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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel7.2
Eingestellt am 01. 03. 2004 20:01


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Najitzabeth
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Der richtige Weg 2


Der Schmerz pochte noch immer in ihrem Kopf und Kim hatte das GefĂŒhl als wĂŒrde jemand mit Sandpapier ihre Kehle entlang fahren. Das Erste das sie bemerkte, war, dass sie nicht alleine war. Kim hörte Stimmen. Es mussten zwei MĂ€nner sein, eine Stimme kam ihr bekannt vor aber ihre Gedanken bewegten sich zu zĂ€h als das sie sie hĂ€tte einordnen können. Langsam versuchte sie die Augen aufzuschlagen. Es fĂŒhlte sich an, als wĂŒrden ihre Lider Zentner wiegen. Sie gönnte sich noch einen Moment ruhe, um das Chaos in ihrem Kopf ein wenig in Ordnung zu bringen. Dann versuchte sie noch einmal ihre Augen zu gebrauchen, diesmal mit Erfolg. Zuerst öffnete sie die Lider einen kleinen Spalt nur um die Augen sofort wieder zu schließen. Jemand musste bemerkt haben das sie aufgewacht war, denn sie spĂŒrte plötzlich eine Hand an ihrem Arm.
„Kim?“
Sie wollte antworten, brachte aber nur ein KrĂ€chzen hervor. WĂ€hrenddessen hörte sie wie der andere Mann das Zimmer verließ.
„Sag nichts, du wirst gleich etwas zu Essen bekommen. Danach wirst du dich besser fĂŒhlen!“
Endlich brachte sie es fertig, die Augen ganz zu öffnen und blickte dem bÀrtigen alten Xandor ins Gesicht.
Er lĂ€chelte sie an wie ein Vater: „Ich hoffe du fĂŒhlst dich einigermaßen ausgeruht!“
Kim nickte mit schwer mit dem Kopf. In Wirklichkeit fĂŒhlte sie sich sehr schwach aber sie konnte sich auch nicht erinnern wie es ihr vorher gegangen war! Sie entsinnte sich nur noch daran, das sie ĂŒberglĂŒcklich gewesen war endlich wieder aus dem dunklen Tunnelsystem heraus gekommen zu sein, danach kam nichts mehr. Wie als hĂ€tte Xandor ihre Gedanken gelesen beantwortete er ihre ungestellte Frage: „Du hattest einen SchwĂ€cheanfall, nichts ernstes. Allerdings solltest du dich ein paar Tage schonen!“ Kim zeigte mit einem mĂŒden LĂ€cheln, das sie verstanden hatte. Schon diese kleine Bewegung kostete sie unglaublich viel Kraft. Selbst wenn sie aufstehen wollte hĂ€tte sie es nicht gekonnt. Ehe sie sich versah war Kim schon wieder eingeschlafen.

Als sie wieder aufwachte ging es ihr schon viel besser. Kim fĂŒhlte sich zwar noch immer hilflos und schwach aber nicht mehr so körperfremd, wie einige Stunden zuvor. Vorsichtig versuchte sie sich aufzusetzen. Mit einem leichten SchwindelgefĂŒhl ließ Kim ihre Beine aus dem Bett gleiten. Sie war alleine, Xandor musste gegangen sein, nachdem sie wieder eingeschlafen war. Die VorhĂ€nge waren zugezogen. Es musste Abend sein, denn das Rot der untergehenden Sonne drang durch die Stoffe der Store... Aber war ihr Zimmer denn nicht auf der Ostseite? Oder hatte sie einfach nur ihren Orientierungssinn verloren?
Sie ließ sich von dem Gedanken nicht mehr stören denn Kim entdeckte das Tablett, das auf ihrem Nachttisch stand. Darauf waren belegte Brote und ein Krug Wasser.
Kim spĂŒrte wieder ihren Durst. Wie viele Tage konnte ein Mensch ohne Wasser auskommen? Drei Tage? Wie viel Zeit war vergangen seitdem Kim das letzte Mal etwas getrunken hatte? Sie wusste keine Antwort darauf. Kim beugte sich vor und zog das Tablett zu sich. Dann schenkte sie sich das Wasser in ein Kristallglas ein, das mit auf dem Tisch gestanden hatte. Zuerst nahm Kim nur sehr vorsichtige, kleine SchlĂŒcke, um ihren Körper wieder an das Aufnehmen von FlĂŒssigkeiten zu gewöhnen, danach leerte sie zwei GlĂ€ser jeweils mit einem Zug.
Kim fĂŒhlte sich sofort besser, ihre Muskeln entspannten sich wieder und ihre Kehle hörte aus zu kratzen. Sie nahm sich schließlich ein belegtes Brot um auch ihren rebellierenden Magen zu beruhigen. Das GefĂŒhl wieder etwas Festes zwischen den ZĂ€hnen zu haben tat ihr gut und langsam stellte sich der Gedanke ein, dass sie sich hier mehr zu Hause fĂŒhlte (trotz der vielen schlechten Zeiten, die sie durchgemacht hatte) als in ihrer eigenen Welt. NatĂŒrlich vermisste sie ihre Mutter und ihre Freunde, aber hier fĂŒhlte sie sich wie ein ganzer Mensch und war ganz sie selbst. Hier musste sich lediglich eine Prophezeiung erfĂŒllen! Aber wie schwer könnte das schon sein? Kim wusste, dass es schwierig sein konnte als sie sich vorstellen kann, aber daran wollte sie jetzt nicht denken, denn langsam kamen die Erinnerungen an die Zeit, die sie unter Tage verbracht hatte zurĂŒck.
Keith hatte ihr geholfen, ihr Leben gerettet und sie hatte, auf unerklĂ€rliche Weise, das BedĂŒrfnis ihn zu sehen. Ohne ihren Prinzen könnte sie jetzt immer noch dort unten sein! Ihr Prinz!?! Was dachte sie da nur!?!
Kim stand vorsichtig auf um ein Bad zu nehmen. Man hatte ihr zwar ein neues, sauberes Nachthemd angezogen wĂ€hrend sie OhnmĂ€chtig gewesen war, sie roch aber noch genauso wie vorher. Sie taumelte ins Bad, das an den Raum angeschlossen war, und stellte fest, das bereits Wasser in isolierten Kannen bereitstand. Vorsichtig schĂŒttete sie das Wasser jeder Kanne in die, an ein kleines Schwimmbecken erinnernde Wanne, die in den Boden eingelassen war. Das gesamte Bad war in Orange- und Gelbtönen gehalten. Es gab keine Fenster, aber einige Bilder die Nixen, die sich fröhlich im Wasser tummelten, zeigten. Der achteckige Raum wurde in jeder Ecke von einem Monolithen gesĂ€umt, der in einem mit Wellenmuster verzierten Kapitel endete. Kim gefiel dieser Raum von allen am Besten.
Das Wasser war zwar nicht mehr heiß als Kim hinein stieg, aber immer noch warm genug. um sich damit zu waschen.
Entspannt, aber schon wieder mĂŒde, stieg sie eine halbe Stunde spĂ€ter sauber mit verschrumpelter Haut wieder aus dem Becken. Kim schlĂŒpfte in ein frisches Nachthemd, das sie sich aus ihrem Kleiderschrank holte, und kuschelte sich dann in ihr Bett. Mit der Decke bis zu den Ohren gezogen lag sie mit dem Gesicht zum Fenster und betrachtete den mittlerweile dunklen Himmel. Sie hatte den Eindruck, als wĂ€re der Abendhimmel heller als in ihrer Erinnerung. Außerdem kam er ihr seltsam rötlich vor oder war sie einfach zu lange in der Dunkelheit gewesen?

