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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel11.1
Eingestellt am 19. 03. 2004 13:59


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Najitzabeth
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2004

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Eis...


Die Dunkelheit in der sie nun so lange Zeit gezwungen war zu leben schien sie schier zu erdrĂŒcken. Saphira vermisste das GefĂŒhl des Windes, der ihr durch die MĂ€hne wehte. Ihr fehlte die Freiheit ĂŒber Wiesen und Felder zu galoppieren und sie sehnte sich nach der Sonne und dem Mond, die so alt waren wie sie selbst.
Die Ketten, die sie fesselten lagen schwer auf ihrem Herzen und sie wurde immer schwĂ€cher. Viel Zeit blieb ihr nicht mehr. Saphira hoffte inbrĂŒnstig, dass das MĂ€dchen es schaffte sie zu befreien und sie hatte in dieser Nacht gefĂŒhlt, das sei dabei war ihre Bestimmung zu erfĂŒllen. Aber Nevytar wĂŒrde es ihnen nicht leicht machen, obwohl er die Kinder maßlos unterschĂ€tzte. So leicht wĂŒrde der Dunkle nicht mit ihnen fertig werden, denn sie hatten das Schicksal auf ihrer Seite.
Mit ihrem feinen Gehör vernahm sie die Schritte bereits, als der dunkle Magier erst die lange Treppe hinunter stieg.
Das dicke Schloss klickte und Nevytar trat in die kleine Zelle und stellte das Tablett vor ihre Nase. Dann trat er einen Schritt zurĂŒck um aus der reichweite ihres spitzen Hornes zu kommen. Er grinste sie an und das Einhorn wusste, was das zu bedeuten hatte: „Was hast du schon wieder getan?“
„Ich habe es heute Nacht geschafft sie und den Prinzen endgĂŒltig auseinander zu bringen! Ich habe den Jungen dazu gebracht, seine guten Manieren zu vergessen!“ Sein Grinsen wurde breiter und Saphira’ s Herz immer schwerer als er erzĂ€hlte, wie er die beiden beobachtete, obwohl er das fremde MĂ€dchen nicht sehen konnte, und Keith dann dazu gebracht hatte ihr das anzutun.
„Wie konntest du nur? Sie sind noch Kinder! Und er ist...“ Saphira konnte ihren Satz nicht beenden, weil Nevytar sie anschrie: „Ich weiß sehr genau, wer er ist! Aber er hat Mirell getötet und Sie wird mir meine PlĂ€ne nicht durchkreuzen. Es wird keinen Frieden mehr in deinem kleinen idyllischen LĂ€ndchen geben und diese armen bemitleidenswerten Menschen werden in Zukunft ohne dich auskommen mĂŒssen!“ Saphira wusste wie sehr ihm Mirell’ s Tod wehgetan hatte und obwohl er sie töten wollte, bedauerte sie ihn: „Du weißt, das kein Arzt der Welt sie retten konnte. Sie verlor einfach zu viel Blut! Und du gibst immer noch dem Jungen die Schuld!“
„Ja, du hast recht“ er spielte falsches bedauern und wurde dann wieder ernster: „Eigentlich muss ich dir die Schuld geben, schließlich hast du mein Leben zerstört. Aber du wirst dafĂŒr bĂŒĂŸen, bald!“ Damit ging er wieder und ließ Saphira allein.
Was er ihr verschwiegen hatte war nur, das, gerade als es spannend wurde zwischen den beiden letzte Nacht, der Junge es irgendwie geschafft hatte, den Magier aus seinen Gedanken zu verbannen und wieder er selbst zu werden. Bis jetzt hatte Nevytar es nicht mehr geschafft sein Handeln zu kontrollieren. Der Schwarze war trotz allem sicher, dass das MĂ€dchen Keith nie wieder anrĂŒhren wĂŒrde und damit die Prophezeiung nicht erfĂŒllen konnte.
Saphira lag ganz in ihren Gedanken versunken auf dem kahlen Boden. Sie hatte immer gewusst, das der Mann schlecht war, das er kaltblĂŒtig Morden konnte, aber das er zu so etwas fĂ€hig war? Saphira hoffte, das die AuserwĂ€hlte stark genug war, dem Prinzen zu verzeihen, denn sonst war alles verloren. Und wie konnte Nevytar das nur Keith antun, seinem eigenen Sohn!



