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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel13.2
Eingestellt am 09. 04. 2004 12:31


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Najitzabeth
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Die schwarze Burg 2



Sie waren bereit. Keith atmete tief ein, seine Hand krampfte sich um den Griff seiner Waffe. Er erinnerte sich daran, das sein Vater immer wollte das er trainierte, aber Keith hatte sich nie dazu aufraffen können. Jetzt war es zu spät.
Während er das flaue Gefühl in seinem Magen niederkämpfte öffnete Keith leise die Tür. Beide hielten den Atem an.
Licht fiel aus dem immer größer werdenden Spalt.
Keith erwartete jede Sekunde Stimmen aus dem Inneren des Raumes zu hören oder entdeckt zu werden, aber es geschah nichts dergleichen.
Nachdem er eine Weile gewartet hatte blickte er durch den TĂĽrspalt.
„Wahnsinn!“ flüsterte Keith
„Was denn?“
„Dieser Saal... er ist ganz schwarz. Die Decke, die Wände, der Boden und sogar die Säulen! In der Mitte steht eine riesige Kugel, die leuchtet!“
Josh kam näher an den Spalt, da er auch sehen wollte was der andere Junge sah, aber Keith wich nicht zur Seite. Also fragte er stattdessen: „Was? Wie die Phliemarenlichter?“
„Nein... es sieht aus als wäre es lebendig!“
Josh sah ihn schief an als würde er ihn für verrückt halten. Dann zuckte er mit den Schultern und sagte: „Gehen wir ´rein!“
der Müllersohn schob die Tür ganz auf und betrat den runden Saal. Keith hörte wie Josh schluckte als er die Kugel sah.
Sie gingen weiter, quer durch den Raum hindurch.
Die Strahlen, die von der gläsernen Kugel ausgingen beleuchteten den ganzen Raum, machten ihn aber nicht wirklich heller.
Noch immer konnte Keith niemanden sehen geschweige denn hören und gerade das machte ihm am meisten Angst! Das einzige das er wahrnahm war ein eigenartiges Gefühl, ein Kribbeln auf der Haut, das ihn veranlasste weiter zum Zentrum des Saals zu gehen. Seine Schritte halten an den Wänden wieder.
Kurz vor den ersten Stufen, die direkt zu der unheimlichen Kugel führten, blieb er stehen und begann dann den gläsernen Ball zu umrunden.
Er fĂĽhlte sich beobachtet.
Keith hatte erst ein paar Schritte zurückgelegt als ihm ein weiteres Licht auffiel, das von den dunklen Bodenfliesen gespiegelt wurde. Es war nicht so wie das lebendige Licht, das durch das Glas fiel, es war... weicher, beständiger und strahlte blau. Irgendwie beruhigte es ihn.
Noch vorsichtiger als zuvor bewegte Keith sich weiter, gefolgt von Josh, der sich zurückfallen ließ um im Notfall eine bessere Schussposition zu haben. Der junge Prinz achtete so genau auf sein Umfeld, das er den strahlend weißen Körper, der vor ihm auftauchte im ersten Moment überhaupt nicht bemerkte. Währe das bläuliche Schimmern nicht gewesen, das im Takt von Saphira’ s Herzschlägen pulsierte, wäre er glatt über sie gestolpert. Im letzten Augenblick blieb er stehen und betrachtete das scheinbar leblose Einhorn. Seine Göttin!
Er hätte weinen können bei ihrem Anblick, wie sie bewegungslos auf dem kalten schwarzen Boden lag. Ihre prachtvollen Flügel waren zerfetzt und die Ketten, die sie jahrelang erdulden musste, hatten ihr tiefe Wunden zugefügt. Saphira keuchte.
„Oh nein!“ Josh trat näher. Er war genauso überwältigt wie Keith.
Plötzlich begann sich nicht nur das Einhorn zu regen, auch in der Dunkelheit vernahm Keith Geräusche. Er blickte dorthin und erwartete eine Horde Cylaptoren. Stattdessen sah er auf eine Treppe, die zu einem steinernen Stuhl führten auf dem der Dunkle selbst saß. Nevytar!
Keith hob sein Schwert und stellte sich schützend vor Saphira. Nevytar rührte sich nicht. Dem Jungen viel auf, das bei jedem Pochen von Saphira’ s Herzen ein Teil ihres Lichtes abzweigte und zu dem Magier geleitet wurde.
„Dieser Mistkerl saugt ihre Macht ab!“ dachte Keith und wollte hinaufstürmen um sich für diese Schandtat zu rächen als ein Pfeil an ihm vorbeizischte.
