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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel12.1
Eingestellt am 26. 03. 2004 14:30


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Najitzabeth
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... Feuer, Stein und Luft1



„Wir haben GlĂŒck. Die Lawine hat einen Teil der Fljeya-Ebene abgekĂŒhlt. So ist es relativ kĂŒhl!“ erklĂ€rte Chico, der wieder voraus ĂŒber den mit Asche bedeckten Boden ging.
Sie hatten den restlichen Tag genĂŒtzt um sich zu erholen und waren dann bei Einbruch der Nacht aufgebrochen um die Ebene der Geysire zu ĂŒberqueren, da es am Tag zu heiß war. Die dicken WintermĂ€ntel und Ski hatten sie zurĂŒckgelassen, damit sie nur das nötigste tragen mĂŒssten.
„Es werden wahrscheinlich zwei NachtmĂ€rsche sein bis wir das Gebirge erreichen.“ redete Chico weiter.
Kim und Keith hatten sich von der Gruppe ein wenig abgesondert und bildeten jetzt das Schlusslicht. Sie gingen Hand in Hand und sogar der kleine Goobljn fand sich mittlerweile damit ab, das die Beiden nicht zu trennen waren.
Chico’ s Beschreibung der Hölle passte perfekt, fand Kim. Es war unglaublich heiß, sodass ĂŒberall die Luft flimmerte und immer wieder schossen links und rechts von ihnen SĂ€ulen mit kochenden Wasser oder Feuer in die Höhe. Man musste aufpassen wo man hinlief um nicht in einem der Geysire hinein zu treten. Aber das schlimmste war, dass es permanent nach faulen Eiern roch.
Schon nach ein paar Stunden wĂŒnschte sie sich wieder zurĂŒck in den Schnee.

Am Tag dösten sie und versuchten irgendwie der grellen Sonne, die erbarmungslos auf sie nieder brannte, zu entkommen und als es Nacht wurde setzten sie ihre Reise durch diesen Glutofen fort.
Um ihnen ein wenig die Zeit zu vertreiben erzĂ€hlte Keith die Legende von ein paar Wanderern, die sich hier her verirrt hatten und die nie mehr zurĂŒck gekehrt waren.
„Es heißt ihre Körper wĂ€ren beim ersten Schritt, den sie auf dieses verfluchte Land gesetzt hatten, zu Asche zerfallen.“
„Das kann ich mit gut vorstellen.“ sagte Kim und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Auch Josh sagte dem Prinzen seine Meinung zu der Geschichte: „Das ist wirklich sehr aufmunternd!“
Diese Nacht dauerte viel zu lange und als es dann endlich wieder merklich kĂŒhler wurde erreichten sie das Nettasch-Gebirge, das wie das Gebiss eines Raubtiers in die tiefhĂ€ngenden Wolken ragte.



Sarah lief der Schweiß von der Stirn. Sie wartete nun bald zwei in der prallen Sonne auf die Ankunft des Schiffes. So wie das MĂ€dchen, standen noch zahlreiche andere Leute am Hafen der Hauptstadt Mysthika’ s die auf lang vermisste Angehörige und Freunde, die vor einigen Wochen von Piraten entfĂŒhrt worden waren, warteten.
Selbst der alte Stadthalter Arnest nov Veyalk wartete am Rand der Menge in einer Kutsche. Die BĂ€ckerstochter konnte sich noch gut an jenen Tag erinnern als sie wie immer mit dem Karren zu der kleinen MĂŒhle außerhalb der Stadt gefahren war um Mehl fĂŒr das Tagewerk zu holen.
Sie hatte das gesamte GebĂ€ude verwĂŒstet und leer vorgefunden. Die beiden großen Wachhunde waren von diesen grausamen Menschen niedergemetzelt worden und die gesamte MĂŒllersfamilie, samt den Kindern, war entfĂŒhrt worden. Der grĂ¶ĂŸte Verlust war fĂŒr sie allerdings das Verschwinden ihrer Jugendliebe Josh gewesen. Sie kannten sich schon ihr Leben lang und verbrachten viel Zeit miteinander, seit sie Laufen konnten. Als sie dann schon fast verrĂŒckt vor Sorge um ihn gewesen war, kamen Boten vom Schloss in die Stadt und brachten die Nachricht, dass alle Gefangenen der SklavenhĂ€ndler befreit worden waren und in KĂŒrze Heimkehren wĂŒrden.
Aber so sollte es nicht geschehen!
Wie eine blutdurchtrĂ€nkte Sonne war die Kuppel ĂŒber dem Schloss erschienen und war bis hierher sichtbar gewesen. Viele Menschen waren dieser Tage in die Tempel gestĂŒrmt um zu Saphira zu beten und sie um Hilfe zu bitten, da sie das rote GlĂŒhen als böses Ohmen sahen. Einige Tage spĂ€ter war die Kuppel genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht war.
