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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel11.2
Eingestellt am 23. 03. 2004 10:23


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Najitzabeth
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2004

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Eis... 2


„Ihr wärt also wirklich ohne mich gegangen?“ Chico trat näher. Kim fiel eine riesige Last vom Herzen. Jetzt hatten sie wieder einen Führer!
„Aber die Phliemaren... “ , er ließ sie nicht aussprechen: „Unsere Gedankenlesenden Freunde haben sich wohl geirrt. Mir geht es gut.“
„Und wie konntest du uns folgen?“ fragte Keith bissig. „Jetzt geht das wieder los!“ dachte sich Kim und sah den Prinzen böse an, um ihn zum Schweigen zu bringen.
„Ich habe mir ein paar Laufbretter >>ausgeliehen<<“ beantwortete Chico die Frage und ging dann an ihnen vorbei, tiefer in die Höhle: „Und jetzt sollten wir erst einmal sehen wie wir aus diesem feuchten Loch wieder herauskommen, bevor uns diese Viecher entdecken!“ sagte er und winkte der Gruppe ihm zu Folgen. Kim zuckte mit den Schultern, was Gwgl gar nicht gefiel, und lief dem Mann dann hinterher.
Die Tropfsteinhöhle war zum Teil mit Eis bedeckt und eine sehr rutschige Angelegenheit. Mittlerweile hatten sie alle sämtliche Glieder geprellt und sie benutzten die Skistöcke um das Gleichgewicht zu halten.
Chico führte sie bis jetzt sicher durch die gewundenen Gänge und schien seinen Weg genau zu kennen.
WeiĂźe Nebelwölkchen bildeten sich vor Kim’ s Gesicht und sie unterdrĂĽckte das Zähneklappern, das die Kälte verursachte. Es war das erste mal das sie ihren Atem sehen konnte, seit sie die Höhle betreten hatte. „Es wird heller!“ begriff sie und teilte es den anderen mit. „Sind wir etwa bald hier `raus?“ Kim hörte die Hoffnung„ die in Todie’ s Stimme mitschwang.
Tatsächlich konnten sie nach einigen Metern einen fahlen Lichtschimmer, der aus einer Abzweigung fiel, erkennen.
Chico blieb vor dem sich teilenden Weg stehen und überlegte kurz: „Ich denke wir sollten diesen Weg nehmen.“ Er deutete in die Dunkelheit.
„Das ist doch nicht dein Ernst?“ warf Josh ein: „Also ich bin dafür das wir dem Licht folgen.“ Auch Keith und Todie nickten. Kim vertraute Chico zwar aber schließlich war es dort hell und so schloss sie sich den anderen an.
Im ersten Augenblick sah es so aus, als würde Chico die Beherrschung verlieren, immerhin war es das erste Mal, das die Gruppe seine Autorität untergrab. Doch schließlich fing er sich wieder und folgte den Fünf.
Nach der Dunkelheit brannte die Helligkeit in Kim’ s Augen. Sie sah das Todie vor ihr zitterte. Wären sie an irgendeinem anderen Ort gewesen, hätte sie ihrer Freundin eine Tasse Tee gemacht und sie in sämtliche Decken gehüllt, die sie fand. Dennoch spürte Kim das sie alles dieses gefährliche Land schnellstens verlassen wollten.
Bei einem Schritt rutschten Kim die Beine unter dem Körper weg und sie wäre beinahe gestürzt wäre Chico nicht hinter ihr gewesen. „Vorsicht, der Boden ist vereist!“ flüsterte Chico während er Kim wieder auf die stellte: „Das habe ich auch gerade gemerkt. Danke!“ bedankte Kim sich mit einem Lächeln und begann die spitzen Stöcke wieder zu Hilfe zu nehmen, um nicht noch einen Unfall zu riskieren.
Bald sahen sie vor sich einen gewaltigen Riss aus dem das Licht strömte. Wäre das Eis nicht gewesen, wären die Sechs wahrscheinlich auf den Ausgang zugestürmt aber so mussten sie sich langsam nach vorne Tasten, um nicht auszurutschen. Die letzten paar Meter kamen Kim wie Meilen vor bis sie endlich ins freie traten. Kim wollte jubeln aber bevor sie einen Ton von sich geben konnte hielt ihr jemand, vermutlich Chico, den Mund zu. Auch die anderen schauten sich verwundert um. Sie waren nicht im Freien! Sie standen auf einem Felsvorsprung, der steil wie ein Rutsche in die Tiefe stürzte. Weit über ihren Köpfen erstreckte sich eine gewaltige Kuppel aus Eis, durch die das Licht schien. Kim konnte das Blau des Himmels durch die dicke Schicht aus gefrorenem Wasser erkennen. Riesige Stalaktiten ragten wie Säulen in die Höhe. Alles in diesem Saal aus Eis war blendend hell und Schneeweiß. Genau wie seine Bewohner!
Unter ihnen tummelten sich einige der blutrünstigen Bestien um ein nicht mehr identifizierbares Tier. Das Blut färbte den Schnee rot. Immer wieder stürzte sich ein, von dem Fressen verdrängtes Tier von oben auf den Kadaver um ein Stück Fleisch zu ergattern. Dabei gaben sie permanent schmatzende Laute von sich und bissen im Futterneid nacheinander. „Wieso sind das so wenige Cylaptoren?“ flüsterte Chico neben Kim, die ihn daraufhin verdutzt ansah: „Die reichen doch!“ Kim trat näher an den Abgrund heran, um besser sehen zu können was da unter ihr passierte. Das Mädchen stützte sich mit einem der Skistöcke ab um den Halt nicht zu verlieren.
