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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel5
Eingestellt am 09. 02. 2004 14:46


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Najitzabeth
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2004

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Mysthika’s Geheimnis


Keith trat einen Schritt zurück: „Kim?“
„Weißt du eigentlich was ich durchgemacht habe?“ fauchte Kim. „Wo warst du die ganze Zeit und wo sind wir hier und vor allem wie kommen wir wieder zurück und ...!“ Kim wurde von einem der breitschultrigen Soldaten gepackt und von Keith weggezogen. „Weißt du eigentlich mit wem du da sprichst!!“ brüllte er sie an. „Ja, das weiß ich!“
„Anscheinend nicht...“ wollte der Mann fortfahren als Keith ihn unterbrach: „Lasst das jetzt, Hauptmann! Führt lieber diese armen Leute auf unser Schiff.“
„Jawohl, mein Prinz!“ antwortete der Hauptmann.
„PRINZ!?!“ jetzt war Kim völlig entsetzt, aber bevor sie noch etwas sagen konnte wurde sie bereits weggeführt. Todie und die anderen standen auf und folgten ihr. Kim hatte mal wieder für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt!
Am vorbeigehen zischte Keith ihr noch etwas zu: „Wir reden später darüber!“
Kim antwortete ihm mit einem fast tödlichen Blick.
Todie kam auf Kim zu. „Sie haben mich gerettet. Ich hatte schon fast keinen Atem mehr, als sie mich wieder hochgezogen haben! Gwgl haben sie auch gerettet.“
Kim nickte nur.
Die Mädchen kletterten die Leiter hoch und wurden dann von einem der Soldaten auf Keith’ Schiff gebracht. Es hatte drei Masten und war ganz weiß, so dass es blendete.
Einige Männer waren gerade dabei die Segel zu hissen.
Der Soldat führte sich Unterdeck in ein Zimmer, in dem zwei Betten standen. „Ruht euch aus, der Prinz lässt dann nach euch schicken.“ sagte er in gewählter Höflichkeit und ging dann wieder.
„Pah! PRINZ!“ nuschelte Kim abfällig und setzte sich auf ein Bett. Plötzlich hörten sie ein scharren auf dem Holzfußboden und ein lautes: „GWGL!“ als der rote Goobljn Kim ansprang.
„Da bist du ja wieder!“ rief sie und die Beiden fielen sich in die Arme. Auch Todie setzte sich zu ihnen auf das Bett und freute sich das sie ihren Ziel jetzt ganz nahe war.
„Du kennst den Prinzen wohl?“ fragte sie, mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.
„Ja und warum Grinst du mich deswegen jetzt so an?“ wollte Kim wissen und wirkte beleidigt.
„Ach nur so ...“ Todie wollte noch etwas sagen als es and der Tür klopfte.
„Wer ist da?“ rief Kim.
„Ähm ... ich bin’s Josh!“ antwortete der Besucher und nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: „Darf ich ´reinkommen?“
„Wer ist das?“ Todie sah Kim fragend an.
„Ach, nur jemand den ich auf dem Schiff der Sklavenhändler kennengelernt habe. Komm rein!“ die letzten beiden Worte hatte Kim geschrieen.
Dann öffnete sich die Tür und Josh kam herein. Kim sah zu Josh und hätte ihn fast nicht wiedererkannt, er hatte neue Kleider bekommen und hatte sich gewaschen. Er trug eine schwarze Hose die ihm viel zu kurz war, braune Stiefeletten und ein grünes Hemd. Ihr war nie aufgefallen wie groß er war. Josh überragte sie fast um zwei Köpfe. Todie starrte ihn an, sodass sie Kim mit einem Lächeln bedachte.
„Was grinst du mich jetzt so an?“ fragte das Beakermädchen als sie Kim bemerkte. Ihr Grinsen wurde immer breiter: „Ach nur so!“
Josh wurde Zeuge eines stummen Zwiegespräches, das nur die Mädchen verstanden. Auch Gwgl saß ratlos auf dem Bett und beobachtete die Beiden.
Bis plötzlich alle zwei brüllend zu Lachen begannen. Josh und Gwgl waren nun vollends verwirrt und ihr Gedanken standen ihnen ins Gesicht geschrieben: „Mädchen!“ und laut sagte Josh. „Hey! ... Hallo? Habt ihr mich schon vergessen?“
„Oh! Nein natürlich nicht“ gab Todie zur Antwort. Kim bemerkte wie der Junge zusammenzuckte als er die Antwort bekam. Anscheinend fühlte er sich noch nicht sehr wohl in der Gegenwart von Beakern.
„Also, du hast echt seltsame Freunde, das muss ich jetzt echt mal sagen!“ eröffnete Josh das Gespräch: „Gehört der grünhaarige Kerl, da,“ er zeigte auf Gwgl, „auch zu euch?“
„Ja, das ist Gwgl. Es ist ein Goobljn und das ist Todie“ stellte Kim ihre Freundin vor.

Die drei unterhielten sich noch sehr lange. Irgendwann kam ein Mann und zündete Lampen an. Auch Josh wurde Todie gegenüber immer lockerer obwohl er sich nicht traute sie nach ihrer Herkunft zu fragen.
Gegen Mitternacht trennten sich die Drei und Kim und Todie legten sich schlafen.
Am nächsten Morgen wurden sie früh, durch Lärm auf dem Gang vor ihrem Zimmer, aufgeweckt. Die Beiden hörten Stimmen und Schritte. Kim setzte sich gerade auf, als es an der Tür klopfte. Todie gähnte laut und setzt sich ebenfalls hin.
„Was!?!“ brüllte Kim wütend über die Störung und ein penibel aussehender Mann betrat den Raum.
Er sah sich kurz um, bis sein Blick an Todie hängen blieb und er verächtlich die Nase rümpfte, dann fragte er mit einem seltsamen Akzent, der eingebildet wirkte: „Ist hier eine Dame Namens >>Kim<< anwesend?“ er sagte das so, als wäre ihr Name eine Krankheit.
„Äh, ja!“ antwortete Kim und wurde von oben bis unten gemustert.
„Eure Majestät, der Thronfolger von Mysthika wünscht euch zu sehen!“ der Mann hob seine Nase noch höher, als er sie sowieso schon trug.
„Was! Jetzt!?!“ kreischte Kim.
„Ja, Augenblicklich!“ entrüstete sich der Eingebildete.
„OK, ich komme gleich. Ich ziehe mich nur schnell an“
Als er keine Anstallten machte zu gehen sagte Kim noch: „Würden sie bitte draußen warten?“
„Natürlich, Myladie!“ endlich drehte sich der Diener um und ging raus.
„Myladie!“ äffte Todie ihn nach: „Was war das denn für einer?“
„Ach, keine Ahnung. Ich mach mich lieber mal fertig und lass unseren Schnösel da draußen nicht warten!“
Kim hatte sich über Nacht das T-Shirt, von ihrem Vater, angezogen. Jetzt zog sie wieder das Kleid an, das sie von Todie’s Großmutter bekommen hatte. Als sie fertig war ging sie zur Tür und wollte sie öffnen als ihr Todie etwas zurief: „Na dann, viel Spaß mit dem Prinzen!“ sagte sie und grinste über beide Ohren. Kim streckte ihr die Zunge raus.
„Haha, sehr witzig“ sagte Kim, schloss die Tür hinter sich und ging. Todie sah zu Gwgl: „Na Kleiner, und was machen wir jetzt?“ fragte sie den Goobljn. Dieser guckte nur genervt und verschwand blitzschnell unter einem der Betten.

Kim, die eine riesen Wut im Bauch hatte, nahm sich vor: „Dem mal richtig die Meinung zu sagen“, war inzwischen mit dem hochnäsigen Diener auf Deck gegangen und wurde jetzt ans andere Ende des Schiffes gebracht, wo er sie durch eine Tür wieder in das innere des Seglers brachte. Dort gingen sie einen Gang entlang und dann durch eine große, mit Schnitzereien verzierten Tür.
„Ich werde euch dann bei dem Prinzen melden.“ erklärte der Schnösel und verschwand hinter einem dicken roten Vorhang. Dann hörte Kim wie Stimmen laut wurden und hörte dann ein „Tretet ein!“ von dem Diener.
Sie schob den schweren Vorhang zur Seite und wurde als erstes vom grellen Sonnenlicht geblendet. Kim hörte wie Keith sagte: „Danke, Benjamin. Du darfst jetzt gehen.“ Sie sah Benjamin auf sich zugehen und dann verschwand er hinter dem roten Vorhang.
Die Wand gegenüber bestand überwiegend aus Glasrechtecken die durch dünne Holzlatten miteinander verbunden waren. In der Mitte des Raums war ein runder Tisch und auf der Fensterseite stand ein großer roter Stuhl, mit der großen Rückenlehne Kim zugewandt. Sie sah nur eine Hand auf der Armlehne.
„Sieh bitte nach ob er wirklich rausgegangen ist, Kim!“ flüsterte Keith.
Kim wollte mit ihrem ganzen Temperament aufbrausen, beherrschte sich aber, doch noch und lugte hinter dem Türvorhang. Tatsächlich stand dort der Schnösel mit einem Ohr an den Vorhang gedrückt. Als er das Mädchen bemerkte wurde er knallrot im Gesicht und stammelte unsicher: „Ähm... also ich habe...“ er sah sich im Raum um: „... meine Brille vergessen!“ sagte er endlich und verließ Fluchtartig das Zimmer. Seltsam war nur, dass Kim nicht aufgefallen war das er auf seiner spitzen Nase eine Brille getragen hätte! Kim kicherte und alle Wut war verpufft.
Als sie sich wieder umdrehte meinte sie nur: „Jetzt ist er weg!“ Keith stand auf und setzte sich auf einen anderen Stuhl an den Tisch. Er deutete Kim sich zu setzten danach folgte ein langes, unangenehmes Schweigen. Kim hatte sich Keith gegenüber hingesetzt und starrte wie gebannt auf die kahle Tischplatte.
„Also, ...“ begann der Prinz endlich: „wie bist du hierher gekommen?“ Kim blickte auf und sah ihn an. Sollte sie wirklich erzählen dass sie ihn verfolgt hatte?
„Hmm ... also ich ... ich hab mir das Schloss alleine angesehen dann bin ich durch eine Tür und war auf einmal im Wald!“
Er sah sie verdutzt an: „Moment, du bist im Wald angekommen. Das ist seltsam!“
„Warum?“
„Normalerweise kommt man im Schloss an!“
Kim erzählte Keith die ganze Geschichte von dem Spey der Beaker bis zu den Sklavenhändlern. Er unterbrach sie nicht ein einziges Mal und sah sie unentwegt an. Letzteres war Kim sehr unangenehm und sie wich seinem Blick aus. Zum Schluss fragte sie noch: „... Und wo bin ich hier überhaupt?“
„Oh,... stimmt das kannst du ja gar nicht wissen. Du bist in Mysthika, in einer anderen Welt!“
Kim seufzte: „Wenn ich noch nicht soviel mitgemacht hätte, würde ich jetzt die Jungs mit den Weißen Turnschuhen holen!“
„Wen?“
„Ach vergiss es!“
Die Beiden redeten noch über dies und das. Keith erzählte von Mysthika und Kim berichtete von den Beakern. Irgendwann wollte sie, dann wissen: „Aber eins verstehe ich nicht, wieso bist du ein Prinz?“
„Also, das ist so. Eigentlich bin ich hier geboren. Aber eines Tages wurde Burg Lybra belagert. Die Feinde meines Vaters wollten mich töten und drangen dann ins Schloss ein. Weil ich noch ein Säugling war hat mich Xandor, um mich zu schützen, in deine Welt gebracht. Dort hat mich dann Molly, du weißt schon meine Stiefmutter, gefunden und adoptiert. Als ich dann älter wurde bin ich zurückgekehrt. Damit es nicht auffällt wechsle ich zwischen den Welten.“
„Und warum bist du Ausgerechnet jetzt hierher zurückgekehrt?“
„Ich hatte keine Lust den Babysitter für dich zu spielen!“ sagte er gerade heraus und grinste Kim an, die jetzt ein wenig beleidigt war: „Oh, na vielen Dank!“
Keith bemerkte Kim’ s Wut, er etwas Falsches gesagt. „Es war doch nur Spaß“ fügte er schnell hinzu: „Nimm das doch nicht so ernst, es ...“
Plötzlich kam Benjamin durch den Vorhang, räusperte sich und sagte mit gespielter Dramatik: „Mein Prinz, wir erreichen soeben Burg Lybra!“ Auf einmal wurde es dunkel vor dem Fenster und Keith sagte zu Kim, als er merkte das sie zusammenzuckte: „Wir fahren in den Unterirdischen Hafen!“
Jetzt erkannte auch Kim dass sie in eine Höhle gefahren waren und sah den Eingang nur noch als leuchtender Halbkreis.



Irgendwo weit im Norden an der Meeresküste stand ein Mann in einen schwarzen Umhang mit Kapuze gehüllt, sodass man weder Statur noch Gesicht erkennen konnte, in einem kreisrunden Raum in dem es keine Fenster gab. Das Zimmer war ganz mit schwarzen Fliesen verkleidet und in der Mitte stand auf einen Sockel eine riesige Glaskugel, in deren inneren sich ein grelles Licht geheimnisvoll wand. Der Dunkle war wütend alle Versuche das seltsame Mädchen aus der anderen Welt aufzuhalten das Schloss zu erreichen waren gescheitert. Sämtliche seiner Helfer hatten versagt. Die beiden Dorftrottel hatten es nicht geschafft sie und das Beakermädchen aufzuhalten, genauso wie die Piraten. Es hatte nicht einmal geholfen den Eingang nach Mysthika in den Wald der Beaker zu verlegen, damit jeder Neuankömmling automatisch von den verrufenen Vogelmenschen gefangengenommen werden musste. Das seltsamste war aber, dass er das Mädchen nicht durch die Kugel sehen konnte. Sie musste durch irgendeine geheimnisvolle Macht beschützt werden. Aber wie war das möglich? Niemand außer ihm und Saphira, die sich hier in Gefangenschaft befand, waren zu so etwas in der Lage. Er musste wohl zu drastischeren Maßnahmen greifen um sie aufzuhalten.
Die Prophezeiung durfte sich nicht erfüllen!



Die Insel, die fast gesamt von dem Schloss eingenommen wurde, war früher einmal kahl und kalt gewesen doch jetzt wuchsen ein paar Bäume auf den Abhängen. Burg Lybra selbst war alt und aus hellen großen Steinen gebaut, ein paar Türme konnte man über die hohe Wehrmauer hinausragen sehen. Am besten zu erkennen war der höchste Turm in dem der große Seher Xandor wohnte, von dem keiner wusste wie alt er war. Einige behaupteten er sei so alt wie die Burg selbst und andere sagten er würde schon seit Anbeginn der Zeit leben, aber niemand wusste es wirklich.
Inzwischen stand Todie an Deck des großen weißen Schiffes, das außergewöhnlich schnell war. Gestern Abend war das Schloss noch nicht einmal in Sicht gewesen und jetzt fuhren sie in den berühmten Hafen, der sich unter der Burg befand, ein. Sie war alleine, Gwgl war die ganze Zeit unter dem Bett geblieben.
„Er hat wohl immer noch Angst vor mir!“ dachte sich Todie und wollte nach Kim suchen damit sie sich die atemberaubende Tropfsteinhöhle ansah durch die sie nun fuhren. Da kam Josh mit seinem Vater auf sie zu. Josh’s Vater musterte sie nur kurz aus der Entfernung und ging dann wieder zurück unter Deck. Der Junge ging weiter in ihre Richtung und Todie spürte wie sie verkrampfte und sie seinem Blick auswich. Sie fühlte sich unwohl, da sie genau wusste das er in ihr nur ein Monster sah und nicht den Menschen, der sie einmal war.
„Weißt du wo Kim ist?“ fragte er als er bei ihr ankam.
„Sie ist bei ihrer Hoheit.“ Sie tat so als sei sie genervt, aber in Wahrheit wollte sie wissen was er nun wieder von ihr wollte. „Warum?“ hackte sie nach.
„Ich wollte mich nur von ihr verabschieden, weil ich und meine Familie gleich mit dem nächsten Schiff wieder nach Hause fahren. Könntest du ihr das Ausrichten?“
„Ja, natürlich!“
Jetzt war das Beakermädchen enttäuscht und sie drehte sich, nachdem Josh gegangen war, wieder um und sah zur Einfahrt die jetzt nur noch ein heller Punkt war. Plötzlich fühlte Todie ein kribbeln auf der Haut, sie sah sich um, aber keiner der anderen Leute auf dem Schiff schien es bemerkt zu haben. Dann sah sie plötzlich einen grellen roten Blitz vor dem Eingang ins Wasser einschlagen.
„Was war das?“ dachte sich Todie, auch andere Leute hatten sich nach dem Lichtblitz umgedreht, aber die Tatsache, dass es keinen Knall gegeben hatte, machte sie stutzig und die meisten taten es als irgendeine Reflektion ab. So auch Todie.