Trotzdem hatte es noch Ewig gedauert, bis die entfĂŒhrten BĂŒrger Phjenamo’ s endlich zurĂŒckkehrten.
Sarah blickte zum Horizont. Immer noch war kein Schiff in Sicht. Sie keuchte. Es war wirklich unertrĂ€glich heiß und sie suchte sich einen Platz im Schatten eines nahegelegenen GebĂ€udes. Sie hatte extra fĂŒr diesen Tag ihr feinstes Gewand angezogen, das leider langĂ€rmlig war und ihr hĂŒftlanges blondes Haar fiel ihr offen ĂŒber den RĂŒcken.
In der BĂ€ckerei musste sie es flechten und so nutzte sie jede Gelegenheit um es offen zu tragen, selbst bei diesen Temperaturen. Außerdem wollte sie fĂŒr Josh hĂŒbsch aussehen. Sie hatte ihn so sehr vermisst und heute wĂŒrden sie sich endlich wiedersehen, nach so langer Zeit. Bei dem Gedanken an ihren Freund musste sie lĂ€cheln. Sarah war so froh ihn zu haben. Ihre Eltern waren damit einverstanden, dass er und seine Familie bei ihnen wohnen konnten bis ihr Heim wieder aufgebaut war.
Plötzlich bewegte sich die Menge weiter auf den Kai zu. Ein Schiff war zu sehen. Sarah’ s Herz machte einen Sprung, endlich war es soweit.
Einige Zeit spÀter konnte man schon ein paar Personen erkennen, die an Deck standen und winkten. Das MÀdchen konnte es kaum erwarten und wurde immer ungeduldiger. Als das Segelschiff anlegte, konnte sie sich kaum noch still halten und wollte am liebsten sofort ins Innere des Schiffes rennen.
Nachdem eine Planke, als behelfsmĂ€ĂŸige Treppe aufgestellt worden war, kamen die ersten Leute von Bord. Sie wurden meist, kaum hatten sie wieder festes Land unter den FĂŒĂŸen, stĂŒrmisch begrĂŒĂŸt und das mit vielen TrĂ€nen. Sarah zwirbelte ihr Haar vor Ungeduld und Aufregung. Wo blieben sie nur?
Sie sah zur Reling und erblickte nach langer Zeit ein vertrautes Gesicht. Der kleine Jakob, Josh’ s jĂŒngster Bruder, lief an der Hand seiner Ă€lteren Schwester, dem einzigen MĂ€dchen in der Familie, den Steg hinunter. Sarah winkte ihnen und lief auf sie zu. Der kleine dunkelhaarige Junge mit den blauen Augen seiner Mutter sprang ihr sofort in die Arme.
„Sarah, Sarah wir sind wieder da!“
„Ja, endlich!“ weinte Sarah und begrĂŒĂŸte Finchen. Josh’ s jĂŒngere Schwester war dem Jungen wie aus dem Gesicht geschnitten. Sie hatte die gleichen schwarzen Haare, die gleichen braunen Augen und bereits mit zwölf Jahren grĂ¶ĂŸer als Sarah.
In der Zwischenzeit waren auch die Eltern und der zweite Sohn der Familie, David, an Land gegangen.
Sie hieß Lisa und Willhelm mit einem strahlenden LĂ€cheln willkommen und gab ihnen die Hand.
„Wie geht es euch?“ Sarah blickte zu dem großen MĂŒller empor und wartete auf eine antwort. Er grinste sie an: „Wir sind zwar mĂŒde, schmutzig und hungrig aber ansonsten...“ Sie lachten. Josh hatte seinen Charakter eindeutig von seiner ruhigen Mutter, die einen ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Gerechtigkeit besaß, aber auch schnell eifersĂŒchtig wurde.
Am Anfang war Lisa nicht sehr gut auf Sarah zu sprechen gewesen. Damals hatten Josh und Sarah vermutet, dass sie ihren Sohn einfach nicht loslassen konnte. Inzwischen verstanden sich die beiden Frauen hervorragend. Sarah blickte unauffĂ€llig ĂŒber Lisa’ s Schulter um zu sehen, wann Josh vom Schiff kam. David bemerkte das: „Er kommt nicht!“
Das MĂ€dchen sah ihn fragend an.
„Josh ist mit diesem seltsamen MĂ€dchen abgehauen!“
„WAS!“ Sarah glaubte nicht, was er da sagte: „So etwas wĂŒrde...“
„Sarah, bleib ruhig,“ Lisa legte ihre Hand auf Sarah’ s Arm: „Nicht, so wie du jetzt denkst!“ die Frau warf ihren Sohn einen bösen Blick zu, der ihn zum schweigen brachte.
„Er wird uns alle retten!“ rief ihr der kleine Jakob zu und zerrte an ihrem Rockzipfel um ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen.
