen es im Schnee auch v├Âllig unsichtbar war. Sein langer d├╝rrer Schwanz peitschte durch die Luft und mit seinen irren blutroten Augen blickte es in die Runde. Es stand auf zwei Krallenbewerten (krallenbewehrten) Beinen und zwischen seinen d├╝nnen(Komma) aber kr├Ąftigen Vorderbeinen und seinem Leib spannten sich Fl├╝gel, deren Haut so d├╝nn war, das (dass) man die Adern hindurch scheinen sah. Der spitze Kopf, der auf einem langen gebogenen Hals sa├č, zuckte hin und her. Zuerst blickten sich die beiden Parteien nur an, bis das Wesen zu Knurren begann, das Todie die Ohren dr├Âhnten.
Chico war der erste(Komma) der seine Erstarrung ├╝berwand. Er schnappte sich seinen Stab mit der Steinspitze, den er immer bei sich trug und stellte sich sch├╝tzend vor die anderen. Auch Keith hatte sich aus seinen Decken befreit und sein Schwert gezogen. Kim hatte den silbernen Zierdolch in der Hand, den Keith ihr geschenkte (schenkte oder geschenkt hatte) und den sie immer bei sich trug. Nur Todie hatte nichts(Komma) um sich zu verteidigen, denn sie hatte ihre Waffe ganz unten in ihrer Tasche, in der Hoffnung, das (dass) sie das Messer nicht brauchen w├╝rde. Gwgl sa├č bei seinen neuen Freunden, den Pferden(Komma) und Tyrone sa├č auf der anderen Seite, auf einem Felsen. Der Goobljn fauchte das Biest an.
Pl├Âtzlich zischte ein Pfeil durch die Luft und mit einer rasend schnellen Bewegung, die man mit blo├čem Auge kaum wahrnehmen konnte, pfl├╝ckte das Wesen den Pfeil, der auf seinen Kopf gezielt war, mit dem Maul aus der Luft und biss ihn ohne die geringste Kraftanstrengung entzwei. Es sah fast so aus, als w├╝rde es grinsen. Todie st├Âhnte auf. Es hatte Josh’ s t├Âdlichen Pfeil, der aus n├Ąchster N├Ąhe abgefeuert worden war, aufgefangen! Wie sollten sie mit diesem Monster fertig werden?
Josh feuerte abermals einen Pfeil ab und diesmal machte es sich noch nicht einmal die M├╝he(Komma) den gro├čen kegelf├Ârmigen Kopf zu bewegen, sondern ging einfach einen Schritt zur Seite. Dann schien es die Geduld zu verlieren. Mit einem gewaltigen Satz sprang es ├╝ber das Feuer und stellte sich Chico gegen├╝ber. Funken stoben in alle Richtungen und drohten die Stoffe zu versengen oder gar zu entz├╝nden. Das Biest blickte dem Jungen in die Augen. Einen winzigen Augenblick geschah gar nichts, dann wandte sich der wei├če Koloss, der Chico um einen Kopf ├╝berragte, ab und suchte sich ein neues Opfer. Sein Blick heftete sich auf Josh, der ihn als erster angegriffen hatte und immer noch mit dem nutzlosen Bogen dastand. Als Chico das bemerkte(Komma) stellte er sich dem Feind in den Weg: „Verschwinde, du Mistvieh!“ sagte er zornig und wollte das Biest mit dem Stab aufspie├čen. Es schien etwas dagegen zu haben, denn es hob ein muskul├Âses Bein und schlitzte Chico im vorbeigehen (gro├č) mit einer riesigen Kralle den Schenkel auf. Der Wanderer st├╝rzte vor Schmerz schreiend zu Boden und rotes Blut verf├Ąrbte den makellos wei├čen Schnee. Ganz langsam, fast bed├Ąchtig schlenderte es dem M├╝llerssohn (M├╝llersohn) entgegen, der vor Angst unf├Ąhig war(Komma) sich zu bewegen und am ganzen K├Ârper zitterte.
Kim und Keith reagierten wie ein (eine) Person. Gleichzeitig rannten sie auf den wei├čen Schatten mit den spitzen Z├Ąhnen zu und wollten sich auf dessen R├╝cken werfen(Komma) um es aufzuhalten. Das Monster aber stie├č sie, ohne sie eines Blickes zu w├╝rdigen, von sich(Komma) indem es seine gewaltigen Schwingen einmal ausbreitete. Von der Wucht dieses Anschlags wurden die beiden ein paar Meter weit geschleudert und blieben auf dem harten Boden liegen. Todie handelte blitzschnell. Trotz all der Streitereien waren die F├╝nf doch zu einem Team zusammengewachsen und das Beakerm├Ądchen war nicht bereit(Komma) einen ihrer Freunde zu verlieren.