Er traf den Dunklen genau in die Schulter. Dieser schwankte von der Wucht des Einschlags und stĂĽrzte von seinem Thron. Mitten auf der Treppe blieb er liegen und bewegte sich nicht.
Keith entspannte sich ein wenig: „Er ist in Trance, oder so!“ sagte er zu Josh, der ihm nickend zustimmte.
Der stetige Fluss von Saphira’ s Licht zu dem Magier war abgebrochen und das Einhorn begann sich zu bewegen.
Keith trat einen Schritt zur Seite, damit sie aufstehen konnte. Er wagte es nicht ihr zu helfen, da er Angst davor hatte sie zu berĂĽhren.
Als Saphira nach einigen Minuten wacklig auf den Beinen stand und sich ausschüttelte wirkte sie einen winzigen Moment wie ein einfaches Tier aber als sie ihn ansah und Keith in ihre alten, vor Intelligenz nur so strahlenden Augen blickte, wusste er warum sie so verehrt wurde. Für eine Sekunde war ihm, als wüsste er alles, als läge das gesamte Wissen der Menschheit , die Antworten auf sämtliche Fragen in diesen himmelblauen Augen.
Josh hatte seine Aufmerksamkeit schon lange etwas ganz anderem zugewandt, das wusste Keith. Kaum jemand konnte Saphira’ s eindringlichen Blicken standhalten.
„Willst du deine Freundin nicht befreien?“ sie sprach mit ihm, Keith konnte es nicht glauben. Saphira’ s Stimme war so sanft gewesen, fast wie ein streicheln.
„Was ist nun?“ Keith wurde sich wieder bewusst wo er war und was er hier tat: „Kim...? Ist sie hier?“ Saphira sah zu dem Thron. Tatsächlich, im Schatten saß eine zusammengekauerte Gestalt.
Keith lief die Stufen nach oben, vorbei an dem bewegungslosen Nevytar. Kim war gefesselt und geknebelt. Nachdem er ihre Beine und Hände befreit hatte, zog sie sich das Tuch aus dem Mund und umarmte ihn. Er genoss diesen Moment der Wärme als wäre es der letzte.
„Ich hab’ gewusst das du kommst... ich hab’ s so gehofft!“
Er half ihr aufstehen.
Kim blickte auf den Dunklen: „Er kennt mich“
„Was?“
„Ja, als er mich das erstemal gesehen hat musste er lachen und hat gesagt, das ich nur durch seine Dummheit hierher gelangen konnte!“
Keith überlegte einen Moment, was das bedeuten konnte. Dann sagte er: „Ist doch egal, wir sollten hier lieber schnell verschwinden!“
Gerade in diesem Augenblick fiel ihm noch etwas anderes ein: „Wo ist eigentlich Chico?“
„Ist er nicht bei euch?“
„Nein, wir dachten er wäre bei dir!“
Kim schĂĽttelte den Kopf.
„Der Feigling ist abgehauen und das sollten wir jetzt auch tun!“ rief Josh von unten. Er wurde immer ungeduldiger und auch Keith wollte nur noch dieses Gebäude verlassen. Ohne das es vorher Anzeichen gegeben hätte begann sich die Dunkelheit scheinbar zu verdichten und ein Mann trat aus dem Schatten ins Licht der Kugel. An seiner Seite zwei Cylaptoren und auf seiner Schulter eine Krähe.
„Der Feigling ist nicht abgehauen!“ brüllte er und Saphira trat mit angelegten Ohren einen Schritt zurück.
Keith fĂĽhrte Kim langsam die Treppe nach unten und lies den Mann, der wie Nevytar in einen schwarzen Kapuzenumhang gehĂĽllt war, nicht aus den Augen. Er konnte sein Gesicht nicht erkennen aber aus den tiefen der Kapuze quollen lange blonde Haare.
Keith wusste bereits wer dort vor ihnen stand, auf der Seite des Feindes, aber er wollte es von ihm selbst hören: „Wer bist du?“
„Was? Ihr habt mich noch nicht erkannt... meine Freunde!“
Keith hörte wie Kim die Luft einsog und er fühlte wie sie sich versteifte als er sein Gesicht enthüllte und es keinen Zweifel mehr gab. Er nahm ihre Hand um sie zu beruhigen aber auch um sie von einer Dummheit abzuhalten zu der sie jetzt vielleicht in der Lage gewesen wäre.
„Ich hab’ dir vertraut!“ heulte sie.