Sarah verstand ĂŒberhaupt nicht wovon sie alle redeten, sie wollte doch nur wissen wo ihr Freund war.
„Er ist einfach abgehauen, ohne bescheid zu sagen!“ schluchzte Lisa und lehnte sich an die Schulter ihres Mannes , der dann weitersprach: „Unser Sohn ist mit einer kleinen Gruppe junger Leute aufgebrochen. Sie haben vor zum Schloss Plaisir zu reisen. Angeblich soll auch der Prinz unter ihnen sein... warum sie das tun wissen wir auch nicht.“
„Wie sollen das denn schaffen?“ dicke TrĂ€nen rollten ĂŒber die bleichen Wangen des MĂ€dchens. „Warum tut er mir das an?“
Finchen trat an SarahÂŽs Seite und nahm sie in den Arm: „Keine Angst. Er schafft das. Ich bin sicher, das es Josh gut geht und er bald wieder zurĂŒckkommt!“
Sarah konnte ihr in diesem Moment einfach nicht glauben.



„Hatschi!!“ Josh wischte sich die Nase mit dem Ärmel ab. Er und Todie hatten sich wĂ€hrend der letzten Tage erkĂ€ltet. Der Regen floss in Strömen aus den Wolken, die sich in dĂŒsteren Gipfeln verfingen.
Kim tropfte Wasser von der Nase, seit sie das Gebirge betreten hatten regnete es fast ununterbrochen und die Gruppe war nass bis unter die Haut. Sie hörte Todie hinter sich schwer atmen.
Das Nettasch-Gebirge war ein dĂŒsterer Ort. Die Felsen hatten eine seltsame schwarze FĂ€rbung und wirkten wie riesige Schatten, die sie bedrohten. Es schien als wĂŒrde hier nichts außer ein paar Kahlen StrĂ€uchern und faulig grĂŒnen Moos wachsen. Links und rechts von ihnen flossen grĂ¶ĂŸere und kleinere BĂ€che die steilen HĂ€nge hinab. Wie tosende WasserfĂ€lle ĂŒbertönten sie alle anderen GerĂ€usche. Tyrone kreiste ĂŒber den Reisenden aber er war von den schwarzen Wolken kaum zu unterscheiden.
„Ich hab’ Gebirge so satt!“ murmelte Kim mehr zu sich selbst.
„Ich weiß, das hast du letzte halbe Stunde mindestens schon fĂŒnfmal gesagt!“ Keith reichte ihr die Hand um Kim ĂŒber einen glitschigen Stein zu helfen.
„Ihr habt wirklich ein seltsames Wetter hier in Mysthika! Im SĂŒden schneits und im Norden regnets!“
Keith zuckte nur mit den Schultern.
Der Weg durch das Gebirge fĂŒhrte sie immer tiefer in die Dunkelheit und Kim machte sich Sorgen um die beiden Kranken, denn sie bekamen keine Gelegenheit um sich auszukurieren. Vor allen Todie ging es immer schlechter. Das BeakermĂ€dchen war zusehends blasser geworden und stolperte hĂ€ufig, da sie kaum noch Kraftreserven hatte. Auch Josh lagen dunkle Schatten unter den Augen und er schniefte den ganzen Tag. Die NĂ€chte, in denen sie den Regen, der auf das Zeltdach plĂ€tscherte, lauschten waren nach Kim’ s Geschmack viel zu kurz. Sie war jeden Morgen erschöpfter als am Abend zuvor.
Obwohl Chico ihnen versicherte, das die Reise durch die Nettaschberge nicht mehr als ein paar TagesmĂ€rsche andauern wĂŒrde, kam es Kim vor, als wĂŒrden die schwarzen Felsen nie enden und das Einzige, was ihr Kraft gab, war die Erkenntnis, das sie wirkliche Freunde an ihrer Seite hatte. Das GefĂŒhl der Einsamkeit war wie weggeblasen und trotz der Strapazen und Entbehrungen fĂŒhlte sie sich als Mitglied der Gruppe wohl, wie nie. Genau so war es mit Keith. Kim verstand jetzt gar nicht mehr, warum sie ihm nicht hatte verzeihen können, schließlich konnte er nichts dafĂŒr. Nevytar war der schuldige. Keith wĂŒrde ihr niemals wehtun, das wusste sie. WĂ€hrend sie einen moosigen Pfad entlanggingen, der so schmal war, das man hintereinander gehen musste, fragte Kim sich, was fĂŒr ein Mensch dieser Mann wohl war. Sie blickte den steilen Abhang zu ihrer rechten hinunter. War er denn ĂŒberhaupt menschlich? Irgendwo ĂŒber ihr kreischte Tyrone. Kim zuckte beim Schrei des Vogels zusammen, und blieb unwillkĂŒrlich stehen. Todie hĂ€tte sie fast umgerannt: „Was ist denn los?“ fragte sie und bekam dann wieder einen Hustenanfall.