Ein endlose Sekunde spürte sie wie der Stock ins Leere griff und das Eis knackte. Felsenfest umklammerte sie den ihr verbliebenen Stab, denn den anderen hatte sie verloren, als sie die schräge Eisfläche rasend schnell hinunter schlitterte. Sie hörte sich selbst schreien. Wie ein Wesen drehten sich die Cylaptoren um und erspähten ihr nächstes Opfer. Eines der rotäugigen Ungetüme löste sich aus der gefräßigen Gruppe und kam immer näher auf Kim zu. Das Mädchen, das jetzt auf der glatten Oberfläche saß und in ihrer Panik keinen Halt auf dem spiegelglatten Eis fand, hörte die erschrockenen Rufe ihrer Freunde von oben. Kim’ s Ohren schmerzten von dem Geräusch, das die Krallen des Cylaptor’ s auf dem Eis verursachte.
Das bleiche Wesen setzte zum Sprung an. Kim’ s Gedanken rasten, etwas in ihr schrie nach Flucht und ließ kaum einen anderen Gedanken zu. All die Dinge die Chico ihr beigebracht hatte schossen durch ihren Kopf. Mit einer enormen Überwindungskraft erhob sie den Stab mit der Spitze voraus. Sie fühlte wie der Stock ihr durch die Hände glitt, als sich die Spitze und die Brust des Tieres trafen. Kim hatte nicht die Kraft ihre Waffe in den Leib des Cylaptor’ s zu treiben, das wurde ihr schlagartig klar. Als sie sich einen langen Schiefer einzog und der Stock von dem Gewicht des Monsters neben ihr auf dem Boden schlug und nach hinten wegrutschte. Immer noch lag die Spitze an der Brust des Cylaptor’ s. Kim’ s Herz schien zu springen während der gefährliche Kiefer ihr immer näher kam. Die muskulösen Beine mit der tödlichen Kralle setzten links und rechts von Kim auf und das Wesen ließ sich weiter nach vorne fallen, damit schob es den Stab weiter nach hinten bis dieser sich an einem Stein verhackte. Die Kräfte des Tiere’ s reichten nicht aus um das Hindernis einfach bei Seite zu schieben und so spießte sich der Cylaptor selbst auf. Als er das bemerkte versuchte es sich noch zurück zu werfen, aber es hatte keinen Sinn, Kim sah das feurige Licht in den roten Augen erlöschen.
Es roch nach altem Fisch und das pinkfarbene Blut spritzte nach allen Seiten, während Kim den Stock kaltblütig aus dem Toten aber noch gurgelnden Körper riss.
Der Tod ihres Kameraden hatte auch die restlichen Cylaptoren aufmerksam gemacht.
Jetzt bemerkte sie auch, dass sie nicht mehr alleine war. Keith trat mit erhobenen Schwert neben sie, während Chico dabei war den rutschigen Abhang hinunterzurutschen. Josh schoss Pfeile von oben auf die immer näher kommenden Monster. Drei der Cylaptoren rückten dichter aneinander und umkreisten Kim. Der erste fiel bereits nach einigen Schritten, als einer von Josh’ s Pfeilen im Auge traf und auf der anderen Seite des Kopfes wieder zum Vorschein kam. Der Geruch des Todes ihres Kumpanen schien ihnen Angst zu machen, da die restlichen geflügelten Wesen, die bis jetzt noch an dem Kadaver des gerissenen Hirsches genagt hatten, zogen sich nun zurück.
Kim atmete schwer, sie wusste jetzt, das sie diese Gegner jetzt besiegen konnten. Immer noch hagelte es Pfeile von oben, aber die Cylaptoren schüttelten sie einfach ab, wie als würden diese ihnen nichts anhaben können.
Mit scheinbar bedächtigen Schritten kamen diese immer näher, so also ob sie nicht glauben könnten, dass sich ihnen jemand in den Weg zu stellen wagt. Ihr knurren und das Kratzen ihrer Krallen auf dem Eis erfüllte die ganze Halle. Die beiden Cylaptoren waren am ganzen Rücken mit Pfeilen übersäht und Josh hatte kaum noch Reserven.
„Ziel auf ihre Köpfe!“ rief Kim nach oben um ihn auf die Achilles Ferse der Monster aufmerksam zu machen.
„Das tu’ ich doch!“ gab er ihr zur Antwort und feuerte den drittletzten Pfeil ab. Dann griffen die Cylaptoren an.
Gleichzeitig sprangen sie auf Kim zu, da sie ja bereits einen ihrer Artgenossen getötet hatte. Chico stellte sich sofort dazwischen und lockte einen der beiden von dem Mädchen weg. Keith trat an Kim’ s Seite um ihr zu helfen. Der Cylaptor begann die Beiden zu umkreisen. Er war nur noch einen Sprung entfernt und Kim überlegte krampfhaft was sie tun sollte. Sie spürte wie das Knurren es Wesens ihr einen Schauer über den Rücken jagte.
Der Cylaptor beäugte Kim und Keith, wie um sie abzuschätzen.
Mit einem Mal breitete er seine weißen Fledermausschwingen aus. Kim sah die Adern und Venen durch die dünne Haut schimmern. Das auf den ersten Blick schwerfällig wirkende Geschöpf erhob sich mit nur einem Flügelschlag in die Luft. Er flog ein paar Meter steil in die Höhe, dann verharrte er für einen kurzen Moment auf der Stelle. Sein Maul verzerrte sich zu einem widerlichen Grinsen.