Der nĂ€chste Tag begann fĂŒr Kim schon sehr frĂŒh. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, allerdings ließ sich das Morgengrauen bereits erahnen. Ihr Bett war zerwĂŒhlt und Kim war in der Decke verknotet. Sie hatte wohl unruhig geschlafen und wieder einmal einen Albtraum gehabt. Mit MĂŒh’ und Not wĂŒhlte sie sich aus dem Bett und stand auf. Fröstelnd zog sie das frisch gewaschene Kleid an, das sie von Todie’ s Großmutter in Jordyheim bekommen hatte. Jemand, vermutlich das DienstmĂ€dchen, hatte es auf die Truhe am Fußende ihres Bettes gelegt. Genauso wie ihren kleinen, braunen Rucksack und den Dolch ĂŒber den sie ganz am Anfang ihres Abenteuers gestolpert war. Diesen band sie sich wieder an die Seite, nur den Rucksack ließ sie da wo er war. Weder ihre alten Kleider noch die Taschenlampe, die den Sturz in den See bei den SklavenhĂ€ndlern nicht ĂŒberlebt hatte, waren noch zu gebrauchen.
Nur ein GefĂŒhl quĂ€lte sie seit sei die Augen aufgeschlagen hatte. Kim konnte das GefĂŒhl, das irgendetwas, von ihr Besitz ergriff. Xandor rief sie!
Plötzlich öffnete sich die ZimmertĂŒr, die an das nebenan liegende Zimmer grenzte, und Todie schlich auf Zehenspitzen in den Raum. Das BeakermĂ€dchen trug noch ihr Nachthemd. Als sie bemerkte, das Kim gar nicht mehr schlief, fiel alle Vorsicht von ihr ab und Todie begann ĂŒber beider Ohren zu grinsen. Doch bevor sie etwas sagen konnte stĂŒrmte Kim schon aus dem Raum.
„Tut mir leid, aber ich muss noch etwas erledigen!“ rief sie dem BeakermĂ€dchen noch ĂŒber die Schulter zu und Todie blieb verdutzt und mit offenen Schnabel zurĂŒck.
Kim rannte durch die, ihr mittlerweile bekannten, GĂ€nge bis zum Zentrum der Burg, wo sie quer durch den, noch in Finsternis getauchten, Schlossgarten rannte. Wenn sie ihr Ziel erreicht hatte, wĂŒrde Kim wahrscheinlich einen ganzen Tag durchschlafen mĂŒssen, um wieder zu KrĂ€ften zu kommen. Endlich erreichte sie die Wendeltreppe, die zu Xandor’ s GemĂ€chern fĂŒhrte. Keuchend erklomm sie Stufe um Stufe, wobei ihr jeder Schritt anstrengender vorkam als der vorherige. Mittlerweile, nur noch gehend, erreichte sie die TĂŒr, die das Treppenhaus von dem kreisförmigen Raum trennte. Kim atmete noch ein paar Mal ruhig ein und aus, um ihren rasenden Puls zu beruhigen und wollte dann die TĂŒre öffnen. Die Hand hatte sie schon erhoben, um anzuklopfen und dann einzutreten, aber irgendetwas hinderte sie daran es zu tun. Ihr GefĂŒhl sagte ihr, dass irgendetwas nicht stimmt, dass es besser wĂ€re, den Raum jetzt nicht zu betreten. Kim zögerte noch einen Moment, aber letzten Endes siegte ihr Verstand, der ihr sagte, dass es keinen Grund gab sich Sorgen zu machen. Ohne anzuklopfen betrat sie den Raum.
Es herrschte totales Chaos! Überall lagen Pergamente auf dem Boden und einige BĂŒcherstapel waren umgefallen. Es lagen Scherben von zerbrochenen Glaskolben und anderen Dingen herum. Alles was noch an seinem Platz war, wurde von dem Orkanartigen Wind, der durch eine auf der gegenĂŒber liegenden Seite geöffneten TĂŒr, hereinwehte, fortgerissen. Die TĂŒr fĂŒhrte auf den Balkon, der das gesamte Obergeschoss umfasste.
Kim kĂ€mpfte sich quer durch den Raum, attackiert von durch die Luft fliegenden Pergamentrollen. Sie schĂŒtzte ihren Kopf mit den Armen und lief gebĂŒckt auf die andere TĂŒr zu. Das Kleid wehte ihr um die Beine, sodass sie kaum laufen konnte. Schwer atmend, als hĂ€tte sie einen Marathonlauf hinter sich, erreichte Kim den Balkon. Draußen am GelĂ€nder stand Xandor, um ihn herum; im Umkreis von zwei Metern war es Windstill. Kim trat in diesen Ring: „Xandor?! Was ist hier los?“ versuchte sie gegen das Heulen des Windes anzuschreien. Der Mann bewegte sich nicht, aber plötzlich hörte sie seine Stimme: „ Kim!“ sie trat nĂ€her und stellte sich neben ihn, um ihn ins Gesicht zu sehen. Vor Schreck wĂ€re sie beinahe wieder in den Orkan hinaus getreten. Die Augen des Sehers waren dermaßen verdreht, dass nur noch das Weiße sichtbar war.
„Kim !“ wiederholte er und das MĂ€dchen bemerkte, das er seine Lippen ĂŒberhaupt nicht bewegte. Sie hörte seine Stimme nur in ihrem Kopf!
„Du warst schon auf dem richtigen Weg, MĂ€dchen! Geh’ zurĂŒck und rette uns!“Kim stand wie versteinert und wusste nicht was sie tun sollte, sie verstand noch nicht einmal was hier geschah.