„Nichts, ich hoffe nur, das wir bald aus diesem Drecksloch draußen sind, ich krieg schon Depressionen!“
„Ja, da haste ... ,“ Todie hustete wieder: „... recht. Ich fĂŒhl mich schon wie ein Schwamm.“
„Du kannst ja noch froh sein,“ rief Josh von weiter hinten: „Dir kann wenigstens die Nase nicht laufen!“ er schniefte.
Als der Weg wieder breiter wurde hatte es grĂ¶ĂŸtenteils zu regnen aufgehört und es begann neblig zu werden. Kim lauschte auf das Tosen der WasserfĂ€lle, rings um sie herum und auf das Schmatzen ihrer Schritte auf dem durchnĂ€ssten Boden.
Todie war fiebrig geworden und stĂŒtzte sich nun auf Kim, da sie vorhin beinahe umgekippt wĂ€re. Sie suchten nach einem einigermaßen trockenen Lagerplatz. Chico hatte darauf bestanden bis zum Einbruch der Nacht und durch sie hindurch weiter zu gehen, damit sie bis zum Morgen die Burg erreichen konnten. Aber die Anderen ĂŒberzeugten ihn letztendlich, dass es besser wĂ€re eine Nacht durchzuschlafen und ihr Ziel ausgeruht zu erreichen.
Mit der Zeit nahm der Nebel zu und Todie wurde fĂŒr Kim, auch wenn sie es nicht gerne zugab, eine Last. Das BeakermĂ€dchen lehnte sich immer mehr auf Kim’ s Seite und stolperte bei jedem Schritt.
Als man kaum noch ein paar Meterweit sehen konnte erreichten die Sechs die ersten BĂ€ume. Hohe dunkle Tannen, deren Spitzen durch den Wasserdampf nicht mehr zu sehen waren, sĂ€umten ihren Weg und der felsige Boden wich einem weichen Moosteppich. Rings um sie herum konnte Kim die Schreie seltsamer unsichtbarer Tiere hören. Laute, die eine GĂ€nsehaut machten. Sie hatte das GefĂŒhl, aus dem toten leeren Gebirge in eine Gegend zu kommen in der die Seelen der einst hier Lebenden nur auf jemanden warteten, der Töricht genug war, in ihr Reich vorzudringen, um sich dann an dem ahnungslosen Reisenden fĂŒr das zu RĂ€chen, was sie erleiden mussten als sie noch lebten.
Als Kim schon glaubte es nicht mehr zu schaffen, fanden sie endlich eine Stelle, an der das GestrĂŒpp ĂŒber ihren Köpfen dicht genug war um die allgegenwĂ€rtige Feuchtigkeit ein wenig abzuhalten. Kim legte Todie auf ihre Decke und nahm ihre eigene um das MĂ€dchen damit zuzudecken. Sie wollte ihr noch etwas zu trinken bringen, aber bis Kim die Flasche in ihrem Rucksack fand, war Todie eingeschlafen und atmete ganz gleichmĂ€ĂŸig. Kim ließ sie schlafen und ging zurĂŒck zu den Anderen.
Heute konnten sie kein Feuer machen, denn in der letzten Nacht war ihr Holzvorrat, den sie seit der Phliemarenstadt mit sich trugen, zu Ende gegangen und hier ließ sich nicht einmal ein einziger trockener Zweig finden.
Keith winkte sie zu sich. Kim setzte sich neben ihn auf die einigermaßen trockene Decke: „Danke!“ Kaum saß sie begann Chico zu reden: „Wir werden morgen unser Ziel erreichen!“ Kim schluckte. Sie hatte das GefĂŒhl, als wĂŒrden sie am nĂ€chsten Tag vor ihren Henker treten mĂŒssen und irgendwie war es ja auch so. Chico und die Anderen versuchten noch scheinbar eine Ewigkeit einen Plan zu erarbeiten. Aber niemand wusste wie es im Inneren des Schlosses Plaisir aussah. Ihnen blieb nichts anderes ĂŒbrig als zu Improvisieren. Sie waren sich darĂŒber im Klaren, dass es das kleinste Problem sein sollte in die Burg hineinzukommen. Irgendwann zwischen der Diskussion um den erschöpften Proviant und um den Heimweg schlief Kim an Keith’ Schulter gelehnt und mit dem schnarchenden Gwgl auf dem Schoß ein.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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ich habs noch mal gemacht, weil mir das rote wieder ausgerutscht war.
lg
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M/DWdS_Kapitel12.1
... Feuer, Stein und Luft1



„Wir haben GlĂŒck. Die Lawine hat einen Teil der Fljeya-Ebene abgekĂŒhlt. So ist es relativ kĂŒhl!“ erklĂ€rte Chico, der wieder voraus ĂŒber den mit Asche bedeckten Boden ging.