Kim umklammerte den Stab noch fester, bereit sich und ihre Freunde zu beschĂĽtzen auch wenn sie ganz genau wusste, dass sie bis jetzt nur GlĂĽck gehabt hatten.
Mit einer blitzartigen Bewegung seines umherzuckenden Schwanzes änderte der Cylaptor seine Richtung und schoss auf Kim zu, die Augen fest auf sie geheftet. Sie konnte sich nicht bewegen, als wären ihre Füße am Boden festgefroren.
„Pass auf!“ schrillte Todie’ s hohe Stimme durch die Eishalle. Der Cylaptor vernachlässigte seine Aufmerksamkeit für einen Augenblick um nach dem Beakermädchen zu sehen. Keith bemerkte das und ergriff seine Chance. Während das Wesen weiter auf Kim zuflog, wenn auch langsamer, stieß er das Mädchen grob auf die Seite und schlug mit dem Schwert zu.
Kim rutschte aus und fiel hin. Sie sah wie der Kopf des Cylaptor’ s vom Rest getrennt wurde und, noch immer grinsend, zu Boden fiel. Der Körper flog, als wenn er den Verlust noch nicht bemerkt hätte, weiter und prallte letztendlich gegen die steile Wand. Dor blieb er auch liegen und das pinkfarbene, nach altem Fisch riechende, Blut verschmutzte den Schnee.
Kim hörte Josh’ s und Todie’ s Triumphrufe und sah Keith auf sich zukommen. Er hielt ihr die Hand hin um ihr aufzuhelfen. War das schon alles gewesen? Gaben diese Viecher wirklich so leicht auf?
Sie nahm die helfende Hand an und ließ sich von dm Prinzen auf die Beine ziehen. Kim wollte ihn nicht loslassen. Im Gegenteil! Und trotzdem riss sie ihre Hand weg und trag einen Schritt zurück sobald sie ihr Gleichgewicht wieder gefunden hatte. „Danke!“ murmelte sie.
Chico kam zu ihnen: „Gut gemacht!“ sagte er zu Keith und wandte sich dann an Kim: „Ist alles in Ordnung?“ Sie nickte.
Der Cylaptor den ihn angegriffen hatte, lag in einer seltsam verkrümmten Körperhaltung und mit einem zertrümmerten Schädel da.
Die Höhle schien kein Ende mehr zu nehmen. Nach dem Kampf kamen auch Todie und Josh mit Gwgl, der sofort wieder seinen Stammplatz auf Kim’ s Schulter einnahm, auf die untere Ebene und sie folgten wie zuvor Chico.
Immer wieder fragten sie sich was aus den anderen geflohenen Cylaptoren geworden war. Ständig vermutete Kim einen neuen Angriff oder glaubte hinter jeder Ecke einen Hinterhalt zu finden.
Hin und wieder glaubte auch Josh etwas gehört zu haben aber sie entdeckten nichts und ihr Marsch verlief weiter friedlich.
Die Dunkelheit , die selbst die leuchtenden Phliemarenkugeln kaum noch erhellen konnten, machte Kim zu schaffen. Sie fühlte Keith’ Blicke, der hinter ihr ging, und sie wäre zu gern zu ihm gegangen, denn sie fühlte sich schrecklich Einsam und nicht einmal Gwgl gelang es sie aufzuheitern. Auch Todie sprach sie ein paar mal besorgt an, was denn mit ihr los sei, aber Kim zuckte jedes Mal nur mit den Schultern.
Kim glaubte das etwa zwei Stunden vergangen waren bis sie endlich ganz plötzlich im Freien standen.
Finstere Wolken verhangen den Himmel und vereinzelte Schneeflöckchen fielen auf die Erde. Obwohl sie alle ziemlich Müde waren und nach Fisch stanken, beschlossen sie noch bis Sonnenuntergang weiter zu gehen, um so weit wie möglich von der Höhle der Cylaptoren wegzukommen. Kim war froh, dass sie ihre Füße schon lange nicht mehr spürte, sie hatte längst vergessen, das es ein paar Tagesreisen südlich noch Sommer war.
Nach einer weiteren Ewigkeit, die sie durch die Pflanzenlose Einsamkeit gewandert waren, erreichten sie ein kleines geschütztes Tal in dem einige Tannen wuchsen. Dort schlugen die Freunde erschöpft ihr Nachtlager auf.
Chico teilte Wachen ein die aufpassen sollten, dass das Feuer nicht ausging und setzte sich dann auf sein Fell um die erste Schicht zu übernehmen. Kim legte sich so dicht wie möglich ans Feuer und kuschelte sich in ihre Decken.
Trotz ihrer Müdigkeit konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte allen Grund dazu Keith links liegen zu lassen, das wusste Kim, und doch quälte sie ihr Gewissen.
Er war schlieĂźlich in jener Nacht nicht er selbst gewesen, oder?
Andererseits vertraute sie ihm und er missbrauchte dieses Vertrauen.
Aber sie wollte ihn doch nicht verlieren!
Das Feuer flackerte vor ihren Augen und als sie sich umdrehte sah sie in der Dunkelheit tanzende Lichtpunkte.
Kim hasste Keith nicht, sie war nur maßlos enttäuscht.
An allen war dieser Nevytar schuld!
Ihn hasste sie und es war das erstemal in ihrem Leben, dass Kim einen anderen Menschen wirklich so sehr verabscheute. Er wĂĽrde bezahlen fĂĽr alles, was er ihr und ihren Freunden angetan hatte.
Eine Woge blinder Wut durchflutete sie.
Kim bemerkte nicht das in diesem Moment ein eiskalter Wind aus dem Nichts kam und das Feuer anfachte.