Kim war im ersten Moment ein wenig geschockt über die Nachricht, dass sie angekommen seien: „Was denn, so schnell? Gestern war noch nirgends Land zu sehen!“
Benjamin, der, wie Keith erzählt hatte, der persönliche Diener und >>Aufpasser<< des Prinzen war, und sein Schützling sahen sich an und dann sagte Keith: „Tja, dass Schiff ist eben sehr schnell und wir hatten guten Wind!“
Kim fand das es eher ziemlich windstill gewesen war, hatte aber keine Lust weiter Nachzufragen. Sie war viel zu neugierig auf das Schloss und als hätte Keith es ihr angesehen sagte er: „Gehen wir doch an Deck. Wir werden sowieso bald anlegen.“
Kim nickte.
Benjamin ging also voraus, Keith und Kim hinterher.
Als sie den langen Gang entlang gingen, der sie zur Treppe führte, wurde Kim plötzlich schwindlig. Sie hatte das Gefühl das auf einmal irgendetwas, wichtiges, geschehen war. Sie fühlte sich beobachtet!
Kim wurde schwarz vor Augen und, um nicht umzukippen, stützte sie sich an der Wand ab und rutschte aus. Keith, der neben ihr ging, reagierte sofort, er packte Kim am Arm und stütze sie. Das Mädchen schien bewusstlos zu sein, wachte aber nach wenigen Sekunden wieder auf. Kim saß jetzt auf dem Boden und blickte in die besorgten Gesichter von Benjamin und Keith. „Was ist passiert?“ fragte der Prinz gleich. „Ich... Irgendetwas seltsames ist geschehen!“ stotterte Kim als sie von Benjamin und Keith wieder auf die Beine gestellt wurde. Nachdem sich Kim wieder einigermaßen erholt hatte gingen die Drei an Deck, wo auch schon alle anderen Passagiere warteten und ungeduldig dem Hafen entgegensahen. Etwas außerhalb standen auch Todie und Gwgl. Der Goobljn rannte sofort auf Kim zu und sprang auf deren Schulter. Keith sah Kim kurz unschlüssig an und fragte dann: „Du und deine beiden Freunde könnt mit mir in der Kutsche zur Burg fahren! Wenn ihr wollt!“ Kim wollte gerade Antworten als Benjamin plötzlich ganz geschockt aufsah, als habe er den Sinn seiner Worte erst jetzt verstanden: „Aber eure Majestät! Sie sind nur vom einfachen Fußvolk! Es genügt doch, das sie schon auf die Burg geladen wurden!“
Kim war verblüfft: „Was, wir wurden eingeladen?“
„Ja, aber das erklär ich dir später.“
„Das sagst du jedes Mal!“
„Eure Hoheit...“ meldete sich Benjamin wieder zu Wort und wurde sofort von Keith unterbrochen: „Sei jetzt bitte still!“ der Diener wollte noch etwas sagen, doch Keith redete einfach weiter: „Das ist ein Befehl!“ der Butler sah geschockt aus: „Jawohl“ antwortete er beleidigt, sagte aber endlich nichts mehr.
Nachdem das Schiff im Hafen eingelaufen war, gingen Gwgl, Todie, Kim, Keith, der eingeschnappte Benjamin und eine ganze Schar von Leibwächtern von Bord. Sie mussten nicht lange warten da kam eine große weiße Kutsche mit sechs eingespannten Schimmeln vorgefahren. Sie stiegen ein, während einige Leibwächter auf ein paar Pferde stiegen. Obwohl die Kutsche von außen recht groß wirkte mussten sie sich ziemlich zusammendrücken, damit alle Platz nehmen konnten. Am meisten Platz brauchten die zwei breitschultrigen Soldaten die darauf bestanden hatten mitzufahren. Die Kutsche war wohl nicht für so viele Personen gemacht worden.
Als sie losfuhren erblickte Kim durch eines der beiden Fenster Josh und seine Familie, die gerade in ein anderes Schiff einstiegen. Sie sah, dass er der Kutsche nachblickte, bis sie ihn aus den Augen verlor.
„Kommt Josh nicht aufs Schloss?“ fragte sie an Todie gewandt. „Oh, das hab ich ganz vergessen!“ antwortete sie: „Er hat dich vorhin gesucht. Er wollte sich verabschieden. Aber du warst ja bei ihm!“ Todie deutete mit dem Kopf in Keith Richtung und sah ihn abfällig an. Was hatte sie denn in letzter Zeit?
„Na und! Das war ja wohl meine Entscheidung!“ erwiderte Kim lauter als gewollt. Keith sah zwischen den Mädchen verwirrt hin und her. Was hatte er jetzt wieder verbrochen? In Wirklichkeit hatte Kim sich auch gerne von Josh verabschiedet, aber sie hatte so ein Gefühl, das sie sich wiedersehen würden.
Inzwischen waren sie in eine Höhle hineingefahren. An den Wänden hingen in verzierten Halterungen kugelrunde Lampen, die ein wabberdendes weißes Licht ausstrahlten. Eine Zeitlang saßen sie alle schweigend in der Kutsche und beobachteten, durch die Fenster, den Wechsel zwischen dem hellen Licht und den kahlen, dunklen Felswänden.
Irgendwann fragte Kim dann: „Warum wurden wir überhaupt ins Schloss eingeladen und vor allem: Woher wusstest du das wir auf dem Schiff waren?“ während sie das sagte sah sie zu Keith hinüber.
„Ähm“ er wirkte ein wenig schockiert, als wäre er nicht darauf gefasst gewesen, das er angesprochen wurde: „Also.... hmm, ja, das ist so... Naja“
„Komm zur Sache!“ ermahnte ihn Kim und jetzt war auch Todie aufmerksam geworden, Benjamin bedachte sie mit strafenden Blick: „Ich glaube ihr vergesst mit wem ihr sprecht!“ fuhr er sie an.
„Ist schon gut!“ meldete sich der Prinz wieder zu Wort: „Xandor sagte, wir sollten die Sklavenhändler angreifen und das Mädchen mit den seltsamen Freunden unbedingt mit auf die Burg bringen.“
„Aha, und wer, bitte ist dieser Xa.... irgendwer?“
„Xandor“ wurde Kim von Benjamin berichtigt, der war aber sofort wieder still nachdem er Keith zornigen Blick bemerkt hatte.
„Er ist ein Seher“ beantwortete Keith ihre Frage.
„Und was meint der mit >>seltsame Freunde<<?“ sagte Todie und starrte Keith an bis dieser unsicher antwortete: „Also... hmm... Das meinte er bestimmt nicht als Beleidigung!“
„Ja, natürlich nicht!“ bestätigte Todie gehässig. Gwgl hatte sich zwischen Kim und Todie breit gemacht und schlief. Jetzt drehte er sich um und krallte sich im Schlaf an Kim’s Rock fest. Sie löste die Finger des Goobljns vorsichtig, damit er das Kleid nicht zerriss. Keith sah ihr dabei zu: „Wo habt ihr den Goobljn eigentlich her? Ward ihr etwa auch im Gebirge?“
„Nein, nein.“ antwortete Kim: „Er ist uns mehr oder weniger zugelaufen. Im Wald der Beaker hat Gwgl mich einfach angesprungen.“
„Ach so, und seine Eltern? War er etwa alleine?“
„Sein Vater hat uns vor den Beakern gerettet, als wir geflohen sind.“
„Wie lange brauchen wir noch bis zum Schloss?“ wollte jetzt Todie wissen.
„Nicht mehr sehr lang“ erwiderte Keith und sah dann aus dem Fenster. Peinliches Schweigen breitete sich in der Kutsche aus.
Sie fuhren noch eine Weile durch die Höhle mit den Kugellampen bis sie endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen konnten. Ein paar Minuten später fuhren sie hinaus und alle waren zuerst von dem grellen Sonnenlicht geblendet. Sie fuhren auf einem Weg mit weißen Kieseln, links und rechts wuchs Rasen und in ordentlichen Reihen standen Bäume am Wegrand. Ein Schwarm Vögel flog auf als sie an ihnen vorbeifuhren. Sie sahen aus wie blass lila Störche mit langen Federn als Schwanz. Gwgl war vom Sonnenlicht wach geworden und wollte den Vögeln hinterher fliegen, aber Todie hielt ihn gerade noch am Fuß fest, bevor er aus dem Fenster verschwinden konnte. Keith erklärte, dass sie nun durch den Garten, der außerhalb der Burg lag, fuhren. Nach einer Weile kam Burg Lybra in Sicht. In der Wehrmauer aus hellem Steinblöcken war eine riesige Eisentür die mit großen Mustern verziert wurde, indessen Mitte eine große Sonne mit gebogenen Strahlen stand. Als die Kutsche das Schloss erreichte, wurde das Tor, wie von Geisterhand, geöffnet und nachdem sie im Burghof angehalten hatten schloss die Tür sich wieder, genauso geheimnisvoll. Kim fragte Keith nach einem Mechanismus aber er grinste sie als Antwort nur an. Kaum waren alle ausgestiegen kam eine ganze Garde Soldaten, die in ihrer Mitte zwei Männer hatte.
Der eine, der etwa 40 Jahre war, trug einen langen roten Umhang, der mit einer roten Sonne als Brosche zusammengehalten wurde und ein edles Gewand. Er hatte lange graue Haare, die er im Nacken zusammengebunden hatte. In seinem Gesicht zeichneten sich die Leiden, die er während seines Lebens erdulden musste, ab.
Der Andere war älter, allerdings war schwer zu schätzen wie alt er war. Er könnte 60 sein, aber genauso gut auch 150. Die weiße Robe hing, nur mit einem Gürtel gehalten, bis zu den Füßen hinunter. Er hatte einen langen weißen Bart und Haare. Um seinen Hals hatte er einen gelblich-weißen Umhang mit Kapuze gebunden. Sie kamen auf Kim und die Anderen zu.
Der alte Mann starrte Kim die ganze Zeit an und sie fühlte sich unter seinen Augen richtig ausgeliefert, sodass sie sich beherrschen musste um nicht zurückzuweichen. Todie, Benjamin und alle anderen verbeugten sich vor dem König. Der Butler stieß Kim kurz zwischen die Rippen um ihr zu deuten das auch sie einen Knicks machen sollte. Sie musste sich dabei sehr dumm anstellen, denn Keith, der inzwischen zu seinem Vater gelaufen war um ihn zu begrüßen, musste sich das Lachen sichtlich verkneifen. Der Ältere hielt sich mit nichts auf, sondern kam unbeirrt auf Kim zu. Als er sie erreichte sah er ihr tief in die Augen. Die Andern waren alle einen Schritt zurückgewichen. Kim lief eine Gänsehaut unter dem Blick des Alten. Seine Augen enthüllten eine Weißheit und Schläue, wie es Kim noch nie erlebte hatte. Nach einigen Sekunden, Kim kam es wie Stunden vor, wendete sich der Alte ab und ging ohne ein Wort zu sagen auf Keith zu. „Bist du sicher, das sie es ist, die du herbringen solltest?“ fragte er als sei Keith nur ein armseliger Diener und ohne irgendein zittern des Alters in der Stimme. Keith war sofort eingeschüchtert: „Ähm... Ich dachte ihr würdest sie meinen, Xandor! Ich glaubte wirklich ihr würdet Kim meinen!“ antwortete Keith kleinlaut.
„Du lässt dich zu leicht einschüchtern, Junge!“ belehrte Xandor den Prinzen, jetzt lächelnd. Keith wurde rot.
„Ich meine noch seltsamere Freunde kann man ja wohl nicht haben!“ redete er weiter.
„Ach ja! Na dann vielen Dank!“ schrie Todie empört und Gwgl fauchte den Alten Mann an.
„Oh, tut mir leid, Todie!“ sagte der Alte sanft: „So habe ich das nicht gemeint. Ich dachte nur das eine Gruppe aus einem Beakermädchen, und jeder hat Angst vor den Beakern, Gwgl, einem Goobljn aus den Berge, einem Müllersjungen, einem Prinzen und einem Mädchen aus einer anderen Welt, schon etwas seltsam ist. Oder denkst du anders darüber?“ er sah Todie, die jetzt mit offenen Schnabel dastand, fragend an. Auch Kim war geschockt. Woher kannte er ihre Namen oder wusste er von Josh? Und vor allem woher wusste er woher Kim kam!!! Da erinnerte sie sich an Keith Worte.
Er ist ein Seher!
Kim sah zu Keith hinüber, er schien genauso verdutzt darüber, wie viel Xandor wusste, wie sie. Dann kam der König auf Kim zu, aber zuerst fragte er noch, ob sich Xandor wirklich sicher sei, denn Kim sehe ziemlich normal aus. Er begrüßte Kim und Todie und befahl dann den Dienern, die inzwischen zu ihnen gestoßen waren den Mädchen die Zimmer zu zeigen in denen sie wohnen sollten. Er sagte auch dass sie mit ihm zu Abendessen würden. Danach nickte er Keith zu und er, sein Sohn und Xandor gingen zurück in die Burg. Todie und Kim wurden gleich von den Dienern durch eine Hintertüre geführt und dann durch die Küche, in der bereits geschäftiges Treiben herrschte. Sie gingen eine Treppe hoch und dann durch einen langen Korridor, an dessen Wänden kostbar aussehende Gemälde hingen. Einige davon zeigten ein geflügeltes Einhorn oder einen riesigen Drachen. Die Diener, zwei Jungen die wahrscheinlich noch jünger waren als Kim und Todie, führten sie weiter eine gewendelte Treppe hinauf und über eine der Wehrmauern von der aus sie eine tolle Sicht über den Garten hatten und sie auch den See sehen konnten. Dann kamen sie endlich, nach einigen weiteren Treppen und nachdem sie durch den Innenhof gegangen waren, in den Zimmern an. Sie waren durch eine schwere Eichentür, in die wieder die Sonne eingearbeitet war, voneinander getrennt.
Die Zimmer waren in blau und grün gehalten. Vor den Fenstern hingen schwere Vorhänge und auf den Boden lagen prachtvolle Teppiche und Läufer. Jeder Raum hatte einen eigenen Kamin auf dessen Sims kunstvolle Schnitzereien zu sehen waren. Außerdem waren machten die Möbel in den Räumen einen so kostbaren Eindruck, dass Kim Angst davor hatte sie zu beschädigen. Todie nahm das hintere Zimmer und Gwgl ging, natürlich mit Kim, in das Vordere. Der Diener erklärte den Mädchen noch, dass sie sich für das Abendessen mit dem König waschen und umziehen sollten. Eine Schüssel mit warmem Wasser würde ihnen noch gebracht und Kleider fänden sie in den Schränken. Dann verabschiedete er sich mit einer Verbeugung, was Kim sehr albern fand, und ging.
Kim und Todie beschlossen sich erst einmal ein wenig auszuruhen. Jede ging in ihr Zimmer. Kim legte sich auf ihr Bett. Es war ungewöhnlich weich, sodass sie fasst bis zur Hälfte darin versank. „Oh Gott! Wie soll man da schlafen?“
Sie klopfte sich das Kopfkissen einiger Maßen zu Recht und war trotz ihrer Zweifel schon nach einigen Minuten eingenickt.