Kim erwachte, sanft geweckt von einer BerĂŒhrung auf ihrer Wange. In dem kurzen Moment zwischen Schlafen und Wachen war ihr die Nacht wie ein böser Traum vorgekommen, denn sogar jetzt spĂŒrte sie noch den Schmerz in den Handgelenken, wo Keith sie festgehalten hatte und sie roch noch immer den Schweiß. Als sie die Augen öffnete und Keith so nah bei sich sah, wĂ€re sie beinahe aufgesprungen und weggerannt, aber als er lĂ€chelte und in seinen Augen die gleiche WĂ€rme lag, die sie kannte, konnte sie nicht.
„Wie spĂ€t ist es?“ flĂŒsterte Kim, nur um das Schweigen zu brechen. Er zuckte mit den Schultern. Seine Hand ruhte noch immer auf ihrer Wange. Die selbe Hand, die letzte Nacht an ihr gezerrt hatte... Kim versuchte die Erinnerungen und die Angst zu verdrĂ€ngen und sich ins GedĂ€chtnis zu rufen, dass das nicht er selbst gewesen war. Keith schien ihre bedenken zu bemerkt zu haben und zog seine Hand zurĂŒck.
Kim stand auf und nach ihr Keith. Sie bemerkte, wie kalt es seit die letzte Glut verloschen war, geworden ist.
Das MĂ€dchen ging zur TĂŒr, um nach der Tageszeit zu sehen. Keith bĂŒckte sich und hob die zerrissene SchĂŒrze auf, an der auch noch der silberne Zierdolch hing. Er knotete das abgerissene Band so gut es ging an und gesellte sich dann zu Kim. „Es tut mir wirklich leid!“ er reichte ihr das KleidungsstĂŒck. „Willst du FrĂŒhstĂŒck... oder Mittagessen? Je nach dem fĂŒr was es jetzt Zeit wĂ€re!“ fragte er Kim und öffnete die TĂŒr: „Gerne!“
Kim trat hinaus in die KĂ€lte. Es war FrĂŒhstĂŒckszeit. Die HĂ€user um sie herum warfen lange Schatten und es hing noch ein leichter Nebelhauch ĂŒber der Stadt. Kim sah die Spuren im Schnee, die sie vor ein paar Stunden dort hinterlassen hatte. Bei dem Anblick begann sie zu zittern. Plötzlich spĂŒrte sie ein bekanntes Gewicht auf ihrer Schulter. Gwgl war von dem niedrigen Dach zu ihr hinunter gesprungen. Der Goobljn hatte Eis in den Haaren. „Gwgl! Warst du etwa die ganze Nacht hier draußen?“ fragte sie wĂ€hrend sie zu dem grĂ¶ĂŸeren Haus hinĂŒber lief.
„Gwgl“ gab er ihr zur Antwort.
Todie schlief noch als Kim die KĂŒche betrat. Sie warf noch ein, zwei Scheite in den Kamin und nach kurzer Zeit flammte das Feuer neu auf, dann setzte sie Teewasser auf.
Gerade als sie zwei dampfende Tassen auf den runden Tisch stellte kam Keith von draußen herein und machte schnell die TĂŒr hinter sich zu, damit der Raum nicht wieder auskĂŒhlte. Er setzte sich Kim gegenĂŒber und wĂ€rmte seine HĂ€nde an der Teetasse. Die beiden saßen nur da und schwiegen sich an, keiner war dazu in der Lage ein GesprĂ€ch anzufangen. Irgendwann wurde es Gwgl zuviel und er sprang in ein Eck und begann sich ausgiebig zu kratzen. „Weißt du,“ begann Keith nach einer Weile: „Ich denke das wir vielleicht einen Weile Abstand halten sollten!“ Kim viel ein Stein vom Herzen, sie war so froh, das er diesen Vorschlag machte, denn sie hatte nicht mehr gewusst, wie sie seine NĂ€he ertragen sollte. „Dann kann ich dir wenigstens nicht mehr wehtun!“ fĂŒgte er leise hinzu. Kim nickte, sie war aber nicht glĂŒcklich darĂŒber, obwohl sie Angst hatte vermisste sie seine zĂ€rtlichen BerĂŒhrungen.
