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Leselupe.de > Lange Texte
M/DWdS_Kapitel8.1
Eingestellt am 05. 03. 2004 17:38


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Najitzabeth
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2004

Werke: 7
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Die Reise beginnt 1


Die Reise beginnt

Die warme Luft, die am Nepla-Gebirge vom SĂŒden her aufstieg, ließ ihn ohne die geringste Anstrengung in höhere Luftschichten gleiten. Eine enorme FlĂŒgelspannweite, der zwischen den Vorderbeinen und dem Bauch gespannten HĂ€ute, trug ihren Teil dazu bei. Lautlos schwebte der Drache ĂŒber die Gipfel des kleinen Binnengebirges und das Dorf, der dort lebenden Elfenrasse, der Phliemaren. Sie hatten gelernt mit seiner Herrschaft ĂŒber dieses Gebiet zu leben. Jedes mal, wenn der furcht einflĂ¶ĂŸende Schatten von Nedrak auch nur in die NĂ€he des Gebietes kam, das die bleichen Wesen fĂŒr sich beanspruchten, wurden alle in eine Höhle evakuiert, die eigens fĂŒr diesen Zweck ausgehoben worden war. Mit nur einem kleinen Husten konnte er ihre Heimat dem Erdboden gleich machen. Aber das tat er nicht!
Es gefiel ihm zu sehr, wie die Phliemaren flohen, wie sie ihre spielenden Kinder von den felsigen Straßen zerrten um sie zu schĂŒtzen. Bei seinem Anblick brach Panik aus, und das gab diesen durch und durch bösem Geschöpf ein GefĂŒhl der Macht. Diesmal nahm er sich nicht die Zeit, ein paar Runden ĂŒber dem Dorf zu drehen und sich auf einem in der NĂ€he liegenden HĂŒgel niederzulassen um zu beobachten, wie diese Wesen wie Armeisen in ihren Bau flohen.

Er flog weiter in den Norden. Nachdem er die letzten AuslĂ€ufer der Schneegipfel hinter sich gelassen hatte, ĂŒberflog er die Feuerebene, die ihren Namen von den Geysiren verdankte. Pausenlos schossen Wasser- und FeuersĂ€ulen empor. Manchmal war es auch nur Dampf, aber schon dieser allein reichte aus um einen Menschen bei lebendigem Leibe zu verbrennen.
Kein Lebewesen, das auf irgendeine Art und Weise denken konnte verirrte sich hierher, in diesen von zwei KĂŒsten eingeschlossenen Teil dieser Welt. Der Drach liebte dieses Tal, das Feuer war sein Element. Er spĂŒrte die Hitze die der Boden ausstrahlte und genoss es in vollen ZĂŒgen, wĂ€hrend er darĂŒber hinweg glitt. In der Geschwindigkeit, in der Nedrak flog, hatte er die Ebene in weniger als einer Stunde durchquert und mit ein paar kraftvollen FlĂŒgelschlĂ€gen nahm er wieder Höhe auf und mit dem meterlangen Schwanz steuerte er auf eine LĂŒcke zwischen den Schattenbergen zu. Die Felsen, aus denen es bestand, waren pechschwarz. Die Gipfel ragten so hoch auf, das die Wolken nicht darĂŒber hinweg konnten und sie waren scharfkantig wie Dolchspitzen. Im Gegensatz zu diesem Gebirge sahen die Schneegipfel wie kleine HĂŒgelchen aus.
Langsam erreichte er das Herz den Schattengebirges und damit verschlechterte sich auch allmĂ€hlich seine Sicht, denn immer dicker werdende Nebelschwaden kamen dem Drachen entgegen. Der Nebel stammte aus dem Nebeltal. Die Gefahr in dieser Höhe einen Berg oder Felsvorsprung zu streifen wurde zu groß, sodass er nun nach oben abdrehte. Zwar kannte er diese Berge, aber er vertraute nicht darauf.
Die Landschaft war wie er.
Unberechenbar.
Er kam dem geheimnisvollen Nebeltal immer nĂ€her und vergrĂ¶ĂŸerte seine Höhe noch, um ĂŒber dem Namengebenden Nebel hinweg zu fliegen. Aus der Luft war dieses Tal nur eine einheitlich graue FlĂ€che, aber am Boden gab es einen riesigen Nadelwald, den er aber noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte. In diesem Wald lebten eine Menge namenloser Geschöpfe, denen man besser weder bei Tag noch bei Nacht begegnete. An der Spitze der Brandung, nach dem Nebeltal, stand noch einmal ein einzelner Berg. Ein AuslĂ€ufer des Schattengebirges, auf dem das Schloss Plaisir erbaut worden war. Eine Unzahl von Sklaven aus allen LĂ€ndern hatten hier Tag und Nacht gearbeitet und ihr Leben dafĂŒr gelassen um diese Hochburg zu bauen. Die schwarze Burg. Der Sitz des dunklen Magiers Nevytar. Auf dem höchsten Turm landete er. Unter seinem Gewicht knarrte das Dach, aber es hielt. Jeder der versuchen wĂŒrde hierher zu gelangen, hatte einen schweren Weg vor sich.
Das Land war selbst wie ein Festung. Kein Heer konnte zu ihm gelangen, wie sollte es denn dann eine Handvoll Kinder schaffen?
Sie konnten die ach so mĂ€chtige Saphira nicht befreien, nicht wenn er sie beschĂŒtzte. Er hatte die HĂŒterin der Phantasie besiegt, diese Kinder waren es nicht einmal Wert sich Gedanken ĂŒber sie zu machen. Außerdem war er hier zu Hause, niemand konnte ihn hier schlagen!