Als sie wieder aufwachte standen auf dem Tisch eine Wasserschüssel und ein Handtuch. Kim streckte sich und stand dann auf um sich zu waschen. Es wurde dann doch eher eine Katzenwäsche, aber kaum hatte sie sich wieder abgetrocknet, da klopfte es an der Tür. Sie dachte, dass sie nun zum Abendessen kommen sollte, aber Kim hatte sich doch noch nicht umgezogen! Kim bat denjenigen reinzukommen und eine etwa 50 jährige, untersetzte Frau mit grauen Haaren, die sie zu einem strengen Knoten gebunden hatte, betrat den Raum. „Ich soll ihnen beim Fertigmachen helfen!“ erklärte sie kurz mit strenger Miene und ging dann weiter zum Schrank. Die Frau holte ein dunkles, violettes Samtkleid heraus mit passenden Schuhen. Beides war mit feinen roten Stickereien verzieht. Kim passte es gar nicht, dass ihr beim Anziehen geholfen wurde, aber sie sagte nichts( da sie die Knöpfe am Rücken sowieso nicht selbst hätte zuknöpfen können). Danach machte die Frau Kim’s Haare, was eine reine Tortur war. Bis alle Knoten ausgekämmt waren, standen Kim die Tränen in den Augen, da die Frau auch nicht sonderlich feinfühlig war. Die Zofe steckte das Haar noch hoch, dann verabschiedete sie sich, nahm Kim’s schmutzige Kleidung mit sich und verlies das Zimmer. Jetzt musste Kim nur noch warten bis sie zum Essen abgeholt wurde, aber was sollte sie bis dahin machen? Sich Langweilen?
Kim wusste nicht ob Todie schon fertig war und das Schloss alleine erkunden wollte sie auch nicht, aus Angst dass sie sich verirrte. Allerdings musste sie nicht lange warten als es klopfte. Kim ging zur Tür und öffnete sie. Der Junge der Todie und ihr den Weg zu ihren Zimmern gezeigt hatte stand im Gang und sagte das es jetzt Zeit zum Abendessen sei. Kim hatte gar nicht gemerkt wie die Zeit vergangen war. Plötzlich fiel ihr etwas ein! Wo war Gwgl? Kim wusste dass er noch da gewesen war als sie eingeschlafen war. Sie sah sich noch einmal um, ob er nicht irgendwo läge und schlief. Aber nichts. „Na ja, der taucht schon wieder auf!“ dachte sie sich und ging dann aus dem Raum. Der Page klopfte noch bei Todie, die anscheinend auch schon gewartet hatte, denn sich war sofort an der Tür. Das Beackermädchen trug ein rotes Kleid aus einem wehenden Stoff und eine Zofe hatte versucht die abstehenden Federn auf ihren Kopf zu bändigen. Kim sah Todie zum ersten Mal ohne ihr Federkleid und den Kapuzenmantel.
„Nicht schlecht!“ sagte Todie nachdem sie Kim eingehend gemustert hatte
„Du siehst aber auch nicht übel aus!“
Die zwei Mädchen grinsten sich an und folgten dann dem Jungen in den Speisesaal. Sie gingen durch einige Gänge und Korridore bis sie an einer sehr großen Tür ankamen. Dort verließ sie der Page.
„Sollen wir mal klopfen?“ fragte Todie. Kim zuckte mit den Schultern und tat es einfach. Dann warteten sie. Endlich öffneten sich die beiden Hälften der Tür. Was Kim und Todie nicht aufgefallen war, war die Tatsache dass niemand die Tür öffnete. Der Saal war sehr groß, ja schon fast gigantisch. Wände, Boden und die Säulen, die den Raum säumten waren aus Marmor. In der Mitte stand eine lange hölzerne Tafel, links und rechts davon befanden sich ebenso endlose Bänke. An einem Ende thronte ein Stuhl mit einer sehr hohen Rückenlehne, der mit rotem Satin überzogen war. An der Spitze thronte die rote Sonne. Es saßen nur zwei Personen am Tisch: links neben dem Thron Keith und neben ihm, welch eine Überraschung, Benjamin. Keith starrte die ganze Zeit auf Kim, was diese natürlich bemerkte. Als sie und Todie am Tisch ankamen und sich auf die gegenüberliegende Seite von Keith und seinem >>Kindermädchen<< setzten sagte Kim: „Na, was ist los?“ und grinste den Prinzen an. Es dauerte einen Augenblick bis er antwortete, anscheinend hatte er erst jetzt gemerkt, dass Kim ihn angesprochen hatte: „Wow! Äh nein... ich meine!“ stammelte er, doch dann wieder mit gewohnter Selbstsicherheit: „Was soll denn sein?“
Kim war zufrieden mit der Antwort, sie hatte ihn tatsächlich aus der Fassung gebracht. Todie bekam einen Lachanfall und Keith rutschte mit hochrotem Kopf auf seinem Platz hin und her, was nicht unbedingt dazu beitrug das Todie sich beruhigte. Benjamin schien darüber nicht sonderlich begeistert zu sein und bat um Ruhe. Kim und Todie setzten sich hin. Kim ließ den Platz zur Rechten des Throns aus, da er mit einem roten Kissen versehen war und sie sich ziemlich sicher war, dass nicht sie dort sitzen sollte. Nach etwa fünf Minuten öffnete sich eine Tür, die sich hinter dem großen Stuhl befand und ein edel gekleideter, blonder Mann mit Schnurrbart betrat den Raum. Er verkündete, dass der König und dessen Berater, der altehrwürdige Xandor, nun zum Essen kommen würden. Nach seiner Ankündigung verließ er sofort den Saal und die Tür schloss sich wieder. Kim sah zu Keith, er beobachtete sie immer noch. Als er Kim’ s Blick bemerkte blickte er sofort in eine andere Richtung. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür von neuem und Keith’ Vater und der alte Seher betraten den Raum. Hinter ihnen schloss sich die Tür wieder und sie nahmen ihre Plätze ein. Sie saßen kaum, da öffnete sich ein kleinerer Gang in der Wand, den Kim bisher nicht bemerkt hatte und zahlreiche Diener trugen die Speisen auf. Das Essen war gut und reichlich. Nur die Stimmung war etwas gedrückt. Todie und Kim mussten ihre Geschichte wiedereinmal erzählen, wobei Kim natürlich wieder gewisse Einzelheiten ausließ. Der Seher hörte aufmerksam zu, während die Mädchen von ihren Abenteuern erzählten und hin und wieder tauschte er mit seinem König wissende Blicke aus. Ansonsten wurde nicht viel geredet, außer, als Keith versuchte seinem Vater zu erklären, was zum Beispiel eine Taschenlampe ist. Kurz nach dem Essen verließen sie auch der König und sein Ratgeber schon wieder. Da es schon recht spät war beschlossen auch die Mädchen schlafen zu gehen. Es gab da nur ein Problem. Todie und Kim’ s mangelnder Orientierungssinn. Etwa zehn Minuten nachdem sie den Speisesaal verlassen hatten kamen sie wieder zurück und baten Keith, der zum Glück noch da war, ihnen doch den Weg zu erklären. Benjamin protestierte heftigst dagegen, denn für den Prinzen ziemte es sich nicht abends in den Trakt der Damenwohnräume zu gehen. Keith verdrehte nur die Augen und stand auf, um Kim und Todie zu begleiten. Sie hörten Benjamin noch durch die geschlossene Tür schimpfen. Keith führte sie wieder durch die Korridore dabei lachten sie über Benjamin.
„Ist der immer so?“ fragte Todie einmal,
„Ja, und du solltest ihn mal hören, wenn er richtig in Fahrt kommt!“
Endlich bogen sie in den Gang ein, in dem Kim und Todie wohnten. Das Beakermädchen verabschiedete sich und ging gähnend in ihr Zimmer. Kim wollte auch gehen, als Keith sie aufhielt: „Warte noch kurz!“
„Ja, was ist denn?“
„Ich wollte dir noch etwas sagen“
„Und was?“ fragte Kim nach.
„Ähm... das Kleid steht dir wirklich gut!“ sagte der Prinz und wirkte etwas verlegen.
„Oh... findest du?? Danke!“ Kim grinste ihn an, wünschte ihm eine gute Nacht und ging dann in ihr Zimmer.



Keith blickte auf die geschlossene Zimmertür. Er schüttelte den Kopf: „Man, bin ich bescheuert!!“ verfluchte er sich selbst und ging zurück zu dem großen Bankettsaal in dem Benjamin vermutlich auf ihn wartete und eine zwei Stunden lange Moralpredigt vorbereitete.



Gwgl lag auf Kim’ s Bett und schlief. Sie verdrehte nur die Augen und ging dann zum Schrank, um nach einem Nachthemd zu suchen. Tatsächlich fand sie eines.
Zuerst vergebens versuchte sie die zahlreichen Knöpfe des Samtkleides zu öffnen, was sie nach einigen Verrenkungen, bei denen eine Balletttänzerin wahrscheinlich grün vor Neid geworden wäre, schaffte. Dann nahm sie Gwgl sacht, um ihn nicht aufzuwecken, und legte ihn auf den dicken Teppich vor den Kamin, in dem ein kleines Feuer tanzende Schatten an die Wand warf. Sie hatte sich kaum hingelegt da war auch sie schon wieder eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wachte Kim sehr früh auf. Die ersten Sonnenstrahlen, die von den Fenstern auf der gegenüberliegenden Seite reflektiert wurden, schienen in ihr Zimmer. Kim streckte sich und setzte sich auf. Gwgl schlief noch immer: „So eine Schlafmütze!“ dachte sie sich und stand auf. Aus dem Kleiderschrank suchte sie sich ein blaues Kleid heraus. Es war einfacher als das violette (und hatte auch weniger Knöpfe). Nachdem sie sich angezogen hatte wachte auch Gwgl auf, er gähnte ungeniert und sprang dann mit einem Satz auf Kim’ s Schulter. Sie wollte gerade nachsehen, ob Todie schon wach sei, als sie auf die Idee kam sich die Burg doch einfach einmal genauer anzusehen. Es war Kim, als hätte man ihr, ziemlich bildlich gesehen, diesen Einfall in den Kopf gesetzt. Ohne noch einen Gedanken an Todie zu verschwenden ging sie zur Tür hinaus und den Gang entlang. Kim hatte auf einmal nicht mehr den Drang sich umzusehen, es war ihr, als würde sie von irgendetwas angezogen, als wüsste sie wohin sie ging. Mit Gwgl auf der Schulter ging das Mädchen durch duzende von Korridoren, Treppenhäusern und Sälen. Sie ging durch den riesigen Schlossgarten und stieg letztendlich eine schier endlose Wendeltreppe nach oben. Irgendwann hatte sie die letzte Stufe erreicht und betrat den obersten Raum. Das runde Zimmer war vollgestopft mit Holzregalen auf denen alte, wertvoll aussehende Bücher und Schriftrollen standen. An den Backsteinwänden hingen, zum Teil stark verblasste, Land -, Stadt – und Sternenkarten. Vier große Fenster säumten den Raum von denen jedes, durch einen kunstvoll in den Rahmen geschnitzten Buchstaben, gekennzeichnet war in welche Himmelrichtung man sehen konnte. Ein wuchtiger kreisförmiger Tisch stand im Zentrum, ebenfalls voller Pergamente und anderen Schriftstücken. Auch zum Teil staubige Geräte und Glasflaschen, wie man sie in der Chemie gebraucht, waren darauf abgestellt. Ein einsamer Ohrensessel, der stark gepolstert war, stand an dem Tisch. Davor war ein besonders dickes, in Leder gebundenes Buch in der Mitte aufgeschlagen. Andere Bücher, für die man keinen Platz mehr gefunden hatte, lagen einfach, auf dem Boden gestapelt, herum. Plötzlich öffnete sich eine Tür, auf der gegenüberliegenden Seite des Zimmers. Kim hatte sie bisher nicht bemerkt und war sich fast sicher das die Tür vorher nicht existiert hatte. Der königliche Berater und Seher, Xandor, trat ein. Verdutzt starrte das Mädchen den alten Mann an: „Ähm... ich... also ich wusste nicht... !“ Begann Kim eine Entschuldigung, warum sie ohne anzuklopfen den Raum betreten hatte, zu haspeln. Aber Xandor hob lediglich die Hand um sie zum Schweigen zu bringen und lächelte: „Schön das du so schnell gekommen bist!“
Jetzt war Kim wirklich baff und Gwgl anscheinend auch denn er sprang von Kim’ s Schulter und kroch hinter einen besonders hohen Bücherstapel.
„Ich hoffe du verstehst mich nicht falsch, aber ich habe etwas nachgeholfen damit du hierher findest. Ansonsten hätte ich dich selbst holen oder einen Boten ausschicken müssen und das wäre dann doch viel zu umständlich und langwierig gewesen. Ich habe es also lieber auf dem direkten Weg getan.“ Erklärte der alte Mann.
„A... achso!?“ Kim verstand nicht wirklich, wie er das nun wieder meinte ließ es aber auf sich beruhen.
„Ich wollte mit dir alleine reden, “ sprach Xandor weiter, nachdem er sich hingesetzt hatte: „Das war der Grund warum ich dich aufwecken musste, oder glaubst du deine Freundin Todie würde dich alleine im Schloss herum spazieren lassen?“ Kim kicherte: „Nein vermutlich nicht, so etwas wie eine Schlosserkundung auf eigene Faust hätte sie sich nie entgehen lassen!“ der Seher nickte und lächelte sie zur Antwort an. Dann wurde er wieder ernst. „Kommst du wirklich aus der Welt in der...“ er zögerte kurz:
„... in die ich Keith damals schickte?“
„ Ja, meine Mutter und ich wohnen in dem alten Schlosshotel in dem seine Mutter... Stiefmutter arbeitet.“
„Und wie bist du wirklich hierher gekommen? ... Oh, das hab ich ganz vergessen! Bevor du antwortest, setz dich doch bitte!“ der Seher zeigte auf einen einfachen kleinen Stuhl, wie er in ihrem Zimmer stand. Schon langsam hörte Kim auf sich darüber zu wundern, was in diesen Mauern alles an seltsamen Dingen geschah. Trotzdem stupste sie den Stuhl erst einmal mit dem Fuß an, um sich zu vergewissern, dass er echt war und nicht nur Einbildung. Dann setzte sie sich und sah Xandor, der nur ein wenig amüsiert schaute, misstrauisch an.
„Das habe ich ihnen...!“
„Nein Kim, ich möchte die Wahrheit hören!!“
Sie sah ihn beleidigt an aber erzählte dann doch, obwohl es ihr wiederstrebte, die ganze Geschichte.
„Hätte mich auch gewundert, wenn du nicht durch ein bereits vorhandenes Weltenportal hierher gelangt wärst. Es gibt nur sehr wenige Weltenwanderer, und noch weniger haben die Macht ein Portal zu öffnen. Außerdem sind die meisten nicht menschlich!“ Kim verstand gar nichts mehr, was sollte denn nun >>nicht menschlich<< schon wieder bedeuten? Außerdem wollte sie endlich etwas essen und nach unten in ihr Zimmer.
„Und nur um mich das zu fragen haben sie mich hier hoch geschickt?“ Holte Kim den alten Mann aus seinen Gedanken zurück in die Wirklichkeit.
„Oh... nein natürlich nicht. Ich wollte mich nur vergewissern das ich mit meinen Vermutungen recht hatte, bevor ich dir das hier zeige!“ Er drehte das dicke Buch, das vor ihm gelegen hatte um, damit Kim besser lesen konnte. Die ganze linke Seite wurde von einem prachtvollen Bild, das mit Goldeinlagerungen verziert war, eingenommen. Darauf zu sehen waren ein wunderschönes geflügeltes Einhorn, das mit einem riesigen feuerspuckenden Drachen kämpfte. Im Hintergrund blickte man auf zwei Burgen, die eine dunkel und auf einem Berg der von Nebel umringt war und die andere aus weißem Stein und auf einer Insel mitten in einem großem See.
Auf der rechten Seite stand ein Text in einer schwungvollen, alten Schrift. Kim hatte einige Probleme sich an diesen Schreibstil zu gewöhnen, aber nach ein paar Minuten verstand sie was dort zu lesen war: es schien so etwas wie eine Prophezeiung zu sein!