„Flieh! Es gibt einen Weg aus diesem GefĂ€ngnis! Du warst auf dem richtigen Weg!“ wiederholte er sich. Ein Ruck durchzuckte den Alten und er sah in den Himmel auf. Kim erschrak derart, dass sie nun doch die geschĂŒtzte Zone verließ. Sie hatte Angst und nicht mehr die Kraft, diese zu verbergen. Mit einer Pirouette drehte sie sich um und wollte loslaufen, als sie Xandor’ s Gedanken noch einmal wahrnahm: „HĂŒte dich Kind, hĂŒte dich vor dem Schwarzen... !“ Mehr bekam sie nicht mit, denn ihr flog ein Blatt Pergament ins Gesicht und damit war der Bann gebrochen. Sie rannte los. Alle MĂŒdigkeit war vergessen, als sie rĂŒcksichtslos durch das verwĂŒstete Zimmer lief. Dicke TrĂ€nen rollten ĂŒber ihre geröteten Wangen. In Rekordzeit stĂŒrmte sie die lange Treppe nach unten. Dort hatte Gwgl auf sie gewartet, der ihr wohl gefolgt war. Er blickte sie total verĂ€ngstigt an, aber ihm wurde keine Beachtung geschenkt. So eilte er Kim einfach durch den Garten nach. Ohne die geringste Ahnung wohin, lief Kim wieder in das Innere des Schlosses. Dabei rannte sie beinahe eine junge Frau um, die sich, als Kim einfach weiter stĂŒrmte, lautstark beschwerte. Kim ’s Ruf am Hof war von Anfang an nicht besonders gut gewesen und so war ihr das letztendlich auch völlig egal. Sie wollte zu ihren Freunden, zu ihrer Familie, nach Hause. Die Angst raubte ihr fast alle Sinne, aber sie wusste das sie gerade in den Korridor lief, in dem die königliche Familie lebte. Um nicht die Aufmerksamkeit der Wachen oder womöglich noch Benjamin’ s, auf sich zu ziehen versuchte sie sich zu beruhigen und ging etwas langsamer. Sie atmete einige Male tief ein und aus. Eigentlich wollte sie in ihr Zimmer gehen, bog aber unbewusst in den Gang, in dem Keith’ Zimmer lag. Ganz am Ende war der Große, doppeltĂŒrige Eingang zu sehen. Ein Diener kam gerade zurĂŒck. Er trug ein silbernes Tablett mit Speisen und machte ein verĂ€rgertes Gesicht. Er sah Kim nur kurz angewidert an und machte sich noch nicht einmal die MĂŒhe, seine GefĂŒhle zu verbergen. Kim musste wirklich schrecklich aussehen mit ihrem verheulten Gesicht und den vom Wind zerzausten Haaren. Trotzdem fasste sie den Beschluss, den Prinzen zu besuchen, sie brauchte jemanden mit dem sie reden konnte! Warum sie ausgerechnet zu Keith ging und nicht zu Todie wusste sie selbst nicht. Bevor sie anklopfte versuchte sie ihre MĂ€hne noch ein wenig zu bĂ€ndigen und wischte sich mit den Ärmeln die restlichen TrĂ€nen aus dem Gesicht. Dann klopfte sie. WĂ€hrend Gwgl dem Mann hinterher rannte, der gerade das Essen geholt hatte. Es kam keine Antwort und Kim klopfte ein weiteres mal. Als sich immer noch niemand rĂŒhrte beschloss sie, einfach einzutreten. Aber die TĂŒre öffnete sich nicht! Kim versuchte es noch einige Male und rĂŒttelte an der TĂŒr.
Sie wollte schon enttĂ€uscht aufgeben, als sie eine Stimme aus dem Raum hinter der TĂŒr vernahm.
„Gib dir keine MĂŒhe, wer immer du bist!“ sie konnte Keith, durch die dicken WĂ€nde, die sie trennte, kaum verstehen.
„Ich bin es... Kim!“ rief sie und schniefte noch einmal: „Deine TĂŒre klemmt!“
„Die klemmt nicht, die ist zugeschlossen!“ berichtigte er, nachdem er nĂ€her an die TĂŒr gekommen war, damit sie besser reden konnten: „ Ich habÂŽ Hausarrest!“
„Was? Aber du bist doch ein Prinz, das können die doch nicht machen!“ Kim war ehrlich erschĂŒttert.
„Wie du siehst, doch!... Aber hey, was ist los? Du hörst ich seltsam an!“ fragte Keith und erschrak Kim damit ganz schön. Wie konnte er das denn hören? Kim versuchte, das Schluchzen zu verkneifen: „Nichts, ist nicht so schlimm!“
„Unsinn, lĂŒg mich nicht an, ich kann doch hören, das irgendetwas nicht in Ordnung ist!“
Kim ließ sich auf den Boden sinken und wollte ihm etwas von einer ErkĂ€ltung erzĂ€hlen, was ihr der Prinz nicht glaubte.
„Ach weißt du... hmm... ist egal!“
Er hatte sie fast dazu gebracht ihm ihr Herz auszuschĂŒtten, aber im letzten Moment hielt sich Kim doch noch zurĂŒck.
Aber er gab nicht auf: „Bitte, sag es mir doch, vielleicht kann ich dir helfen!“
„Ich weiß auch nicht,“ brach es aus Kim heraus: „Ich fĂŒhl mich so einsam. Ich meine natĂŒrlich bist du da und Todie und Josh! Aber trotzdem!“ Sie lehnte den Kopf an die TĂŒr und redete weiter: „Ich möchte wieder zu meiner Mutter und in mein normales, langweiliges Leben zurĂŒck!... Es ist nicht so, dass ich mich hier nicht wohl fĂŒhle, aber... ach ich weiß auch nicht!“ schloss das MĂ€dchen ab. Kim kam sich ziemlich bescheuert vor, ihm das zu erzĂ€hlen. Er wĂŒrde sie fĂŒr ein weinerliches, kleines MĂ€dchen halten! Das seltsame daran war, dass ihr das nicht egal war.
„Ich kann dich verstehen!“ sagte Keith kurz nachdem sie aufgehört hatte zu reden. „Als ich noch nicht gewusst hatte, wer ich wirklich bin, hatte ich auch immer das GefĂŒhl ganz alleine zu sein. Und soll ich dir mal was sagen... Ihr seid die ersten richtigen Freunde die ich habe!“ Das brachte Kim zu lĂ€cheln, sie fĂŒhlte sich geschmeichelt. Ohne weiter auf das Thema, das ihm wahrscheinlich auch unangenehm war, weiter einzugehen, fragte Keith: „Du warst bei Xandor, oder?“
„Ja, er verwirrt mich! Zuerst erzĂ€hlt er mir von irgendeiner Prophezeiung, die ich erfĂŒllen muss und das nĂ€chste mal komme ich dort ÂŽrauf und alles ist verwĂŒstet. Er hatte so komische Augen... !“
„Er hatte eine Vision!“ unterbrach Keith sie, ließ Kim aber dann weiterreden.
„Ja, und da sagt er mir, dass ich schon auf dem richtigen...“
Kim ĂŒberlegte einen Moment, da ihr gerade ein Gedanke gekommen war an den sie die ganze Zeit ĂŒber nicht gedacht hatte: „Ja, natĂŒrlich!... Jetzt weiß ich, was er meinte!“