Stundenlang wanderten sie nun schon durch die Dunkelheit. Josh ging mit der einzigen brennenden Fackel voraus, da nur er ihnen den Weg zeigen konnte. Kim ging neben ihm, mit Gwgl auf der Schulter, und versuchte ihm zu helfen die alte vergilbte Karte im flackernden Licht zu lesen. Hinter den Dreien ging Todie, die außergewöhnlich ruhig war, was aber auch an der staubtrockenen und abgestandenen Luft, die die Lunge reizte, hier unter dem Berg liegen konnte. Ein paar Meter zurĂŒck lief Keith, er hatte sich absichtlich abgesondert und nur Kim kannte den Grund dafĂŒr.
Ein paar Stunden zuvor war sie ganz aufgelöst zu ihm gerannt, aber er war eingesperrt gewesen, in seinem eigenen Zimmer. Sie hatte vor seiner TĂŒr gesessen und gerĂ€tselt, wie sie Keith befreien könnte, als Gwgl wieder aufgetaucht war. Mit dem SchlĂŒssel!
Der Goobljn musste gesehen haben, wie der Diener, der kurz vor Kim bei dem Prinzen gewesen war, den SchlĂŒssel eingeschoben hatte. Aufgeheitert sperrte das MĂ€dchen dann die TĂŒr auf und kaum hörte Keith das sich öffnende Schloss, stieß er auch schon die TĂŒr auf.
„Wie hast du das denn geschafft?“ hatte er ĂŒberglĂŒcklich gerufen und war Kim dann einfach den Hals gefallen. Zuerst war sie noch total erschrocken ĂŒber die unerwartete ZĂ€rtlichkeit gewesen, aber dann, ohne das es ihr wirklich bewusst war, legte sie selbst die Arme um den Jungen und entspannte sich dabei. Kim hatte keine Ahnung wie lange sie so dagestanden hatten oder ob sie jemand gesehen hatte. Die Beiden genossen einfach nur die gegenseitige NĂ€he, den Atem des anderen im Nacken zu spĂŒren, und hatten die Welt um sich herum vergessen. Gwgl hatte die ganze Zeit an ihrem Rock gezogen, aber Kim ignorierte ihn, was dem kleinen Goobljn ĂŒberhaupt nicht gefiel.
Irgendwann war Kim bewusst geworden, was sie da taten und sie löste sich aus Keith’ Umarmung, doch er hatte sie weiterhin festgehalten. Ihre Gesichter waren sich so nah gewesen, dass sich ihre Nasenspitzen fast berĂŒhrten. Kim hatte innegehalten und ihm in die Augen gesehen. Sie waren sich nĂ€her gekommen.
Plötzlich war Gwgl auf Keith losgegangen und hatte so diesen Augenblick ein fĂŒr allemal zerstört.
Der Prinz verlor bei diesem Angriff das Gleichgewicht, war auf den Hosenboden gefallen und versuchte dann das rote Kerlchen mit den scharfen Krallen von seinem Gesicht fern zu halten. Nach mehreren Versuchen hatte Kim den Goobljn wieder gebĂ€ndigt. Er saß nun wieder auf ihrer Schulter mit dem Schwanz um ihren Hals gewickelt und einem wachsamen Auge auf den Prinzen. Dieser fuhr sich durch die Haare und stand ohne die hilfreiche Hand, die Kim ihm entgegenstreckte, wieder auf. Er vermied es ihr ins Gesicht zu sehen und hielt seinen Kopf gesenkt. Dann hatte er sie in seinen Plan, Saphira zu befreien, eingeweiht und Kim hatte ihm erklĂ€rt, was Xandor versucht hatte ihr zu sagen.
Die beiden holten sodann Todie, bei der auch Josh gewesen war. Nachdem Kim und Keith den zwei Anderen von ihrem Vorhaben erzĂ€hlt hatten waren das BeakermĂ€dchen und Josh nicht mehr zu bremsen gewesen und wollten sofort losgehen. Kim und der Prinz redeten nicht von Keith’ Befreiung, denn wenn Todie von dem Zwischenfall vor Keith’ Zimmer erfuhr, wĂŒrde sie sich wahrscheinlich wieder stundenlang ĂŒber sie lustig machen. Dennoch bemerkt sie auch so, das zwischen den Beiden etwas nicht stimmt, was ihre Abenteuerlust ein wenig minderte. Trotz allem gab es, wenn es um die Befreiungsaktion ging, noch ein großes Problem!
Kim wusste zwar nun, das sie durch die Katakomben die Burg verlassen konnten, sie hatte aber keine Ahnung gehabt, welchen Weg sie nehmen mussten. Sie wussten zudem auch nicht, ob die rote Kuppel aus Licht, die auch Kim mittlerweile bemerkt hatte, sich auch unterirdisch fortsetzte!
Ein Weile spekulierte die Vier noch herum, ob Gwgl sie nicht wieder fĂŒhren konnte, aber diese Idee hatten sie bald wieder verworfen, da er wohl zu unzuverlĂ€ssig wĂ€re. Dann hatte Josh den entscheidenden Einfall:
Die Karten im Trakt des Dienstboten!