„Ja, vielleicht ist es besser so! sagte se trotz ihrer Bedenken.
Die TĂŒr zu Todie’ s Schlafzimmer öffnete sich und das verschlafene BeakermĂ€dchen kam heraus. Als sie die beiden erkannte, sah sie die verdutzt an: „Was, kein Mord und Todschlag?“ Todie setzte sich und sah den Prinzen an: „Hast du’ s ihr schon gesagt?“ Keith schĂŒttelte den Kopf. „Was denn?“ hakte Kim nach, die keine Ahnung hatte von was die beiden redeten. Was wĂŒrde sie denn nun schon wieder erwarten?
Todie blickte nun zu ihr: „Slovius war gestern hier und hat gesagt, das Chico erst wieder in ein paar Wochen fit genug wĂ€re, um die Reise fortzusetzen und wir haben beschlossen heute aufzubrechen.“ Kim nickte nur. Sie hatte einfach nicht die Kraft sich gegen ihre Entscheidung aufzulehnen.
Eine Stunde spÀter, auch Josh hatte sich mittlerweile zu ihnen gesellt und seine Tasse Tee getrunken, tauchte Slovius mit zwei fremden Begleitern auf. Jeder von ihnen trug einen Stapel Kleider. Der alte Phliemar sagte ihnen, das ihrem Aufbruch nichts mehr im Wege stand.
Jeder wappnete sich mit warmer Kleidung gegen die KĂ€lte, der sie auf ihrer Reise durchs Gebirge nicht entkommen konnten. Danach begleiteten sie die drei Einheimischen, die sie nun zu dem großen Platz vor dem Rathaus fĂŒhrten. Auf einmal drehte sich der bĂ€rtige Mann um und sah Josh an: „Wir helfen euch, weil auch unser Volk untergehen wird, wenn Saphira etwas zustĂ¶ĂŸt!“ Er hatte die Gedanken des MĂŒllerssohns gelesen. Erst jetzt viel Kim wieder ein, das er ja auch ihre Gedanken lesen konnte und damit auch wusste was letzte Nacht geschehen war. Jetzt sprach Slovius’ tonlose Stimme zu Kim: „Der schwarze Magier ist sehr mĂ€chtig!“ Im ersten Moment verstand Kim gar nicht, was er meinte aber dann.
Sie lies sie zurĂŒckfallen um neben Keith zu gehen: „Es war Nevytar!“ „Was?“ Kim sah den Prinzen böse an und ihm ging ein Licht auf: „Aber woher soll er denn gewusst haben das wir...?“ er sprach nicht weiter und Kim zuckte nur mit den Schultern. Dann erreichten sie den Platz.
Vor dem großen GebĂ€ude standen einige RucksĂ€cke und noch ein paar andere Dinge, die Kim aus der Entfernung noch nicht erkennen konnte. Ein Phliemar stand neben den Sachen. Die Luft begann zu Knistern. Kim hatte inzwischen herausgefunden, das dieses GerĂ€usch entstand, wenn die Phliemaren ihre stumme Sprache verwendeten und sie hatte sich daran in ungewöhnlich kurzer Zeit gewöhnt, sodass sie es kaum noch wahrnahm.
„Wo sind die Pferde?“ fragte Josh nachdem das fehlen der Tiere als erstes aufgefallen war. „Es tut mir leid aber mit denen wĂŒrdet ihr nicht durch das Gebirge kommen. Wir haben hier effektivere Arten uns fort zu bewegen!“ Er hielt zwei lĂ€ngliche Bretter in die Höhe: „Ski!“ rief Kim verwundert. Slovius sah sie fragend an: „Das sind Laufbretter. Man schnallt sie sich an die FĂŒĂŸe und schiebt sich dann damit,“ er deutete auf ein BĂŒndel angespitzter Stöcke: „vorwĂ€rts!“
Kim nickte. Genau so hatte sie das gemeint.