Chico schlug mit gespielten erstaunen die Hand vor sein Gesicht: „Was? Wirklich?... das tut mir aber Leid! Hat dich der alte Zausel Xandor nicht davor gewarnt, dass man nicht jedem vertauen sollte!“ er verschränkte die Arme: „Aber wenn ihr so dumm seid! Habt ihr denn wirklich geglaubt das es so einfach ist, hierher zu kommen, ihr törichten Kinder!“ Chico sah abschätzend in die Runde und dann zu dem regungslosen Nevytar. Der Mann nickte und die beiden Cylaptoren liefen zu Chico’ s Herrn. Sie hoben ihn sacht auf: „Der alte Herr war von seinen Kräften so überzeugt,“ sprach der blonde Mann während die Cylaptoren den Magier aus dem Saal schafften: „Ich hatte ihm geraten Wachen aufzustellen, wenn er so verletzlich ist wie jetzt, aber er wollte ja nicht hören! Nun muss ich mich wohl um euch kümmern!“ er sagte das ganz beiläufig und betrachtete dabei seine Hand.
Keith machte sich bereit um auf ihn zu zustürmen. Er hatte nicht die leiseste Ahnung was der angebliche Wanderer tun würde. Während ihrer gemeinsamen Reise war er meist sehr schweigsam gewesen und so konnte Keith auch seine Reaktion nicht einschätzen. Das einzige, das er wusste, war, dass Kim ihm wirklich vertraut hatte und er das zum Ende hin akzeptierte, obwohl er von Anfang an vermutete, das mit dem Fremden etwas nicht stimmte. Nur Kim zu liebe war er stumm geblieben und damals duldete er den Wanderer.
Jetzt hatte Chico sie alle betrogen!
Der blonde Mann blickte auf: „Es tut mir wirklich leid aber was tut man nicht alles um seinen Lehrer zufrieden zu stellen!“ sage er mit einem hämischen Grinsen im Gesicht.
Dann geschah alles ganz schnell.
Etwas, das Keith nur als roten Lichtblitz wahrnahm, schoss von Chico auf ihn und Kim zu. Es blieb ihm keine Zeit zur Seite zu springen, darum riss er das Mädchen mit sich hinunter und umschlang sie schützend mit seinen Armen.
Doch Keith kam gar nicht dazu sich irgendwie auf den Einschlag vorzubereiten. Irgendeine Kraft, die diesmal von Kim ausging, schleuderte ihn ein paar Meter weit bis er hart auf dem Boden aufschlug. Aus dem Augenwinkel sah er das es Josh, Chico und Saphira nicht anders erging. Kim schrie.
Der Blitz wurde bei dem zweiten Aufwallen dieser Energie abgelenkt und traf anstelle von Kim die große gläserne Kugel.
Keith hörte Chico laut keuchen als sich ein Riss in dem Glas bildete, der sich rasch ausbreitete. Das lebendige Licht veränderte sich, wie wenn man in ein Feuer Sägespäne wirft und ein Knacken, das den Boden vibrieren ließ, war zu hören.
Keith erwartete einen weiteren Angriff aber Chico stand nur da und starrte mit schreckensweiten Augen auf die Kugel. Die Schmerzen in seinen Gliedern ignorierend stand Keith auf und lief zu Kim. Saphira war bereits an das andere Ende des Saal gelaufen, zu der TĂĽr aus der er und Josh zuvor gekommen waren.
„Kommt, schnell!“ tönte die Stimme des Einhorns in seinem Kopf. Keith zog Kim rücksichtslos auf die Beine und ignorierte ihr wimmern.
Im vorbeilaufen sah Keith, dass der Riss mittlerweile zu einem handbreitem Spalt geworden war und sich das jetzt flimmernde Licht einen Weg ins Freie suchte.
Es sah fast so aus als wĂĽrde ein Vogel aus seinem Ei schlĂĽpfen.
Die Beiden durchquerten die Tür nach Josh und tauchten sofort in Dunkelheit ein. Nur Saphira leuchtete ihnen mit ihrem strahlend weißem Fell den Weg. Sie rannten durch die Galerie der zerstörten Bildnisse bis sie auf den Ausgang trafen.
Keith hoffte, das die Cylaptoren, die Josh und er mit Gwgl’ s Hilfe hinters Licht geführt hatten, nun nicht draußen auf sie warteten. Josh öffnete das schwere Tor mit Schwung und stolperte nach draußen. Es dämmerte.
Dem Jungen war ĂĽberhaupt nicht klar gewesen wie lange sie in der Burg waren.
Kaum traten sie ins Freie ertönte ein ohrenbetäubenden lautes Dröhnen und das Schloss wurde bis in die Grundfesten erschüttert. An einigen Stellen fielen Steine aus der Mauer.