Wenn uraltes Böses erwacht
Und der Drache die Träume besiegt
Kommt die Unsichtbare, die kein Wanderer ist
Und nur Sie kann die Träume noch retten

Doch nicht allein muss Sie diese Aufgabe bewältigen
Eine Gemeinschaft, wie noch nie dagewesen
Steht ihr zur Seite und weist den Weg
Denn vereint sollen sie sein
Die vier Königreiche

Ein menschenfressendes Wesen
Halb Mensch halb Vogel
Von allen gefürchtet

Ein Goobljn aus den Bergen
Jung und unwissend
Immer an ihrer Seite


Einer aus dem Volk
Von Eifersucht geblendet
Unterschätzt und verachtet vom Adel

Der Thronfolger, ein Ritter
Lebt mit einer Lüge
Das Böse im Blut

Und eine aus einer anderen Welt!

Doch wenn alte Feinde nicht zu Freunden werden
Und ohne den Glauben und die Liebe
Wird Sie ihre Macht nicht finden


Kim schluckte und wollte umblättern, da sie das Gefühl hatte, dass das noch nicht das Ende war. Doch Xandor verhinderte das schnell. Sie lehnte sich zurück und fragte stattdessen: „Und was hat das mit mir zu tun?“ Eigentlich hätte sie sich das schon gut vorstellen können aber Kim wollte es immer noch nicht wahr haben.
„Das hier ist eine Jahrtausende alte Prophezeiung, oder bessergesagt ein Teil davon. Geschrieben hatte sie eine wirklich sehr mächtige Weltenwanderin. Und ich bin der Meinung, aber das kannst du dir wahrscheinlich sowieso schon denken, das du damit gemeint bist!“ Xandor sah sie an als erwarte er eine Antwort. Aber Kim sagte nichts, also sprach er einfach weiter: „Mit den >>Träumen<< ist höchstwahrscheinlich >>Phantasie<< gemeint, und damit würde es bedeuten, das die Rede von Saphira ist!“ der Berater war schon wieder in Gedanken versunken und deswegen griff Kim das Gespräch wieder auf: „Und wer, bitte, ist nun schon wieder Saphira?“
„Oh, natürlich solltest du das wissen. Saphira ist kein Mensch, auch wenn wahrscheinlich kein Mensch weißer und mächtiger sein könnte. Sie ist das Einhorn, das du dort auf dem Bild siehst. Behüterin unserer Welt und das seit irgendeiner von uns begonnen hatte die Geschichten aufzuschreiben. Wahrscheinlich noch weit länger! Doch jetzt ist sie bereits seit einigen Jahren verschwunden. Früher hatte sie uns regelmäßig besucht oder zu sich gerufen. Vermutlich hat der schwarze Magier Nevytar sie entführt, wie auch immer er das geschafft haben mag.“ Kim sah ihn zweifelnd an, sie war trotz allen doch ein Ignorant und jetzt erzählte er ihr auch noch von einem Einhorn und einem bösen Magier! „Und warum gehen sie dann nicht einfach dahin wo dieses Einhorn lebt, um nachzusehen ob es da ist? Vielleicht hatte es einfach keine Lust auf Besuch!“
„Sehr witzig kleines Fräulein, du glaubst es wohl immer noch nicht? Na ja, du wirst die Wahrheit schon noch erkennen... Ich würde sie schon suchen aber leider weiß niemand wo Saphira lebt!“
„Aja, und was ist mit der >>Macht<< gemeint?“
„Ich hoffe das findest du selbst rechtzeitig heraus!“
„Toll, und was soll ich da jetzt machen??“ bohrte Kim weiter nach.
„Das, liebe Kim, wird dir das Schicksal weisen!“ Während Xandor das sagte stand er auf und ging zu der Tür aus der er so plötzlich aufgetaucht war und verschwand genauso schnell wieder. Zuerst wollte Kim ihm folgen, überlegte es sich aber dann doch anders und verschwand lieber selbst durch die Tür, die sie am frühen morgen benutzt hatte. Gwgl hatte die selbe Idee und hüpfte mit einem Satz auf seinen Lieblingsplatz, Kim’ s Schulter.
Die beiden stiegen die Treppe hinunter, wobei Kim fast gestolpert wäre, da sie so sehr in Gedanken versunken war. Eine Prophezeiung, die sie erfüllen sollte? Nie im Leben würde sie so einen Unsinn glauben! Oder doch? Kim wusste nicht was sie tun sollte.
Endlich unten angekommen lief sie in den Garten, bis ihr etwas auffiel. Kim hatte wiedereinmal die Orientierung verloren! Lange überlegte sie nicht und entschied sich einfach ihrem Gefühl zu folgen.
„Schließlich hat es ja vorher auch funktioniert!“ sagte sie zu Gwgl, der sie dann nur etwas ängstlich ansah als hätte er die Befürchtung nie mehr auf seinem gemütlichen Teppich schlafen zu können. So ging Kim einfach immer ihrer Nase nach. einigen Gängen und Treppen weiter, die sie hinter sich gelassen hatte gab Kim schließlich auf.
Sie hatte sich doch verlaufen!
An des Wänden hingen immer weniger Gemälde und die Korridore waren nicht mehr so prunkvoll. Die wenigen Höflinge denen sie begegnet war musterten sie immer nur abschätzend und rümpften dann die Nase, deswegen hatte sie nie den Mut gehabt um nach dem Weg zu fragen. Ein wenig enttäuscht war sie schon, Kim hatte gehofft, das sie ihr Ziel nun immer so leicht zu finden, wie sie zu Xandor fand. Sie wollte gerade wieder umkehren um eine andere Treppe oder Abzweigung zu nehmen also sie leise Schritte hörte. Auch Gwgl schien es bemerkt zu haben, denn er stellte auf einmal seine langen Ohren auf und sah sich um. Kim wurde neugierig und ging in die Richtung aus der sie vermutete ,das dass Geräusch gekommen war. Dann sah sie plötzlich eine dunkle Gestallt einigen Meter vor ihr von einem in den gegenüberliegenden Korridor laufen. Irgendwie erinnerte sie dieses Bild an ihre erste Nacht im Spy der Beaker, als die Dunkelheit Gestalt angenommen hatte, aber das vor ihr war eindeutig kein Hirngespinst. Ohne das sie es wirklich realisierte nahm sie die Verfolgung auf, was dem Goobljn nicht sonderlich gefiel. Gwgl sprang von ihrer Schulter und verfolgte den Flüchtenden selbst. Als dem Schatten auffiel das man ihn bemerkt hatte beschleunigte er sein Tempo und vergrößerte den Abstand zwischen sich und Kim beträchtlich. Trotzdem war seine Chance gering, denn Gwgl war schneller und hatte ihn in Windeseile eingeholt. Der Mann beschleunigte noch einmal und begann in dem engen Gang Hacken zu schlagen aber ohne Erfolg. Mit einem gezielten Sprung wurde der Unbekannte von Gwgl auf den Boden geworfen und niedergedrückt, sodass jeder Fluchtversuch vergeblich war. In dem kleinen Goobljn steckte bedenklich viel Kraft, und mit dem kleinen roten Kerl hatte er mit Sicherheit nicht gerechnet. Wer vermutet schon das sich ein wildes und gefährliches Tier im Schloss des Königs aufhält?
Keuchend kam Kim bei den Beiden an. Der Mann konnte einem fast leid tun, denn Gwgl saß auf seiner Brust, hatte seine Krallen in seine Muskeln gedrückt und fauchte ihn furchterregend an. Der am Boden liegende flehte den Goobljn um Gnade an und versuchte immer noch sich zu befreien.
„Gwgl, lass das!“ befohl Kim und sah sich ihren Fang einmal genauer dann. Da er im Schatten lag konnte sie nicht genau sehen. Es war ein Mann, wie sie schon vermutet hatte, außerdem war er sehr groß und er kam ihr gekannt vor! Kim musste ihren Befehl noch einmal wiederholen bis Gwgl endlich auf ihre Schulter sprang. Der Fremde richtete sich sofort auf und als er saß viel ein Lichtstrahl auf sein Gesicht.
Es war Josh!
Kim sag scharf Luft ein: „Oh, warte ich helfe dir!“ ihr war das furchtbar peinlich und so reichte sie ihm die Hand um ihm auf die Beine zu helfen: „ Es tut mir leid, ich hab dich nicht erkannt!“
Josh stand ohne ihre Hilfe auf. „Kim, genau dich habe ich gesucht!“ sagte er stattdessen.
„Was machst du denn hier? Ich dachte du und deine Familie wärt schon lange weg! Todie hat mir erzählt ihr würdet mit dem nächsten Schiff wieder nach Hause fahren.“
„Ja, das hatten wir auch vor, aber das Schiff konnte nicht auslaufen, weil die Hafeneinfahrt verschüttet wurde. Keiner weiß wie das passieren konnte. Meine Familie und ich wurden mit den Anderen, die befreit wurden, einstweilen hier auf dem Schloss untergebracht. Ich wusste ja, dass du irgendwo in der Burg bist... und da wollte ich sehen, wie es dir geht.“
Er sah Kim an und musterte sie: „ Gut, wie es aussieht! Bist du mit der königlichen Familie verwandt oder warum genießt du so einen Luxus?“
„Nein, bin ich nicht. Ich bin nur ein Gast!“ antwortete sie prompt. „Aber wenn du die ganze Zeit im Schloss warst, warum haben wir uns dann nie gesehen?“
„Na was denkst du denn, wir sind doch nur einfache Bürger und im Dienstbotentrakt untergebracht!“
Kim zog die Augenbraue hoch: „ Aha, und warum schleichst du hier dann so herum?“
„Wir dürfen den uns zugeteilten Teil der Burg nicht verlassen.“
„Im ernst?“ hackte Kim nach. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen das der König so streng war.
„Diese Schnösel wollen uns wohl nicht unter sich haben...“ redete Josh weiter.
Und da erinnerte sich Kim an den alten Text:
...Einer aus dem Volk...unterschätzt und verachtet vom Adel...

BITTE BITTE KRITISIERT MICH DOCH MAL...
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Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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Greenlia
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Ailtta Najitzabeth!

Hier kommt eine laaaange Stellungnahme:
Tut mir leid, wenn ich erst jetzt antworte, aber ich musste mich erst mal durch deine Texte wühlen!

Ich habe deine Helden bis zu diesem Kapitel begleitet und es macht mir Spaß deine Fantasie mitzuerleben. Auch wenn es stilistische und formale Fehler gibt (die einem selber nicht auffallen, das kenne ich auch) bin ich doch immer gespannt, wie es weitergeht.

Trotzdem, wenn ich ein Lektor wäre, würde ich einige Sachen anmerken. Vor allem beim stilistischen Teil. Aber das würde hier zu weit führen, bei so einer langen Geschichte. Man merkt halt noch, dass dein Werk nicht professionell ist, eben von einem Jugendlichen geschrieben. Mir ging es ebenso wie dir und ich konnte erst sagen, was schlecht war, nachdem eine gewisse Zeit vergangen war. Wir genauso sein bei dir.

Als ich das erste Kapitel las, musste ich *grinsen*. Da kam mir doch eine Geschichte in den Sinn, die zwei Mädchen vor langer Zeit geschrieben hatten...
Ja, so isses. Das Buch, das ich gemeinsam mit meiner Freundin geschrieben habe, fing ungefähr so an:
... Ein verzogenes Mädchen, das aus London kommt und in einer regnerischen Nacht mit ihren Eltern nach Schottland fährt. Zu einer alten Tante, die das Mädchen natürlich überhaupt nicht leiden kann. Diese Tante wohnt auf einer alten Burg im schottischen Hochland und hat ein seltsames Geheimnis... Sie ist nämlich eine Hexe und auf der Burg gibt es einen Zugang zu einer anderen Welt. Durch Zufall gerät das Mädchen, das sich total unwohl fühlt auf der Burg, in diese andere Welt und erfährt, dass sie laut einer alten Prophezeiung eine Auserwählte ist, die die Welt befreien soll... ;-)
Kannste mal sehen, wie eng die Ideen doch beieinander liegen. Aber, diesen Anfang gibt es nicht mehr! Die Geschichte wurde radikal geändert und ist völlig verschieden vom ersten Versuch.Tja, wenn man seine Schreiberei noch stark entwickelt, passiert sowas. Könnte sein, dass dir plötzlich deine Geschichte auch nicht mehr gefällt und du andere, bessere Ideen bekommst.

Das wär's erst mal. Muss mich noch durch den rest wurschteln, bevor ich mein Kommentar abgebe.

Schick' dir 'ne Muse!

P.S.: Wie alt bist du eigentlich und wie lange schreibst du schon Geschichten?