Dort waren sie dann auch sogleich hineingestĂŒrmt und waren fĂŒndig geworden. Ohne einen Gedanken an einen Abschied zu verschwenden, brachen sie sofort auf.
Wenn sie irgend jemanden Bescheid gesagt hĂ€tten, wĂ€ren sie vermutlich gar nicht so weit gekommen, weil man ihnen dann wahrscheinlich gar keine Möglichkeit zur Flucht lassen wĂŒrde und so beschlossen sie heimlich zu gehen.
Gerade als sie den Korridor erreichten, in dem sich die Abstellkammer mit dem Eingang zu dem unterirdischen Labyrinth befand, vernahmen sie eine altbekannte Stimme. Benjamin!
Der hatte ihnen in diesem Augenblick gerade noch gefehlt! Keith war wie vom Blitz getroffen stehen geblieben und drehte sich zu seinem KindermĂ€dchen um. Der Butler hatte gefragt, was denn der Prinz hier mache und wie er sein Zimmer hatte verlassen können. Doch zu weiteren Fragen kam er nicht mehr, denn Keith war auch ihn zugegangen und verpasste ihm ohne jegliche Verwarnung einen Kinnhacken. Die Wucht brachte Benjamin zu Fall. Aus seiner Nase strömte Blut, das ĂŒber seine HĂ€nde rann, die er in sein Gesicht presste.
Keith hatte ihm die Nase gebrochen, trotzdem waren Todie und Josh in Jubel ausgebrochen und auch Kim lÀchelte bei diesem Anblick. Der Prinz strahlte, das war seine Rache gewesen. Als er aber Kim ansah verschwand sein Lachen wieder und sie gingen ruhig weiter.
Nur Josh und Todie konnten sich noch nicht beruhigen.
Gerade hatte Kim die TĂŒr in die kleinen Kammer öffnen wollen, als sie einen Hand auf ihrer Schulter spĂŒrte. Aber es war keiner ihrer Freunde, es war der alte Seher. Er hatte auf die FĂŒnf gewartet. Vor ihm, auf dem Boden, lagen RucksĂ€cke und MĂ€ntel. NatĂŒrlich hatte keiner von ihnen an Proviant gedacht! Xandor hatte Fackeln, Essen und andere nĂŒtzliche GegenstĂ€nde eingepackt. Außerdem bekam jeder, außer Keith und Todie, die ja bereits UmhĂ€nge trugen, einen Kapuzenumhang, der mit einer Spange in der Form einer roten Sonne mit gekrĂŒmmten Strahlen, zusammengehalten wurden. Zudem bekam jeder eine Waffe. Josh und Keith jeweils ein Schwert, wobei Keith’ prunkvoller und scheinbar sein eigenes war. Todie und Kim bekamen einen Dolch, aber Kim lehnte ihren ab, da sie ja bereits einen habe. Der Seher gab ihnen aber auch einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen auf den Weg. FĂŒr den Fall, das ihnen der Proviant ausginge.
Bevor sie sich verabschiedeten, wollte Kim den alten Mann noch auf das seltsame Ereignis im Turm ansprechen, aber dieser schĂŒttelte nur den Kopf, als habe er ihre Gedanken gelesen. Er wĂŒnschte ihnen noch viel GlĂŒck und ließ sie dann in die Dunkelheit und auf eine gefahrenvolle Reise zugehen. Und jetzt waren sie hier.
Kim konnte sich daran erinnern, das es auch schon, als sie das letzte mal hier unten war, verdammt kalt gewesen war. Aber sie war nicht so weit unter dem See gewesen.
Schon nach ein paar Stunden zogen sie alle ihre MĂ€ntel an, denn es konnte hier allerhöchstens den Gefrierpunkt erreicht haben. Kim rieb ihre kalten Finger aneinander und steckte sie dann in die Taschen ihrer SchĂŒrze. Die einzige WĂ€rme spendete jetzt nur noch die Fackel und die trug Josh. Aber auch ihm ging es nicht anders, immer wieder wechselte er die Fackel von einer in die andere Hand. Kim hatte ihm angeboten, dass sie die Karte eine Weile nehmen könne, aber das hatte er energisch vernein. Er war der Ă€lteste, er hatte die Karte und trug somit auch die Verantwortung.
Gwgl wurde auch immer unruhiger, entweder gefiel es ihm nicht hier unten eingesperrt zu sein oder er fror auch, obwohl das weniger den Anschein hatte. Vielleicht hatte er aber auch einfach ein schlechtes Gewissen, weil er Kim hier unten hatte alleine gelassen.
In der ersten Nacht oder zumindest als sie alle zu MĂŒde waren um weiter zu gehen, machten sie sich ein kleines Feuer aus Holzresten von den alten, morschen Deckenbalken, die frĂŒher einmal als StĂŒtzen gedient haben mussten. Alle saßen sie um das Lagerfeuer versammelt und genossen die WĂ€rme. Viel redeten sie nicht, wĂ€hrend sie aßen und bald schon erschöpft einschliefen, in die Decken eingewickelt, die Xandor in die RucksĂ€cke gepackt hatte.