Die Druckwelle der Explosion warf sie alle zu Boden. Der Prinz erwartete, das dass Gebäude einstürzte aber nichts dergleichen geschah.
Er sah zu Kim: „Geht’ s dir gut?“
Sie nickte und er bemerkte, das sie zitterte.
„Was ist da drin’ geschehen?“ fragte er.
„Ich weiß es nicht!“ sie schüttelte den Kopf.
Er rückte näher zu ihr und küsste sie auf die Stirn: „Wir haben’ s geschafft!“
Kim lächelte: „Ja, endlich!...“ er wusste das ihr irgendetwas auf der Seele brannte und das Kim jetzt den Mut gefunden hatte es ihm zu sagen: „Keith ich möchte hier bleiben, hier in Mysthika. Ich meine, wenn es dir nichts ausmacht...“ Keith konnte seine Freude über ihre Entscheidung nicht verbergen. Auch er wollte das sie blieb, hatte nur nie den Mut gehabt sie zu fragen: „Ja, das ist toll... einfach wunderbar!“ er umarmte sie als ein Schatten über sie fiel.
„Ist ja süß!“
Keith blickte auf und sah in die Tiefen einer schwarzen Kapuze. Ein Pfeil ragte aus der Schulter des Mannes.
Kim und Keith standen gleichzeitig auf und wichen zurĂĽck.
„Ihr habt wohl gedacht ich wäre bereits tot! Aber so leicht bin ich nicht zu besiegen!“ er grinste.
Das auftauchen von Nevytar war sehr ĂĽberraschend gewesen, denn Keith hatte erwartet, das niemand die Explosion ĂĽberlebte aber was ihn viel mehr erschreckte war, dass ihm die Stimme des Magiers bekannt vorkam!



Er sah den Drachen kommen. Schwarze, glänzende Schuppen und bleiche, dolchartige Zähne. In seinem Inneren loderte ein Feuer.
Plötzlich war überall Feuer. Züngelnde Flammen, die nach dem Leben der Unsichtbaren trachteten.
Schmerzen! Er fĂĽhlte wie das Feuer seine Haut versengte und ihm das Fleisch von dem Knochen fraĂź.
Schreie hallten durch seine Gedanken, seine eigenen Schreie.
Dann Dunkelheit, Tod!
Die Vision war zu Ende und Xandor sackte zu Boden immer noch im Bann der Schmerzen, die er nicht vergessen konnte.
Das war das erste mal gewesen, das er ihre Zukunft erkennen konnte.
Er musste, das was er eben gesehen hatte unbedingt verhindern. Der Seher dachte eine Weile nach aber die Zeit war knapp. Die Sonne ging bereits auf.
Da kam ihm die rettende Idee.
Es war gewagt und Xandor wusste nicht ob er mächtig genug war um einen solchen Zauber zu vollbringen aber irgendwie musste er sie doch retten und wenn das die einzige Chance war... Diesen Tod hatte sie nicht verdient!
Xandor rappelte sich auf und ignorierte dabei seine knackenden Gelenke. Er stĂĽtzte sich auf den Tischrand.
In diesem Moment verfluchte er sich fĂĽr seine Unordentlichkeit.
Er ging zu einem Regal neben sich und begann nach einem bestimmten Buch zu suchen. Staub verklebte sofort seine Atemwege. Als er dort keinen Erfolg hatte versuchte er es bei einem Stapel auf dem Boden. Seine Hände zitterten, so aufgeregt war er. Es war keine Zeit mehr.
Da!
Endlich fand er es zwischen einigen alten Schriftrollen. Während er den richtigen Spruch suchte schritt Xandor eilig auf seinen Balkon und blickte Richtung Norden. Er legte das Buch auf das Geländer und sah zum Himmel.
Hoffentlich kam er nicht zu spät!

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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M/DWdS_Kapitel13.2

Die schwarze Burg 2



Sie waren bereit. Keith atmete tief ein, seine Hand krampfte sich um den Griff seiner Waffe. Er erinnerte sich daran, das (dass)sein Vater immer wollte(Komma) das (dass) er trainierte, aber Keith hatte sich nie dazu aufraffen können. Jetzt war es zu spät.
Während er das flaue Gefühl in seinem Magen niederkämpfte(Komma) öffnete Keith leise die Tür. Beide hielten den Atem an.
Licht fiel aus dem immer größer werdenden Spalt.
Keith erwartete jede Sekunde Stimmen aus dem Inneren des Raumes zu hören oder entdeckt zu werden, aber es geschah nichts dergleichen.
Nachdem er eine Weile gewartet hatte(Komma) blickte er durch den TĂĽrspalt.