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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Greenlia
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Ailtta Naji! (Der Name ist mir einfach zu lang ;-))

Hier bin ich wieder; nun bei Kapitel 7.2 angelangt.

Man merkt schon, dass dein Stil sich verÀndert, verbessert. Ich denke, die ersten Kapitel solltest du dir noch einmal vornehmen um die "AnfÀnger"fehler herauszukorrigieren.

Ein paar Anmerkungen: Kim ist scheinbar ĂŒberhaupt nicht geschockt ĂŒber das, was sie bei Xandor sieht. Ich dachte, es hĂ€tte einen schrecklichen Kampf bei ihm gegeben. Du solltest Kim entsetzter und verwirrter machen. Man erwartet nun gar nicht, dass sie plötzlich Heimweh kriegt...

Etwas Formales: es heißt einfach Kims und nicht Kim's, Keiths und nicht Keith', Todies und nicht Todie's.
Achte darauf, nach der wörtlichen Rede einen Absatz zu machen, wenn das Gesprochene sich nicht auf die danah beschriebene Person bezieht. Das verwirrt sonst.
Übrigens, du hast einmal "Kapitel" geschrieben und du meintest wohl "Kapitell". Gravierender Unterschied!
Du musst mehr auf Rechtschreibung aufpassen, oft sind's FlĂŒchtigkeitsfehler, die aber dann dem Sinn des Satzes widersprechen.

Die kleinen Sticheleien zwischen Kim-Todie-Keith gefallen mir. Erstens weil's ein bissel Liebe ist... (bin halt ein MÀdchen) und zweitens weil dadurch Todies frecher "Vogelcharakter" hervorkommt. Es passt gut zu ihr, sie kann nie den, wörtlich, Schnabel halten und ist immer aufgeweckt.
Nur Josh kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz.

Das war's fĂŒr heute.
Schick' dir 'ne Muse!