Auch der nĂ€chste Tag verlief nicht sehr viel anders. Das einzige was sich Ă€nderte war die Luft. Sie wurde feuchter und Todie damit gesprĂ€chiger. Kim wusste nicht, was schlimmer gewesen war: Die trockene KĂ€lte oder die feuchte Luft! Fast sehnte sie sich nach dem kratzenden Staub, denn die NĂ€sse drang nun schon durch ihre Kleidung bis zur Haut durch und ließ kleine Eiskristalle in den Haaren entstehen. Nun bereute sie es, das sie ihre zerrissene Jeans und den Pullover nicht mitgenommen hatte. Auch die Fackel brannte immer schwĂ€cher. Im Laufe des Tages nahm die Feuchtigkeit immer mehr zu bis sich eine dĂŒnne Eisschicht auf dem Boden bildete.
„Also wenn das so weiter geht, können wir den Tunnel runterrutschen!“ ,brachte Kim das Thema zur Sprache.
„Viel mehr Sorgen macht mir, das wir auf diesem Boden schlafen mĂŒssen!“ ,redete Josh weiter: „ Wie lang brauchen wir eigentlich noch bis wir wieder raus sind?“, fragte er an Keith gewandt, der immer noch das Schlusslicht bildete.
Er zuckte nur mit den Schultern. Kim war die Situation auch unglaublich peinlich gewesen, aber sie fragte sich nun ernsthaft, ob das VerhĂ€ltnis zwischen ihr und dem Jungen jemals wieder so freundschaftlich werden wĂŒrde wie zuvor.
Sie hatte Angst das es so bleiben wĂŒrde.
„Jetzt komm endlich zu uns vor, sonst verlieren wir dich noch!“, fĂŒgte Josh noch hinzu.
„Wow, du kannst ja richtig nett zu ihm sein.“, meldete sich jetzt Todie zu Wort. Zuerst war Keith noch unschlĂŒssig aber nachdem Kim ihm ein auf munterndes Zier-dich-nicht-so-LĂ€cheln zugeworfen hatte, beschleunigte er seine Schritte und stieß zu den anderen. Josh’ s Freundlichkeit hielt natĂŒrlich nicht lange an: „Eigentlich mĂŒsstest du ja wissen, wie lange wir hier unten noch herumwandern mĂŒssen. Schließlich ist das dein Schloss!“ warf er dem Prinzen vor. Die MĂ€dchen hatten beide genug von den Sticheleien der beiden und so zog Todie Keith ein StĂŒck von Josh weg und versuchte, wie konnte es auch anders sein, herauszubekommen was zwischen ihm und Kim vorgefallen war.
Wegen der KÀlte beschlossen sie zu laufen bis sie ihr Ziel erreicht hÀtten, denn Weit konnte es nicht mehr sein. Mit dem Schiff benötigte man höchstens einen Tag und so lange waren sie nun mit Sicherheit schon unterwegs. Der Ausgang war, laut Karte, nördlich des Flussdeltas.
Todie behauptete auch bemerkt zu haben, das es etwas WĂ€rmer wurde, wofĂŒr das mittlerweile Knöcheltiefe Wasser sprach durch das die Freunde liefen. Trotz allem fĂŒhrte der Weg stetig nach unten und langsam wurde ihr Vorrat an Fackeln knapp. Zwei Stunden etwa liefen sie den gradlinig verlaufenden Tunnel entlang, in denen Kim sehr mit Gwgl zu kĂ€mpfen hatte, denn er sprang von einer Schulter auf die andere und hin und wieder verschwand er sogar fĂŒr einige Minuten. Doch dann saß er wieder ganz brav da, bis sie zu einer grĂ¶ĂŸeren Halle gelangten von der acht GĂ€nge abzweigten. Josh blieb stehen und studierte die Karte.
„Laut Plan mĂŒssen wir jetzt in diesen Gang!“
Er zeigte in eine Richtung.
Kim stand ein wenig Abseits und versuchte den verÀngstigten Gwgl zu beruhigen.
„Autsch!“ der Schrei verklang in den unterirdischen Gewölbe. „Was ist passiert?“ Kim’ s plötzlicher Aufschrei hatte ihnen allen einen riesen Schrecken eingejagt.
Todie war mit ein paar SĂ€tzen bei Kim und half ihr den Goobljn aus ihren Haaren zu zerren, an denen er immer noch zog.
Doch erst zu dritt schafften sie es Kim von Gwgl zu befreien. „Was hat der denn jetzt auf einmal?“ fragte Todie wĂ€hrend die beiden Jungs den Amoklaufenden festhielten. Jetzt schrie wie am Spieß, kratzte und biss wild um sich. Erst als sie ihn auf den Boden und ins Wasser drĂŒckten beruhigte er sich langsam. Allerdings war bei dem Versuch auch Keith gestĂŒrzt und jetzt klitsch nass, denn das Wasser war die letzten Stunden weiter gestiegen und ging sogar Josh mittlerweile bis zu den Waden.