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Najitzabeth
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Hi Greenlia
Also um erst einmal deine Frage zu beantworten, ich bin 17 und meine erste Geschichte(eigentlich ein Comic) habe ich in der 2. Klasse geschrieben*g* (Mehr muss ich dazu nicht sagen, oder?). Danach habe ich immer wieder mit neuen Ideen begonnen, die mir jedesmal zu langweilig oder langwierig geworden sind, bis ich sie aufgegeben habe. Das ist mein erstes Buch(das ich auch zu Ende geschrieben habe)
Ich denke, das du bemerkt hast, das sich mein Schreibstil während der Geschichte verändert(ist mir selbst erst aufgefallen als ich es vor kurzen mal wieder gelesen habe und als mich Freunde darauf aufmerksam gemacht haben) und du hast recht. Der Anfang gefällt mir ehrlich gesagt nicht mehr besonders. Heute würde ich ihn ganz anders schreiben. )
Kann man deine Geschichte, die du erwähnt hast hier auch lesen?? Würde mich wirklich interesieren!
Danke für deine Antwort
mfg Najitzabeth(Der Name stammt übrigens von einem Charakter aus dem 2. Teil*g*)

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flammarion
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M/DWdS_Kapitel5

Mysthika's Geheimnis


Keith trat einen Schritt zurück: "Kim?"
"Weißt du eigentlich(Komma) was ich durchgemacht habe?" fauchte Kim. "Wo warst du die ganze Zeit und wo sind wir hier und vor allem(Komma) wie kommen wir wieder zurück und ...!" Kim wurde von einem der breitschultrigen Soldaten gepackt und von Keith weggezogen. "Weißt du eigentlich(Komma) mit wem du da sprichst!!" brüllte er sie an. "Ja, das weiß ich!"
"Anscheinend nicht..." wollte der Mann fortfahren(Komma) als Keith ihn unterbrach: "Lasst das jetzt, Hauptmann! Führt lieber diese armen Leute auf unser Schiff."
"Jawohl, mein Prinz!" antwortete der Hauptmann.
"PRINZ!?!" jetzt war Kim völlig entsetzt, aber bevor sie noch etwas sagen konnte(Komma) wurde sie bereits weggeführt. Todie und die anderen standen auf und folgten ihr. Kim hatte mal wieder für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt!
Am vorbeigehen (Im Vorbeigehen) zischte Keith ihr noch etwas zu: "Wir reden später darüber!"
Kim antwortete ihm mit einem fast tödlichen Blick.
Todie kam auf Kim zu. "Sie haben mich gerettet. Ich hatte schon fast keinen Atem mehr, als sie mich wieder hochgezogen haben! Gwgl haben sie auch gerettet."
Kim nickte nur.
Die Mädchen kletterten die Leiter hoch und wurden dann von einem der Soldaten auf Keith' Schiff gebracht. Es hatte drei Masten und war ganz weiß, so dass es blendete (besser blendend weiß).
Einige Männer waren gerade dabei(Komma) die Segel zu hissen.
Der Soldat führte [rd] sich Unterdeck (sie unter Deck) in ein Zimmer, in dem zwei Betten standen. "Ruht euch aus, der Prinz lässt dann nach euch schicken." sagte er in gewählter Höflichkeit und ging dann wieder.
"Pah! PRINZ!" nuschelte Kim abfällig und setzte sich auf ein Bett. Plötzlich hörten sie ein scharren (Scharren) auf dem Holzfußboden und ein lautes: "GWGL!" als der rote Goobljn Kim ansprang.
"Da bist du ja wieder!" rief sie und die Beiden fielen sich in die Arme. Auch Todie setzte sich zu ihnen auf das Bett und freute sich(Komma) das (dass) sie ihren (ihrem) Ziel jetzt ganz nahe war.
"Du kennst den Prinzen wohl?" fragte sie, mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.
"Ja und warum Grinst (grinst) du mich deswegen jetzt so an?" wollte Kim wissen und wirkte beleidigt.
"Ach(Komma) nur so ..." Todie wollte noch etwas sagen(Komma) als es and der Tür klopfte.
"Wer ist da?" rief Kim.
"Ähm ... ich bin's(Komma) Josh!" antwortete der Besucher und nach einer kurzen Pause fügte er hinzu: "Darf ich ´reinkommen?"
"Wer ist das?" Todie sah Kim fragend an.
"Ach, nur jemand(Komma) den ich auf dem Schiff der Sklavenhändler kennen(getrennt)gelernt habe. Komm rein!" die letzten beiden (überflüssig) Worte hatte Kim geschrieen.
Dann öffnete sich die Tür und Josh kam herein. Kim sah zu Josh und hätte ihn fast nicht wiedererkannt, er hatte neue Kleider bekommen und hatte sich gewaschen. Er trug eine schwarze Hose(Komma) die ihm viel zu kurz war, braune Stiefeletten und ein grünes Hemd. Ihr war nie aufgefallen(Komma) wie groß er war. Josh überragte sie fast um zwei Köpfe. Todie starrte ihn an, sodass sie Kim mit einem Lächeln bedachte.
"Was grinst du mich jetzt so an?" fragte das Beakermädchen(Komma) als sie Kim bemerkte. Ihr Grinsen wurde immer breiter: "Ach(Komma) nur so!"
Josh wurde Zeuge eines stummen Zwiegespräches, das nur die Mädchen verstanden. Auch Gwgl saß ratlos auf dem Bett und beobachtete die Beiden.
Bis plötzlich alle zwei (besser die Mädchen) brüllend zu Lachen (lachen) begannen. Josh und Gwgl waren nun vollends verwirrt und ihr (ihre) Gedanken standen ihnen ins Gesicht geschrieben: "Mädchen!" und laut sagte Josh. "Hey! ... Hallo? Habt ihr mich schon vergessen?"
"Oh! Nein(Komma) natürlich nicht" gab Todie zur Antwort. Kim bemerkte(Komma) wie der Junge zusammenzuckte(Komma) als er die Antwort bekam. Anscheinend fühlte er sich noch nicht sehr wohl in der Gegenwart von Beakern.
"Also, du hast echt seltsame Freunde, das muss ich jetzt echt mal sagen!" eröffnete Josh das Gespräch: "Gehört der grünhaarige Kerl,(kein Komma) da," er zeigte auf Gwgl, "auch zu euch?"
"Ja, das ist Gwgl. Es ist ein Goobljn und das ist Todie" stellte Kim ihre Freundin vor.

Die drei (Sie) unterhielten sich noch sehr lange. Irgendwann kam ein Mann und zündete Lampen an. Auch Josh wurde Todie gegenüber immer lockerer(Komma) obwohl er sich nicht traute(Komma) sie nach ihrer Herkunft zu fragen.
Gegen Mitternacht trennten (sie) sich die Drei (kann weg) und Kim und Todie legten sich schlafen.
Am nächsten Morgen wurden sie früh, durch Lärm auf dem Gang vor ihrem Zimmer, aufgeweckt. Die Beiden (Sie) hörten Stimmen und Schritte. Kim setzte sich gerade auf, als es an der Tür klopfte. Todie gähnte laut und setzt sich ebenfalls hin.
"Was!?!" brüllte Kim wütend über die Störung und ein penibel aussehender Mann betrat den Raum.
Er sah sich kurz um, bis sein Blick an Todie hängen blieb und er verächtlich die Nase rümpfte, dann fragte er mit einem seltsamen Akzent, der eingebildet wirkte: "Ist hier eine Dame Namens (namens) >>Kim<< anwesend?" er sagte das so, als wäre ihr Name eine Krankheit.
"Äh, ja!" antwortete Kim und wurde von oben bis unten gemustert.
"Eure Majestät, der Thronfolger von Mysthika wünscht euch (Euch) zu sehen!" der Mann hob seine Nase noch höher, als er sie sowieso schon trug.
"Was! Jetzt!?!" kreischte Kim.
"Ja, Augenblicklich (klein)!" entrüstete sich der Eingebildete.
"OK, ich komme gleich. Ich ziehe mich nur schnell an"
Als er keine Anstallten (Anstalten) machte(Komma) zu gehen(Komma) sagte Kim noch: "Würden sie (Sie) bitte draußen warten?"
"Natürlich, Myladie!" endlich drehte sich der Diener um und ging raus.
"Myladie!" äffte Todie ihn nach: "Was war das denn für einer?"
"Ach, keine Ahnung. Ich mach mich lieber mal fertig und lass unseren Schnösel da draußen nicht warten!"
Kim hatte sich über Nacht das T-Shirt,(kein Komma)von ihrem Vater,(kein Komma) angezogen. Jetzt zog sie wieder das Kleid an, das sie von Todie's Großmutter bekommen hatte. Als sie fertig war(Komma) ging sie zur Tür und wollte sie öffnen(Komma) als ihr Todie etwas zurief: "Na dann, viel Spaß mit dem Prinzen!" sagte sie und grinste über beide Ohren. Kim streckte ihr die Zunge raus.
"Haha, sehr witzig(Punkt)" sagte Kim, schloss die Tür hinter sich und ging. Todie sah zu Gwgl: "Na Kleiner, und was machen wir jetzt?" fragte sie den Goobljn. Dieser guckte nur genervt und verschwand blitzschnell unter einem (eines) der Betten.

Kim, die eine riesen Wut im Bauch hatte, nahm sich vor: "Dem mal richtig die Meinung zu sagen",(Punkt Sie) war inzwischen mit dem hochnäsigen Diener auf Deck gegangen und wurde jetzt ans andere Ende des Schiffes gebracht, wo er sie durch eine Tür wieder in das innere (Innere) des Seglers brachte. Dort gingen sie einen Gang entlang und dann durch eine große, mit Schnitzereien verzierten (verzierte) Tür.
"Ich werde euch dann (Überflüssig) bei dem Prinzen melden." erklärte der Schnösel und verschwand hinter einem dicken roten Vorhang. Dann hörte Kim(Komma) wie Stimmen laut wurden und hörte dann ein "Tretet ein!" von dem Diener.
Sie schob den schweren Vorhang zur Seite und wurde als erstes vom grellen Sonnenlicht geblendet. Kim hörte wie Keith sagte (hörte Keith sagen): "Danke, Benjamin. Du darfst jetzt gehen." Sie sah Benjamin auf sich zugehen und dann verschwand er hinter dem roten Vorhang.
Die Wand gegenüber bestand überwiegend aus Glasrechtecken(Komma) die durch dünne Holzlatten miteinander verbunden waren. In der Mitte des Raums war ein runder Tisch und auf der Fensterseite stand ein großer roter Stuhl, mit der großen Rückenlehne Kim zugewandt. Sie sah nur eine Hand auf der Armlehne.
"Sieh bitte nach(Komma) ob er wirklich rausgegangen ist, Kim!" flüsterte Keith.
Kim wollte mit ihrem ganzen Temperament aufbrausen, beherrschte sich aber,(kein Komma) doch noch und lugte hinter dem (den) Türvorhang. Tatsächlich stand dort der Schnösel mit einem Ohr an den Vorhang gedrückt. Als er das Mädchen bemerkte(Komma) wurde er knallrot im Gesicht und stammelte unsicher: "Ähm... also ich habe..." er sah sich im Raum um: "... meine Brille vergessen!" sagte er endlich und verließ Fluchtartig (klein) das Zimmer. Seltsam war nur, dass Kim nicht aufgefallen war(Komma) das (dass) er auf seiner spitzen Nase eine Brille getragen hätte! Kim kicherte und alle Wut war verpufft.
Als sie sich wieder umdrehte(Komma) meinte sie nur: "Jetzt ist er weg!" Keith stand auf und setzte sich auf einen anderen Stuhl an den Tisch. Er deutete (bedeutete) Kim(Komma) sich zu setzten (setzen Komma)danach folgte ein langes, unangenehmes Schweigen. Kim hatte sich Keith gegenüber hingesetzt und starrte wie gebannt auf die kahle Tischplatte.
"Also, ..." begann der Prinz endlich: "wie bist du hierher gekommen?" Kim blickte auf und sah ihn an. Sollte sie wirklich erzählen(Komma) dass sie ihn verfolgt hatte?
"Hmm ... also ich ... ich hab mir das Schloss alleine angesehen(Komma) dann bin ich durch eine Tür und war auf einmal im Wald!"
Er sah sie verdutzt an: "Moment, du bist im Wald angekommen. Das ist seltsam!"
"Warum?"
"Normalerweise kommt man im Schloss an!"
Kim erzählte Keith die ganze Geschichte von dem Spey der Beaker bis zu den Sklavenhändlern. Er unterbrach sie nicht ein einziges Mal und sah sie unentwegt an. Letzteres war Kim sehr unangenehm und sie wich seinem Blick aus. Zum Schluss fragte sie noch: "... Und wo bin ich hier überhaupt?"
"Oh,... stimmt(Komma) das kannst du ja gar nicht wissen. Du bist in Mysthika, in einer anderen Welt!"
Kim seufzte: "Wenn ich noch nicht soviel mitgemacht hätte, würde ich jetzt die Jungs mit den Weißen Turnschuhen holen!"
"Wen?"
"Ach(Komma) vergiss es!"
Die Beiden (Sie) redeten noch über dies und das. Keith erzählte von Mysthika und Kim berichtete von den Beakern. Irgendwann wollte sie,(kein Komma) dann wissen: "Aber eins verstehe ich nicht, wieso bist du ein Prinz?"
"Also, das ist so. Eigentlich bin ich hier geboren. Aber eines Tages wurde Burg Lybra belagert. Die Feinde meines Vaters wollten mich töten und drangen dann ins Schloss ein. Weil ich noch ein Säugling war(Komma) hat mich Xandor, um mich zu schützen, in deine Welt gebracht. Dort hat mich dann Molly, du weißt schon(Komma) meine Stiefmutter, gefunden und adoptiert. Als ich dann älter wurde(Komma) bin ich zurückgekehrt. Damit es nicht auffällt(Komma) wechsle ich zwischen den Welten."
"Und warum bist du Ausgerechnet (klein) jetzt hierher zurückgekehrt?"
"Ich hatte keine Lust(Komma) den Babysitter für dich zu spielen!" sagte er gerade heraus und grinste Kim an, die jetzt ein wenig beleidigt war: "Oh, na vielen Dank!"
Keith bemerkte Kim' s Wut, er (hatte) etwas Falsches gesagt. "Es war doch nur Spaß" fügte er schnell hinzu: "Nimm das doch nicht so ernst, es ..."
Plötzlich kam Benjamin durch den Vorhang, räusperte sich und sagte mit gespielter Dramatik: "Mein Prinz, wir erreichen soeben Burg Lybra!" Auf einmal wurde es dunkel vor dem Fenster und Keith sagte zu Kim, als er merkte(Komma) das (dass) sie zusammenzuckte: "Wir fahren in den Unterirdischen (klein) Hafen!"
Jetzt erkannte auch Kim(Komma) dass sie in eine Höhle gefahren waren und sah den Eingang nur noch als leuchtender Halbkreis.



Irgendwo weit im Norden an der Meeresküste stand ein Mann in einen schwarzen Umhang mit Kapuze gehüllt, sodass man weder Statur noch Gesicht erkennen konnte, in einem kreisrunden Raum(Komma) in dem es keine Fenster gab. Das Zimmer war ganz mit schwarzen Fliesen verkleidet und in der Mitte stand auf einen (einem) Sockel eine riesige Glaskugel, in deren inneren (Inneren) sich ein grelles Licht geheimnisvoll wand. Der Dunkle war wütend(Punkt) alle Versuche(Komma) das seltsame Mädchen aus der anderen Welt aufzuhalten(Komma) das Schloss zu erreichen(Komma) waren gescheitert. Sämtliche seiner Helfer hatten versagt. Die beiden Dorftrottel hatten es nicht geschafft(Komma) sie und das Beakermädchen aufzuhalten, genauso wie die Piraten. Es hatte nicht einmal geholfen(Komma) den Eingang nach Mysthika in den Wald der Beaker zu verlegen, damit jeder Neuankömmling automatisch von den verrufenen Vogelmenschen gefangengenommen werden musste. Das seltsamste war aber, dass er das Mädchen nicht durch die Kugel sehen konnte. Sie musste durch irgendeine geheimnisvolle Macht beschützt werden. Aber wie war das möglich? Niemand außer ihm und Saphira, die sich hier in Gefangenschaft befand, waren zu so etwas in der Lage. Er musste wohl zu drastischeren Maßnahmen greifen(Komma) um sie aufzuhalten.
Die Prophezeiung durfte sich nicht erfüllen!



Die Insel, die fast gesamt von dem Schloss eingenommen wurde, war früher einmal kahl und kalt gewesen(Komma) doch jetzt wuchsen ein paar Bäume auf den Abhängen. Burg Lybra selbst war alt und aus hellen großen Steinen gebaut, ein paar Türme konnte man über die hohe Wehrmauer hinausragen sehen. Am besten zu erkennen war der höchste Turm(Komma) in dem der große Seher Xandor wohnte, von dem keiner wusste(Komma) wie alt er war. Einige behaupteten(Komma) er sei so alt wie die Burg selbst und andere sagten(Komma) er würde schon seit Anbeginn der Zeit leben, aber niemand wusste es wirklich.
Inzwischen stand Todie an Deck des großen weißen Schiffes, das außergewöhnlich schnell war. Gestern Abend war das Schloss noch nicht einmal in Sicht gewesen und jetzt fuhren sie in den berühmten Hafen, der sich unter der Burg befand, ein. Sie war alleine, Gwgl war die ganze Zeit unter dem Bett geblieben.
"Er hat wohl immer noch Angst vor mir!" dachte sich Todie und wollte nach Kim suchen(Komma) damit sie sich die atemberaubende Tropfsteinhöhle ansah(Komma) durch die sie nun fuhren. Da kam Josh mit seinem Vater auf sie zu. Josh's Vater musterte sie nur kurz aus der Entfernung und ging dann wieder zurück unter Deck. Der Junge ging weiter in ihre Richtung und Todie spürte(Komma) wie sie (sich) verkrampfte und sie seinem Blick auswich. Sie fühlte sich unwohl, da sie genau wusste(Komma) das (dass) er in ihr nur ein Monster sah und nicht den Menschen, der sie einmal war.
"Weißt du(Komma) wo Kim ist?" fragte er(Komma) als er bei ihr ankam.
"Sie ist bei ihrer (seiner) Hoheit." Sie tat so(Komma) als sei sie genervt, aber in Wahrheit wollte sie wissen(Komma) was er nun wieder von ihr wollte. "Warum?" hackte (hakte) sie nach.
"Ich wollte mich nur von ihr verabschieden, weil ich und meine Familie gleich mit dem nächsten Schiff wieder nach Hause fahren. Könntest du ihr das Ausrichten (klein)?"
"Ja, natürlich!"
Jetzt war das Beakermädchen enttäuscht und sie drehte sich, nachdem Josh gegangen war, wieder um und sah zur Einfahrt(Komma) die jetzt nur noch ein heller Punkt war. Plötzlich fühlte Todie ein kribbeln (Kribbeln) auf der Haut, sie sah sich um, aber keiner der anderen Leute auf dem Schiff schien es bemerkt zu haben. Dann sah sie plötzlich einen grellen roten Blitz vor dem Eingang ins Wasser einschlagen.
"Was war das?" dachte sich (überflüssig) Todie, auch andere Leute hatten sich nach dem Lichtblitz umgedreht, aber die Tatsache, dass es keinen Knall gegeben hatte, machte sie stutzig und die meisten taten es als irgendeine Reflektion ab. So auch Todie.