Chico sah das Mädchen vor sich nur an. Sie war jetzt so hilflos!
Bewegungslos saß er da und beobachtete die Umgebung als plötzlich das Feuer in die Höhe schoss nachdem die Luft aufgefrischt hatte.
Ein Vogel schreckte auf und flog davon und Tyrone kam von seinem Schlafplatz nach unten auf die Schulter seines Herrn.
Der Rabe spĂĽrte es auch!
Chico fĂĽhlte ein deutliches Kribbeln auf der Haut und er wusste auch genau was das bedeutete.
Magie!
Er blickte wieder zu Kim und runzelte die Stirn.
Was war gerade geschehen?



Mit dem Gedanken an bittere Rache schlief Kim ein und lächelte.

Nebel hing in dem kleinen Tal, dem letzten das sie durchqueren mussten, bevor sie das Gebirge verließen. Es war eiskalt und Kim hörte, als sie aufwachte, nichts.
War das Feuer ausgegangen?
Sie hatte die zweite Wache übernommen aber es war wie immer nichts geschehen. Kim setzte sich auf und sah sich um. Todie saß an einem Baum gelehnt da und schlief. Eigentlich sollte das Beakermädchen die letzte Schicht der Wache halten und Kim beschloss sie aufzuwecken.
Nachdem sie sich aus ihrem Bett befreit hatte lief sie zu dem Mädchen hinüber. Auf dem Boden, der von dem Feuer aufgetaut worden war, knirschte jetzt eine neue Eisschicht. Kim kniete sich vor Todie und tippte ihr auf die Schulter.
Dunkle Ringe waren unter den Augen des jungen Mädchens.
„Wach auf!“ flüsterte Kim, um die Anderen nicht aufzuwecken.
Todie öffnete die Augen und sah sie an: „Was ist denn?“ fragte sie als wüsste sie nicht, das sie eigentlich wach sein müsste.
„Das Feuer ist aus!“ Kim sah sie böse an.
Todie bemerkte das letzte glĂĽhen der Feuerstelle.
„Ups!“
Kim nickte nur.

Ein paar Stunden später waren sie wieder unterwegs Richtung Norden.
Die Ski der Phliemaren leisteten gute Dienste und sie kamen schnell voran.
Kim´s Arme und Beine schmerzen fürchterlich durch den Muskelkater, der sich nun nach Tagen bemerkbar machte und sie war sich sicher, das sie nie mehr Skifahren würde, wenn das vorbei war.
Sie folgten einem Weg, den nur Chico, der vorausfuhr, erkennen konnte.
Irgendwann waren sie endlich über den letzten Berg hinweg. Das Nepla-Gebirge endete ganz plötzlich und weit unter ihnen lagen nur noch Felsen und eine glühende Ebene.
„Was ist das?“ fragte Josh von ganz hinten.
„Das...,“ beantwortete Chico seine Frage ohne sich umzudrehen: „... ist die Hölle!“
Josh schluckte.
„Wir müssen jetzt nur noch von diesem Berg hinunter, dann sind wir den Schnee los. Aber ihr werdet ihn bald vermissen.“ redete ihr Führer weiter.
Kim sah den steilen Hang entlang, der jetzt noch vor ihnen lag. Sie hatten bereits ein gutes Stück bewältigt aber sie mussten vorsichtig sein, da sich ganz leicht eine Lawine von einen der überhängenden Gipfel hinter ihnen lösen konnte.
Kim war froh wenn sie die Berge hinter sich brachten.
Während sie ohne große Anstrengung den Hang nach unten fuhr sah sie in den strahlend blauen Himmel. Ganz weit entfernt am Horizont konnte man bereits die schwarzen Gipfel der Nettasch-Berge erkennen.
Etwas bewegte sich dort hinten. Ein kleiner dunkler Fleck, der rasend schnell näher kam. Kim beschleunigte ihr Tempo um Chico einzuholen.
„Siehst du das?“ sie zeigte in den Himmel. Einen Moment lang kniff der Mann die Augen zusammen und starrte in die Richtung in die das Mädchen deutete dann keuchte er auf: „Oh, nein!“
„Was denn?“
„Nedrak!“

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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Registriert: Jan 2001