Sie schnappte sich ohne zu ├╝berlegen ein paar Holzscheite, die zum nachfeuern (gro├č) gedacht waren, und warf damit auf die Bestie. Todie traf einmal, zweimal, beim dritten Mal hielt es bei seinem Vormarsch inne und legte den Kopf schief(Komma) um sich seine Widersacherin anzusehen. Sie bemerkte schnell, das (dass) sie einen gro├čen Fehler gemacht hatte. Das Vieh lie├č von Josh ab und drehte sich ganz zu Todie, die immer weiter nach hinten Schritt (klein), bis sie an den kalten Felsen stie├č. Sie sa├č in der Falle. Die kreisrunden Augen des Biestes verengten sich zu kleinen schlitzen (gro├č) und ein Br├╝llen, wie das M├Ądchen es noch nie geh├Ârt hatte, durchbrach die Stille der Nacht. Schaum und Speichel spritzten aus dem weit ge├Âffneten Maul. Todie sank zusammen, gequ├Ąlt von dem schrillen Schrei(Komma) der in allen Knochen schmerzte. Dann brach es abrupt ab und Todie entspannte sich(Komma) bis ihr wieder bewusst wurde, das (dass) sie noch nicht au├čer Gefahr war. Mit ein paar S├Ątzen sprang das Tier auf das M├Ądchen zu(Komma) um sie endg├╝ltig (├╝berfl├╝ssig) zu t├Âten. Vor dem letzten Satz schnellte das wei├če Ungeheuer in die Luft und breitete die Fl├╝gel aus. Mit den Beinen und damit mit den todbringenden Krallen voraus ging es auf Todie los. Das Beakerm├Ądchen schloss die Augen und wartete auf den Schmerz.
Ein schrilles quieken (gro├č) und das Ger├Ąusch von einem Sturz machte sie wieder aufmerksam. Sie f├╝hlte(Komma) wie etwas warmes (gro├č) ihr Gesicht hinab lief. War sie jetzt Tod (tot)? Todie ├Âffnete ihre Augen. Etwas weiter neben ihr lag der tote K├Ârper des Wesens, das sie gerade t├Âten wollte. Ein langer Pfeil ragte aus dem Hals des Tieres, das immer noch zuckte(Komma) als w├╝rde es den Tod nicht akzeptieren. Rose’ farbenes Blut, das ekelhafter Weise nach altem Fisch roch, spritzte aus der Wunde auf Todie. Dem M├Ądchen wurde ├╝bel, sie erbrach sich in dem Schnee (├╝berfl├╝ssig) und als sich ihre innere Unruhe wieder gelegt hatte, sah sie sich um. An der Stelle(Komma) and (an) der zuvor das blutr├╝nstige Wesen erschienen war(Komma) tauchten jetzt seltsame in Pelz geh├╝llte Gestalten auf. Mit ihren Langb├Âgen zielten sie auf Todie.
Das war ihr zuviel und sie lie├č sich in die willkommene Schw├Ąrze der Ohnmacht fallen.



Kim sah(Komma) wie die roten Augen sich auf Josh hefteten und in diesem Augenblick ├╝bernahmen ihre Instinkte die Oberhand. Chico hatte ihr einige Dinge, wie sie sich verteidigen konnte(Komma) beigebracht und sie versuchte einfach das Anzuwenden (klein), was er ihr gezeigt hatte. Kim sah, das (dass) auch Keith sich aus seiner Starre l├Âste und wie auf ein stummes Kommando st├╝rmten sie auf die Bestie zu. Kurz bevor sie es erreicht hatte (besser erreichten) setzte Kim zum Sprung an, um das Wesen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Genau in diesem Moment hob es seine d├╝nnen ├ärmchen und spannte die Fledermaus├Ąhnlichen (klein) Fl├╝gel an. Kim f├╝hlte einen stechenden Schmerz in der Magengegend und wie sie in die Richtung, aus der sie gekommen waren, zur├╝ckgeschleudert wurde. Einen kurzen Augenblick lang war sie schwerelos, doch dann krachte sie wieder auf die Erde. Die Dunkelheit umfing sie und lie├č sie nicht mehr los.
