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Leselupe.de > Kurzprosa
Magda 3
Eingestellt am 05. 08. 2007 11:57


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paulenullnullzwei
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"Stopp!" sprang Magda aus dem Schlaf. "Lass uns halten, bitte!"
In der Regel bedeutet das Vollbremsung, einen Tierkadaver von der Stra├če kratzen und mit Blaulicht zum Tierarzt rasen. Au├čer einem gro├čen Einkaufscenter war aber weit und breit nichts Totes zu entdecken.

"Lass uns was Trinken, ja? Huch, welch Zufall! Da ist ja ein Internet-Caf├ę in der Mall." Unschuldiger l├Ąsst es sich nicht dreinblicken.

"Oh nein, keine Strom-Post an Volker. Wof├╝r haben wir schlie├člich unsere Handys kastriert?"

"Ich muss mir nur schnell was von der Seele kippen. Willst Du, dass es mich innerlich zersetzt?"
Wollte ich nicht. Der Shopping-Mall-Parkplatz d├╝nstete alte Mittagshitze aus. Kein Baum weit und breit. Schatten kannte der nur unter Autos. Das Internet-Caf├ę hatte den Charme eines sich modern gebenden Arbeitsamts. Neu war Trumpf - "Neu - jetzt noch neuer!". Magda trank ihren Kaffee schneller, als es ihre Schmerzschwelle zulassen sollte. Den Flachbildschirm hatte sie von mir weggedreht.

"Was schreibst du dem?"

"Nix!"

"Viel Tastengeklicke f├╝r nix!"

"Nix, was von Belang ist."

"Hey, komm schon, das ist ja wie in der Schule. Ich petze schon nicht."
Magda kann prima mit der Schulter schubsen. Dabei st├Âhnte sie kurz, leise l├Ąchelnd.

"Sei ein Schatz, und hol mir noch einen Kaffee!"

Die studentische Aushilfskraft hinterm Tresen war klar zu H├Âherem geboren. "├äh, Fr├Ąulein! Fr├Ąulein!..." Ich wei├č um die Qual von BWL-Studierenden bei dieser Anrede. "Sie haben nicht zuf├Ąllig frische Vollmilch f├╝r den Kaffee?" Sie tat so, als suche sie im K├╝hlschrank danach, welcher au├čer Red-Bull-Dosen nichts weiter enthielt. War auch kein Wunder, "Red-Bull" stand formatf├╝llend auf dessen T├╝r. Das "Tut mir leid, die ist wohl aus!" bereitete ihr Schmerzen und Genugtuung zugleich. Zum Gl├╝ck trinkt Magda ihren Kaffee immer schwarz.
Der Kaffee blieb ungetrunken. Ich sah, sie hatte geweint. Nach den Tr├Ąnen waren nie ihre Augen rot, immer nur die Nasenspitze. Sie wollte sofort weiter. Es war noch ein weiter Weg bis Aachen.

"Im n├Ąchsten Ort suchen wir uns eine gem├╝tliche Pension, einverstanden?"
Sie nickte. Ich h├Ątte sonst was drum gegeben, zu erfahren, wo sie in diesem Moment war.
"Beate's Fr├╝hst├╝ckspension" lie├č mich bremsen. Magda machte sich diesmal nicht ├╝ber das Auslassungszeichen lustig. Sie war wirklich weit weg von hier. Eine Beate gab es in der Fr├╝hst├╝ckspension nicht. Ich verkniff es mir, mich nach ihrem Ableben zu erkundigen. Ein gespielt freundlicher Mitvierziger empfing uns in der Rezeption, welche auch Fr├╝hst├╝cksraum war. 50er-Jahre-Frisur und C&A-Kleidung verrieten, dass er noch nie mit einer Frau zusammen war. Er roch gut nach Frischgeduscht. Mutter Beate hatte die Hoffnung nie aufgegeben. Der Mann machte mir Mut.

"Herr und Frau....?" er drehte das Anmeldeformular zu sich ".... Herr und Frau Winter, das Doppelzimmer wird ihnen zusagen. Normalerweise ist es f├╝r unsere Stammg├Ąste vorbehalten, aber jetzt in der Vorsaison..."
Vorsaison gibt es doch blo├č, wenn eine Hauptsaison zu erwarten ist, dachte ich und freute mich auf Magda im gleichen Bett.

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Eve
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Hallo paulenullnullzwei,

vieles angerissen, aber nichts zu Ende gebracht. Dein Text hinterl├Ąsst Fragezeichen.

Ansonsten finde ich schon gute Ans├Ątze in deinem Text, die sich lohnen w├╝rden, weiter verfolgt zu werden.

Allerdings frage ich mich, warum ein Kadaver noch zum Tierarzt muss? Auch das Wort "Strom-Post" ist f├╝r meinen Geschmack zu gewollt, passt nicht zu deinem Text, denn immerhin parken sie vor einer "Mall", gehen in ein "Internet-Caf├ę" und haben "Handys" - alles auch nicht gerade deutschst├Ąmmige W├Ârter.

Sch├Ân finde ich

quote:
der ... Parkplatz d├╝nstete alte Mittagshitze aus
:-)

Mit ein paar ├ťberarbeitungen bzw. Fortsetzungen k├Ânnte der Text durchaus was werden!

Viele Gr├╝├če,
Eve

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Eve
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So, nachdem ich nun festgestellt habe, dass es sich wohl um eine Art Fortsetzungs-Geschichte handelt, ist ein Teil meines vorigen Kommentares ├╝berholt (was das Angerissene angeht). Meiner Meinung nach geh├Ârt dein Text jedoch nicht in "Kurzprosa", sondern eher in "Erz├Ąhlungen". Warum schreibst du nicht alle Teile in einen Beitrag? So muss man immer rumsuchen, wo sich die einzelnen St├╝cke befinden, um ein genaueres Bild zu bekommen.

Viele Gr├╝├če,
Eve

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paulenullnullzwei
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Hallo Eve

Ich muss Dir in nahezu allen Punkten Recht geben. ├ťberarbeitung von Texten ist bei mir so ein Thema. Ich bin n├Ąmlich stinkefaul und wenn ich was geschrieben hab, wirds gleich rausgehauen in die Welt. Fluch und Segen des Internets... Ich werd wohl nochmal dr├╝ber gehen m├╝ssen.

Die Rubrik Kurzprosa habe ich deswegen gew├Ąhlt, weil ich dachte, kleine, gut verdauliche H├Ąppchen finden eher einen Leser, als lange zusammenh├Ąngende St├╝cke unter "Erz├Ąhlungen". Erschwerend kommt noch hinzu, dass Magda IV noch seiner Dichtung harrt. (siehe oben zum Stichpunkt: stinkefaul)

Aber sch├Ân, dass es in den Grundz├╝gen geff├Ąllt, was ich so treibe.

Danke f├╝r die anregende Kritik,

Paule

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