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M/DWdS_Kapitel11.2

Eis... 2


„Ihr wärt also wirklich ohne mich gegangen?“ Chico trat näher. Kim fiel eine riesige Last vom Herzen. Jetzt hatten sie wieder einen FĂĽhrer!
„Aber die Phliemaren... “ , er lieĂź sie nicht aussprechen: „Unsere Gedankenlesenden (klein oder getrennt)Freunde haben sich wohl geirrt. Mir geht es gut.“
„Und wie konntest du uns folgen?“ fragte Keith bissig. „Jetzt geht das wieder los!“ dachte sich Kim und sah den Prinzen böse an, um ihn zum Schweigen zu bringen.
„Ich habe mir ein paar Laufbretter >>ausgeliehen<<“ beantwortete Chico die Frage und ging dann an ihnen vorbei, tiefer in die Höhle: „Und jetzt sollten wir erst einmal sehen(Komma) wie wir aus diesem feuchten Loch wieder herauskommen, bevor uns diese Viecher entdecken!“ sagte er und winkte der Gruppe(Komma) ihm zu Folgen (klein). Kim zuckte mit den Schultern, was Gwgl gar nicht gefiel, und lief dem Mann dann hinterher.
Die Tropfsteinhöhle war zum Teil mit Eis bedeckt und eine sehr rutschige Angelegenheit. Mittlerweile hatten sie alle sämtliche Glieder geprellt und sie benutzten die Skistöcke(Komma) um das Gleichgewicht zu halten.
Chico führte sie bis jetzt sicher durch die gewundenen Gänge und schien seinen Weg genau zu kennen.
WeiĂźe Nebelwölkchen bildeten sich vor Kim’ s Gesicht und sie unterdrĂĽckte das Zähneklappern, das die Kälte verursachte. Es war das erste mal(Komma) das (dass) sie ihren Atem sehen konnte, seit sie die Höhle betreten hatte. „Es wird heller!“ begriff sie und teilte es den anderen mit. „Sind wir etwa bald hier `raus?“ Kim hörte die Hoffnung, die in Todie’ s Stimme mitschwang.
Tatsächlich konnten sie nach einigen Metern einen fahlen Lichtschimmer, der aus einer Abzweigung fiel, erkennen.
Chico blieb vor dem sich teilenden Weg stehen und ĂĽberlegte kurz: „Ich denke(Komma) wir sollten diesen Weg nehmen.“ Er deutete in die Dunkelheit.
„Das ist doch nicht dein Ernst?“ warf Josh ein: „Also(Komma) ich bin dafĂĽr(Komma) das (dass) wir dem Licht folgen.“ Auch Keith und Todie nickten. Kim vertraute Chico zwar(Komma) aber schlieĂźlich war es dort hell und so schloss sie sich den anderen an.
Im ersten Augenblick sah es so aus, als würde Chico die Beherrschung verlieren, immerhin war es das erste Mal, das (dass) die Gruppe seine Autorität untergrab (untergrub). Doch schließlich fing er sich wieder und folgte den Fünf.
Nach der Dunkelheit brannte die Helligkeit in Kim’ s Augen. Sie sah(Komma) das (dass) Todie vor ihr zitterte. Wären sie an irgendeinem anderen Ort gewesen, hätte sie ihrer Freundin eine Tasse Tee gemacht und sie in sämtliche Decken gehĂĽllt, die sie fand. Dennoch spĂĽrte Kim(Komma) das (dass) sie alles (alle) dieses gefährliche Land schnellstens verlassen wollten.
Bei einem Schritt rutschten Kim die Beine unter dem Körper weg und sie wäre beinahe (ĂĽberflĂĽssig) gestĂĽrzt(Komma) wäre Chico nicht hinter ihr gewesen. „Vorsicht, der Boden ist vereist!“ flĂĽsterte Chico(Komma) während er Kim wieder auf die (Beine) stellte: „Das habe ich auch gerade gemerkt. Danke!“ bedankte Kim sich mit einem Lächeln und begann die spitzen Stöcke wieder zu Hilfe zu nehmen, um nicht noch einen Unfall zu riskieren.
Bald sahen sie vor sich einen gewaltigen Riss(Komma) aus dem das Licht strömte. Wäre das Eis nicht gewesen, wären die Sechs wahrscheinlich auf den Ausgang zugestürmt(Komma) aber so mussten sie sich langsam nach vorne Tasten (klein), um nicht auszurutschen. Die letzten paar Meter kamen Kim wie Meilen vor(Komma) bis sie endlich ins freie (groß) traten. Kim wollte jubeln(Komma) aber bevor sie einen Ton von sich geben konnte(Komma) hielt ihr jemand, vermutlich Chico, den Mund zu. Auch die anderen schauten sich verwundert um. Sie waren nicht im Freien! Sie standen auf einem Felsvorsprung, der steil wie ein Rutsche in die Tiefe stürzte. Weit über ihren Köpfen erstreckte sich eine gewaltige Kuppel aus Eis, durch die das Licht schien. Kim konnte das Blau des Himmels durch die dicke Schicht aus gefrorenem Wasser erkennen. Riesige Stalaktiten ragten wie Säulen in die Höhe. Alles in diesem Saal aus Eis war blendend hell und Schneeweiß (klein). Genau wie seine Bewohner!
Unter ihnen tummelten sich einige der blutrĂĽnstigen Bestien um ein nicht mehr identifizierbares Tier. Das Blut färbte den Schnee rot. Immer wieder stĂĽrzte sich ein,(kein Komma) von dem Fressen verdrängtes Tier von oben auf den Kadaver(Komma) um ein StĂĽck Fleisch zu ergattern. Dabei gaben sie permanent schmatzende Laute von sich und bissen im Futterneid nacheinander. „Wieso sind das so wenige Cylaptoren?“ flĂĽsterte Chico neben Kim, die ihn daraufhin verdutzt ansah: „Die reichen doch!“ Kim trat näher an den Abgrund heran, um besser sehen zu können(Komma) was da unter ihr passierte. Das Mädchen stĂĽtzte sich mit einem der Skistöcke ab(Komma) um den Halt nicht zu verlieren.