P.S.: Wenn ich den Teil aus unserem Buch fertig habe, den ich in die LL stellen will, kannst du mal in die Welt von SA NEBE hineinschnuppern... ;-)

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Najitzabeth
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Hi Greenlia
Jaja, die Rechtsschreibfehler... meine grĂ¶ĂŸten Feinde! Irgendwie kann ich es so oft korrigieren wie ich will, jedesmal ĂŒbersehe ich etwas...Naja...
Auf jeden Fall freue ich mich darauf deine Geschichte zu lesen!
Also bis dann
Mfg Najitzabeth
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Enrique Jardiel Poncela
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flammarion
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M/DWdS_Kapitel7.2

Der richtige Weg 2


Der Schmerz pochte noch immer in ihrem Kopf und Kim hatte das GefĂŒhl(Komma) als wĂŒrde jemand mit Sandpapier ihre Kehle entlang fahren. Das Erste(Komma) das sie bemerkte, war, dass sie nicht alleine war. Kim hörte Stimmen. Es mussten zwei MĂ€nner sein, eine Stimme kam ihr bekannt vor(Komma) aber ihre Gedanken bewegten sich zu zĂ€h(Komma) als das sie sie hĂ€tte einordnen können. Langsam versuchte sie die Augen aufzuschlagen. Es fĂŒhlte sich an, als wĂŒrden ihre Lider Zentner wiegen. Sie gönnte sich noch einen Moment ruhe (Ruhe), um das Chaos in ihrem Kopf ein wenig in Ordnung zu bringen. Dann versuchte sie noch einmal ihre Augen zu gebrauchen, diesmal mit Erfolg. Zuerst öffnete sie die Lider einen kleinen Spalt nur(Komma) um die Augen sofort wieder zu schließen. Jemand musste bemerkt haben(Komma) das (dass) sie aufgewacht war, denn sie spĂŒrte plötzlich eine Hand an ihrem Arm.
„Kim?“
Sie wollte antworten, brachte aber nur ein KrĂ€chzen hervor. WĂ€hrenddessen hörte sie(Komma) wie der andere Mann das Zimmer verließ.
„Sag nichts, du wirst gleich etwas zu Essen bekommen. Danach wirst du dich besser fĂŒhlen!“
Endlich brachte sie es fertig, die Augen ganz zu öffnen und blickte dem bÀrtigen alten Xandor ins Gesicht.
Er lĂ€chelte sie an wie ein Vater: „Ich hoffe(Komma) du fĂŒhlst dich einigermaßen ausgeruht!“
Kim nickte mit schwer mit dem Kopf (ĂŒberflĂŒssig). In Wirklichkeit fĂŒhlte sie sich sehr schwach(Komma) aber sie konnte sich auch nicht erinnern(Komma) wie es ihr vorher gegangen war! Sie entsinnte (entsann) sich nur noch daran, das (dass) sie ĂŒberglĂŒcklich gewesen war(Komma) endlich wieder aus dem dunklen Tunnelsystem heraus gekommen zu sein, danach kam nichts mehr. Wie (ĂŒberflĂŒssig) als hĂ€tte Xandor ihre Gedanken gelesen(Komma) beantwortete er ihre ungestellte Frage: „Du hattest einen SchwĂ€cheanfall, nichts ernstes (groß). Allerdings solltest du dich ein paar Tage schonen!“ Kim zeigte mit einem mĂŒden LĂ€cheln, das (dass) sie verstanden hatte. Schon diese kleine Bewegung kostete sie unglaublich viel Kraft. Selbst wenn sie aufstehen wollte hĂ€tte sie es nicht gekonnt. Ehe sie sich versah(Komma) war Kim schon wieder eingeschlafen.