Kim war im ersten Moment ein wenig geschockt über die Nachricht, dass sie angekommen seien: "Was denn, so schnell? Gestern war noch nirgends Land zu sehen!"
Benjamin, der, wie Keith erzählt hatte, der persönliche Diener und >>Aufpasser<< des Prinzen war, und sein Schützling sahen sich an und dann sagte Keith: "Tja, dass Schiff ist eben sehr schnell und wir hatten guten Wind!"
Kim fand(Komma) das (dass) es eher ziemlich windstill gewesen war, hatte aber keine Lust(Komma) weiter Nachzufragen (klein). Sie war viel zu neugierig auf das Schloss(Komma) und als hätte Keith es ihr angesehen(Komma) sagte er: "Gehen wir doch an Deck. Wir werden sowieso bald anlegen."
Kim nickte.
Benjamin ging also voraus, Keith und Kim hinterher.
Als sie den langen Gang entlang gingen, der sie zur Treppe führte, wurde Kim plötzlich schwindlig. Sie hatte das Gefühl(Komma) das (dass) auf einmal irgendetwas,(kein Komma) wichtiges,(kein Komma) geschehen war. Sie fühlte sich beobachtet!
Kim wurde schwarz vor Augen und, um nicht umzukippen, stützte sie sich an der Wand ab und rutschte aus. Keith, der neben ihr ging, reagierte sofort, er packte Kim am Arm und stütze sie. Das Mädchen schien bewusstlos zu sein, wachte aber nach wenigen Sekunden wieder auf. Kim saß jetzt auf dem Boden und blickte in die besorgten Gesichter von Benjamin und Keith. "Was ist passiert?" fragte der Prinz gleich. "Ich... Irgendetwas seltsames ist geschehen!" stotterte Kim(Komma) als sie von Benjamin und Keith wieder auf die Beine gestellt wurde. Nachdem sich Kim wieder einigermaßen erholt hatte(Komma) gingen die Drei an Deck, wo auch schon alle anderen Passagiere warteten und ungeduldig dem Hafen entgegensahen. Etwas außerhalb standen auch Todie und Gwgl. Der Goobljn rannte sofort auf Kim zu und sprang auf deren (ihre) Schulter. Keith sah Kim kurz unschlüssig an und fragte dann: "Du und deine beiden Freunde könnt mit mir in der Kutsche zur Burg fahren! Wenn ihr wollt!" Kim wollte gerade Antworten (klein Komma) als Benjamin plötzlich ganz geschockt aufsah, als habe er den Sinn seiner Worte erst jetzt verstanden: "Aber eure Majestät! Sie sind nur vom einfachen Fußvolk! Es genügt doch, das (dass) sie schon auf die Burg geladen wurden!"
Kim war verblüfft: "Was, wir wurden eingeladen?"
"Ja, aber das erklär ich dir später."
"Das sagst du jedes Mal!"
"Eure Hoheit..." meldete sich Benjamin wieder zu Wort und wurde sofort von Keith unterbrochen: "Sei jetzt bitte still!" der Diener wollte noch etwas sagen, doch Keith redete einfach weiter: "Das ist ein Befehl!" der Butler sah geschockt aus: "Jawohl" antwortete er beleidigt, sagte aber endlich nichts mehr.
Nachdem das Schiff im Hafen eingelaufen war, gingen Gwgl, Todie, Kim, Keith, der eingeschnappte Benjamin und eine ganze Schar von Leibwächtern von Bord. Sie mussten nicht lange warten(Komma) da kam eine große weiße Kutsche mit sechs eingespannten Schimmeln vorgefahren. Sie stiegen ein, während einige Leibwächter auf ein paar Pferde stiegen. Obwohl die Kutsche von außen recht groß wirkte(Komma) mussten sie sich ziemlich zusammendrücken, damit alle Platz nehmen konnten. Am meisten Platz brauchten die zwei breitschultrigen Soldaten(Komma) die darauf bestanden hatten(Komma) mitzufahren. Die Kutsche war wohl nicht für so viele Personen gemacht worden.
Als sie losfuhren(Komma) erblickte Kim durch eines der beiden Fenster Josh und seine Familie, die gerade in ein anderes Schiff einstiegen. Sie sah, dass er der Kutsche nachblickte, bis sie ihn aus den Augen verlor.
"Kommt Josh nicht aufs Schloss?" fragte sie an Todie gewandt. "Oh, das hab ich ganz vergessen!" antwortete sie: (besser Punkt) "Er hat dich vorhin gesucht. Er wollte sich verabschieden. Aber du warst ja bei ihm!" Todie deutete mit dem Kopf in Keith Richtung und sah ihn abfällig an. Was hatte sie denn in letzter Zeit?
"Na und! Das war ja wohl meine Entscheidung!" erwiderte Kim lauter als gewollt. Keith sah zwischen den Mädchen verwirrt hin und her. Was hatte er jetzt wieder verbrochen? In Wirklichkeit hatte (hätte) Kim sich auch gerne von Josh verabschiedet, aber sie hatte so ein Gefühl, das (dass) sie sich wiedersehen würden.
Inzwischen waren sie in eine Höhle hineingefahren. An den Wänden hingen in verzierten Halterungen kugelrunde Lampen, die ein wabberdendes (waberndes) weißes Licht ausstrahlten. Eine Zeitlang saßen sie alle (überflüssig) schweigend in der Kutsche und beobachteten,(kein Komma) durch die Fenster,(kein Komma) den Wechsel zwischen dem hellen Licht und den kahlen, dunklen Felswänden.
Irgendwann fragte Kim dann: "Warum wurden wir überhaupt ins Schloss eingeladen und vor allem: Woher wusstest du(Komma) das (dass) wir auf dem Schiff waren?" während sie das sagte(Komma) sah sie zu Keith hinüber.
"Ähm" er wirkte ein wenig schockiert, als wäre er nicht darauf gefasst gewesen, das (dass) er angesprochen wurde: (besser Punkt) "Also.... hmm, ja, das ist so... Naja"
"Komm zur Sache!" ermahnte ihn Kim und jetzt war auch Todie aufmerksam geworden, Benjamin bedachte sie mit strafenden (strafendem) Blick: "Ich glaube(Komma) ihr vergesst(Komma) mit wem ihr sprecht!" fuhr er sie an.
"Ist schon gut!" meldete sich der Prinz wieder zu Wort: "Xandor sagte, wir sollten die Sklavenhändler angreifen und das Mädchen mit den seltsamen Freunden unbedingt mit auf die Burg bringen."
"Aha, und wer, bitte ist dieser Xa.... irgendwer?"
"Xandor" wurde Kim von Benjamin berichtigt, der war aber sofort wieder still(Komma) nachdem er Keith zornigen Blick bemerkt hatte.
"Er ist ein Seher" beantwortete Keith ihre Frage.
"Und was meint der mit >>seltsame Freunde<<?" sagte Todie und starrte Keith an(Komma) bis dieser unsicher antwortete: "Also... hmm... Das meinte er bestimmt nicht als Beleidigung!"
"Ja, natürlich nicht!" bestätigte Todie gehässig. Gwgl hatte sich zwischen Kim und Todie breit gemacht und schlief. Jetzt drehte er sich um und krallte sich im Schlaf an Kim's Rock fest. Sie löste die Finger des Goobljns vorsichtig, damit er das Kleid nicht zerriss. Keith sah ihr dabei zu: "Wo habt ihr den Goobljn eigentlich her? Ward (Wart) ihr etwa auch im Gebirge?"
"Nein, nein." antwortete Kim: "Er ist uns mehr oder weniger zugelaufen. Im Wald der Beaker hat Gwgl mich einfach angesprungen."
"Ach so, und seine Eltern? War er etwa alleine?"
"Sein Vater hat uns vor den Beakern gerettet, als wir geflohen sind."
"Wie lange brauchen wir noch bis zum Schloss?" wollte jetzt Todie wissen.
"Nicht mehr sehr lang"(Komma) erwiderte Keith und sah dann aus dem Fenster. Peinliches Schweigen breitete sich in der Kutsche aus.
Sie fuhren noch eine Weile durch die Höhle mit den Kugellampen(Komma) bis sie endlich ein Licht am Ende des Tunnels sehen konnten. Ein paar Minuten später fuhren sie hinaus und alle waren zuerst von dem grellen Sonnenlicht geblendet. Sie fuhren auf einem Weg mit weißen Kieseln, links und rechts wuchs Rasen und in ordentlichen Reihen standen Bäume am Wegrand. Ein Schwarm Vögel flog auf (Komma) als sie an ihnen vorbeifuhren. Sie sahen aus wie blass lila Störche mit langen Federn als Schwanz. Gwgl war vom Sonnenlicht wach geworden und wollte den Vögeln hinterher fliegen, aber Todie hielt ihn gerade noch am Fuß fest, bevor er aus dem Fenster verschwinden konnte. Keith erklärte, dass sie nun durch den Garten, der außerhalb der Burg lag, fuhren. Nach einer Weile kam Burg Lybra in Sicht. In der Wehrmauer aus hellem (hellen) Steinblöcken war eine riesige Eisentür(Komma) die mit großen Mustern verziert wurde (war) , in dessen (deren) Mitte eine große Sonne mit gebogenen Strahlen stand. Als die Kutsche das Schloss erreichte, wurde das Tor,(kein Komma) wie von Geisterhand,(kein Komma) geöffnet und nachdem sie im Burghof angehalten hatten(Komma) schloss die Tür sich wieder, genauso geheimnisvoll. Kim fragte Keith nach einem Mechanismus(Komma) aber er grinste sie als Antwort nur an. Kaum waren alle ausgestiegen(Komma) kam eine ganze Garde Soldaten, die in ihrer Mitte zwei Männer hatte.
Der eine, der etwa 40 Jahre war, trug einen langen roten Umhang, der mit einer roten Sonne als Brosche zusammengehalten wurde und ein edles Gewand. Er hatte lange graue Haare, die er im Nacken zusammengebunden hatte. In seinem Gesicht zeichneten sich die Leiden, die er während seines Lebens erdulden musste, ab.
Der Andere war älter, allerdings war schwer zu schätzen(Komma) wie alt er war. Er könnte 60 sein, aber genauso gut auch 150. Die weiße Robe hing, nur mit einem Gürtel gehalten, bis zu den Füßen hinunter. Er hatte einen langen weißen Bart und Haare (Sein Haupt- und Barthaar war weiß und lang). Um seinen Hals hatte er einen gelblich-weißen Umhang mit Kapuze gebunden. Sie kamen auf Kim und die Anderen zu.
Der alte Mann starrte Kim die ganze Zeit an und sie fühlte sich unter seinen Augen richtig ausgeliefert, sodass sie sich beherrschen musste(Komma) um nicht zurückzuweichen. Todie, Benjamin und alle anderen verbeugten sich vor dem König. Der Butler stieß Kim kurz zwischen die Rippen(Komma) um ihr zu deuten (bedeuten) (Komma) das (dass) auch sie einen Knicks machen sollte. Sie musste sich dabei sehr dumm anstellen (Sie stellte sich dabei wohl sehr dumm an), denn Keith, der inzwischen zu seinem Vater gelaufen war(Komma) um ihn zu begrüßen, musste sich das Lachen sichtlich verkneifen. Der Ältere hielt sich mit nichts auf, sondern kam unbeirrt auf Kim zu. Als er sie erreichte(Komma) sah er ihr tief in die Augen. Die Andern waren alle einen Schritt zurückgewichen. Kim lief eine Gänsehaut unter dem Blick des Alten (den Rücken herunter). Seine Augen enthüllten eine Weißheit (Weisheit) und Schläue, wie es Kim noch nie erlebte hatte. Nach einigen Sekunden, Kim kam es wie Stunden vor, wendete sich der Alte ab und ging ohne ein Wort zu sagen auf Keith zu. "Bist du sicher, das (dass) sie es ist, die du herbringen solltest?" fragte er(Komma) als sei Keith nur ein armseliger Diener und ohne irgendein zittern (Zittern) des Alters in der Stimme. Keith war sofort eingeschüchtert: "Ähm... Ich dachte(Komma) ihr (Ihr) würdest (würdet) sie meinen, Xandor! Ich glaubte wirklich(Komma) ihr würdet Kim meinen!" antwortete Keith kleinlaut.
"Du lässt dich zu leicht einschüchtern, Junge!" belehrte Xandor den Prinzen, jetzt lächelnd. Keith wurde rot.
"Ich meine(Komma) noch seltsamere Freunde kann man ja wohl nicht haben!" redete er weiter.
"Ach ja! Na(Komma) dann vielen Dank!" schrie Todie empört und Gwgl fauchte den Alten Mann an.
"Oh, tut mir leid, Todie!" sagte der Alte sanft: "So habe ich das nicht gemeint. Ich dachte nur(Komma) das (dass) eine Gruppe aus einem Beakermädchen, und jeder hat Angst vor den Beakern, Gwgl, einem Goobljn aus den Berge (Bergen) , einem Müllersjungen, einem Prinzen und einem Mädchen aus einer anderen Welt, schon etwas seltsam ist. Oder denkst du anders darüber?" er sah Todie, die jetzt mit offenen (offenem) Schnabel dastand, fragend an. Auch Kim war geschockt. Woher kannte er ihre Namen oder wusste er von Josh? Und vor allem(Komma) woher wusste er(Komma) woher Kim kam!!! Da erinnerte sie sich an Keith Worte.
Er ist ein Seher!
Kim sah zu Keith hinüber, er schien genauso verdutzt darüber, wie viel Xandor wusste , wie sie (überflüssig). Dann kam der König auf Kim zu, aber zuerst fragte er noch, ob sich Xandor wirklich sicher sei, denn Kim sehe ziemlich normal aus. Er begrüßte Kim und Todie und befahl dann den Dienern, die inzwischen zu ihnen gestoßen waren(Komma) den Mädchen die Zimmer zu zeigen(Komma) in denen sie wohnen sollten. Er sagte auch(Komma) dass sie mit ihm zu Abend (getrennt)essen würden. Danach nickte er Keith zu und er, sein Sohn und Xandor gingen zurück in die Burg. Todie und Kim wurden gleich von den Dienern durch eine Hintertüre geführt und dann durch die Küche, in der bereits geschäftiges Treiben herrschte. Sie gingen eine Treppe hoch und dann durch einen langen Korridor, an dessen Wänden kostbar aussehende Gemälde hingen. Einige davon zeigten ein geflügeltes Einhorn oder einen riesigen Drachen. Die Diener, zwei Jungen(Komma) die wahrscheinlich noch jünger waren als Kim und Todie, führten sie weiter eine gewendelte Treppe hinauf und über eine der Wehrmauern(Komma) von der aus sie eine tolle Sicht über den Garten hatten und sie (überflüssig) auch den See sehen konnten. Dann kamen sie endlich, nach einigen weiteren Treppen und nachdem sie durch den Innenhof gegangen waren, in den Zimmern an. Sie waren durch eine schwere Eichentür, in die wieder die Sonne eingearbeitet war, voneinander getrennt.
Die Zimmer waren in blau und grün gehalten. Vor den Fenstern hingen schwere Vorhänge und auf den Boden (entweder auf den Böden oder auf dem Boden) lagen prachtvolle Teppiche und Läufer. Jeder Raum hatte einen eigenen Kamin(Komma) auf dessen Sims kunstvolle Schnitzereien zu sehen waren. Außerdem waren (kann weg) machten die Möbel in den Räumen einen so kostbaren Eindruck, dass Kim Angst davor hatte(Komma) sie zu beschädigen. Todie nahm das hintere Zimmer und Gwgl ging, natürlich mit Kim, in das Vordere. Der Diener erklärte den Mädchen noch, dass sie sich für das Abendessen mit dem König waschen und umziehen sollten. Eine Schüssel mit warmem Wasser würde ihnen noch gebracht und Kleider fänden sie in den Schränken. Dann verabschiedete er sich mit einer Verbeugung, was Kim sehr albern fand, und ging.
Kim und Todie beschlossen(Komma) sich erst einmal ein wenig auszuruhen. Jede ging in ihr Zimmer. Kim legte sich auf ihr Bett. Es war ungewöhnlich weich, sodass sie fasst bis zur Hälfte darin versank. "Oh Gott! Wie soll man da schlafen?"
Sie klopfte sich das Kopfkissen einiger Maßen zu Recht und war trotz ihrer Zweifel schon nach einigen Minuten eingenickt.