Ein (Eine) endlose Sekunde spĂĽrte sie(Komma) wie der Stock ins Leere griff und das Eis knackte. Felsenfest umklammerte sie den ihr verbliebenen Stab, denn den anderen hatte sie verloren, als sie die schräge Eisfläche rasend schnell hinunter schlitterte. Sie hörte sich selbst schreien. Wie ein Wesen drehten sich die Cylaptoren um und erspähten ihr nächstes Opfer. Eines der rotäugigen UngetĂĽme löste sich aus der gefräßigen Gruppe und kam immer näher auf Kim zu. Das Mädchen, das jetzt auf der glatten Oberfläche saĂź und in ihrer Panik keinen Halt auf dem spiegelglatten Eis fand, hörte die erschrockenen Rufe ihrer Freunde von oben. Kim’ s Ohren schmerzten von dem Geräusch, das die Krallen des Cylaptor’ s auf dem Eis verursachte.
Das bleiche Wesen setzte zum Sprung an. Kim’ s Gedanken rasten, etwas in ihr schrie nach Flucht und lieĂź kaum einen anderen Gedanken zu. All die Dinge(Komma) die Chico ihr beigebracht hatte(Komma) schossen durch ihren Kopf. Mit einer enormen Ăśberwindungskraft erhob sie den Stab mit der Spitze voraus. Sie fĂĽhlte(Komma) wie der Stock ihr durch die Hände glitt, als sich die Spitze und die Brust des Tieres trafen. Kim hatte nicht die Kraft(Komma) ihre Waffe in den Leib des Cylaptor’ s zu treiben, das wurde ihr schlagartig klar.(besser Komma) Als sie sich einen langen Schiefer einzog und der Stock von dem Gewicht des Monsters neben ihr auf dem Boden schlug und nach hinten wegrutschte. Immer noch lag die Spitze an der Brust des Cylaptor’ s. Kim’ s Herz schien zu springen(Komma) während der gefährliche Kiefer ihr immer näher kam. Die muskulösen Beine mit der tödlichen Kralle setzten links und rechts von Kim auf und das Wesen lieĂź sich weiter nach vorne fallen, damit schob es den Stab weiter nach hinten(Komma) bis dieser sich an einem Stein verhackte (verhakte). Die Kräfte des Tiere’ s reichten nicht aus(Komma) um das Hindernis einfach bei Seite zu schieben(Komma) und so spieĂźte sich der Cylaptor selbst auf. Als er das bemerkte(Komma) versuchte es sich noch zurĂĽck zu werfen, aber es hatte keinen Sinn, Kim sah das feurige Licht in den roten Augen erlöschen.
Es roch nach altem Fisch und das pinkfarbene Blut spritzte nach allen Seiten, während Kim den Stock kaltblütig aus dem Toten (klein Komma) aber noch gurgelnden Körper riss.
Der Tod ihres Kameraden hatte auch die restlichen Cylaptoren aufmerksam gemacht.
Jetzt bemerkte sie auch, dass sie nicht mehr alleine war. Keith trat mit erhobenen (erhobenem) Schwert neben sie, während Chico dabei war(Komma) den rutschigen Abhang hinunterzurutschen (gleiten). Josh schoss Pfeile von oben auf die immer näher kommenden Monster. Drei der Cylaptoren rĂĽckten dichter aneinander und umkreisten Kim. Der erste fiel bereits nach einigen Schritten, als einer von Josh’ s Pfeilen (ihn) im Auge traf und auf der anderen Seite des Kopfes wieder zum Vorschein kam. Der Geruch des Todes ihres Kumpanen schien ihnen Angst zu machen, da (ĂĽberflĂĽssig) die restlichen geflĂĽgelten Wesen, die bis jetzt noch an dem Kadaver des gerissenen Hirsches genagt hatten, zogen sich nun zurĂĽck.
Kim atmete schwer, sie wusste jetzt, das (dass) sie diese Gegner jetzt (doppelt) besiegen konnten. Immer noch hagelte es Pfeile von oben, aber die Cylaptoren schüttelten sie einfach ab, wie (überflüssig) als würden diese ihnen nichts anhaben können.
Mit scheinbar bedächtigen Schritten kamen diese immer näher, so also ob sie nicht glauben könnten, dass sich ihnen jemand in den Weg zu stellen wagt. Ihr knurren (groß) und das Kratzen ihrer Krallen auf dem Eis erfüllte die ganze Halle. Die beiden Cylaptoren waren am ganzen Rücken mit Pfeilen übersäht und Josh hatte kaum noch Reserven.
„Ziel auf ihre Köpfe!“ rief Kim nach oben(Komma) um ihn auf die Achilles Ferse der Monster aufmerksam zu machen.
„Das tu’ ich doch!“ gab er ihr zur Antwort und feuerte den drittletzten Pfeil ab. Dann griffen die Cylaptoren an.
Gleichzeitig sprangen sie auf Kim zu, da sie ja bereits einen ihrer Artgenossen getötet hatte. Chico stellte sich sofort dazwischen und lockte einen der beiden von dem Mädchen weg. Keith trat an Kim’ s Seite um ihr zu helfen. Der Cylaptor begann die Beiden zu umkreisen. Er war nur noch einen Sprung entfernt und Kim ĂĽberlegte krampfhaft(Komma) was sie tun sollte. Sie spĂĽrte(Komma) wie das Knurren es (des) Wesens ihr einen Schauer ĂĽber den RĂĽcken jagte.
Der Cylaptor beäugte Kim und Keith, wie (überflüssig) um sie abzuschätzen.
Mit einem Mal breitete er seine weißen Fledermausschwingen aus. Kim sah die Adern und Venen durch die dünne Haut schimmern. Das auf den ersten Blick schwerfällig wirkende Geschöpf erhob sich mit nur einem Flügelschlag in die Luft. Er flog ein paar Meter steil in die Höhe, dann verharrte er für einen kurzen Moment auf der Stelle. Sein Maul verzerrte sich zu einem widerlichen Grinsen.