Als sie wieder aufwachte(Komma) ging es ihr schon viel besser. Kim fĂŒhlte sich zwar noch immer hilflos und schwach(Komma) aber nicht mehr so körperfremd, wie einige Stunden zuvor. Vorsichtig versuchte sie(Komma) sich aufzusetzen. Mit einem leichten SchwindelgefĂŒhl ließ Kim ihre Beine aus dem Bett gleiten. Sie war alleine, Xandor musste gegangen sein, nachdem sie wieder eingeschlafen war. Die VorhĂ€nge waren zugezogen. Es musste Abend sein, denn das Rot der untergehenden Sonne drang durch die Stoffe der Store... Aber war ihr Zimmer denn nicht auf der Ostseite? Oder hatte sie einfach nur ihren Orientierungssinn verloren?
Sie ließ sich von dem Gedanken nicht mehr stören(Komma) denn Kim entdeckte das Tablett, das auf ihrem Nachttisch stand. Darauf waren belegte Brote und ein Krug Wasser.
Kim spĂŒrte wieder ihren Durst. Wie viele Tage konnte ein Mensch ohne Wasser auskommen? Drei Tage? Wie viel Zeit war vergangen(Komma) seit(getrennt)dem Kim das letzte Mal etwas getrunken hatte? Sie wusste keine Antwort darauf. Kim beugte sich vor und zog das Tablett zu sich. Dann schenkte sie sich das Wasser in ein Kristallglas ein, das mit auf dem Tisch gestanden hatte. Zuerst nahm Kim nur sehr vorsichtige, kleine SchlĂŒcke (Schlucke), um ihren Körper wieder an das Aufnehmen von FlĂŒssigkeiten zu gewöhnen, danach leerte sie zwei GlĂ€ser jeweils mit einem Zug.
Kim fĂŒhlte sich sofort besser, ihre Muskeln entspannten sich wieder und ihre Kehle hörte aus (auf Komma) zu kratzen. Sie nahm sich schließlich ein belegtes Brot(Komma) um auch ihren rebellierenden Magen zu beruhigen. Das GefĂŒhl(Komma) wieder etwas Festes zwischen den ZĂ€hnen zu haben(Komma) tat ihr gut und langsam stellte sich der Gedanke ein, dass sie sich hier mehr zu Hause fĂŒhlte (trotz der vielen schlechten Zeiten, die sie durchgemacht hatte) als in ihrer eigenen Welt. NatĂŒrlich vermisste sie ihre Mutter und ihre Freunde, aber hier fĂŒhlte sie sich wie ein ganzer Mensch und war ganz sie selbst. Hier musste sich (sie) lediglich eine Prophezeiung erfĂŒllen! Aber wie schwer könnte das schon sein? Kim wusste, dass es schwierig (schwieriger) sein konnte(Komma) als sie sich vorstellen kann, aber daran wollte sie jetzt nicht denken, denn langsam kamen die Erinnerungen an die Zeit, die sie unter Tage verbracht hatte(Komma) zurĂŒck.
Keith hatte ihr geholfen, ihr Leben gerettet und sie hatte,(kein Komma) auf unerklĂ€rliche Weise,(kein Komma) das BedĂŒrfnis(Komma) ihn zu sehen. Ohne ihren Prinzen könnte sie jetzt immer noch dort unten sein! Ihr Prinz!?! Was dachte sie da nur!?!
Kim stand vorsichtig auf(Komma) um ein Bad zu nehmen. Man hatte ihr zwar ein neues, sauberes Nachthemd angezogen(Komma) wĂ€hrend sie OhnmĂ€chtig (klein) gewesen war, sie roch aber noch genauso wie vorher. Sie taumelte ins Bad, das an den Raum angeschlossen war, und stellte fest, das (dass) bereits Wasser in isolierten Kannen bereitstand. Vorsichtig schĂŒttete sie das Wasser jeder Kanne in die,(kein Komma) an ein kleines Schwimmbecken erinnernde Wanne, die in den Boden eingelassen war. Das gesamte Bad war in Orange- und Gelbtönen gehalten. Es gab keine Fenster, aber einige Bilder(Komma) die Nixen, die sich fröhlich im Wasser tummelten, zeigten. Der achteckige Raum wurde in jeder Ecke von einem Monolithen gesĂ€umt, der in einem mit Wellenmuster verzierten Kapitel (Kapitell) endete. Kim gefiel dieser Raum von allen am Besten (klein).
Das Wasser war zwar nicht mehr heiß(Komma) als Kim hinein stieg, aber immer noch warm genug(Komma) um sich damit zu waschen.
Entspannt, aber schon wieder mĂŒde, stieg sie eine halbe Stunde spĂ€ter sauber mit verschrumpelter Haut wieder aus dem Becken. Kim schlĂŒpfte in ein frisches Nachthemd, das sie sich aus ihrem Kleiderschrank holte, und kuschelte sich dann in ihr Bett. Mit der Decke bis zu den Ohren gezogen lag sie mit dem Gesicht zum Fenster und betrachtete den mittlerweile dunklen Himmel. Sie hatte den Eindruck, als wĂ€re der Abendhimmel heller als in ihrer Erinnerung. Außerdem kam er ihr seltsam rötlich vor oder war sie einfach zu lange in der Dunkelheit gewesen?