„Wahnsinn!“ flĂĽsterte Keith
„Was denn?“
„Dieser Saal... er ist ganz schwarz. Die Decke, die Wände, der Boden und sogar die Säulen! In der Mitte steht eine riesige Kugel, die leuchtet!“
Josh kam näher an den Spalt, da er auch sehen wollte(Komma) was der andere Junge sah, aber Keith wich nicht zur Seite. Also fragte er stattdessen: „Was? Wie die Phliemarenlichter?“
„Nein... es sieht aus(Komma) als wäre es lebendig!“
Josh sah ihn schief an(Komma) als wĂĽrde er ihn fĂĽr verrĂĽckt halten. Dann zuckte er mit den Schultern und sagte: „Gehen wir ´rein!“
der (Der) Müllersohn schob die Tür ganz auf und betrat den runden Saal. Keith hörte(Komma) wie Josh schluckte(Komma) als er die Kugel sah.
Sie gingen weiter, quer durch den Raum hindurch.
Die Strahlen, die von der gläsernen Kugel ausgingen(Komma) beleuchteten den ganzen Raum, machten ihn aber nicht wirklich heller.
Noch immer konnte Keith niemanden sehen geschweige denn hören und gerade das machte ihm am meisten Angst! Das einzige(Komma) das er wahrnahm(Komma) war ein eigenartiges Gefühl, ein Kribbeln auf der Haut, das ihn veranlasste(Komma) weiter zum Zentrum des Saals zu gehen. Seine Schritte halten (hallten) an den Wänden wieder.
Kurz vor den ersten Stufen, die direkt zu der unheimlichen Kugel führten, blieb er stehen und begann dann den gläsernen Ball zu umrunden.
Er fĂĽhlte sich beobachtet.
Keith hatte erst ein paar Schritte zurückgelegt(Komma) als ihm ein weiteres Licht auffiel, das von den dunklen Bodenfliesen gespiegelt wurde. Es war nicht so wie das lebendige Licht, das durch das Glas fiel, es war... weicher, beständiger und strahlte blau. Irgendwie beruhigte es ihn.
Noch vorsichtiger als zuvor bewegte Keith sich weiter, gefolgt von Josh, der sich zurĂĽckfallen lieĂź(Komma) um im Notfall eine bessere Schussposition zu haben. Der junge Prinz achtete so genau auf sein Umfeld, das (dass) er den strahlend weiĂźen Körper, der vor ihm auftauchte(Komma) im ersten Moment ĂĽberhaupt nicht bemerkte. Währe (Wäre) das bläuliche Schimmern nicht gewesen, das im Takt von Saphira’ s Herzschlägen pulsierte, wäre er glatt ĂĽber sie gestolpert. Im letzten Augenblick blieb er stehen und betrachtete das scheinbar leblose Einhorn. Seine Göttin!
Er hätte weinen können bei ihrem Anblick, wie sie bewegungslos auf dem kalten(Komma) schwarzen Boden lag. Ihre prachtvollen Flügel waren zerfetzt und die Ketten, die sie jahrelang erdulden musste, hatten ihr tiefe Wunden zugefügt. Saphira keuchte.
„Oh nein!“ Josh trat näher. Er war genauso ĂĽberwältigt wie Keith.
Plötzlich begann sich nicht nur das Einhorn zu regen, auch in der Dunkelheit vernahm Keith Geräusche. Er blickte dorthin und erwartete eine Horde Cylaptoren. Stattdessen sah er auf eine Treppe, die zu einem steinernen Stuhl führten (führte Komma) auf dem der Dunkle selbst saß. Nevytar!
Keith hob sein Schwert und stellte sich schĂĽtzend vor Saphira. Nevytar rĂĽhrte sich nicht. Dem Jungen viel (fiel) auf, das (dass) bei jedem Pochen von Saphira’ s Herzen ein Teil ihres Lichtes abzweigte und zu dem Magier geleitet wurde.
„Dieser Mistkerl saugt ihre Macht ab!“ dachte Keith und wollte hinaufstĂĽrmen(Komma) um sich fĂĽr diese Schandtat zu rächen(Komma) als ein Pfeil an ihm vorbeizischte.
Er traf den Dunklen genau in die Schulter. Dieser schwankte von der Wucht des Einschlags und stĂĽrzte von seinem Thron. Mitten auf der Treppe blieb er liegen und bewegte sich nicht.
Keith entspannte sich ein wenig: „Er ist in Trance, oder so!“ sagte er zu Josh, der ihm nickend zustimmte.
Der stetige Fluss von Saphira’ s Licht zu dem Magier war abgebrochen und das Einhorn begann sich zu bewegen.