Sie hatten den restlichen Tag genĂŒtzt (genutzt Komma) um sich zu erholen und waren dann bei Einbruch der Nacht aufgebrochen(Komma) um die Ebene der Geysire zu ĂŒberqueren, da es am Tag zu heiß war. Die dicken WintermĂ€ntel und Ski hatten sie zurĂŒckgelassen, damit sie nur das nötigste tragen mĂŒssten.
„Es werden wahrscheinlich zwei NachtmĂ€rsche sein(Komma) bis wir das Gebirge erreichen.“ redete Chico weiter.
Kim und Keith hatten sich von der Gruppe ein wenig abgesondert und bildeten jetzt das Schlusslicht. Sie gingen Hand in Hand und sogar der kleine Goobljn fand sich mittlerweile damit ab, [rd] das (dass) die Beiden nicht zu trennen waren.
Chico’ s Beschreibung der Hölle passte perfekt, fand Kim. Es war unglaublich heiß, sodass ĂŒberall die Luft flimmerte und immer wieder schossen links und rechts von ihnen SĂ€ulen mit kochenden (kochendem) Wasser oder Feuer in die Höhe. Man musste aufpassen wo man hinlief(Komma) um nicht in einem (einen) der Geysire hinein zu treten. Aber das schlimmste war, dass es permanent nach faulen Eiern roch.
Schon nach ein paar Stunden wĂŒnschte sie sich wieder zurĂŒck in den Schnee.

Am Tag dösten sie und versuchten irgendwie der grellen Sonne, die erbarmungslos auf sie nieder brannte, zu entkommen und als es Nacht wurde(Komma) setzten sie ihre Reise durch diesen Glutofen fort.
Um ihnen ein wenig die Zeit zu vertreiben(Komma) erzĂ€hlte Keith die Legende von ein paar Wanderern, die sich hier her verirrt hatten und die nie mehr zurĂŒck gekehrt waren.
„Es heißt(Komma) ihre Körper wĂ€ren beim ersten Schritt, den sie auf dieses verfluchte Land gesetzt hatten, zu Asche zerfallen.“
„Das kann ich mit (mir) gut vorstellen.“ sagte Kim und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Auch Josh sagte dem Prinzen seine Meinung zu der Geschichte: „Das ist wirklich sehr aufmunternd!“
Diese Nacht dauerte viel zu lange und als es dann endlich wieder merklich kĂŒhler wurde(Komma) erreichten sie das Nettasch-Gebirge, das wie das Gebiss eines Raubtiers in die tiefhĂ€ngenden Wolken ragte.



Sarah lief der Schweiß von der Stirn. Sie wartete nun bald zwei (Stunden?) in der prallen Sonne auf die Ankunft des Schiffes. So wie das MĂ€dchen,(kein Komma) standen noch zahlreiche andere Leute am Hafen der Hauptstadt Mysthika’ s(Komma) die auf lang vermisste Angehörige und Freunde, die vor einigen Wochen von Piraten entfĂŒhrt worden waren, warteten.
Selbst der alte Stadthalter Arnest nov Veyalk wartete am Rand der Menge in einer Kutsche. Die BĂ€ckerstochter konnte sich noch gut an jenen Tag erinnern(Komma) als sie wie immer mit dem Karren zu der kleinen MĂŒhle außerhalb der Stadt gefahren war(Komma) um Mehl fĂŒr das Tagewerk zu holen.
Sie hatte das gesamte GebĂ€ude verwĂŒstet und leer vorgefunden. Die beiden großen Wachhunde waren von diesen grausamen Menschen niedergemetzelt worden und die gesamte MĂŒllersfamilie,(kein Komma) samt den Kindern,(kein Komma) war entfĂŒhrt worden. Der grĂ¶ĂŸte Verlust war fĂŒr sie allerdings das Verschwinden ihrer Jugendliebe Josh gewesen. Sie kannten sich schon ihr Leben lang und verbrachten viel Zeit miteinander, seit sie Laufen (klein) konnten. Als sie dann schon fast verrĂŒckt vor Sorge um ihn gewesen war, kamen Boten vom Schloss in die Stadt und brachten die Nachricht, dass alle Gefangenen der SklavenhĂ€ndler befreit worden waren und in KĂŒrze Heimkehren (klein) wĂŒrden.
Aber so sollte es nicht geschehen!
Wie eine blutdurchtrĂ€nkte Sonne war die Kuppel ĂŒber dem Schloss erschienen und war bis hierher sichtbar gewesen. Viele Menschen waren dieser Tage in die Tempel gestĂŒrmt(Komma) um zu Saphira zu beten und sie um Hilfe zu bitten, da sie das rote GlĂŒhen als böses Ohmen (Omen) sahen. Einige Tage spĂ€ter war die Kuppel genauso schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht war.
Trotzdem hatte es noch Ewig (klein) gedauert, bis die entfĂŒhrten BĂŒrger Phjenamo’ s endlich zurĂŒckkehrten.