Der nĂ€chste Tag begann fĂŒr Kim schon sehr frĂŒh. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, allerdings ließ sich das Morgengrauen bereits erahnen. Ihr Bett war zerwĂŒhlt und Kim war in der Decke verknotet. Sie hatte wohl unruhig geschlafen und wieder einmal einen Albtraum gehabt. Mit MĂŒh’ und Not wĂŒhlte sie sich aus dem Bett und stand auf. Fröstelnd zog sie das frisch gewaschene Kleid an, das sie von Todie’ s Großmutter in Jordyheim bekommen hatte. Jemand, vermutlich das DienstmĂ€dchen, hatte es auf die Truhe am Fußende ihres Bettes gelegt. Genauso wie ihren kleinen, braunen Rucksack und den Dolch(Komma) ĂŒber den sie ganz am Anfang ihres Abenteuers gestolpert war. Diesen band sie sich wieder an die Seite, nur den Rucksack ließ sie da(Komma) wo er war. Weder ihre alten Kleider noch die Taschenlampe, die den Sturz in den See bei den SklavenhĂ€ndlern nicht ĂŒberlebt hatte, waren noch zu gebrauchen.
Nur ein GefĂŒhl quĂ€lte sie(Komma) seit sei (sie) die Augen aufgeschlagen hatte. Kim konnte das GefĂŒhl, das (dass) irgendetwas,(kein Komma) von ihr Besitz ergriff. Xandor rief sie!
Plötzlich öffnete sich die ZimmertĂŒr, die an das nebenan liegende Zimmer grenzte, und Todie schlich auf Zehenspitzen in den Raum. Das BeakermĂ€dchen trug noch ihr Nachthemd. Als sie bemerkte, das (dass) Kim gar nicht mehr schlief, fiel alle Vorsicht von ihr ab und Todie begann ĂŒber beider (beide) Ohren zu grinsen. Doch bevor sie etwas sagen konnte(Komma) stĂŒrmte Kim schon aus dem Raum.
„Tut mir leid, aber ich muss noch etwas erledigen!“ rief sie dem BeakermĂ€dchen noch ĂŒber die Schulter zu und Todie blieb verdutzt und mit offenen (offenem) Schnabel zurĂŒck.
Kim rannte durch die,(kein Komma) ihr mittlerweile bekannten,(kein Komma) GĂ€nge bis zum Zentrum der Burg, wo sie quer durch den,(kein Komma) noch in Finsternis getauchten,(kein Komma) Schlossgarten rannte. Wenn sie ihr Ziel erreicht hatte, wĂŒrde Kim wahrscheinlich einen ganzen Tag durchschlafen mĂŒssen, um wieder zu KrĂ€ften zu kommen. Endlich erreichte sie die Wendeltreppe, die zu Xandor’ s GemĂ€chern fĂŒhrte. Keuchend erklomm sie Stufe um Stufe, wobei ihr jeder Schritt anstrengender vorkam als der vorherige. Mittlerweile,(kein Komma) nur noch gehend,(kein Komma) erreichte sie die TĂŒr, die das Treppenhaus von dem kreisförmigen Raum trennte. Kim atmete noch ein paar Mal ruhig ein und aus, um ihren rasenden Puls zu beruhigen und wollte dann die TĂŒre öffnen. Die Hand hatte sie schon erhoben, um anzuklopfen und dann einzutreten, aber irgendetwas hinderte sie daran(Komma) es zu tun. Ihr GefĂŒhl sagte ihr, dass irgendetwas nicht stimmt, dass es besser wĂ€re, den Raum jetzt nicht zu betreten. Kim zögerte noch einen Moment, aber letzten Endes siegte ihr Verstand, der ihr sagte, dass es keinen Grund gab(Komma) sich Sorgen zu machen. Ohne anzuklopfen betrat sie den Raum.
Es herrschte totales Chaos! Überall lagen Pergamente auf dem Boden und einige BĂŒcherstapel waren umgefallen. Es lagen Scherben von zerbrochenen Glaskolben und anderen Dingen herum. Alles(Komma) was noch an seinem Platz war, wurde von dem Orkanartigen (klein) Wind, der durch eine auf der gegenĂŒber liegenden Seite geöffneten TĂŒr,(kein Komma) hereinwehte, fortgerissen. Die TĂŒr fĂŒhrte auf den Balkon, der das gesamte Obergeschoss umfasste.
Kim kĂ€mpfte sich quer durch den Raum, attackiert von durch die Luft fliegenden Pergamentrollen. Sie schĂŒtzte ihren Kopf mit den Armen und lief gebĂŒckt auf die andere TĂŒr zu. Das Kleid wehte ihr um die Beine, sodass sie kaum laufen konnte. Schwer atmend, als hĂ€tte sie einen Marathonlauf hinter sich, erreichte Kim den Balkon. Draußen am GelĂ€nder stand Xandor, um ihn herum; im Umkreis von zwei Metern(Komma) war es Windstill (klein). Kim trat in diesen Ring: „Xandor?! Was ist hier los?“ versuchte sie gegen das Heulen des Windes anzuschreien. Der Mann bewegte sich nicht, aber plötzlich hörte sie seine Stimme: „ Kim!“ sie (Sie) trat nĂ€her und stellte sich neben ihn, um ihn (ihm) ins Gesicht zu sehen. Vor Schreck wĂ€re sie beinahe wieder in den Orkan hinaus getreten. Die Augen des Sehers waren dermaßen verdreht, dass nur noch das Weiße sichtbar war.
„Kim !“ wiederholte er und das MĂ€dchen bemerkte, das (dass) er seine Lippen ĂŒberhaupt nicht bewegte. Sie hörte seine Stimme nur in ihrem Kopf!
„Du warst schon auf dem richtigen Weg, MĂ€dchen! Geh’ zurĂŒck und rette uns!“ Kim stand wie versteinert und wusste nicht(Komma) was sie tun sollte, sie verstand noch nicht einmal(Komma) was hier geschah.