Kim umklammerte den Stab noch fester, bereit(Komma) sich und ihre Freunde zu beschĂĽtzen(Komma) auch wenn sie ganz genau wusste, dass sie bis jetzt nur GlĂĽck gehabt hatten.
Mit einer blitzartigen Bewegung seines umherzuckenden Schwanzes änderte der Cylaptor seine Richtung und schoss auf Kim zu, die Augen fest auf sie geheftet. Sie konnte sich nicht bewegen, als wären ihre Füße am Boden festgefroren.
„Pass auf!“ schrillte Todie’ s hohe Stimme durch die Eishalle. Der Cylaptor vernachlässigte seine Aufmerksamkeit fĂĽr einen Augenblick(Komma) um nach dem Beakermädchen zu sehen. Keith bemerkte das und ergriff seine Chance. Während das Wesen weiter auf Kim zuflog, wenn auch langsamer, stieĂź er das Mädchen grob auf die Seite und schlug mit dem Schwert zu.
Kim rutschte aus und fiel hin. Sie sah(Komma) wie der Kopf des Cylaptor’ s vom Rest getrennt wurde und, noch immer grinsend, zu Boden fiel. Der Körper flog, als wenn er den Verlust noch nicht bemerkt hätte, weiter und prallte letztendlich gegen die steile Wand. Dor (Dort oder Da) blieb er auch liegen und das pinkfarbene, nach altem Fisch riechende,(kein Komma) Blut verschmutzte den Schnee.
Kim hörte Josh’ s und Todie’ s Triumphrufe und sah Keith auf sich zukommen. Er hielt ihr die Hand hin(Komma) um ihr aufzuhelfen. War das schon alles gewesen? Gaben diese Viecher wirklich so leicht auf?
Sie nahm die helfende Hand an und lieĂź sich von dm (dem) Prinzen auf die Beine ziehen. Kim wollte ihn nicht loslassen. Im Gegenteil! Und trotzdem riss sie ihre Hand weg und trag (trat) einen Schritt zurĂĽck(Komma) sobald sie ihr Gleichgewicht wieder gefunden hatte. „Danke!“ murmelte sie.
Chico kam zu ihnen: „Gut gemacht!“ sagte er zu Keith und wandte sich dann an Kim: „Ist alles in Ordnung?“ Sie nickte.
Der Cylaptor(Komma) den (der) ihn angegriffen hatte, lag in einer seltsam verkrümmten Körperhaltung und mit einem zertrümmerten Schädel da.
Die Höhle schien kein Ende mehr zu nehmen. Nach dem Kampf kamen auch Todie und Josh mit Gwgl, der sofort wieder seinen Stammplatz auf Kim’ s Schulter einnahm, auf die untere Ebene und sie folgten wie zuvor Chico.
Immer wieder fragten sie sich(Komma) was aus den anderen geflohenen Cylaptoren geworden war. Ständig vermutete Kim einen neuen Angriff oder glaubte hinter jeder Ecke einen Hinterhalt zu finden.
Hin und wieder glaubte auch Josh(Komma) etwas gehört zu haben(Komma) aber sie entdeckten nichts und ihr Marsch verlief weiter friedlich.
Die Dunkelheit , die selbst die leuchtenden Phliemarenkugeln kaum noch erhellen konnten, machte Kim zu schaffen. Sie fĂĽhlte Keith’ Blicke, der hinter ihr ging, und sie wäre zu gern zu ihm gegangen, denn sie fĂĽhlte sich schrecklich Einsam (klein) und nicht einmal Gwgl gelang es(Komma) sie aufzuheitern. Auch Todie sprach sie ein paar mal besorgt an, was denn mit ihr los sei, aber Kim zuckte jedes Mal nur mit den Schultern.
Kim glaubte(Komma) das (dass) etwa zwei Stunden vergangen waren(Komma) bis sie endlich ganz plötzlich im Freien standen.
Finstere Wolken verhangen (verhingen) den Himmel und vereinzelte Schneeflöckchen fielen auf die Erde. Obwohl sie alle ziemlich Müde (klein) waren und nach Fisch stanken, beschlossen sie(Komma) noch bis Sonnenuntergang weiter zu gehen, um so weit wie möglich von der Höhle der Cylaptoren wegzukommen. Kim war froh, dass sie ihre Füße schon lange nicht mehr spürte, sie hatte längst vergessen, das (dass) es ein paar Tagesreisen südlich noch Sommer war.
Nach einer weiteren Ewigkeit, die sie durch die Pflanzenlose (klein) Einsamkeit gewandert waren, erreichten sie ein kleines geschütztes Tal(Komma) in dem einige Tannen wuchsen. Dort schlugen die Freunde erschöpft ihr Nachtlager auf.
Chico teilte Wachen ein(Komma) die aufpassen sollten, dass das Feuer nicht ausging und setzte sich dann auf sein Fell(Komma) um die erste Schicht zu übernehmen. Kim legte sich so dicht wie möglich ans Feuer und kuschelte sich in ihre Decken.
Trotz ihrer Müdigkeit konnte sie nicht einschlafen. Sie hatte allen Grund dazu(Komma) Keith links liegen zu lassen, das wusste Kim, und doch quälte sie ihr Gewissen.
Er war schlieĂźlich in jener Nacht nicht er selbst gewesen, oder?
Andererseits vertraute sie ihm und er missbrauchte dieses Vertrauen.
Aber sie wollte ihn doch nicht verlieren!
Das Feuer flackerte vor ihren Augen und als sie sich umdrehte(Komma)sah sie in der Dunkelheit tanzende Lichtpunkte.
Kim hasste Keith nicht, sie war nur maßlos enttäuscht.
An allen war dieser Nevytar schuld!
Ihn hasste sie und es war das erstemal in ihrem Leben, dass Kim einen anderen Menschen wirklich so sehr verabscheute. Er wĂĽrde bezahlen fĂĽr alles, was er ihr und ihren Freunden angetan hatte.
Eine Woge blinder Wut durchflutete sie.
Kim bemerkte nicht(Komma) das (dass) in diesem Moment ein eiskalter Wind aus dem Nichts kam und das Feuer anfachte.