Zwei Tage spĂ€ter standen sie vor dem Eingang der Höhle. Die drei fremden Phliemaren waren mit ihnen gekommen, um ihnen den Weg bis hier her zu weisen. Slovius hatte ihnen erklĂ€rt, dass das nur zu ihrem Besten wĂ€re. Adriando, einer der FĂŒhrer studierte sogar das Sprechen in Slovius’ Schule. Er konnte sich so verstĂ€ndlich machen und diente als Dolmetscher. Als sie aufbrachen, hĂ€tte sich Kim gerne noch von ihrer treuen Stute Maya und von Chico verabschiedet, aber sie traute sich nicht zu fragen, weil es ihr irgendwie albern vorgekommen wĂ€re.
Den ersten halben Tag waren sie zu Fuß gegangen, bis sie endlich die >>Laufbretter<< benutzen konnten.
Nach einigen weniger schlimmeren StĂŒrzen kamen sie relativ schnell vorwĂ€rts. Am Abend des zweiten Tages waren sie ohne weitere ZwischenfĂ€lle an der Höhle der Cylaptoren, den schnellsten Weg durch das Gebirge, angekommen. Verwundert darĂŒber, dass sie nicht angegriffen worden waren, hatten sie ihr Lager in den Zelten der Phliemaren aufgeschlagen und immer zu zweit wurden Wachen eingeteilt, doch es geschah nichts. Keines der bleichen Wesen kreuzte ihren Weg.
Jetzt war der Moment gekommen, an dem sich ihr Weg von dem der Phliemaren trennte. Sie verabschiedeten sich voneinander und kurz bevor die drei weißhaarigen MĂ€nner ihren Heimweg antraten, drehte sich Adriando noch einmal um: „Bitte... befreit unser Volk vor das Drache!“ bat er zum Schluss in seiner noch nicht perfekten Aussprache. Kim nickte, aber in Wirklichkeit fragte sie sich, wie sie das anstellen sollten.
Nach wenigen Minuten waren die Drei im Schneegestöber verschwunden und zum ersten Mal nach langer Zeit waren sie wieder auf sich gestellt, ohne einen FĂŒhrer und das wĂŒrden sie nun sein bis zum bitteren Ende ihrer Reise. Kim hatte Angst, folgte aber den anderen als sie ihre RucksĂ€cke, auf die sie auch die Ski geschnallt hatten, schulterten und in den Eingang der Höhle traten. Die Dunkelheit schlug ĂŒber Kim zusammen und sie fasste unbewusst an den Dolch und an den Stab, mit dem Chico und sie eine Weile trainiert hatten. Wie sehr sie sich doch wĂŒnschte mit jemanden darĂŒber sprechen zu können. Sie fĂŒhlte sich so einsam wie schon lange nicht mehr. Selbst in der Nacht in der Phliemarenstadt hatte sie gewusst, dass sie jederzeit zu Keith kommen konnte aber jetzt... war alles anders. HĂ€tte sie nur nicht, dann wĂ€re alles anders gekommen. Aber jetzt war es nicht mehr zu Ă€ndern.
Die hellen Pliemarenkugeln, die sie wie Fackeln benutzten, leuchteten ihnen den Weg. Kim hörte Wasser von den WÀnden tropfen, sie erwartete jeden Augenblick das GerÀusch von raschelndem Atem und die hohen Schreie der Cylaptoren.
„Hey!“ alle Vier drehten sich gleichzeitig um, denn der Ruf war von keinem von ihnen gekommen. In dem Runden Lichtkreis, der der Eingang war, stand ein Schatten auf einem Stock gestĂŒtzt und ein Vogel saß auf dessen Schulter.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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M/DWdS_Kapitel11.1

Eis...


Die Dunkelheit(Komma) in der sie nun so lange Zeit gezwungen war zu leben(Komma) schien sie schier zu erdrĂŒcken. Saphira vermisste das GefĂŒhl des Windes, der ihr durch die MĂ€hne wehte. Ihr fehlte die Freiheit(Komma) ĂŒber Wiesen und Felder zu galoppieren und sie sehnte sich nach der Sonne und dem Mond, die so alt waren wie sie selbst.