Keith trat einen Schritt zur Seite, damit sie aufstehen konnte. Er wagte es nicht(Komma) ihr zu helfen, da er Angst davor hatte(Komma) sie zu berĂĽhren.
Als Saphira nach einigen Minuten wacklig auf den Beinen stand und sich ausschüttelte(Komma) wirkte sie einen winzigen Moment wie ein einfaches Tier(Komma) aber als sie ihn ansah und Keith in ihre alten, vor Intelligenz nur so strahlenden Augen blickte, wusste er(Komma) warum sie so verehrt wurde. Für eine Sekunde war ihm, als wüsste er alles, als läge das gesamte Wissen der Menschheit , die Antworten auf sämtliche Fragen in diesen himmelblauen Augen.
Josh hatte seine Aufmerksamkeit schon lange etwas ganz anderem zugewandt, das wusste Keith. Kaum jemand konnte Saphira’ s eindringlichen Blicken standhalten.
„Willst du deine Freundin nicht befreien?“ sie (Sie) sprach mit ihm, Keith konnte es nicht glauben. Saphira’ s Stimme war so sanft gewesen, fast wie ein streicheln (Streicheln).
„Was ist nun?“ Keith wurde sich wieder bewusst(Komma) wo er war und was er hier tat: „Kim...? Ist sie hier?“ Saphira sah zu dem Thron. Tatsächlich, im Schatten saĂź eine zusammengekauerte Gestalt.
Keith lief die Stufen nach oben, vorbei an dem bewegungslosen Nevytar. Kim war gefesselt und geknebelt. Nachdem er ihre Beine und Hände befreit hatte, zog sie sich das Tuch aus dem Mund und umarmte ihn. Er genoss diesen Moment der Wärme(Komma) als wäre es der letzte.
„Ich hab’ gewusst(Komma) das (dass) du kommst... ich hab’ s so gehofft!“
Er half ihr aufstehen.
Kim blickte auf den Dunklen: „Er kennt mich(Punkt)“
„Was?“
„Ja, als er mich das erstemal gesehen hat(Komma) musste er lachen und hat gesagt, das (dass) ich nur durch seine Dummheit hierher gelangen konnte!“
Keith ĂĽberlegte einen Moment, was das bedeuten konnte. Dann sagte er: „Ist doch egal, wir sollten hier lieber schnell verschwinden!“
Gerade in diesem Augenblick fiel ihm noch etwas anderes ein: „Wo ist eigentlich Chico?“
„Ist er nicht bei euch?“
„Nein, wir dachten(Komma) er wäre bei dir!“
Kim schĂĽttelte den Kopf.
„Der Feigling ist abgehauen und das sollten wir jetzt auch tun!“ rief Josh von unten. Er wurde immer ungeduldiger und auch Keith wollte nur noch dieses Gebäude verlassen. Ohne das (dass) es vorher Anzeichen gegeben hätte(Komma) begann sich die Dunkelheit scheinbar zu verdichten und ein Mann trat aus dem Schatten ins Licht der Kugel. An seiner Seite zwei Cylaptoren und auf seiner Schulter eine Krähe.
„Der Feigling ist nicht abgehauen!“ brĂĽllte er und Saphira trat mit angelegten Ohren einen Schritt zurĂĽck.
Keith fĂĽhrte Kim langsam die Treppe nach unten und lies (lieĂź) den Mann, der wie Nevytar in einen schwarzen Kapuzenumhang gehĂĽllt war, nicht aus den Augen. Er konnte sein Gesicht nicht erkennen(Komma) aber aus den tiefen (Tiefen) der Kapuze quollen lange blonde Haare.
Keith wusste bereits(Komma) wer dort vor ihnen stand, auf der Seite des Feindes, aber er wollte es von ihm selbst hören: „Wer bist du?“
„Was? Ihr habt mich noch nicht erkannt... meine Freunde!“
Keith hörte(Komma) wie Kim die Luft einsog und er fühlte(Komma) wie sie sich versteifte(Komma) als er sein Gesicht enthüllte und es keinen Zweifel mehr gab. Er nahm ihre Hand(Komma) um sie zu beruhigen(Komma) aber auch um sie von einer Dummheit abzuhalten(Komma) zu der sie jetzt vielleicht in der Lage gewesen wäre.
„Ich hab’ dir vertraut!“ heulte sie.
