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Leselupe.de > Kurzprosa
MIttelpunkt
Eingestellt am 03. 05. 2007 10:43


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vrai ment
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2007

Werke: 7
Kommentare: 24
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Wenn ich grau sehe, sehe ich den Mittelpunkt. Ich f├╝hle mich wohl, ganz wohl, weil ich dann so alleine sein kann. Man ist ja genausowenig im Vorteil, wie alle anderen mit diesem Wissen. Das hei├čt nicht es h├Ątte keinen Nutzen. Ich bin im Innern nicht grau. Da ist es rot, schmieriges Fett und Blut gibts da, viele Organklumpen. Das ist weit au├čerhalb vom Zentrum, eher so unten und rechts.
Inneren Frieden haben die, die dort grau sind ganz bestimmt.
Ich habe ihn auch so nicht. Herumgeschleudert werde ich von mir selbst, oft gegen w├Ąnde, oft immer schneller im freien Raum. Wenn ich die Augen zu mache, merke ich es ja deutlich. Warum ich das mit mir tue wei├č ich nicht. Es ist nicht energetisch sinnvoll. Weder Produkt der Evolution, noch.... Ich wei├č es nicht.

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Pete
Guest
Registriert: Not Yet

vrai ment,

Dein Text hat irgend etwas, das deutet sich mir zart an. Doch genauso deutlich fehlt mir der letzte Tick, um ihn zu erschlie├čen.

Beispielsweise kann ich den Begriff "grau" nicht zuordnen. Oft wird er benutzt im Sinne "weder - noch", z.B. weder gut noch b├Âse. Diese Interpretation f├╝gt sich f├╝r mich nicht in ein Bild.

Nat├╝rlich k├Ânntest Du "grau" als Variable mit eigenem Sinnbesatz nutzen. Doch dazu wird sie im Kontext zu wenig deskriptiv genutzt, transportiert damit keine Bedeutung.

Infolgedessen halte ich Deinen Text noch f├╝r ein Fragment, noch nicht f├╝r ein abgeschlossenes Werk. Deine Deutungsans├Ątze im vorangegangenen Postings finde ich in Deinem Text nicht angelegt.

Du scheinst ├╝ber eine besondere Weltsicht zu verf├╝gen, die Du noch etwas bruchst├╝ckhaft literarisch umsetzt. Deine Sicht macht mich neugierig! Ich verbleibe deshalb mit der Aufforderung, den Text zur Bl├╝te zu f├╝hren.

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vrai ment
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Apr 2007

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danke sie haben vollkomme recht. ich gebe mein bestes.

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2266
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Wegen der ausdr├╝cklichen Bitte um Verbesserung an anderer Stelle, zun├Ąchst ein paar Korrekturen:

quote:
Wenn ich grau sehe, sehe ich den Mittelpunkt. Ich f├╝hle mich wohl, ganz wohl, weil ich dann so alleine sein kann. Man ist ja genausowenig im Vorteil, wie alle anderen mit diesem Wissen. Das hei├čt nicht, (Komma) es h├Ątte keinen Nutzen. Ich bin im Innern nicht grau. Da ist es rot, schmieriges Fett und Blut gibts da, viele Organklumpen. Das ist weit au├čerhalb vom Zentrum, eher so unten und rechts.
Inneren Frieden haben die, die dort grau sind, (Komma) ganz bestimmt.
Ich habe ihn auch so nicht. Herumgeschleudert werde ich von mir selbst, oft gegen W├Ąnde, oft immer schneller im freien Raum. Wenn ich die Augen zu mache, merke ich es ja deutlich. Warum ich das mit mir tue, (Komma) wei├č ich nicht. Es ist nicht energetisch sinnvoll. Weder Produkt der Evolution, noch ... (nur drei Punkte, davor ein Leerzeichen)
Ich wei├č es nicht.

Grau ist der Mittelpunkt zwischen Scharz und Wei├č. Grau ist der Mittelpunkt zwischen Extremen, der Punkt kleiner Entropie, der Punkt des Rauschens. Man sagt "wei├čes Rauschen", aber bei Bildern s├Ąhe es eher grau aus. Im Inneren ist man nicht in der Mitte, es gibt Farben. Man sieht sie aber nur, wenn man das Innere nach Au├čen kehrt, und sei es in gedanken, oder wenn man den K├Ârper durchleuchtet. Man kann w├Ąhlen: verschwommen und rot oder scharf und grau.

Herumschleudern erzeugt ├änderung, W├Ąrme. Ich bin der Raum, in dem es sich abspielt. Das Spiel von Verkn├╝pfung und Trennung schafft neue Muster, aber auch Erschrecken. Die Welt strebt zu der Gr├Ąue, der Grauheit, der Mitte, dem Verwischen des Unterschieds. Aber wie klein auch der Unterschied ist, es gibt einen Ausweg, denn allse ist Mitte. Nichts ist besser oder schlechter als Anderes. Nur in der Betrachtung entsteht Schlechtheit oder Gutheit, nur in der Reflexion, nur bei Licht, wenn Schatten da ist.

Und so bilden sich beliebig gro├če spontane Abweichungen, mag das auch lange dauern.

Ich las in einem Buch, dass einst der Mond so nahe der Erde gewesen sei, dass man auf Leitern hin├╝berklettern konnte (Ich denke, es war von Italo Calvino).

Die Abweichungen sind zwar extrem unwahrscheinlich, aber genau deshalb sind sie das eigentliche Grau. Ohne die Abweichungen g├Ąbe es kein Grau und die geschlossenen Augen zeigen Abweichungen deutlich, wenn man nur wartet und dabei an nichts denkt oder seine Gedanken ziehen l├Ąsst, entstehen Farben, die man in der Natur so niemals sieht.

Blickt man aber starr geradeau, immer auf das gleiche Bild, so f├Ąrbt es sich schwarz und es wird einem schwindlig. Zun├Ąchst verschwinden die Umrisse und Farben und dann sieht man NICHTS, auch kein Grau, sondern Schwarz, das dunkelste Grau - und die Ohren beginnen zu dr├Âhnen.

Das ist meine Interpretation des Textes.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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