Sarah blickte zum Horizont. Immer noch war kein Schiff in Sicht. Sie keuchte. Es war wirklich unertrĂ€glich heiß und sie suchte sich einen Platz im Schatten eines nahegelegenen GebĂ€udes. Sie hatte extra fĂŒr diesen Tag ihr feinstes Gewand angezogen, das leider langĂ€rmlig war und ihr hĂŒftlanges blondes Haar fiel ihr offen ĂŒber den RĂŒcken.
In der BĂ€ckerei musste sie es flechten und so nutzte sie jede Gelegenheit(Komma) um es offen zu tragen, selbst bei diesen Temperaturen. Außerdem wollte sie fĂŒr Josh hĂŒbsch aussehen. Sie hatte ihn so sehr vermisst und heute wĂŒrden sie sich endlich wiedersehen, nach so langer Zeit. Bei dem Gedanken an ihren Freund musste sie lĂ€cheln. Sarah war so froh(Komma) ihn zu haben. Ihre Eltern waren damit einverstanden, dass er und seine Familie bei ihnen wohnen konnten (wohnt) bis ihr Heim wieder aufgebaut war.
Plötzlich bewegte sich die Menge weiter auf den Kai zu. Ein Schiff war zu sehen. Sarah’ s Herz machte einen Sprung, endlich war es soweit.
Einige Zeit spÀter konnte man schon ein paar Personen erkennen, die an Deck standen und winkten. Das MÀdchen konnte es kaum erwarten und wurde immer ungeduldiger. Als das Segelschiff anlegte, konnte sie sich kaum noch still halten und wollte am liebsten sofort ins Innere des Schiffes rennen.
Nachdem eine Planke,(kein Komma) als behelfsmĂ€ĂŸige Treppe aufgestellt worden war, kamen die ersten Leute von Bord. Sie wurden meist, kaum hatten sie wieder festes Land unter den FĂŒĂŸen, stĂŒrmisch begrĂŒĂŸt und das mit vielen TrĂ€nen. Sarah zwirbelte ihr Haar vor Ungeduld und Aufregung. Wo blieben sie nur?
Sie sah zur Reling und erblickte nach langer Zeit ein vertrautes Gesicht. Der kleine Jakob, Josh’ s jĂŒngster Bruder, lief an der Hand seiner Ă€lteren Schwester, dem einzigen MĂ€dchen in der Familie, den Steg hinunter. Sarah winkte ihnen und lief auf sie zu. Der kleine dunkelhaarige Junge mit den blauen Augen seiner Mutter sprang ihr sofort in die Arme.
„Sarah, Sarah(Komma) wir sind wieder da!“
„Ja, endlich!“ weinte Sarah und begrĂŒĂŸte Finchen. Josh’ s jĂŒngere Schwester war dem Jungen wie aus dem Gesicht geschnitten. Sie hatte die gleichen schwarzen Haare, die gleichen braunen Augen und bereits mit zwölf Jahren grĂ¶ĂŸer als Sarah.
In der Zwischenzeit waren auch die Eltern und der zweite Sohn der Familie, David, an Land gegangen.
Sie hieß Lisa und Willhelm mit einem strahlenden LĂ€cheln willkommen und gab ihnen die Hand.
„Wie geht es euch?“ Sarah blickte zu dem großen MĂŒller empor und wartete auf eine antwort (groß). Er grinste sie an: „Wir sind zwar mĂŒde, schmutzig und hungrig(Komma) aber ansonsten...“ Sie lachten. Josh hatte seinen Charakter eindeutig von seiner ruhigen Mutter, die einen ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Gerechtigkeit besaß, aber auch schnell eifersĂŒchtig wurde.
Am Anfang war Lisa nicht sehr gut auf Sarah zu sprechen gewesen. Damals hatten Josh und Sarah vermutet, dass sie ihren Sohn einfach nicht loslassen konnte. Inzwischen verstanden sich die beiden Frauen hervorragend. Sarah blickte unauffĂ€llig ĂŒber Lisa’ s Schulter(Komma) um zu sehen, wann Josh vom Schiff kam. David bemerkte das: „Er kommt nicht!“
Das MĂ€dchen sah ihn fragend an.
„Josh ist mit diesem seltsamen MĂ€dchen abgehauen!“
„WAS!“ Sarah glaubte nicht, was er da sagte: „So etwas wĂŒrde...“
„Sarah, bleib ruhig,“ Lisa legte ihre Hand auf Sarah’ s Arm: „Nicht, so wie du jetzt denkst!“ die (Die) Frau warf ihren (ihrem) Sohn einen bösen Blick zu, der ihn zum schweigen (groß) brachte.
„Er wird uns alle retten!“ rief ihr der kleine Jakob zu und zerrte an ihrem Rockzipfel(Komma) um ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen.