__________________
Wenn etwas leicht zu lesen ist, dann war es schwer zu schreiben.
Enrique Jardiel Poncela
spanischer Humorist

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flammarion
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hallo, bin mal mit m stift drĂŒbergegangen:

Die Reise beginnt

Die warme Luft, die am Nepla-Gebirge vom SĂŒden her aufstieg, ließ ihn ohne die geringste Anstrengung in höhere Luftschichten gleiten. Eine enorme FlĂŒgelspannweite,(kein Komma) der zwischen den Vorderbeinen und dem Bauch gespannten HĂ€ute,(kein Komma) trug ihren Teil dazu bei. Lautlos schwebte der Drache ĂŒber die Gipfel des kleinen Binnengebirges und das Dorf, (kein Komma) der dort lebenden Elfenrasse, der Phliemaren. Sie hatten gelernt(Komma) mit seiner Herrschaft ĂŒber dieses Gebiet zu leben. Jedes mal, wenn der furcht einflĂ¶ĂŸende Schatten von Nedrak auch nur in die NĂ€he des Gebietes kam, das die bleichen Wesen fĂŒr sich beanspruchten, wurden alle in eine Höhle evakuiert, die eigens fĂŒr diesen Zweck ausgehoben worden war. Mit nur einem kleinen Husten konnte er ihre Heimat dem Erdboden gleich machen. Aber das tat er nicht!
Es gefiel ihm zu sehr, wie die Phliemaren flohen, wie sie ihre spielenden Kinder von den felsigen Straßen zerrten(Komma) um sie zu schĂŒtzen. Bei seinem Anblick brach Panik aus, und das gab diesen diesem durch und durch bösem bösen Geschöpf ein GefĂŒhl der Macht. Diesmal nahm er sich nicht die Zeit, ein paar Runden ĂŒber dem Dorf zu drehen und sich auf einem in der NĂ€he liegenden HĂŒgel niederzulassen um und zu beobachten, wie diese Wesen wie Armeisen Ameisen in ihren Bau flohen.

Er flog weiter in den Norden. Nachdem er die letzten AuslĂ€ufer der Schneegipfel hinter sich gelassen hatte, ĂŒberflog er die Feuerebene, die ihren Namen von (ĂŒberflĂŒssig) den Geysiren verdankte. Pausenlos schossen Wasser- und FeuersĂ€ulen empor. Manchmal war es auch nur Dampf, aber schon dieser allein reichte aus(Komma) um einen Menschen bei lebendigem Leibe zu verbrennen.
Kein Lebewesen, das auf irgendeine Art und Weise denken konnte(Komma) verirrte sich hierher, in diesen von zwei KĂŒsten eingeschlossenen Teil dieser Welt. Der Drach liebte dieses Tal, das Feuer war sein Element. Er spĂŒrte die Hitze(Komma) die der Boden ausstrahlte und genoss es in vollen ZĂŒgen, wĂ€hrend er darĂŒber hinweg glitt. In der Geschwindigkeit, in der Nedrak flog, hatte er die Ebene in weniger als einer Stunde durchquert und mit ein paar kraftvollen FlĂŒgelschlĂ€gen nahm er wieder Höhe auf und mit dem meterlangen Schwanz steuerte er auf eine LĂŒcke zwischen den Schattenbergen zu. Die Felsen, aus denen es bestand, waren pechschwarz. Die Gipfel ragten so hoch auf, das dass die Wolken nicht darĂŒber hinweg konnten und sie waren scharfkantig wie Dolchspitzen. Im Gegensatz zu diesem Gebirge sahen die Schneegipfel wie kleine HĂŒgelchen aus.
Langsam erreichte er das Herz den des Schattengebirges und damit verschlechterte sich auch allmĂ€hlich seine Sicht, denn immer dicker werdende Nebelschwaden kamen dem Drachen entgegen. Der Nebel stammte aus dem Nebeltal. Die Gefahr(Komma) in dieser Höhe einen Berg oder Felsvorsprung zu streifen(Komma) wurde zu groß, sodass er nun nach oben abdrehte. Zwar kannte er diese Berge, aber er vertraute nicht darauf.
Die Landschaft war wie er.
Unberechenbar.
Er kam dem geheimnisvollen Nebeltal immer nĂ€her und vergrĂ¶ĂŸerte seine Höhe noch, um ĂŒber dem Namengebenden (klein) Nebel hinweg zu fliegen. Aus der Luft war dieses Tal nur eine einheitlich graue FlĂ€che, aber am Boden gab es einen riesigen Nadelwald, den er aber noch nie mit eigenen Augen gesehen hatte. In diesem Wald lebten lebte eine Menge namenloser Geschöpfe, denen man besser weder bei Tag noch bei Nacht begegnete. An der Spitze der Brandung, nach dem Nebeltal, stand noch einmal ein einzelner Berg. Ein AuslĂ€ufer des Schattengebirges, auf dem das Schloss Plaisir erbaut worden war. Eine Unzahl von Sklaven aus allen LĂ€ndern hatten hatte hier Tag und Nacht gearbeitet und ihr Leben dafĂŒr gelassen(Komma) um diese Hochburg zu bauen. Die schwarze Burg. Der Sitz des dunklen Magiers Nevytar. Auf dem höchsten Turm landete er. Unter seinem Gewicht knarrte das Dach, aber es hielt. Jeder(Komma) der versuchen wĂŒrde(Komma) hierher zu gelangen, hatte einen schweren Weg vor sich.
Das Land war selbst wie ein eine Festung. Kein Heer konnte zu ihm gelangen, wie sollte es denn dann eine Handvoll Kinder schaffen?
Sie konnten die ach so mĂ€chtige Saphira nicht befreien, nicht(Komma) wenn er sie beschĂŒtzte. Er hatte die HĂŒterin der Phantasie besiegt, diese Kinder waren es nicht einmal Wert(Komma) sich Gedanken ĂŒber sie zu machen. Außerdem war er hier zu Hause, niemand konnte ihn hier schlagen!