Als sie wieder aufwachte(Komma) standen auf dem Tisch eine Wasserschüssel und ein Handtuch. Kim streckte sich und stand dann auf(Komma) um sich zu waschen. Es wurde dann doch eher eine Katzenwäsche, aber kaum hatte sie sich wieder abgetrocknet, da klopfte es an der Tür. Sie dachte, dass sie nun zum Abendessen kommen sollte, aber Kim hatte sich doch noch nicht umgezogen! Kim bat denjenigen reinzukommen und eine etwa 50 jährige, untersetzte Frau mit grauen Haaren, die sie zu einem strengen Knoten gebunden hatte, betrat den Raum. "Ich soll ihnen (Ihnen) beim Fertigmachen helfen!" erklärte sie kurz mit strenger Miene und ging dann weiter zum Schrank. Die Frau holte ein dunkles, violettes Samtkleid heraus mit passenden Schuhen. Beides war mit feinen roten Stickereien verzieht (verziert) . Kim passte es gar nicht, dass ihr beim Anziehen geholfen wurde, aber sie sagte nichts( da sie die Knöpfe am Rücken sowieso nicht selbst hätte zuknöpfen können). Danach machte die Frau Kim's Haare, was eine reine Tortur war. Bis alle Knoten ausgekämmt waren, standen Kim die Tränen in den Augen, da die Frau auch nicht sonderlich feinfühlig war. Die Zofe steckte das Haar noch hoch, dann verabschiedete sie sich, nahm Kim's schmutzige Kleidung mit sich und verlies (verließ) das Zimmer. Jetzt musste Kim nur noch warten(Komma) bis sie zum Essen abgeholt wurde, aber was sollte sie bis dahin machen? Sich Langweilen (klein)?
Kim wusste nicht(Komma) ob Todie schon fertig war und das Schloss alleine erkunden wollte sie auch nicht, aus Angst(Komma) dass sie sich verirrte. Allerdings musste sie nicht lange warten(Komma) als (besser bis) es klopfte. Kim ging zur Tür und öffnete sie. Der Junge(Komma) der Todie und ihr den Weg zu ihren Zimmern gezeigt hatte(Komma) stand im Gang und sagte(Komma) das (dass) es jetzt Zeit zum Abendessen sei. Kim hatte gar nicht gemerkt(Komma) wie die Zeit vergangen war. Plötzlich fiel ihr etwas ein! Wo war Gwgl? Kim wusste(Komma) dass er noch da gewesen war(Komma) als sie eingeschlafen war. Sie sah sich noch einmal um, ob er nicht irgendwo läge und schlief. Aber nichts. "Na ja, der taucht schon wieder auf!" dachte sie sich und ging dann aus dem Raum. Der Page klopfte noch bei Todie, die anscheinend auch schon gewartet hatte, denn sich (sie) war sofort an der Tür. Das Beackermädchen (ck raus) trug ein rotes Kleid aus einem wehenden Stoff und eine Zofe hatte versucht(Komma) die abstehenden Federn auf ihren (ihrem) Kopf zu bändigen. Kim sah Todie zum ersten Mal ohne ihr Federkleid und den Kapuzenmantel.
"Nicht schlecht!" sagte Todie(Komma) nachdem sie Kim eingehend gemustert hatte
"Du siehst aber auch nicht übel aus!"
Die zwei Mädchen grinsten sich an und folgten dann (überflüssiges Füllwort) dem Jungen in den Speisesaal. Sie gingen durch einige Gänge und Korridore(Komma) bis sie an einer sehr großen Tür ankamen. Dort verließ sie der Page.
"Sollen wir mal klopfen?" fragte Todie. Kim zuckte mit den Schultern und tat es einfach. Dann warteten sie. Endlich öffneten sich die beiden Hälften der Tür. Was Kim und Todie nicht aufgefallen war, war die Tatsache(Komma) dass niemand die Tür öffnete. Der Saal war sehr groß, ja schon fast gigantisch. Wände, Boden und die Säulen, die den Raum säumten(Komma) waren aus Marmor. In der Mitte stand eine lange hölzerne Tafel, links und rechts davon befanden sich ebenso endlose Bänke. An einem Ende thronte ein Stuhl mit einer sehr hohen Rückenlehne, der mit rotem Satin überzogen war. An der Spitze thronte die rote Sonne. Es saßen nur zwei Personen am Tisch: links neben dem Thron Keith und neben ihm, welch eine Überraschung, Benjamin. Keith starrte die ganze Zeit auf Kim, was diese natürlich bemerkte. Als sie und Todie am Tisch ankamen und sich auf die gegenüberliegende Seite von Keith und seinem >>Kindermädchen<< setzten(Komma) sagte Kim: "Na, was ist los?" und grinste den Prinzen an. Es dauerte einen Augenblick(Komma) bis er antwortete, anscheinend hatte er erst jetzt gemerkt, dass Kim ihn angesprochen hatte: "Wow! Äh nein... ich meine!" stammelte er, doch dann wieder mit gewohnter Selbstsicherheit: "Was soll denn sein?"
Kim war zufrieden mit der Antwort, sie hatte ihn tatsächlich aus der Fassung gebracht. Todie bekam einen Lachanfall und Keith rutschte mit hochrotem Kopf auf seinem Platz hin und her, was nicht unbedingt dazu beitrug(Komma) das (dass) Todie sich beruhigte. Benjamin schien darüber nicht sonderlich begeistert zu sein und bat um Ruhe. Kim und Todie setzten sich hin (das taten sie schon 7 zeilen höher). Kim ließ den Platz zur Rechten des Throns aus, da er mit einem roten Kissen versehen war und sie sich ziemlich sicher war, dass nicht sie dort sitzen sollte. Nach etwa fünf Minuten öffnete sich eine Tür, die sich hinter dem großen Stuhl befand und ein edel gekleideter, blonder Mann mit Schnurrbart betrat den Raum. Er verkündete, dass der König und dessen Berater, der altehrwürdige Xandor, nun zum Essen kommen würden. Nach seiner Ankündigung verließ er sofort den Saal und die Tür schloss sich wieder. Kim sah zu Keith, er beobachtete sie immer noch. Als er Kim' s Blick bemerkte(Komma) blickte er sofort in eine andere Richtung. Kurze Zeit später öffnete sich die Tür von neuem und Keith' Vater und der alte Seher betraten den Raum. Hinter ihnen schloss sich die Tür wieder und sie nahmen ihre Plätze ein. Sie saßen kaum, da öffnete sich ein kleinerer Gang in der Wand, den Kim bisher nicht bemerkt hatte und zahlreiche Diener trugen die Speisen auf. Das Essen war gut und reichlich. Nur die Stimmung war etwas gedrückt. Todie und Kim mussten ihre Geschichte wieder(getrennt)einmal erzählen, wobei Kim natürlich wieder gewisse Einzelheiten ausließ. Der Seher hörte aufmerksam zu, während die Mädchen von ihren Abenteuern erzählten und hin und wieder (besser ab und zu, sonst 3mal wieder) tauschte er mit seinem König wissende Blicke aus. Ansonsten wurde nicht viel geredet, außer, als Keith versuchte(Komma) seinem Vater zu erklären, was zum Beispiel eine Taschenlampe ist. Kurz nach dem Essen verließen sie auch der König und sein Ratgeber schon wieder. Da es schon recht spät war(Komma) beschlossen auch die Mädchen(Komma) schlafen zu gehen. Es gab da nur ein Problem. Todie und Kim' s mangelnder Orientierungssinn. Etwa zehn Minuten(Komma) nachdem sie den Speisesaal verlassen hatten(Komma) kamen sie wieder zurück und baten Keith, der zum Glück noch da war, ihnen doch den Weg zu erklären. Benjamin protestierte heftigst dagegen, denn für den Prinzen ziemte es sich nicht(Komma) abends in den Trakt der Damenwohnräume zu gehen. Keith verdrehte nur die Augen und stand auf, um Kim und Todie zu begleiten. Sie hörten Benjamin noch durch die geschlossene Tür schimpfen. Keith führte sie wieder durch die Korridore(Komma) dabei lachten sie über Benjamin.
"Ist der immer so?" fragte Todie einmal,
"Ja, und du solltest ihn mal hören, wenn er richtig in Fahrt kommt!"
Endlich bogen sie in den Gang ein, in dem Kim und Todie wohnten. Das Beakermädchen verabschiedete sich und ging gähnend in ihr Zimmer. Kim wollte auch gehen, als Keith sie aufhielt: "Warte noch kurz!"
"Ja, was ist denn?"
"Ich wollte dir noch etwas sagen"
"Und was?" fragte Kim nach.
"Ähm... das Kleid steht dir wirklich gut!" sagte der Prinz und wirkte etwas verlegen.
"Oh... findest du?? Danke!" Kim grinste ihn an, wünschte ihm eine gute Nacht und ging dann in ihr Zimmer.



Keith blickte auf die geschlossene Zimmertür. Er schüttelte den Kopf: " Man (Mann) , bin ich bescheuert!!" verfluchte er sich selbst und ging zurück zu dem großen Bankettsaal(Komma) in dem (besser wo) Benjamin vermutlich auf ihn wartete und eine zwei Stunden lange Moralpredigt vorbereitete.



Gwgl lag auf Kim' s Bett und schlief. Sie verdrehte nur die Augen und ging dann zum Schrank, um nach einem Nachthemd zu suchen. Tatsächlich fand sie eines.
Zuerst vergebens versuchte sie die zahlreichen Knöpfe des Samtkleides zu öffnen, was sie nach einigen Verrenkungen, bei denen eine Balletttänzerin wahrscheinlich grün vor Neid geworden wäre, schaffte. Dann nahm sie Gwgl sacht, um ihn nicht aufzuwecken, und legte ihn auf den dicken Teppich vor den Kamin, in dem ein kleines Feuer tanzende Schatten an die Wand warf. Sie hatte sich kaum hingelegt(Komma) da war auch sie schon wieder eingeschlafen.

Am nächsten Morgen wachte Kim sehr früh auf. Die ersten Sonnenstrahlen, die von den Fenstern auf der gegenüberliegenden Seite reflektiert wurden, schienen in ihr Zimmer. Kim streckte sich und setzte sich auf. Gwgl schlief noch immer: "So eine Schlafmütze!" dachte sie sich und stand auf. Aus dem Kleiderschrank suchte sie sich ein blaues Kleid heraus. Es war einfacher als das violette (und hatte auch weniger Knöpfe). Nachdem sie sich angezogen hatte(Komma) wachte auch Gwgl auf, er gähnte ungeniert und sprang dann mit einem Satz auf Kim' s Schulter. Sie wollte gerade nachsehen, ob Todie schon wach sei, als sie auf die Idee kam(Komma) sich die Burg doch einfach einmal genauer anzusehen. Es war Kim, als hätte man ihr, ziemlich bildlich gesehen, diesen Einfall in den Kopf gesetzt. Ohne noch einen Gedanken an Todie zu verschwenden(Komma) ging sie zur Tür hinaus und den Gang entlang. Kim hatte auf einmal nicht mehr den Drang(Komma) sich umzusehen, es war ihr, als würde sie von irgendetwas angezogen, als wüsste sie(Komma) wohin sie ging. Mit Gwgl auf der Schulter ging das Mädchen durch duzende (Dutzende) von Korridoren, Treppenhäusern und Sälen. Sie ging durch den riesigen Schlossgarten und stieg letztendlich eine schier endlose Wendeltreppe nach oben. Irgendwann hatte sie die letzte Stufe erreicht und betrat den obersten Raum. Das runde Zimmer war vollgestopft mit Holzregalen(Komma) auf denen alte, wertvoll aussehende Bücher und Schriftrollen standen. An den Backsteinwänden hingen, zum Teil stark verblasste, Land -, Stadt - und Sternenkarten. Vier große Fenster säumten den Raum von denen jedes, durch einen kunstvoll in den Rahmen geschnitzten Buchstaben, gekennzeichnet war(Komma) in welche Himmelrichtung (Himmelsrichtung) man sehen konnte. Ein wuchtiger kreisförmiger Tisch stand im Zentrum, ebenfalls voller Pergamente und anderen Schriftstücken. Auch zum Teil staubige Geräte und Glasflaschen, wie man sie in der Chemie gebraucht, waren darauf abgestellt. Ein einsamer Ohrensessel, der stark gepolstert war, stand an dem Tisch. Davor war ein besonders dickes, in Leder gebundenes Buch in der Mitte aufgeschlagen. Andere Bücher, für die man keinen Platz mehr gefunden hatte, lagen einfach,(kein Komma) auf dem Boden gestapelt,(kein Komma) herum. Plötzlich öffnete sich eine Tür,(kein Komma) auf der gegenüberliegenden Seite des Zimmers. Kim hatte sie bisher nicht bemerkt und war sich fast sicher(Komma) das (dass) die Tür vorher nicht existiert hatte. Der königliche Berater und Seher, Xandor, trat ein. Verdutzt starrte das Mädchen den alten Mann an: "Ähm... ich... also ich wusste nicht... !" Begann Kim eine Entschuldigung, warum sie ohne anzuklopfen den Raum betreten hatte, zu haspeln. Aber Xandor hob lediglich die Hand(Komma) um sie zum Schweigen zu bringen und lächelte: "Schön(Komma) das (dass) du so schnell gekommen bist!"
Jetzt war Kim wirklich baff und Gwgl anscheinend auch(Komma) denn er sprang von Kim' s Schulter und kroch hinter einen besonders hohen Bücherstapel.
"Ich hoffe(Komma) du verstehst mich nicht falsch, aber ich habe etwas nachgeholfen(Komma) damit du hierher findest. Ansonsten hätte ich dich selbst holen oder einen Boten ausschicken müssen und das wäre dann doch viel zu umständlich und langwierig gewesen. Ich habe es also lieber auf dem direkten Weg getan." Erklärte der alte Mann.
"A... achso!?" Kim verstand nicht wirklich, wie er das nun wieder meinte(Komma) ließ es aber auf sich beruhen.
"Ich wollte mit dir alleine reden, " sprach Xandor weiter, nachdem er sich hingesetzt hatte: "Das war der Grund(Komma) warum ich dich aufwecken musste, oder glaubst du(Komma) deine Freundin Todie würde dich alleine im Schloss herum spazieren lassen?" Kim kicherte: "Nein(Komma) vermutlich nicht, so etwas wie eine Schlosserkundung auf eigene Faust hätte sie sich nie entgehen lassen!" der (Der) Seher nickte und lächelte sie zur Antwort an. Dann wurde er wieder ernst. "Kommst du wirklich aus der Welt in der..." er zögerte kurz:
"... in die ich Keith damals schickte?"
" Ja, meine Mutter und ich wohnen in dem alten Schlosshotel in dem seine Mutter... Stiefmutter arbeitet."
"Und wie bist du wirklich hierher gekommen? ... Oh, das hab ich ganz vergessen! Bevor du antwortest, setz dich doch bitte!" der (Der) Seher zeigte auf einen einfachen kleinen Stuhl, wie er in ihrem Zimmer stand. Schon langsam hörte Kim auf sich darüber zu wundern, was in diesen Mauern alles an seltsamen Dingen geschah. Trotzdem stupste sie den Stuhl erst einmal mit dem Fuß an, um sich zu vergewissern, dass er echt war und nicht nur Einbildung. Dann setzte sie sich und sah Xandor, der nur ein wenig amüsiert schaute, misstrauisch an.
"Das habe ich ihnen (Ihnen)...!"
"Nein(Komma) Kim, ich möchte die Wahrheit hören!!"
Sie sah ihn beleidigt an(Komma) aber erzählte dann doch, obwohl es ihr wiederstrebte, die ganze Geschichte.
"Hätte mich auch gewundert, wenn du nicht durch ein bereits vorhandenes Weltenportal hierher gelangt wärst. Es gibt nur sehr wenige Weltenwanderer, und noch weniger haben die Macht(Komma) ein Portal zu öffnen. Außerdem sind die meisten nicht menschlich!" Kim verstand gar nichts mehr, was sollte denn nun >>nicht menschlich<< schon wieder bedeuten? Außerdem wollte sie endlich etwas essen und nach unten in ihr Zimmer.
"Und nur um mich das zu fragen(Komma) haben sie (Sie) mich hier hoch geschickt?" Holte (holte) Kim den alten Mann aus seinen Gedanken zurück in die Wirklichkeit.
"Oh... nein(Komma) natürlich nicht. Ich wollte mich nur vergewissern(Komma) das (dass) ich mit meinen Vermutungen recht hatte, bevor ich dir das hier zeige!" Er drehte das dicke Buch, das vor ihm gelegen hatte(Komma) um, damit Kim besser lesen konnte. Die ganze linke Seite wurde von einem prachtvollen Bild, das mit Goldeinlagerungen verziert war, eingenommen. Darauf zu sehen waren ein wunderschönes geflügeltes Einhorn, das mit einem riesigen feuerspuckenden Drachen kämpfte. Im Hintergrund blickte man auf zwei Burgen, die eine dunkel und auf einem Berg(Komma) der von Nebel umringt war und die andere aus weißem Stein und auf einer Insel mitten in einem großem See.
Auf der rechten Seite stand ein Text in einer schwungvollen, alten Schrift. Kim hatte einige Probleme(Komma) sich an diesen Schreibstil zu gewöhnen, aber nach ein paar Minuten verstand sie(Komma) was dort zu lesen war: es schien so etwas wie eine Prophezeiung zu sein!
Wenn uraltes Böses erwacht
Und der Drache die Träume besiegt
Kommt die Unsichtbare, die kein Wanderer ist
Und nur Sie kann die Träume noch retten