Die bei├čende K├Ąlte in ihrem Gesicht weckte sie auf. Kim ├Âffnete die Augen und sah die Berge, die sich nun zu allen Seiten erstreckten und in der Sonne hell strahlten. Das ersten (erste) was sie bemerkte(Komma) war, dass sie nicht mehr fror. Jemand hatte ihr einen Wei├čen (klein) dick gef├╝tterten Mantel gegeben und ihr Handschuhe angezogen. Sie sa├č auf dem gro├čen gescheckten Hengst und sie f├╝hlte den Arm(Komma) der um ihre Taille geschlungen war, damit sie nicht vom Pferd fiel. Was war nach dem Angriff geschehen und vor allem(Komma) wo waren die Anderen?
Vor Kim lief die braune Maya(Komma) aber sie konnte nicht erkennen, wer auf ihr ritt, da alle die gleichen M├Ąntel trugen.
Jetzt wollte sie endlich wissen(Komma) wer hinter ihr sa├č und drehte sich im Sattel um. Der gro├če Fremde (klein) Mann sah sie aus gro├čen farblosen Augen an. Er hatte d├╝nnes flachsblondes Haar, das unter der mit pelzgef├╝tterten (Pelz gef├╝tterten) Kapuze hervorwehte. Kim war entsetzt. War sie etwa entf├╝hrt worden? Sie begann sich zu wehren und wollte nur noch von dem Pferd hinunter und von dem Fremden weg. Aber der bleiche Mann hielt sie eisern fest. Nach einigen Minuten gab sie letztendlich auf, denn ihr K├Ârper hatte begonnen(Komma) elendig zu schmerzen und jeder blaue Fleck und jede Sch├╝rfwunde(Komma) die sie sich in letzter Zeit zugef├╝gt hatte, machte sich nun bemerkbar. Sie atmete tief durch und sprach den Fremden(Komma) der immer noch Schwieg (klein) an: „Wer seid ihr?“ Er w├╝rdigte sie nicht einmal eines Blickes. Das einzige(Komma) was Kim h├Ârte(Komma) war das pl├Âtzliche Aufkommen eines seltsamen Knistern (Knisterns), das sie sich nicht erkl├Ąren konnte. Kim sah ein, das (dass) es keinen Sinn hatte(Komma) sich zu wehren und wartete ab, was mit ihnen Geschehen (klein) w├╝rde.
Gegen Mittag machten sie eine Rast und Kim bemerkte, das (dass) sie ihre Entf├╝hrer immer weiter in den Westen f├╝hrten.
Auch der Rest der Gruppe war hier. Todie sa├č etwas Abseits (klein) in ihre Gedanken versunken. Chico war verletzt und lag auf einem Schlitten, der von Jena gezogen wurde. Josh sa├č bei Keith, der immer noch nicht aufgewacht war. Die seltsamen Menschen, die selbst untereinander nicht Sprachen (klein Komma) sa├čen beisammen und a├čen. Wieder war nur das Rauschen in der Luft zu h├Âren. Einer der M├Ąnner stand auf, der einige Bretter bei sich hatte und ging zuerst zu Keith und Josh hin├╝ber. Er stellte Josh eines der Bretter mit Essen darauf hin und nahm dann den Kopf des Prinzen und fl├Â├čte ihm eine dampfende Fl├╝ssigkeit ein. Als er damit fertig war, kam er zu Kim und gab ihr ebenfalls ihr Mittagessen. „Danke!“ sagte sie und sah ihm r├Ątselnd nach, als er zu dem Beakerm├Ądchen ging. Sie hatte wieder einmal keine Antwort bekommen. Langsam bekam Kim das Gef├╝hl, das (dass) ihre stummen Entf├╝hrer ihnen gar nichts b├Âses (gro├č) wollen, sondern ihnen halfen. Trotzdem war es unheimlich(Komma) das (dass) nicht einer der M├Ąnner sprach.
Ein Windsto├č lie├č Kim zittern. Pl├Âtzlich bemerkte sie einen groben Sack(Komma) der an den Sattel eines der Pferde gebunden war. Er bewegte sich!
