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Leselupe.de > Ungereimtes
Männerhöhle
Eingestellt am 08. 02. 2018 08:47


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klaatu
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Männerhöhle

Sie hatte mich ausgewildert
- in eine Männerhöhle:

Hier konnte ich mein Sonntagshemd
als Lendenschurz tragen
und mit angespitzter Gardinenstange
Silberfischchen jagen.

Hier verschaffte ich mir Gesellschaft,
indem ich in süßer Erinnerung
rudimentäre Vulven und Brüste
auf die Tapete schmierte,
vor denen ich im Flackerlicht
eines Röhrenfernsehers
andächtig masturbierte.

Nach einigen Tagen
bekam sie wohl Mitleid
und wollte mich wieder
ins Wohnzimmer lassen

- doch die Gesellschaft
hatte mich für immer verloren...

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wüstenrose
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Hallo klaatu,
dein Gedicht hat mich ziemlich beschäftigt, ja fast gegangen genommen, ich spüre da so eine Art suggestive Kraft der Sprache. Es gefällt mir sehr gut.
Dein Ende konnte ich nicht präzise greifen, deshalb habe ich versucht, es für mich nochmal anders auszudrücken.

Heraus kam:

Sie hatte mich ausgewildert
- in eine Männerhöhle:

Hier konnte ich mein Sonntagshemd
als Lendenschurz tragen
und mit angespitzter Gardinenstange
Silberfischchen jagen.

Hier verschaffte ich mir Gesellschaft,
indem ich in süßer Erinnerung
rudimentäre Vulven und Brüste
auf die Tapete schmierte,
vor denen ich im Flackerlicht
eines Röhrenfernsehers
andächtig masturbierte.

Nach einigen Tagen
bekam sie wohl Mitleid
und wollte mich wieder
ins Wohnzimmer lassen

- doch da zappelte ich bereits
im Urwuchs meiner
neuen Welt



Drückt das ungefähr das Gleiche aus, was du sagen möchtest?
Nachdenkliche Grüße
wüstenrose

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revilo
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Männerhöhle

Sie hatte mich ausgewildert
- in eine Männerhöhle:

Hier konnte ich mein Sonntagshemd
als Lendenschurz tragen
und mit angespitzter Gardinenstange
Silberfischchen jagen.

Hier verschaffte ich mir Gesellschaft,
indem ich in süßer Erinnerung
rudimentäre Vulven und Brüste
auf die Tapete schmierte,
vor denen ich im Flackerlicht
eines Röhrenfernsehers
andächtig masturbierte.

Nach einigen Tagen
bekam sie wohl Mitleid
und wollte mich wieder
ins Wohnzimmer lassen

- doch die Gesellschaft
hatte mich für immer verloren...


gutes Gedicht.....bis auf den letzten Absatz.....der ist viel zu plakativ und klingt nach Sozialarbeiter, wobei ich nichts gegen die Zunft sagen will.....

wüstenroses Vorschlag ist nicht so pricklelnd...... wie wärs mit ein wenig BUK?.....hhhmmmmm......

Nach einigen Tagen
überkam sie das Mitleid
sie wies mir wieder
den Lieblingssessel
im Wohnzimmer zu

ich zeigte nur grinsend
auf meinen Lendenschurz
und verstopfte den Eingang

oder so ähnlich....

LG revilo und viel Spaß in Deiner Höhle.....gibbet da auch Bier?

__________________
Manch mal weiß ich nicht
ob der Tag anbricht oder
ausbricht (revilo)

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klaatu
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Hallo zusammen!

@ wüstenrose & revilo

Danke für euer Feedback! Mit dem Ende war ich auch nicht sonderlich zufrieden und zuerst hatte ich in der Tat - wie von revilo vorgeschlagen - ein Bukowski-eskes Ende (da stellte das LI fest, dass es die Frau jetzt nicht mehr braucht, da es sich ein kleines Loch in die Wand gehauen hat...) - das war dann aber sogar mir zu plakativ

"Für die Gesellschaft verloren" - das hat so was Endgültiges, das gefiel mir.

@ Tula & Paul

Schön, dass es euch gefallen hat!

LG
k

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shoshin
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Hallo klaatu
Köstlich: Was du immer für Ideen hast? "ausgewildert" also! Aber eigentlich naheliegend;die Hilti fehlt noch

Der letzte Absatz macht es erst zu einer richtig guten Satire!

LG
shoshin

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revilo
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Moin, klaatu...auch wenn man trefflich über den letzten Absatz streiten kann, halte ich Dich für einen der originellsten Dichter in der LL.....Du hast in das etwas verstaubte und zuweilen verkopfte Ambiente ordentlich Schwung gebracht, schreibst gegen den Strich und kümmerst Dich einen Dreck um lyrische Regularien..... dafür herzlichen Dank von revilo
__________________
Manch mal weiß ich nicht
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