Doch nicht allein muss Sie diese Aufgabe bewältigen
Eine Gemeinschaft, wie noch nie dagewesen
Steht ihr zur Seite und weist den Weg
Denn vereint sollen sie sein
Die vier Königreiche

Ein menschenfressendes Wesen
Halb Mensch halb Vogel
Von allen gefürchtet

Ein Goobljn aus den Bergen
Jung und unwissend
Immer an ihrer Seite

Einer aus dem Volk
Von Eifersucht geblendet
Unterschätzt und verachtet vom Adel

Der Thronfolger, ein Ritter
Lebt mit einer Lüge
Das Böse im Blut

Und eine aus einer anderen Welt!

Doch wenn alte Feinde nicht zu Freunden werden
Und ohne den Glauben und die Liebe
Wird Sie ihre Macht nicht finden


Kim schluckte und wollte umblättern, da sie das Gefühl hatte, dass das noch nicht das Ende war. Doch Xandor verhinderte das schnell. Sie lehnte sich zurück und fragte stattdessen: "Und was hat das mit mir zu tun?" Eigentlich hätte sie sich das schon gut vorstellen können(Komma) aber Kim wollte es immer noch nicht wahr haben.
"Das hier ist eine Jahrtausende alte Prophezeiung, oder besser(getrennt)gesagt ein Teil davon. Geschrieben hatte sie eine wirklich sehr mächtige Weltenwanderin. Und ich bin der Meinung, aber das kannst du dir wahrscheinlich sowieso schon denken, das (dass) du damit gemeint bist!" Xandor sah sie an(Komma) als erwarte er eine Antwort. Aber Kim sagte nichts, also sprach er einfach weiter: "Mit den >>Träumen<< ist höchstwahrscheinlich >>Phantasie<< gemeint, und damit würde es bedeuten, das (dass) die Rede von Saphira ist!" der (Der) Berater war schon wieder in Gedanken versunken und deswegen griff Kim das Gespräch wieder auf: "Und wer, bitte, ist nun schon wieder Saphira?"
"Oh, natürlich solltest du das wissen. Saphira ist kein Mensch, auch wenn wahrscheinlich kein Mensch weißer (weiser) und mächtiger sein könnte. Sie ist das Einhorn, das du dort auf dem Bild siehst. Behüterin unserer Welt und das(Komma) seit irgendeiner von uns begonnen hatte(Komma) die Geschichten aufzuschreiben. Wahrscheinlich noch weit länger! Doch jetzt ist sie bereits seit einigen Jahren verschwunden. Früher hatte sie uns regelmäßig besucht oder zu sich gerufen. Vermutlich hat der schwarze Magier Nevytar sie entführt, wie auch immer er das geschafft haben mag." Kim sah ihn zweifelnd an, sie war trotz allen (allem) doch ein Ignorant und jetzt erzählte er ihr auch noch von einem Einhorn und einem bösen Magier! "Und warum gehen sie (Sie) dann nicht einfach dahin(Komma) wo dieses Einhorn lebt, um nachzusehen(Komma) ob es da ist? Vielleicht hatte es einfach keine Lust auf Besuch!"
"Sehr witzig(Komma) kleines Fräulein, du glaubst es wohl immer noch nicht? Na ja, du wirst die Wahrheit schon noch erkennen... Ich würde sie schon suchen(Komma) aber leider weiß niemand(Komma) wo Saphira lebt!"
"Aja, und was ist mit der >>Macht<< gemeint?"
"Ich hoffe(Komma) das findest du selbst rechtzeitig heraus!"
"Toll, und was soll ich da jetzt machen??" bohrte Kim weiter nach.
"Das, liebe Kim, wird dir das Schicksal weisen!" Während Xandor das sagte(Komma) stand er auf und ging zu der Tür(Komma) aus der er so plötzlich aufgetaucht war und verschwand genauso schnell wieder. Zuerst wollte Kim ihm folgen, überlegte es sich aber dann doch anders und verschwand lieber selbst durch die Tür, die sie am frühen morgen (Morgen) benutzt hatte. Gwgl hatte die selbe Idee und hüpfte mit einem Satz auf seinen Lieblingsplatz, Kim' s Schulter.
Die beiden stiegen die Treppe hinunter, wobei Kim fast gestolpert wäre, da sie so sehr in Gedanken versunken war. Eine Prophezeiung, die sie erfüllen sollte? Nie im Leben würde sie so einen Unsinn glauben! Oder doch? Kim wusste nicht(Komma) was sie tun sollte.
Endlich unten angekommen lief sie in den Garten, bis ihr etwas auffiel. Kim hatte wieder(getrennt)einmal die Orientierung verloren! Lange überlegte sie nicht und entschied sich einfach(Komma) ihrem Gefühl zu folgen.
"Schließlich hat es ja vorher auch funktioniert!" sagte sie zu Gwgl, der sie dann nur etwas ängstlich ansah(Komma) als hätte er die Befürchtung(Komma) nie mehr auf seinem gemütlichen Teppich schlafen zu können. So ging Kim einfach immer ihrer Nase nach. einigen (Einige) Gängen und Treppen weiter, die sie hinter sich gelassen hatte(Komma) gab Kim schließlich auf.
Sie hatte sich doch verlaufen!
An des (den) Wänden hingen immer weniger Gemälde und die Korridore waren nicht mehr so prunkvoll. Die wenigen Höflinge(Komma) denen sie begegnet war(Komma) musterten sie immer nur abschätzend und rümpften dann die Nase, deswegen hatte sie nie den Mut gehabt(Komma) um (überflüssig) nach dem Weg zu fragen. Ein wenig enttäuscht war sie schon, Kim hatte gehofft, das (dass) sie ihr Ziel nun immer so leicht zu finden, wie sie zu Xandor fand. Sie wollte gerade wieder umkehren(Komma) um eine andere Treppe oder Abzweigung zu nehmen(Komma) also (als) sie leise Schritte hörte. Auch Gwgl schien es bemerkt zu haben, denn er stellte auf einmal seine langen Ohren auf und sah sich um. Kim wurde neugierig und ging in die Richtung(Komma) aus der sie vermutete, das dass (dass das) Geräusch gekommen war. Dann sah sie plötzlich eine dunkle Gestallt einigen (Gestalt einige) Meter vor ihr von einem in den gegenüberliegenden Korridor laufen. Irgendwie erinnerte sie dieses Bild an ihre erste Nacht im Spy der Beaker, als die Dunkelheit Gestalt angenommen hatte, aber das vor ihr war eindeutig kein Hirngespinst. Ohne das (dass) sie es wirklich realisierte(Komma) nahm sie die Verfolgung auf, was dem Goobljn nicht sonderlich gefiel. Gwgl sprang von ihrer Schulter und verfolgte den Flüchtenden selbst. Als dem Schatten auffiel(Komma) das (dass) man ihn bemerkt hatte(Komma) beschleunigte er sein Tempo und vergrößerte den Abstand zwischen sich und Kim beträchtlich. Trotzdem war seine Chance gering, denn Gwgl war schneller und hatte ihn in Windeseile eingeholt. Der Mann beschleunigte noch einmal und begann in dem engen Gang Hacken (Haken) zu schlagen(Komma) aber ohne Erfolg. Mit einem gezielten Sprung wurde der Unbekannte von Gwgl auf den Boden geworfen und niedergedrückt, sodass jeder Fluchtversuch vergeblich war. In dem kleinen Goobljn steckte bedenklich viel Kraft, und mit dem kleinen roten Kerl hatte er mit Sicherheit nicht gerechnet. Wer vermutet schon(Komma) das (dass) sich ein wildes und gefährliches Tier im Schloss des Königs aufhält?
Keuchend kam Kim bei den Beiden an. Der Mann konnte einem fast leid tun, denn Gwgl saß auf seiner Brust, hatte seine Krallen in seine Muskeln gedrückt und fauchte ihn furchterregend an. Der am Boden liegende flehte den Goobljn um Gnade an und versuchte immer noch(Komma) sich zu befreien.
"Gwgl, lass das!" befohl (befahl) Kim und sah sich ihren Fang einmal genauer dann. Da er im Schatten lag(Komma) konnte sie nicht genau sehen. Es war ein Mann, wie sie schon vermutet hatte, außerdem war er sehr groß und er kam ihr [red gekannt (bekannt) vor! Kim musste ihren Befehl noch einmal wiederholen(Komma) bis Gwgl endlich auf ihre Schulter sprang. Der Fremde richtete sich sofort auf und als er saß(Komma) viel (fiel) ein Lichtstrahl auf sein Gesicht.
Es war Josh!
Kim sag (sog) scharf Luft ein: "Oh, warte(Komma) ich helfe dir!" ihr (Ihr) war das furchtbar peinlich und so reichte sie ihm die Hand(Komma) um ihm auf die Beine zu helfen: "Es tut mir leid, ich hab dich nicht erkannt!"
Josh stand ohne ihre Hilfe auf. "Kim, genau dich habe ich gesucht!" sagte er stattdessen.
"Was machst du denn hier? Ich dachte(Komma) du und deine Familie wärt schon lange weg! Todie hat mir erzählt(Komma) ihr würdet mit dem nächsten Schiff wieder nach Hause fahren."
"Ja, das hatten wir auch vor, aber das Schiff konnte nicht auslaufen, weil die Hafeneinfahrt verschüttet wurde. Keiner weiß(Komma) wie das passieren konnte. Meine Familie und ich wurden mit den Anderen, die befreit wurden, einstweilen hier auf dem Schloss untergebracht. Ich wusste ja, dass du irgendwo in der Burg bist... und da wollte ich sehen, wie es dir geht."
Er sah Kim an und musterte sie: "Gut, wie es aussieht! Bist du mit der königlichen Familie verwandt oder warum genießt du so einen Luxus?"
"Nein, bin ich nicht. Ich bin nur ein Gast!" antwortete sie prompt. "Aber wenn du die ganze Zeit im Schloss warst, warum haben wir uns dann nie gesehen?"
"Na was denkst du denn, wir sind doch nur einfache Bürger und im Dienstbotentrakt untergebracht!"
Kim zog die Augenbraue hoch: "Aha, und warum schleichst du hier dann so herum?"
"Wir dürfen den uns zugeteilten Teil der Burg nicht verlassen."
"Im ernst?" hackte (hakte) Kim nach. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen(Komma) das (dass) der König so streng war.
"Diese Schnösel wollen uns wohl nicht unter sich haben..." redete Josh weiter.
Und da erinnerte sich Kim an den alten Text:
...Einer aus dem Volk...unterschätzt und verachtet vom Adel...

oh Mann, das artet ja in Arbeit aus! Sag mal, haste die vielen Flüchtigkeitsfehler wirklich nich selber gesehn? Aber jetzt will ich erst recht wissen, wie es weitergeht!
Ganz lieb grüßt


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Old Icke

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Najitzabeth
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Hi Flammarion
Ich weiß auch nicht warum ich die Fehler alle übersehen habe, vielleicht lese ich einfach zu oberflächlich, weil ich den Text ja kenne und das Programm, das ich benutze übersieht die Hälfte...Naja, ich hoffe mal, das es dir trotzdem Spaß macht meine Geschichte zu lesen.
Mfg Najitzabeth
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Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
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flammarion
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oh,

ich habe diese deine geschichte verschlungen! du siehst, dass ich auch an den anderen kapiteln gewerkelt habe, weitere folgen und das 10, was du wohl heute gepostet hast, kommt auch auf meine platte und unter den stift.
wenn ich dir damit helfen kann, bin ich froh.
ganz lieb grüßt
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Old Icke

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Najitzabeth
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Hi,
und wie du mir damit hilfst. Korigieren ist nicht umbedingt meine Lieblingsbeschäftigung...*G*. Ich kopiere mir die verbesserten Texte auf meinen PC und werde die Kapitel bei nächster Gelegenheit verbessern und überarbeiten.
Ich finde es toll, das dir meine Geschichte so gut gefällt. Da macht es gleich viel mehr Spaß zu schreiben, wenn man weiß, dass es jemanden gibt, der wissen will, wie es weitergeht...
Mfg Najitzabeth
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