Chico schlug mit gespielten (gespieltem) erstaunen (Erstaunen) die Hand vor sein Gesicht: „Was? Wirklich?... das (Das) tut mir aber Leid! Hat dich der alte Zausel Xandor nicht davor gewarnt, dass man nicht jedem vertauen sollte!“ er (Er) verschränkte die Arme: „Aber wenn ihr so dumm seid! Habt ihr denn wirklich geglaubt(Komma) das (dass) es so einfach ist, hierher zu kommen, ihr törichten Kinder!“ Chico sah abschätzend in die Runde und dann zu dem regungslosen Nevytar. Der Mann nickte und die beiden Cylaptoren liefen zu Chico’ s Herrn. Sie hoben ihn sacht auf: „Der alte Herr war von seinen Kräften so ĂĽberzeugt,“ sprach der blonde Mann(Komma) während die Cylaptoren den Magier aus dem Saal schafften: „Ich hatte ihm geraten(Komma) Wachen aufzustellen, wenn er so verletzlich ist wie jetzt, aber er wollte ja nicht hören! Nun muss ich mich wohl um euch kĂĽmmern!“ er (Er) sagte das ganz beiläufig und betrachtete dabei seine Hand.
Keith machte sich bereit(Komma) um auf ihn zu zustürmen. Er hatte nicht die leiseste Ahnung(Komma) was der angebliche Wanderer tun würde. Während ihrer gemeinsamen Reise war er meist sehr schweigsam gewesen und so konnte Keith auch seine Reaktion nicht einschätzen. Das einzige, das er wusste, war, dass Kim ihm wirklich vertraut hatte und er das zum Ende hin akzeptierte, obwohl er von Anfang an vermutete, das (dass) mit dem Fremden etwas nicht stimmte. Nur Kim zu liebe war er stumm geblieben und damals duldete er den Wanderer.
Jetzt hatte Chico sie alle betrogen!
Der blonde Mann blickte auf: „Es tut mir wirklich leid(Komma) aber was tut man nicht alles um seinen Lehrer zufrieden zu stellen!“ sage (sagte) er mit einem hämischen Grinsen im Gesicht.
Dann geschah alles ganz schnell.
Etwas, das Keith nur als roten Lichtblitz wahrnahm, schoss von Chico auf ihn und Kim zu. Es blieb ihm keine Zeit(Komma) zur Seite zu springen, darum riss er das Mädchen mit sich hinunter und umschlang sie schützend mit seinen Armen.
Doch Keith kam gar nicht dazu(Komma) sich irgendwie auf den Einschlag vorzubereiten. Irgendeine Kraft, die diesmal von Kim ausging, schleuderte ihn ein paar Meter weit(Komma) bis er hart auf dem Boden aufschlug. Aus dem Augenwinkel sah er(Komma) das (dass) es Josh, Chico und Saphira nicht anders erging. Kim schrie.
Der Blitz wurde bei dem zweiten Aufwallen dieser Energie abgelenkt und traf anstelle von Kim die große gläserne Kugel.
Keith hörte Chico laut keuchen(Komma) als sich ein Riss in dem Glas bildete, der sich rasch ausbreitete. Das lebendige Licht veränderte sich, wie wenn man in ein Feuer Sägespäne wirft und ein Knacken, das den Boden vibrieren ließ, war zu hören.
Keith erwartete einen weiteren Angriff(Komma) aber Chico stand nur da und starrte mit schreckensweiten Augen auf die Kugel. Die Schmerzen in seinen Gliedern ignorierend stand Keith auf und lief zu Kim. Saphira war bereits an das andere Ende des Saal (Saales) gelaufen, zu der TĂĽr(Komma) aus der er und Josh zuvor gekommen waren.
„Kommt, schnell!“ tönte die Stimme des Einhorns in seinem Kopf. Keith zog Kim rĂĽcksichtslos auf die Beine und ignorierte ihr wimmern (Wimmern).
Im vorbeilaufen (Vorbeilaufen) sah Keith, dass der Riss mittlerweile zu einem handbreitem Spalt geworden war und sich das jetzt flimmernde Licht einen Weg ins Freie suchte.
Es sah fast so aus(Komma) als wĂĽrde ein Vogel aus seinem Ei schlĂĽpfen.
Die Beiden durchquerten die Tür nach Josh und tauchten sofort in Dunkelheit ein. Nur Saphira leuchtete ihnen mit ihrem strahlend weißem (weißen) Fell den Weg. Sie rannten durch die Galerie der zerstörten Bildnisse(Komma) bis sie auf den Ausgang trafen.
Keith hoffte, das (dass) die Cylaptoren, die Josh und er mit Gwgl’ s Hilfe hinters Licht gefĂĽhrt hatten, nun nicht drauĂźen auf sie warteten. Josh öffnete das schwere Tor mit Schwung und stolperte nach drauĂźen. Es dämmerte.