Neugierig geworden(Komma) stand Kim auf und lief durch den weichen Pulverschnee zu den vier Tieren. Silvo drehte den Kopf nach hinten, als er Kim bemerkte. Das Pferd stupste sie kurz an und verlor dann wieder das Interesse. Kim wandte sich dem zappelndem (zappelnden) Etwas zu und begann den Knoten zu l├Âsen. Sie erwartete die ganze Zeit ├╝ber(Komma) das (dass) einer der bleichen M├Ąnner sie von ihrem Vorhaben abhielt(Komma) aber nichts dergleichen geschah. Endlich l├Âsten sich die Schn├╝re und der Sack viel (fiel) zu Boden. Ein kleiner roter Kerl mit Fl├╝geln kam zum Vorschein. „Gwgl!“ rief Kim und der Goobljn sch├╝ttelte sich und sprang seiner Retterin auf die Schulter. Kim sah Gwgl an und zerzauste ihm die Haare, dann drehte sich um, da sie zur├╝ck auf ihren Platz gehen wollte. Sie bemerkte Todie(Komma) die zu ihr her├╝bersah. Im vorbeigehen (gro├č) nahm sie ihr essen (gro├č) auf und schlenderte dann zu ihrer Freundin hin├╝ber. „Hey!“ Kim setzte sich zu ihr auf die Decke. „Wie geht’s dir?“ fragte Kim(Komma) w├Ąhrend Gwgl sich in dem (den) Pelz ihrer Kapuze kuschelte. Das Beakerm├Ądchen zuckte die Achseln. Kim wusste(Komma) das (dass) Todie von den letzten Kapiteln noch sehr mitgenommen war, aber sie wollte endlich wissen(Komma) was geschehen war(Komma) nachdem das seltsame Wesen sie ├╝berw├Ąltigt hatte. „Was ist heute Nacht geschehen?“ Todie sah sie an(Komma) als wolle sie sich vergewissern, das (dass) Kim das wirklich h├Âren wollte.
„Ich habe das Vieh von Josh abgelenkt und dann hat es mich angegriffen... “
Kim sog die Luft ein: „Und was war dann?“
„... Dann kamen die!“ sie zeigte auf die M├Ąnner(Komma) die jetzt begannen(Komma) das Lager wieder abzubrechen.
Gegen Abend kamen sie auf ein kleines Bergplateau(Komma) an dem die Berge nicht steil waren. Auf Terrassen, die aus dem Stein heraus gebrochen worden waren(Komma) lag ein (eine) Stadt! Alle der (die) kleinen grauen H├Ąuser waren mit Schnee bedeckt. Sie hatten flache D├Ącher und kleine Fenster, sodass es im inneren (gro├č) warm blieb. In der Mitte des Plateaus stand ein gr├Â├čeres Haus(Komma) zu dem sie nun ritten.
Nachdem sie abgestiegen waren(Komma) f├╝hrten zwei der M├Ąnner die Pferde mitsamt ihrem Gep├Ąck weg und immer noch hatte niemand ein Wort mit ihnen gesprochen.
Keith, der mittlerweile auch aufgewacht war und einen Verband um den Kopf trug, schien sich mit seinem Schicksal noch nicht abgefunden zu haben. „Was soll das? Lasst gef├Ąlligst unsere Sachen hier!“ Niemand beachtete ihn. Aber die anderen Bewohner schienen ihn geh├Ârt zu haben(Komma) denn urpl├Âtzlich ├Âffneten sich s├Ąmtliche T├╝ren in der Umgebung und Kinder, Erwachsene, Junge und Alte traten ins Freie. Alle trugen sie M├Ąntel, zwar in verschiedenen Farben, aber diese waren niemals kr├Ąftig(Komma) sondern unauff├Ąllig. Auch die Haarfarbe und die ausdruckslosen gro├čen Augen hatten sie gemeinsam. Ein Rauschen wie, als (Es rauschte, als w├╝rde) w├╝rde der Herbstwind durch die vertrockneten Bl├Ątter der B├Ąume wehen, wurde laut. „H├Ârt ihr das auch?“ fl├╝sterte Kim. Die Anderen Nickten (klein). Der Platz vor dem gro├čen Geb├Ąude f├╝llte sich und immer mehr Menschen kamen(Komma) um die Neuank├Âmmlinge zu betrachten.
Kim hatte noch nie so viele Menschen(Komma) die schwiegen(Komma) auf einmal gesehen. Auf einmal teilte sich die Menge an einer Stelle und ein b├Ąrtiger Mann von etwa 50 Jahren trat zu den Freunden. Mit seinen gro├čen Augen musterte er jeden Einzelnen, auch den bewusstlosen Chico, der dabei laut aufst├Âhnte. Sein Bein war schwer verwundet und er hatte viel Blut verloren.
Kim starrte stur zur├╝ck und wollte ihn damit provozieren(Komma) irgendetwas zu tun. Das Knistern wurde lauter.
„Ihr seid von weit hergekommen!“ sagte der alte Mann. Seine tonlose Stimme durchbrach die heilige Ruhe der Berge. Aber Kim mochte ihn sofort und sie war froh, das (dass) nun endlich jemand mit ihnen sprach.