Sarah verstand ĂŒberhaupt nicht(Komma) wovon sie alle redeten, sie wollte doch nur wissen(Komma) wo ihr Freund war.
„Er ist einfach abgehauen, ohne bescheid (groß) zu sagen!“ schluchzte Lisa und lehnte sich an die Schulter ihres Mannes , der dann weitersprach: „Unser Sohn ist mit einer kleinen Gruppe junger Leute aufgebrochen. Sie haben vor(Komma) zum Schloss Plaisir zu reisen. Angeblich soll auch der Prinz unter ihnen sein... warum sie das tun(Komma) wissen wir auch nicht.“
„Wie sollen (sie) das denn schaffen?“ dicke (Dicke) TrĂ€nen rollten ĂŒber die bleichen Wangen des MĂ€dchens. „Warum tut er mir das an?“
Finchen trat an SarahÂŽs Seite und nahm sie in den Arm: „Keine Angst. Er schafft das. Ich bin sicher, das (dass) es Josh gut geht und er bald wieder zurĂŒckkommt!“
Sarah konnte ihr in diesem Moment einfach nicht glauben.



„Hatschi!!“ Josh wischte sich die Nase mit dem Ärmel ab. Er und Todie hatten sich wĂ€hrend der letzten Tage erkĂ€ltet. Der Regen floss in Strömen aus den Wolken, die sich in dĂŒsteren Gipfeln verfingen.
Kim tropfte Wasser von der Nase,(Punkt) seit sie das Gebirge betreten hatten(Komma) regnete es fast ununterbrochen und die Gruppe war nass bis unter die Haut. Sie hörte Todie hinter sich schwer atmen.
Das Nettasch-Gebirge war ein dĂŒsterer Ort. Die Felsen hatten eine seltsame schwarze FĂ€rbung und wirkten wie riesige Schatten, die sie bedrohten. Es schien(Komma) als wĂŒrde hier nichts außer ein paar Kahlen (klein) StrĂ€uchern und faulig grĂŒnen (grĂŒnem) Moos wachsen. Links und rechts von ihnen flossen grĂ¶ĂŸere und kleinere BĂ€che die steilen HĂ€nge hinab. Wie tosende WasserfĂ€lle ĂŒbertönten sie alle anderen GerĂ€usche. Tyrone kreiste ĂŒber den Reisenden(Komma) aber er war von den schwarzen Wolken kaum zu unterscheiden.
„Ich hab’ Gebirge so satt!“ murmelte Kim mehr zu sich selbst.
„Ich weiß, das hast du letzte halbe Stunde mindestens schon fĂŒnfmal gesagt!“ Keith reichte ihr die Hand(Komma) um Kim ĂŒber einen glitschigen Stein zu helfen.
„Ihr habt wirklich ein seltsames Wetter hier in Mysthika! Im SĂŒden schneits und im Norden regnets!“
Keith zuckte nur mit den Schultern.
Der Weg durch das Gebirge fĂŒhrte sie immer tiefer in die Dunkelheit und Kim machte sich Sorgen um die beiden Kranken, denn sie bekamen keine Gelegenheit(Komma) um sich auszukurieren. Vor allen (allem) Todie ging es immer schlechter. Das BeakermĂ€dchen war zusehends blasser geworden und stolperte hĂ€ufig, da sie kaum noch Kraftreserven hatte. Auch Josh lagen dunkle Schatten unter den Augen und er schniefte den ganzen Tag. Die NĂ€chte, in denen sie den Regen, der auf das Zeltdach plĂ€tscherte, lauschten(Komma) waren nach Kim’ s Geschmack viel zu kurz. Sie war jeden Morgen erschöpfter als am Abend zuvor.
Obwohl Chico ihnen versicherte, das (dass) die Reise durch die Nettaschberge nicht mehr als ein paar TagesmĂ€rsche andauern wĂŒrde, kam es Kim vor, als wĂŒrden die schwarzen Felsen nie enden und das Einzige, was ihr Kraft gab, war die Erkenntnis, das (dass) sie wirkliche Freunde an ihrer Seite hatte. Das GefĂŒhl der Einsamkeit war wie weggeblasen und trotz der Strapazen und Entbehrungen fĂŒhlte sie sich als Mitglied der Gruppe wohl, wie nie. Genau so war es mit Keith. Kim verstand jetzt gar nicht mehr, warum sie ihm nicht hatte verzeihen können, schließlich konnte er nichts dafĂŒr. Nevytar war der schuldige. Keith wĂŒrde ihr niemals wehtun, das wusste sie. WĂ€hrend sie einen moosigen Pfad entlanggingen, der so schmal war, das (dass) man hintereinander gehen musste, fragte Kim sich, was fĂŒr ein Mensch dieser Mann wohl war. Sie blickte den steilen Abhang zu ihrer rechten hinunter. War er denn ĂŒberhaupt menschlich? Irgendwo ĂŒber ihr kreischte Tyrone. Kim zuckte beim Schrei des Vogels zusammen, und blieb unwillkĂŒrlich stehen. Todie hĂ€tte sie fast umgerannt: „Was ist denn los?“ fragte sie und bekam dann wieder einen Hustenanfall.