Die Ketten, die sie fesselten(Komma) lagen schwer auf ihrem Herzen und sie wurde immer schwĂ€cher. Viel Zeit blieb ihr nicht mehr. Saphira hoffte inbrĂŒnstig, dass das MĂ€dchen es schaffte(Komma) sie zu befreien und sie hatte in dieser Nacht gefĂŒhlt, das sei (dass sie) dabei war(Komma) ihre Bestimmung zu erfĂŒllen. Aber Nevytar wĂŒrde es ihnen nicht leicht machen, obwohl er die Kinder maßlos unterschĂ€tzte. So leicht wĂŒrde der Dunkle nicht mit ihnen fertig werden, denn sie hatten das Schicksal auf ihrer Seite.
Mit ihrem feinen Gehör vernahm sie die Schritte bereits, als der dunkle Magier erst die lange Treppe hinunter stieg.
Das dicke Schloss klickte und Nevytar trat in die kleine Zelle und stellte das Tablett vor ihre Nase. Dann trat er einen Schritt zurĂŒck(Komma) um aus der reichweite (groß) ihres spitzen Hornes zu kommen. Er grinste sie an und das Einhorn wusste, was das zu bedeuten hatte: „Was hast du schon wieder getan?“
„Ich habe es heute Nacht geschafft(Komma) sie und den Prinzen endgĂŒltig auseinander zu bringen! Ich habe den Jungen dazu gebracht, seine guten Manieren zu vergessen!“ Sein Grinsen wurde breiter und Saphira’ s Herz immer schwerer(Komma) als er erzĂ€hlte, wie er die beiden beobachtete, obwohl er das fremde MĂ€dchen nicht sehen konnte, und Keith dann dazu gebracht hatte(Komma) ihr das anzutun.
„Wie konntest du nur? Sie sind noch Kinder! Und er ist...“ Saphira konnte ihren Satz nicht beenden, weil Nevytar sie anschrie: „Ich weiß sehr genau, wer er ist! Aber er hat Mirell getötet und Sie (sie) wird mir meine PlĂ€ne nicht durchkreuzen. Es wird keinen Frieden mehr in deinem kleinen idyllischen LĂ€ndchen geben und diese armen bemitleidenswerten Menschen werden in Zukunft ohne dich auskommen mĂŒssen!“ Saphira wusste(Komma) wie sehr ihm Mirell’ s Tod wehgetan hatte und obwohl er sie töten wollte, bedauerte sie ihn: „Du weißt, das (dass) kein Arzt der Welt sie retten konnte. Sie verlor einfach zu viel Blut! Und du gibst immer noch dem Jungen die Schuld!“
„Ja, du hast recht(Punkt)“ er (Er) spielte falsches bedauern (groß) und wurde dann wieder ernster: „Eigentlich muss ich dir die Schuld geben, schließlich hast du mein Leben zerstört. Aber du wirst dafĂŒr bĂŒĂŸen, bald!“ Damit ging er wieder und ließ Saphira allein.
Was er ihr verschwiegen hatte war nur, das (dass), gerade als es spannend wurde zwischen den beiden letzte Nacht, der Junge es irgendwie geschafft hatte, den Magier aus seinen Gedanken zu verbannen und wieder er selbst zu werden. (Er verschwieg nur, dass der Junge es geschafft hatte, ihn aus seinen Gedanken zu verbannen und wieder er selbst zu werden. An einer Vergewaltigung ist nur fĂŒr Perverse was spannendes.) Bis jetzt hatte Nevytar es nicht mehr geschafft(Komma) sein Handeln zu kontrollieren. Der Schwarze war trotz allem sicher, dass das MĂ€dchen Keith nie wieder anrĂŒhren wĂŒrde und damit die Prophezeiung nicht erfĂŒllen konnte.
Saphira lag ganz in ihren Gedanken versunken auf dem kahlen Boden. Sie hatte immer gewusst, das (dass) der Mann schlecht war, das (dass) er kaltblĂŒtig Morden (klein) konnte, aber das (dass) er zu so etwas fĂ€hig war? Saphira hoffte, das (dass) die AuserwĂ€hlte stark genug war, dem Prinzen zu verzeihen, denn sonst war alles verloren. Und wie konnte Nevytar das nur Keith antun, seinem eigenen Sohn!