„Flieh! Es gibt einen Weg aus diesem GefĂ€ngnis! Du warst auf dem richtigen Weg!“ wiederholte er sich. Ein Ruck durchzuckte den Alten und er sah in den Himmel auf. Kim erschrak derart, dass sie nun doch die geschĂŒtzte Zone verließ. Sie hatte Angst und nicht mehr die Kraft, diese zu verbergen. Mit einer Pirouette drehte sie sich um und wollte loslaufen, als sie Xandor’ s Gedanken noch einmal wahrnahm: „HĂŒte dich Kind, hĂŒte dich vor dem Schwarzen... !“ Mehr bekam sie nicht mit, denn ihr flog ein Blatt Pergament ins Gesicht und damit war der Bann gebrochen. Sie rannte los. Alle MĂŒdigkeit war vergessen, als sie rĂŒcksichtslos durch das verwĂŒstete Zimmer lief. Dicke TrĂ€nen rollten ĂŒber ihre geröteten Wangen. In Rekordzeit stĂŒrmte sie die lange Treppe nach unten. Dort hatte Gwgl auf sie gewartet, der ihr wohl gefolgt war. Er blickte sie total verĂ€ngstigt an, aber ihm wurde keine Beachtung geschenkt. So eilte er Kim einfach durch den Garten nach. Ohne die geringste Ahnung wohin, lief Kim wieder in das Innere des Schlosses. Dabei rannte sie beinahe eine junge Frau um, die sich, als Kim einfach weiter stĂŒrmte, lautstark beschwerte. Kim ’s Ruf am Hof war von Anfang an nicht besonders gut gewesen und so war ihr das letztendlich auch völlig egal. Sie wollte zu ihren Freunden, zu ihrer Familie, nach Hause. Die Angst raubte ihr fast alle Sinne, aber sie wusste(Komma) das (dass) sie gerade in den Korridor lief, in dem die königliche Familie lebte. Um nicht die Aufmerksamkeit der Wachen oder womöglich noch Benjamin’ s,(kein Komma) auf sich zu ziehen(Komma) versuchte sie sich zu beruhigen und ging etwas langsamer. Sie atmete einige Male tief ein und aus. Eigentlich wollte sie in ihr Zimmer gehen, bog aber unbewusst in den Gang, in dem Keith’ Zimmer lag. Ganz am Ende war der Große (klein), doppeltĂŒrige Eingang zu sehen. Ein Diener kam gerade zurĂŒck. Er trug ein silbernes Tablett mit Speisen und machte ein verĂ€rgertes Gesicht. Er sah Kim nur kurz angewidert an und machte sich noch nicht einmal die MĂŒhe, seine GefĂŒhle zu verbergen. Kim musste wirklich schrecklich aussehen mit ihrem verheulten Gesicht und den vom Wind zerzausten Haaren. Trotzdem fasste sie den Beschluss, den Prinzen zu besuchen, sie brauchte jemanden(Komma) mit dem sie reden konnte! Warum sie ausgerechnet zu Keith ging und nicht zu Todie(Komma) wusste sie selbst nicht. Bevor sie anklopfte(Komma) versuchte sie ihre MĂ€hne noch ein wenig zu bĂ€ndigen und wischte sich mit den Ärmeln die restlichen TrĂ€nen aus dem Gesicht. Dann klopfte sie.(Komma) WĂ€hrend Gwgl dem Mann hinterher rannte, der gerade das Essen geholt hatte. Es kam keine Antwort und Kim klopfte ein weiteres mal. Als sich immer noch niemand rĂŒhrte(Komma) beschloss sie, einfach einzutreten. Aber die TĂŒre öffnete sich nicht! Kim versuchte es noch einige Male und rĂŒttelte an der TĂŒr.
Sie wollte schon enttĂ€uscht aufgeben, als sie eine Stimme aus dem Raum hinter der TĂŒr vernahm.
„Gib dir keine MĂŒhe, wer immer du bist!“ sie (Sie) konnte Keith,(kein Komma) durch die dicken WĂ€nde, die sie trennte, kaum verstehen.
„Ich bin es... Kim!“ rief sie und schniefte noch einmal: „Deine TĂŒre klemmt!“
„Die klemmt nicht, die ist zugeschlossen!“ berichtigte er, nachdem er nĂ€her an die TĂŒr gekommen war, damit sie besser reden konnten: „ Ich habÂŽ Hausarrest!“
„Was? Aber du bist doch ein Prinz, das können die doch nicht machen!“ Kim war ehrlich erschĂŒttert.
„Wie du siehst, doch!... Aber hey, was ist los? Du hörst ich (dich) seltsam an!“ fragte Keith und erschrak (erschreckte) Kim damit ganz schön. Wie konnte er das denn hören? Kim versuchte, das Schluchzen zu verkneifen: „Nichts, ist nicht so schlimm!“
„Unsinn, lĂŒg mich nicht an, ich kann doch hören, das (dass) irgendetwas nicht in Ordnung ist!“
Kim ließ sich auf den Boden sinken und wollte ihm etwas von einer ErkĂ€ltung erzĂ€hlen, was ihr der Prinz nicht glaubte.
„Ach weißt du... hmm... ist egal!“
Er hatte sie fast dazu gebracht(Komma) ihm ihr Herz auszuschĂŒtten, aber im letzten Moment hielt sich Kim doch noch zurĂŒck.
Aber er gab nicht auf: „Bitte, sag es mir doch, vielleicht kann ich dir helfen!“
„Ich weiß auch nicht,“ brach es aus Kim heraus: „Ich fĂŒhl mich so einsam. Ich meine(Komma) natĂŒrlich bist du da und Todie und Josh! Aber trotzdem!“ Sie lehnte den Kopf an die TĂŒr und redete weiter: „Ich möchte wieder zu meiner Mutter und in mein normales, langweiliges Leben zurĂŒck!... Es ist nicht so, dass ich mich hier nicht wohl fĂŒhle, aber... ach(Komma) ich weiß auch nicht!“ schloss das MĂ€dchen ab. Kim kam sich ziemlich bescheuert vor, ihm das zu erzĂ€hlen. Er wĂŒrde sie fĂŒr ein weinerliches, kleines MĂ€dchen halten! Das seltsame (groß) daran war, dass ihr das nicht egal war.
„Ich kann dich verstehen!“ sagte Keith(Komma) kurz nachdem sie aufgehört hatte zu reden. „Als ich noch nicht gewusst hatte, wer ich wirklich bin, hatte ich auch immer das GefĂŒhl(Komma) ganz alleine zu sein. Und soll ich dir mal was sagen... Ihr seid die ersten richtigen Freunde(Komma) die ich habe!“ Das brachte Kim zu lĂ€cheln (zum LĂ€cheln), sie fĂŒhlte sich geschmeichelt. Ohne weiter auf das Thema, das ihm wahrscheinlich auch unangenehm war, weiter (doppelt) einzugehen, fragte Keith: „Du warst bei Xandor, oder?“
„Ja, er verwirrt mich! Zuerst erzĂ€hlt er mir von irgendeiner Prophezeiung, die ich erfĂŒllen muss und das nĂ€chste mal komme ich dort ÂŽrauf und alles ist verwĂŒstet. Er hatte so komische Augen... !“
„Er hatte eine Vision!“ unterbrach Keith sie, ließ Kim aber dann weiterreden.
„Ja, und da sagt (sagte) er mir, dass ich schon auf dem richtigen...“
Kim ĂŒberlegte einen Moment, da ihr gerade ein Gedanke gekommen war(Komma) an den sie die ganze Zeit ĂŒber nicht gedacht hatte: „Ja, natĂŒrlich!... Jetzt weiß ich, was er meinte!“



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Old Icke

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