Chico sah das Mädchen vor sich nur an. Sie war jetzt so hilflos!
Bewegungslos saß er da und beobachtete die Umgebung(Komma) als plötzlich das Feuer in die Höhe schoss(Komma) nachdem die Luft aufgefrischt hatte.
Ein Vogel schreckte auf und flog davon und Tyrone kam von seinem Schlafplatz nach unten auf die Schulter seines Herrn.
Der Rabe spĂĽrte es auch!
Chico fĂĽhlte ein deutliches Kribbeln auf der Haut und er wusste auch genau(Komma) was das bedeutete.
Magie!
Er blickte wieder zu Kim und runzelte die Stirn.
Was war gerade geschehen?



Mit dem Gedanken an bittere Rache schlief Kim ein und lächelte.

Nebel hing in dem kleinen Tal, dem letzten(Komma) das sie durchqueren mussten, bevor sie das Gebirge verließen. Es war eiskalt und Kim hörte, als sie aufwachte, nichts.
War das Feuer ausgegangen?
Sie hatte die zweite Wache übernommen(Komma) aber es war wie immer nichts geschehen. Kim setzte sich auf und sah sich um. Todie saß an einem Baum gelehnt da und schlief. Eigentlich sollte das Beakermädchen die letzte Schicht der Wache halten und Kim beschloss(Komma) sie aufzuwecken.
Nachdem sie sich aus ihrem Bett befreit hatte(Komma) lief sie zu dem Mädchen hinüber. Auf dem Boden, der von dem Feuer aufgetaut worden war, knirschte jetzt eine neue Eisschicht. Kim kniete sich vor Todie und tippte ihr auf die Schulter.
Dunkle Ringe waren unter den Augen des jungen Mädchens.
„Wach auf!“ flĂĽsterte Kim, um die Anderen nicht aufzuwecken.
Todie öffnete die Augen und sah sie an: „Was ist denn?“ fragte sie(Komma) als wĂĽsste sie nicht, das [/red (dass) sie eigentlich wach sein mĂĽsste.
„Das Feuer ist aus!“ Kim sah sie böse an.
Todie bemerkte das letzte glĂĽhen (groĂź) der Feuerstelle.
„Ups!“
Kim nickte nur.

Ein paar Stunden später waren sie wieder unterwegs Richtung Norden.
Die Ski der Phliemaren leisteten gute Dienste und sie kamen schnell voran.
Kim´s Arme und Beine schmerzen fürchterlich durch den Muskelkater, der sich nun nach Tagen bemerkbar machte und sie war sich sicher, das (dass) sie nie mehr Skifahren würde, wenn das vorbei war.
Sie folgten einem Weg, den nur Chico, der vorausfuhr, erkennen konnte.
Irgendwann waren sie endlich über den letzten Berg hinweg. Das Nepla-Gebirge endete ganz plötzlich und weit unter ihnen lagen nur noch Felsen und eine glühende Ebene.
„Was ist das?“ fragte Josh von ganz hinten.
„Das...,“ beantwortete Chico seine Frage(Komma) ohne sich umzudrehen: „... ist die Hölle!“
Josh schluckte.
„Wir mĂĽssen jetzt nur noch von diesem Berg hinunter, dann sind wir den Schnee los. Aber ihr werdet ihn bald vermissen.“ redete ihr FĂĽhrer weiter.
Kim sah den steilen Hang entlang, der jetzt noch vor ihnen lag. Sie hatten bereits ein gutes Stück bewältigt(Komma) aber sie mussten vorsichtig sein, da sich ganz leicht eine Lawine von einen (einem) der überhängenden Gipfel hinter ihnen lösen konnte.
Kim war froh(Komma) wenn sie die Berge hinter sich brachten.
Während sie ohne große Anstrengung den Hang nach unten fuhr(Komma) sah sie in den strahlend blauen Himmel. Ganz weit entfernt am Horizont konnte man bereits die schwarzen Gipfel der Nettasch-Berge erkennen.
Etwas bewegte sich dort hinten. Ein kleiner dunkler Fleck, der rasend schnell näher kam. Kim beschleunigte ihr Tempo(Komma) um Chico einzuholen.
„Siehst du das?“ sie zeigte in den Himmel. Einen Moment lang kniff der Mann die Augen zusammen und starrte in die Richtung(Komma) in die das Mädchen deutete(Komma) dann keuchte er auf: „Oh, nein!“
„Was denn?“
„Nedrak!“



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Old Icke

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