Kim erwachte, sanft geweckt von einer BerĂŒhrung auf ihrer Wange. In dem kurzen Moment zwischen Schlafen und Wachen war ihr die Nacht wie ein böser Traum vorgekommen, denn sogar jetzt spĂŒrte sie noch den Schmerz in den Handgelenken, wo Keith sie festgehalten hatte und sie roch noch immer den Schweiß. Als sie die Augen öffnete und Keith so nah bei sich sah, wĂ€re sie beinahe aufgesprungen und weggerannt, aber als er lĂ€chelte und in seinen Augen die gleiche WĂ€rme lag, die sie kannte, konnte sie (es) nicht.
„Wie spĂ€t ist es?“ flĂŒsterte Kim, nur um das Schweigen zu brechen. Er zuckte mit den Schultern. Seine Hand ruhte noch immer auf ihrer Wange. Die selbe Hand, die letzte Nacht an ihr gezerrt hatte... Kim versuchte(Komma) die Erinnerungen und die Angst zu verdrĂ€ngen und sich ins GedĂ€chtnis zu rufen, dass das nicht er selbst gewesen war. Keith schien ihre bedenken (groß) zu (ĂŒberflĂŒssig) bemerkt zu haben und zog seine Hand zurĂŒck.
Kim stand auf und nach ihr Keith. Sie bemerkte, wie kalt es seit die letzte Glut verloschen war, geworden ist (wie kalt es geworden ist, seit die letzte Glut verlosch).
Das MĂ€dchen ging zur TĂŒr, um nach der Tageszeit zu sehen. Keith bĂŒckte sich und hob die zerrissene SchĂŒrze auf, an der auch noch der silberne Zierdolch hing. Er knotete das abgerissene Band so gut es ging an und gesellte sich dann zu Kim. „Es tut mir wirklich leid!“ er (Er) reichte ihr das KleidungsstĂŒck. „Willst du FrĂŒhstĂŒck... oder Mittagessen? Je nach dem(Komma) fĂŒr was es jetzt Zeit wĂ€re!“ fragte er Kim und öffnete die TĂŒrLbesser Punkt, denn die Antwort kommt von Kim) „Gerne!“
Kim trat hinaus in die KĂ€lte. Es war FrĂŒhstĂŒckszeit. Die HĂ€user um sie herum warfen lange Schatten und es hing noch ein leichter Nebelhauch ĂŒber der Stadt. Kim sah die Spuren im Schnee, die sie vor ein paar Stunden dort hinterlassen hatte. Bei dem Anblick begann sie zu zittern. Plötzlich spĂŒrte sie ein bekanntes Gewicht auf ihrer Schulter. Gwgl war von dem niedrigen Dach zu ihr hinunter gesprungen. Der Goobljn hatte Eis in den Haaren. „Gwgl! Warst du etwa die ganze Nacht hier draußen?“ fragte sie(Komma) wĂ€hrend sie zu dem grĂ¶ĂŸeren Haus hinĂŒber lief.
„Gwgl“ gab er ihr zur Antwort.
Todie schlief noch(Komma) als Kim die KĂŒche betrat. Sie warf noch ein, zwei Scheite in den Kamin und nach kurzer Zeit flammte das Feuer neu auf, dann setzte sie Teewasser auf.
Gerade als sie zwei dampfende Tassen auf den runden Tisch stellte(Komma) kam Keith von draußen herein und machte schnell die TĂŒr hinter sich zu, damit der Raum nicht wieder auskĂŒhlte. Er setzte sich Kim gegenĂŒber und wĂ€rmte seine HĂ€nde an der Teetasse. Die beiden saßen nur da und schwiegen sich an, keiner war dazu in der Lage(Komma) ein GesprĂ€ch anzufangen. Irgendwann wurde es Gwgl zuviel und er sprang in ein Eck und begann(Komma) sich ausgiebig zu kratzen. „Weißt du,“ begann Keith nach einer Weile: „Ich denke(Komma) das (dass) wir vielleicht einen (eine) Weile Abstand halten sollten!“ Kim viel (fiel) ein Stein vom Herzen, sie war so froh, das (dass) er diesen Vorschlag machte, denn sie hatte nicht mehr gewusst, wie sie seine NĂ€he ertragen sollte. „Dann kann ich dir wenigstens nicht mehr wehtun!“ fĂŒgte er leise hinzu. Kim nickte, sie (ĂŒberflĂŒssig) war aber nicht glĂŒcklich darĂŒber, obwohl sie Angst hatte(Komma) vermisste sie seine zĂ€rtlichen BerĂŒhrungen.