Dem Jungen war ĂĽberhaupt nicht klar gewesen(Komma) wie lange sie in der Burg waren.
Kaum traten sie ins Freie(Komma) ertönte ein ohrenbetäubenden lautes Dröhnen und das Schloss wurde bis in die Grundfesten erschüttert. An einigen Stellen fielen Steine aus der Mauer.
Die Druckwelle der Explosion warf sie alle zu Boden. Der Prinz erwartete, das dass (dass das) Gebäude einstürzte(Komma) aber nichts dergleichen geschah.
Er sah zu Kim: „Geht’ s dir gut?“
Sie nickte und er bemerkte, das (dass) sie zitterte.
„Was ist da drin geschehen?“ fragte er.
„Ich weiĂź es nicht!“ sie (Sie) schĂĽttelte den Kopf.
Er rĂĽckte näher zu ihr und kĂĽsste sie auf die Stirn: „Wir haben’ s geschafft!“
Kim lächelte: „Ja, endlich!...“ er (Er) wusste(Komma) das (dass) ihr irgendetwas auf der Seele brannte und das (dass) Kim jetzt den Mut gefunden hatte(Komma) es ihm zu sagen: „Keith(Komma) ich möchte hier bleiben, hier in Mysthika. Ich meine, wenn es dir nichts ausmacht...“ Keith konnte seine Freude ĂĽber ihre Entscheidung nicht verbergen. Auch er wollte(Komma) das (dass) sie blieb, hatte nur nie den Mut gehabt(Komma) sie zu fragen: „Ja, das ist toll... einfach wunderbar!“ er (Er) umarmte sie(Komma) als ein Schatten ĂĽber sie fiel.
„Ist ja sĂĽĂź!“
Keith blickte auf und sah in die Tiefen einer schwarzen Kapuze. Ein Pfeil ragte aus der Schulter des Mannes.
Kim und Keith standen gleichzeitig auf und wichen zurĂĽck.
„Ihr habt wohl gedacht(Komma) ich wäre bereits tot! Aber so leicht bin ich nicht zu besiegen!“ er (Er) grinste.
Das auftauchen (Auftauchen) von Nevytar war sehr ĂĽberraschend gewesen, denn Keith hatte erwartet, das (dass) niemand die Explosion ĂĽberlebte(Komma) aber was ihn viel mehr erschreckte war, dass ihm die Stimme des Magiers bekannt vorkam!



Er sah den Drachen kommen. Schwarze, glänzende Schuppen und bleiche, dolchartige Zähne. In seinem Inneren loderte ein Feuer.
Plötzlich war überall Feuer. Züngelnde Flammen, die nach dem Leben der Unsichtbaren trachteten.
Schmerzen! Er fĂĽhlte(Komma) wie das Feuer seine Haut versengte und ihm das Fleisch von dem (den, sonst hat er nur einen!) Knochen fraĂź.
Schreie hallten durch seine Gedanken, seine eigenen Schreie.
Dann Dunkelheit, Tod!
Die Vision war zu Ende und Xandor sackte zu Boden(Komma) immer noch im Bann der Schmerzen, die er nicht vergessen konnte.
Das war das erste mal gewesen, das (dass) er ihre Zukunft erkennen konnte.
Er musste,(kein Komma) das(Komma) was er eben gesehen hatte(Komma) unbedingt verhindern. Der Seher dachte eine Weile nach(Komma) aber die Zeit war knapp. Die Sonne ging bereits auf.
Da kam ihm die rettende Idee.
Es war gewagt und Xandor wusste nicht(Komma) ob er mächtig genug war(Komma) um einen solchen Zauber zu vollbringen(Komma) aber irgendwie musste er sie doch retten und wenn das die einzige Chance war... Diesen Tod hatte sie nicht verdient!
Xandor rappelte sich auf und ignorierte dabei seine knackenden Gelenke. Er stĂĽtzte sich auf den Tischrand.
In diesem Moment verfluchte er sich fĂĽr seine Unordentlichkeit.
Er ging zu einem Regal neben sich und begann nach einem bestimmten Buch zu suchen. Staub verklebte sofort seine Atemwege. Als er dort keinen Erfolg hatte(Komma) versuchte er es bei einem Stapel auf dem Boden. Seine Hände zitterten, so aufgeregt war er. Es war keine Zeit mehr.
Da!
Endlich fand er es zwischen einigen alten Schriftrollen. Während er den richtigen Spruch suchte(Komma) schritt Xandor eilig auf seinen Balkon und blickte Richtung Norden. Er legte das Buch auf das Geländer und sah zum Himmel.
Hoffentlich kam er nicht zu spät!



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