„Nichts, ich hoffe nur, das (dass) wir bald aus diesem Drecksloch draußen sind, ich krieg schon Depressionen!“
„Ja, da haste ... ,“ Todie hustete wieder: „... recht. Ich fĂŒhl mich schon wie ein Schwamm.“
„Du kannst ja noch froh sein,“ rief Josh von weiter hinten: „Dir kann wenigstens die Nase nicht laufen!“ er (Er) schniefte.
Als der Weg wieder breiter wurde(Komma) hatte es grĂ¶ĂŸtenteils zu regnen aufgehört und es begann neblig zu werden. Kim lauschte auf das Tosen der WasserfĂ€lle,(kein Komma) rings um sie herum und auf das Schmatzen ihrer Schritte auf dem durchnĂ€ssten Boden.
Todie war fiebrig geworden und stĂŒtzte sich nun auf Kim, da sie vorhin beinahe umgekippt wĂ€re. Sie suchten nach einem einigermaßen trockenen Lagerplatz. Chico hatte darauf bestanden(Komma) bis zum Einbruch der Nacht und durch sie hindurch weiter zu gehen, damit sie bis zum Morgen die Burg erreichen konnten. Aber die Anderen ĂŒberzeugten ihn letztendlich, dass es besser wĂ€re(Komma) eine Nacht durchzuschlafen und ihr Ziel ausgeruht zu erreichen.
Mit der Zeit nahm der Nebel zu und Todie wurde fĂŒr Kim, auch wenn sie es nicht gerne zugab, eine Last. Das BeakermĂ€dchen lehnte sich immer mehr auf Kim’ s Seite und stolperte bei jedem Schritt.
Als man kaum noch ein paar Meterweit sehen konnte(Komma) erreichten die Sechs die ersten BĂ€ume. Hohe dunkle Tannen, deren Spitzen durch den Wasserdampf nicht mehr zu sehen waren, sĂ€umten ihren Weg und der felsige Boden wich einem weichen Moosteppich. Rings um sie herum konnte Kim die Schreie seltsamer unsichtbarer Tiere hören. Laute, die eine GĂ€nsehaut machten. Sie hatte das GefĂŒhl, aus dem toten leeren Gebirge in eine Gegend zu kommen(Komma) in der die Seelen der einst hier Lebenden nur auf jemanden warteten, der Töricht (klein) genug war, in ihr Reich vorzudringen, um sich dann an dem ahnungslosen Reisenden fĂŒr das zu RĂ€chen (klein), was sie erleiden mussten(Komma) als sie noch lebten.
Als Kim schon glaubte(Komma) es nicht mehr zu schaffen, fanden sie endlich eine Stelle, an der das GestrĂŒpp ĂŒber ihren Köpfen dicht genug war(Komma) um die allgegenwĂ€rtige Feuchtigkeit ein wenig abzuhalten. Kim legte Todie auf ihre Decke und nahm ihre eigene(Komma) um das MĂ€dchen damit zuzudecken. Sie wollte ihr noch etwas zu trinken bringen, aber bis Kim die Flasche in ihrem Rucksack fand, war Todie eingeschlafen und atmete ganz gleichmĂ€ĂŸig. Kim ließ sie schlafen und ging zurĂŒck zu den Anderen.
Heute konnten sie kein Feuer machen, denn in der letzten Nacht war ihr Holzvorrat, den sie seit der Phliemarenstadt mit sich trugen, zu Ende gegangen und hier ließ sich nicht einmal ein einziger trockener Zweig finden.
Keith winkte sie zu sich. Kim setzte sich neben ihn auf die einigermaßen trockene Decke: „Danke!“ Kaum saß sie(Komma) begann Chico zu reden: „Wir werden morgen unser Ziel erreichen!“ Kim schluckte. Sie hatte das GefĂŒhl, als wĂŒrden sie am nĂ€chsten Tag vor ihren Henker treten mĂŒssen und irgendwie war es ja auch so. Chico und die Anderen versuchten noch scheinbar eine Ewigkeit(Komma) einen Plan zu erarbeiten. Aber niemand wusste(Komma) wie es im Inneren des Schlosses Plaisir aussah. Ihnen blieb nichts anderes ĂŒbrig(Komma) als zu Improvisieren (klein). Sie waren sich darĂŒber im Klaren, dass es das kleinste Problem sein sollte(Komma) in die Burg hineinzukommen. Irgendwann zwischen der Diskussion um den erschöpften Proviant und um den Heimweg schlief Kim an Keith’ Schulter gelehnt und mit dem schnarchenden Gwgl auf dem Schoß ein.



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Old Icke

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