„Ja, vielleicht ist es besser so!(AnfĂŒhrungszeichen) sagte se (sie) trotz ihrer Bedenken.
Die TĂŒr zu Todie’ s Schlafzimmer öffnete sich und das verschlafene BeakermĂ€dchen kam heraus. Als sie die beiden erkannte, sah sie die (sie) verdutzt an: „Was, kein Mord und Todschlag (Totschlag)?“ Todie setzte sich und sah den Prinzen an: „Hast du’ s ihr schon gesagt?“ Keith schĂŒttelte den Kopf. „Was denn?“ hakte Kim nach, die keine Ahnung hatte(Komma) von was (wovon) die beiden redeten. Was wĂŒrde sie denn nun schon wieder erwarten?
Todie blickte nun zu ihr: „Slovius war gestern hier und hat gesagt, das (dass) Chico erst wieder in ein paar Wochen fit genug wĂ€re, um die Reise fortzusetzen und wir haben beschlossen(Komma) heute aufzubrechen.“ Kim nickte nur. Sie hatte einfach nicht die Kraft(Komma) sich gegen ihre Entscheidung aufzulehnen.
Eine Stunde spĂ€ter, auch Josh hatte sich mittlerweile zu ihnen gesellt und seine Tasse Tee getrunken, tauchte Slovius mit zwei fremden (ĂŒberflĂŒssig) Begleitern auf. Jeder von ihnen trug einen Stapel Kleider. Der alte Phliemar sagte ihnen, das (dass) ihrem Aufbruch nichts mehr im Wege stand.
Jeder wappnete sich mit warmer Kleidung gegen die KĂ€lte, der sie auf ihrer Reise durchs Gebirge nicht entkommen konnten. Danach begleiteten sie die drei Einheimischen, die sie nun zu dem großen Platz vor dem Rathaus fĂŒhrten. Auf einmal drehte sich der bĂ€rtige Mann um und sah Josh an: „Wir helfen euch, weil auch unser Volk untergehen wird, wenn Saphira etwas zustĂ¶ĂŸt!“ Er hatte die Gedanken des MĂŒllerssohns (MĂŒllersohns) gelesen. Erst jetzt viel (fiel) Kim wieder ein, das (dass) er ja auch ihre Gedanken lesen konnte und damit auch wusste(Komma) was letzte Nacht geschehen war. Jetzt sprach Slovius’ tonlose Stimme zu Kim: „Der schwarze Magier ist sehr mĂ€chtig!“ Im ersten Moment verstand Kim gar nicht, was er meinte(Komma) aber dann.
Sie lies (ließ) sie (sich) zurĂŒckfallen(Komma) um neben Keith zu gehen: „Es war Nevytar!“
„Was?“ Kim sah den Prinzen böse an und ihm ging ein Licht auf: „Aber woher soll er denn gewusst haben(Komma) das (dass) wir...?“ er sprach nicht weiter und Kim zuckte nur mit den Schultern. Dann erreichten sie den Platz.
Vor dem großen GebĂ€ude standen einige RucksĂ€cke und noch ein paar andere Dinge, die Kim aus der Entfernung noch nicht erkennen konnte. Ein Phliemar stand neben den Sachen. Die Luft begann zu Knistern (klein). Kim hatte inzwischen herausgefunden, das (dass) dieses GerĂ€usch entstand, wenn die Phliemaren ihre stumme Sprache verwendeten und sie hatte sich daran in ungewöhnlich kurzer Zeit gewöhnt, sodass sie es kaum noch wahrnahm.
„Wo sind die Pferde?“ fragte Josh(Komma) nachdem das fehlen (groß) der Tiere als erstes aufgefallen war. „Es tut mir leid(Komma) aber mit denen wĂŒrdet ihr nicht durch das Gebirge kommen. Wir haben hier effektivere Arten(Komma) uns fort zu bewegen!“ Er hielt zwei lĂ€ngliche Bretter in die Höhe: „Ski!“ rief Kim verwundert. Slovius sah sie fragend an: „Das sind Laufbretter. Man schnallt sie sich an die FĂŒĂŸe und schiebt sich dann damit,“ er deutete auf ein BĂŒndel angespitzter Stöcke: „vorwĂ€rts!“
Kim nickte. Genau so hatte sie das gemeint.