Stundenlang wanderten sie nun schon durch die Dunkelheit. Josh ging mit der einzigen brennenden Fackel voraus, da nur er ihnen den Weg zeigen konnte. Kim ging neben ihm, mit Gwgl auf der Schulter, und versuchte ihm zu helfen(Komma) die alte vergilbte Karte im flackernden Licht zu lesen. Hinter den Dreien ging Todie, die außergewöhnlich ruhig war, was aber auch an der staubtrockenen und abgestandenen Luft, die die Lunge reizte, hier unter dem Berg liegen konnte. Ein paar Meter zurĂŒck lief Keith, er hatte sich absichtlich abgesondert und nur Kim kannte den Grund dafĂŒr.
Ein paar Stunden zuvor war sie ganz aufgelöst zu ihm gerannt, aber er war eingesperrt gewesen, in seinem eigenen Zimmer. Sie hatte vor seiner TĂŒr gesessen und gerĂ€tselt, wie sie Keith befreien könnte, als Gwgl wieder aufgetaucht war. Mit dem SchlĂŒssel!
Der Goobljn musste gesehen haben, wie der Diener, der kurz vor Kim bei dem Prinzen gewesen war, den SchlĂŒssel eingeschoben hatte. Aufgeheitert sperrte das MĂ€dchen dann die TĂŒr auf und kaum hörte Keith das sich öffnende Schloss, stieß er auch schon die TĂŒr auf.
„Wie hast du das denn geschafft?“ hatte er ĂŒberglĂŒcklich gerufen und war Kim dann einfach (um) den Hals gefallen. Zuerst war sie noch total erschrocken ĂŒber die unerwartete ZĂ€rtlichkeit gewesen, aber dann, ohne das dass es ihr wirklich bewusst war, legte sie selbst die Arme um den Jungen und entspannte sich dabei. Kim hatte keine Ahnung(Komma) wie lange sie so dagestanden hatten oder ob sie jemand gesehen hatte. Die Beiden genossen einfach nur die gegenseitige NĂ€he, den Atem des anderen im Nacken zu spĂŒren, und hatten die Welt um sich herum vergessen. Gwgl hatte die ganze Zeit an ihrem Rock gezogen, aber Kim ignorierte ihn, was dem kleinen Goobljn ĂŒberhaupt nicht gefiel.
Irgendwann war Kim bewusst geworden, was sie da taten und sie löste sich aus Keith’ Umarmung, doch er hatte sie weiterhin festgehalten. Ihre Gesichter waren sich so nah gewesen, dass sich ihre Nasenspitzen fast berĂŒhrten. Kim hatte innegehalten und ihm in die Augen gesehen. Sie waren sich nĂ€her gekommen.
Plötzlich war Gwgl auf Keith losgegangen und hatte so diesen Augenblick ein fĂŒr allemal zerstört.
Der Prinz verlor bei diesem Angriff das Gleichgewicht, war auf den Hosenboden gefallen und versuchte dann das rote Kerlchen mit den scharfen Krallen von seinem Gesicht fern zu halten. Nach mehreren Versuchen hatte Kim den Goobljn wieder gebĂ€ndigt. Er saß nun wieder auf ihrer Schulter(Komma) mit (kann weg) dem Schwanz um ihren Hals gewickelt und einem wachsamen Auge auf den Prinzen. Dieser fuhr sich durch die Haare und stand ohne die hilfreiche Hand, die Kim ihm entgegenstreckte, wieder auf. Er vermied es(Komma) ihr ins Gesicht zu sehen und hielt seinen Kopf gesenkt. Dann hatte er sie in seinen Plan, Saphira zu befreien, eingeweiht und Kim hatte ihm erklĂ€rt, was Xandor versucht hatte ihr zu sagen.
Die beiden holten sodann Todie, bei der auch Josh gewesen war. Nachdem Kim und Keith den zwei Anderen (kann weg) von ihrem Vorhaben erzĂ€hlt hatten(Komma) waren das BeakermĂ€dchen und Josh nicht mehr zu bremsen gewesen und wollten sofort losgehen. Kim und der Prinz redeten nicht von Keith’ Befreiung, denn wenn Todie von dem Zwischenfall vor Keith’ Zimmer erfuhr, wĂŒrde sie sich wahrscheinlich wieder stundenlang ĂŒber sie lustig machen. Dennoch bemerkt sie auch so, das dass zwischen den Beiden etwas nicht stimmt, was ihre Abenteuerlust ein wenig minderte. Trotz allem gab es, wenn es um die Befreiungsaktion ging, noch ein großes Problem!
Kim wusste zwar nun, das dass sie durch die Katakomben die Burg verlassen konnten, sie hatte aber keine Ahnung gehabt, welchen Weg sie nehmen mussten. Sie wussten zudem auch nicht, ob die rote Kuppel aus Licht, die auch Kim mittlerweile bemerkt hatte, sich auch unterirdisch fortsetzte!
Ein Weile spekulierte die Vier noch herum, ob Gwgl sie nicht wieder fĂŒhren konnte, aber diese Idee hatten sie bald wieder verworfen, da er wohl zu unzuverlĂ€ssig wĂ€re. Dann hatte Josh den entscheidenden Einfall:
Die Karten im Trakt des Dienstboten!
Dort waren sie dann auch sogleich hineingestĂŒrmt und waren fĂŒndig geworden. Ohne einen Gedanken an einen Abschied zu verschwenden, brachen sie sofort auf.