„Ja, das stimmt,“ gab Josh ihm zur Antwort. „und wir haben einiges hinter uns. Au├čerdem muss er,“ der Junge deutete auf Chico: „versorgt werden.“
„Wir werden uns darum k├╝mmern! Aber kommt doch erst einmal herein. Es ist viel zu kalt hier drau├čen und ihr m├╝sste eine menge [/re] (gro├č) Fragen haben!“
„Allerdings!“
Nachdem zwei M├Ąnner Chico samt der Trage weggebracht hatten, folgten sie dem wei├čhaarigen Mann in das innere des Geb├Ąudes vor dem sie standen.
Das Haus bestand aus einem einzigen Raum, in dem etliche Stuhlreihen standen und am anderen Ende der Halle stand ein h├Âlzernes Podest. „Wenn sie alle so gespr├Ąchig waren, wer redet dann hier?“ fragte sich Kim(Komma) w├Ąhrend sie sich aus dem Mantel sch├Ąlte und ihn auf einen Stuhl legte.
An der Decke hing ein riesiger Kronleuchter(Komma) in dem anstelle von Kerzen die selben Kugeln (hier fehlt n Wort) wie Kim sie in der H├Âhle auf dem Weg vom Hafen zur Burg Lybra gesehen hatte.
Sie setzten sich alle in die erste Reihe und warteten darauf(Komma) das (dass) der Mann sich zu ihnen setzte.
„Mein Name ist Slovius, die euren kenne ich bereits!“ Kim verdrehte die Augen: „Nicht schon wieder so einer!“ und laut sagte sie: „Bist du etwa mit Xandor verwandt?“
„Nein, ich kenne ihn nicht einmal! Aber lasst es euch erkl├Ąren!“ Er blickte einmal in die Runde der wartenden Gesichter und sprach dann weiter: „Hier im Gebirge l├Âst sich schon bei dem kleinsten Ger├Ąusch eine Lawine und deshalb haben wir uns schon vor sehr langer Zeit das sprechen (gro├č Komma)so wie ihr es kennt(Komma) abgew├Âhnt. Wir haben eine . . . neue Art der Kommunikation entdeckt! Mit der Kraft der Gedanken k├Ânnen wir miteinander sprechen, das ist unsere Sprache!“ Kim sah ihn schief an. „K├Ânnt ihr so etwa auch Gedanken lesen?“
„Normalerweise versuchen wir das zu vermeiden(Komma) aber eure Gedanken waren so laut, das (dass) man sie nicht ├╝berh├Âren konnte!“ Dem M├Ądchen wurde fast schlecht und auch die anderen wurden schneewei├č. Sie f├╝hlte sich so . . . nackt!
„Ich verstehe, das (dass) es euch unangenehm ist, aber wir werden versuchen(Komma) euch zu ├╝berh├Âren!“ Kim war sich nicht sicher(Komma) ob sie davon begeistert sein sollte, lie├č das Thema aber, da es ihr unangenehm war(Komma) auch nur dar├╝ber Nachzudenken (klein).
Bis sp├Ąt in die Nacht hinein erz├Ąhlte Slovius von seinem Volk(Komma) den Phlimaren. Dabei erfuhren sie zum einen(Komma) das (dass) sie nicht von einem einzigen Menschen regiert wurden, sondern ein Rat aus 10 (zehn) Mitgliedern, die gew├Ąhlt wurden, tagt. Zum anderen erz├Ąhlte der Mann, dass das Wesen, welches sie angegriffen hatte, ein Cylaptor, ein Diener Nevytar’ s, gewesen war. Als sie zu m├╝de waren(Komma) um weiter zu reden(Komma) brachte man sie zu einer Gruppe kleiner H├Ąuschen, die Kim irgendwie an Bungalowsiedlungen auf Campingpl├Ątzen erinnerte. Kim, Gwgl und Todie teilten sich eine kleine Wohnung. Keith und Josh bewohnte jeweils ein Geb├Ąude, von denen jedes nur ein einziger Raum war. Chico ging es bereits besser, hatte man sie informiert, und wohnte im Haus der Kranken.
Das erste(Komma) was Kim und Todie taten(Komma) als sie alleine waren, war ein prasselndes Feuer in dem gro├čen Kamin zu entz├╝nden, damit es die K├Ąlte vertreiben konnte. Dann gingen sie in ihre Zimmer, Gwgl ging mit Kim, und kuschelten sich in die warmen Betten.
Der Geruch von Essen weckte Kim.

so. ├╝ber 100 Seiten habe ich jetzt und lechze nach den restlichen 300.
Ganz lieb gr├╝├čt

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Old Icke

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