Zwei Tage spĂ€ter standen sie vor dem Eingang der Höhle. Die drei fremden Phliemaren waren mit ihnen gekommen, um ihnen den Weg bis hier her zu weisen. Slovius hatte ihnen erklĂ€rt, dass das nur zu ihrem Besten wĂ€re. Adriando, einer der FĂŒhrer(Komma) studierte sogar das Sprechen in Slovius’ Schule. Er konnte sich so verstĂ€ndlich machen und diente als Dolmetscher. Als sie aufbrachen, hĂ€tte sich Kim gerne noch von ihrer treuen Stute Maya und von Chico verabschiedet, aber sie traute sich nicht zu fragen, weil es ihr irgendwie albern vorgekommen wĂ€re.
Den ersten halben Tag waren sie zu Fuß gegangen, bis sie endlich die >>Laufbretter<< benutzen konnten.
Nach einigen weniger schlimmeren (schlimmen) StĂŒrzen kamen sie relativ schnell vorwĂ€rts. Am Abend des zweiten Tages waren sie ohne weitere ZwischenfĂ€lle an der Höhle der Cylaptoren, den schnellsten Weg durch das Gebirge, angekommen. Verwundert darĂŒber, dass sie nicht angegriffen worden waren, hatten sie ihr Lager in den Zelten der Phliemaren aufgeschlagen und immer zu zweit wurden Wachen eingeteilt, doch es geschah nichts. Keines der bleichen Wesen kreuzte ihren Weg.
Jetzt war der Moment gekommen, an dem sich ihr Weg von dem der Phliemaren trennte. Sie verabschiedeten sich voneinander und kurz bevor die drei weißhaarigen MĂ€nner ihren Heimweg antraten, drehte sich Adriando noch einmal um: „Bitte... befreit unser Volk vor das Drache!“ bat er zum Schluss in seiner noch nicht perfekten Aussprache. Kim nickte, aber in Wirklichkeit fragte sie sich, wie sie das anstellen sollten.
Nach wenigen Minuten waren die Drei im Schneegestöber verschwunden und zum ersten Mal nach langer Zeit waren sie wieder auf sich gestellt, ohne einen FĂŒhrer und das wĂŒrden sie nun sein(Komma) bis zum bitteren Ende ihrer Reise. Kim hatte Angst, folgte aber den anderen(Komma) als sie ihre RucksĂ€cke, auf die sie auch die Ski geschnallt hatten, schulterten und in den Eingang der Höhle traten. Die Dunkelheit schlug ĂŒber Kim zusammen und sie fasste unbewusst an den Dolch und an den Stab, mit dem Chico und sie eine Weile trainiert hatten. Wie sehr sie sich doch wĂŒnschte(Komma) mit jemanden (jemandem) darĂŒber sprechen zu können. Sie fĂŒhlte sich so einsam wie schon lange nicht mehr. Selbst in der Nacht in der Phliemarenstadt hatte sie gewusst, dass sie jederzeit zu Keith kommen konnte(Komma) aber jetzt... war alles anders. HĂ€tte sie nur nicht, dann wĂ€re alles anders gekommen. Aber jetzt war es nicht mehr zu Ă€ndern.
Die hellen Pliemarenkugeln, die sie wie Fackeln benutzten, leuchteten ihnen den Weg. Kim hörte Wasser von den WÀnden tropfen, sie erwartete jeden Augenblick das GerÀusch von raschelndem Atem und die hohen Schreie der Cylaptoren.
„Hey!“ alle (Alle)Vier drehten sich gleichzeitig um, denn der Ruf war von keinem von ihnen gekommen. In dem Runden (klein) Lichtkreis, der der Eingang war, stand ein Schatten auf einem (einen) Stock gestĂŒtzt und ein Vogel saß auf dessen Schulter.

was denn, war das wochenende nicht lang genug, um den nÀchsten teil hier abzuliefern? wie soll ich denn jetzt schlafen, ohne gute nacht geschichte?
ganz lieb grĂŒĂŸt

__________________
Old Icke

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