Wenn sie irgend jemanden jemandem Bescheid gesagt hĂ€tten, wĂ€ren sie vermutlich gar nicht so weit gekommen, weil man ihnen dann wahrscheinlich gar keine Möglichkeit zur Flucht lassen wĂŒrde und so beschlossen sie(Komma) heimlich zu gehen.
Gerade als sie den Korridor erreichten, in dem sich die Abstellkammer mit dem Eingang zu dem unterirdischen Labyrinth befand, vernahmen sie eine altbekannte Stimme. Benjamin!
Der hatte ihnen in diesem Augenblick gerade noch gefehlt! Keith war wie vom Blitz getroffen stehen geblieben und drehte sich zu seinem KindermĂ€dchen um. Der Butler hatte gefragt, was denn der Prinz hier mache und wie er sein Zimmer hatte verlassen können. Doch zu weiteren Fragen kam er nicht mehr, denn Keith war auch auf ihn zugegangen und verpasste ihm ohne jegliche Verwarnung einen Kinnhacken Kinnhaken. Die Wucht brachte Benjamin zu Fall. Aus seiner Nase strömte Blut , das ĂŒber seine HĂ€nde rann, die er in sein Gesicht presste (besser: Es strömte ĂŒber seine HĂ€nde, die er in sein Gesicht presste).
Keith hatte ihm die Nase gebrochen, trotzdem waren Todie und Josh in Jubel ausgebrochen (besser: trotzdem jubelten Todie und Josh) und auch Kim lÀchelte bei diesem Anblick. Der Prinz strahlte, das war seine Rache gewesen. Als er aber Kim ansah(Komma) verschwand sein Lachen wieder und sie gingen ruhig weiter.
Nur Josh und Todie konnten sich noch nicht beruhigen.
Gerade hatte Kim die TĂŒr in die kleinen Kammer öffnen wollen, als sie einen eine Hand auf ihrer Schulter spĂŒrte. Aber es war keiner ihrer Freunde, es war der alte Seher. Er hatte auf die FĂŒnf gewartet. Vor ihm,(kein Komma) auf dem Boden,(kein Komma) lagen RucksĂ€cke und MĂ€ntel. NatĂŒrlich hatte keiner von ihnen an Proviant gedacht! Xandor hatte Fackeln, Essen und andere nĂŒtzliche GegenstĂ€nde eingepackt. Außerdem bekam jeder, außer Keith und Todie, die ja bereits UmhĂ€nge trugen, einen Kapuzenumhang, der mit einer Spange in der Form einer roten Sonne mit gekrĂŒmmten Strahlen,(kein Komma) zusammengehalten wurden. Zudem bekam jeder eine Waffe. Josh und Keith jeweils ein Schwert, wobei Keith’ prunkvoller und scheinbar sein eigenes war. Todie und Kim bekamen einen Dolch, aber Kim lehnte ihren (kann weg) ab, da sie ja bereits einen habe. Der Seher gab ihnen aber auch einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen auf den Weg. FĂŒr den Fall, das dass ihnen der Proviant ausginge.
Bevor sie sich verabschiedeten, wollte Kim den alten Mann noch auf das seltsame Ereignis im Turm ansprechen, aber dieser schĂŒttelte nur den Kopf, als habe er ihre Gedanken gelesen. Er wĂŒnschte ihnen noch viel GlĂŒck und ließ sie dann in die Dunkelheit und auf eine gefahrenvolle Reise zugehen. Und jetzt waren sie hier.
Kim konnte sich daran erinnern, das dass es auch schon, als sie das letzte mal hier unten war, verdammt kalt gewesen war. Aber sie war nicht so weit unter dem See gewesen.
Schon nach ein paar Stunden zogen sie alle ihre MĂ€ntel an, denn es konnte hier allerhöchstens den Gefrierpunkt erreicht haben. Kim rieb ihre kalten Finger aneinander und steckte sie dann in die Taschen ihrer SchĂŒrze. Die einzige WĂ€rme spendete jetzt nur noch die Fackel und die trug Josh. Aber auch ihm ging es nicht anders, immer wieder wechselte er die Fackel von einer in die andere Hand. Kim hatte ihm angeboten, dass sie die Karte eine Weile nehmen könne, aber das hatte er energisch vernein (besser: abgelehnt). Er war der Ă€lteste, er hatte die Karte und trug somit auch die Verantwortung.
Gwgl wurde auch immer unruhiger, entweder gefiel es ihm nicht(Komma) hier unten eingesperrt zu sein oder er fror auch, obwohl das weniger den Anschein hatte. Vielleicht hatte er aber auch einfach ein schlechtes Gewissen, weil er Kim hier unten hatte alleine gelassen.
In der ersten Nacht oder zumindest(Komma) als sie alle zu MĂŒde mĂŒde waren(Komma) um weiter zu gehen, machten sie sich ein kleines Feuer aus Holzresten von den alten, morschen Deckenbalken, die frĂŒher einmal als StĂŒtzen gedient haben mussten. Alle saßen sie um das Lagerfeuer versammelt und genossen die WĂ€rme. Viel redeten sie nicht, wĂ€hrend sie aßen und bald schon erschöpft einschliefen, in die Decken eingewickelt, die Xandor in die RucksĂ€cke gepackt hatte.
Auch der nĂ€chste Tag verlief nicht sehr viel anders. Das einzige(Komma) was sich Ă€nderte(Komma) war die Luft. Sie wurde feuchter und Todie damit gesprĂ€chiger. Kim wusste nicht, was schlimmer gewesen war: Die trockene KĂ€lte oder die feuchte Luft! Fast sehnte sie sich nach dem kratzenden Staub, denn die NĂ€sse drang nun schon durch ihre Kleidung bis zur Haut durch und ließ kleine Eiskristalle in den Haaren entstehen. Nun bereute sie es, das dass sie ihre zerrissene Jeans und den Pullover nicht mitgenommen hatte. Auch die Fackel brannte immer schwĂ€cher. Im Laufe des Tages nahm die Feuchtigkeit immer mehr zu(Komma) bis sich eine dĂŒnne Eisschicht auf dem Boden bildete.
„Also(Komma) wenn das so weiter geht, können wir den Tunnel runterrutschen!“ ,brachte Kim das Thema zur Sprache.
„Viel mehr Sorgen macht mir, das wir auf diesem Boden schlafen mĂŒssen!“ ,redete Josh weiter: „ Wie lang brauchen wir eigentlich noch bis wir wieder raus sind?“, fragte er an Keith gewandt, der immer noch das Schlusslicht bildete.
Er zuckte nur mit den Schultern. Kim war die Situation auch unglaublich peinlich gewesen, aber sie fragte sich nun ernsthaft, ob das VerhĂ€ltnis zwischen ihr und dem Jungen jemals wieder so freundschaftlich werden wĂŒrde wie zuvor.
Sie hatte Angst(Komma) das dass es so bleiben wĂŒrde.
„Jetzt komm endlich zu uns vor, sonst verlieren wir dich noch!“, fĂŒgte Josh noch hinzu.
„Wow, du kannst ja richtig nett zu ihm sein.“, meldete sich jetzt Todie zu Wort. Zuerst war Keith noch unschlĂŒssig(Komma) aber nachdem Kim ihm ein auf munterndes (zusammen) Zier-dich-nicht-so-LĂ€cheln zugeworfen hatte, beschleunigte er seine Schritte und stieß zu den anderen. Josh’ s Freundlichkeit hielt natĂŒrlich nicht lange an: „Eigentlich mĂŒsstest du ja wissen, wie lange wir hier unten noch herumwandern mĂŒssen. Schließlich ist das dein Schloss!“ warf er dem Prinzen vor. Die MĂ€dchen hatten beide (kann weg, weil doppelt) genug von den Sticheleien der beiden und so zog Todie Keith ein StĂŒck von Josh weg und versuchte, wie konnte es auch anders sein, herauszubekommen(Komma) was zwischen ihm und Kim vorgefallen war.
Wegen der KÀlte beschlossen sie zu laufen(Komma) bis sie ihr Ziel erreicht hÀtten, denn Weit weit konnte es nicht mehr sein. Mit dem Schiff benötigte man höchstens einen Tag(Komma) und so lange waren sie nun mit Sicherheit schon unterwegs. Der Ausgang war, laut Karte, nördlich des Flussdeltas.
Todie behauptete auch(Komma) bemerkt zu haben, das dass es etwas WĂ€rmer wĂ€rmer wurde, wofĂŒr das mittlerweile Knöcheltiefe (klein) Wasser sprach(Komma) durch das die Freunde liefen. Trotz allem fĂŒhrte der Weg stetig nach unten und langsam wurde ihr Vorrat an Fackeln knapp. Zwei Stunden etwa liefen sie den gradlinig verlaufenden Tunnel entlang, in denen dem Kim sehr mit Gwgl zu kĂ€mpfen hatte, denn er sprang von einer Schulter auf die andere und hin und wieder verschwand er sogar fĂŒr einige Minuten. Doch dann saß er wieder ganz brav da, bis sie zu einer grĂ¶ĂŸeren Halle gelangten(Komma) von der acht GĂ€nge abzweigten. Josh blieb stehen und studierte die Karte.
„Laut Plan mĂŒssen wir jetzt in diesen Gang!“
Er zeigte in eine Richtung.
Kim stand ein wenig Abseits abseits und versuchte den verÀngstigten Gwgl zu beruhigen.
„Autsch!“ der Der Schrei verklang in den unterirdischen Gewölbe. „Was ist passiert?“ Kim’ s plötzlicher Aufschrei hatte ihnen allen einen riesen Schrecken eingejagt.
Todie war mit ein paar SĂ€tzen bei Kim und half ihr den Goobljn aus ihren Haaren zu zerren, an denen er immer noch zog.
Doch erst zu dritt schafften sie es(Komma) Kim von Gwgl zu befreien. „Was hat der denn jetzt auf einmal?“ fragte Todie(Komma) wĂ€hrend die beiden Jungs den Amoklaufenden festhielten. Jetzt schrie ??? wie am Spieß, kratzte und biss wild um sich. Erst als sie ihn auf den Boden und ins Wasser drĂŒckten(Komma) beruhigte er sich langsam. Allerdings war bei dem Versuch auch Keith gestĂŒrzt und jetzt klitsch nass, denn das Wasser war die letzten Stunden weiter gestiegen und ging sogar Josh mittlerweile bis zu den Waden.

sehr interessante und spannende Geschichte.
Ich nahm irrtĂŒmlich an, dass das der erste Teil sei. Na, den werd ich schon noch finden.
Ganz lieb grĂŒĂŸt



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Old Icke

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