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Leselupe.de > Horror und Psycho
Magna Mortalitas
Eingestellt am 06. 12. 2009 20:51


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Smuhssa
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Registriert: Jun 2009

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01 IM STADTPARK A/T

Black Screen - GerÀusche aus einem Stadtpark sind zu hören; Verkehr weit im Hintergrund, spielende Kinder, Schritte auf Sandwegen, GesprÀchsfetzen.

MANN 1:
Warum ich böse bin?
MANN 2:
Ja, warum bist du böse! Warum verdammt noch mal bist du ein Scheiß-Killer, mit einer riesen Wumme, man?

Aus dem Black Screen wird eine Bank in einem Stadtpark eingefadet. Sie ist direkt von vorne zu sehen, dazwischen ein Sandweg, auf dem ab und zu Personen, dicht an der Kamera, vorbei gehen. Es ist grĂŒn. Kinder spielen im Hintergrund auf einer Wiese.
Es sitzen zwei MĂ€nner auf der einfachen Parkbank. Der eine (MANN 2) scheint etwas angespannt zu sein, sitzt sehr gerade; der andere (MANN 1) lĂŒmmelt sich - seine Arme auf der Lehne. Er unterstreicht seine SĂ€tze jedoch mit (ĂŒbertriebenen) Gesten.

MANN 1:
Ich werd’s dir sagen, mein Freund!

Ein hoher singender Ton schwillt langsam an, bis zum Ende des folgenden Satzes.

MANN 1:
Ich kannte eine alte Lady ...

Ein matter Ton (wie von einem Blitzlicht) beendet den anschwellenden Ton. Ein tiefes unheimliches Brummen untermalt den EINSCHUB.

EINSCHUB 1:
Mit einem weißen Blitz wird der Einschub eingeblendet. Die Situation wirkt zunĂ€chst wie ein Standbild, ist aber in Zeitlupe aufgenommen.
Eine liebenswerte „Oma“ steht vor einer Ziegelmauer und sieht freundlich in die Kamera. Sie hĂ€lt eine Handtasche vor ihrem Schoß.

Ein weiterer „ weißer Blitz“ beendet den Einschub. Es sind wieder die zwei MĂ€nner auf der Bank zu sehen.

MANN 1:
Es war so eine Lady, die man richtig gern hat. Weiße Haare, Falten im Gesicht, so als wĂ€re ĂŒber die Jahre der Kopf geschrumpft - ein LĂ€cheln, dass man sich wĂŒnscht, es wĂ€re die eigene Oma.
MANN 2: (nickt lÀchelnd)

Das „Summen“ beginnt von neuem.

MANN 1:
Sie hatte ein kleines Enkelkind.

„Weißer Blitz“ kĂŒndigt den EINSCHUB an.

EINSCHUB 2: (Zeitlupe, Brummen begleitet den Einschub)
Die Oma steht wie vorher und sieht in die Kamera. Nun hat sie ein blondes MĂ€dchen an der Hand, das vergnĂŒgt hĂŒpft.

„Weißer Blitz“ beendet den Einschub. Die Kameraposition bleibt gleich.

MANN 1:
So, neun, zehn Jahre alt. SĂŒĂŸes Ding. Blonde Haare, so voller Lebensmut, dass sie dauernd durch die Straßen hĂŒpfte.
MANN 2: (erwartungsvoll)
Ja ...

Das „Summen“ beginnt erneut.

MANN 1:
Jeden Tag habe ich sie getroffen, immer gegen vier Uhr. Sie grĂŒĂŸten freundlich und genossen ihr friedliches Leben.

„Weißer Blitz“ leitet den EINSCHUB ein.
Die KamerafĂŒhrung scheint die Sicht eines „TĂ€ters“ darzustellen. Es sind nur die Arme des „TĂ€ters“ zu sehen. Der Einschub spielt in Zeitlupe, die GerĂ€usche sind ebenfalls verlangsam, aber laut zu hören.

EINSCHUB:
Ein Arm reißt die Handtasche der Frau weg. Die Sicht verschwimmt immer mehr, die Kamera verwackelt. (Dennoch weiß man, was passiert.) Der „Oma“ wird aus nĂ€chster NĂ€he ins Gesicht geschossen, das MĂ€dchen weggerissen.

„Weißer Blitz“ - Eine ungeschönte, seitliche Nahaufnahme des Gesichts von MANN 1 ist zu sehen.

MANN 1:
Eines Tages habe ich meine Wumme genommen, der Lady ins Gesicht geschossen und die Kleine vergewaltigt.

Kameraschnitt: Nahaufnahme(nur zentrale Gesichtspartie, Schweißperlen sind auf der Oberlippe zu sehen) MANN 2.

MANN 2: (sehr verunsichert und geschockt)
Was? ... Wieso?

Kameraschnitt: Totale auf die Bank.

MANN 1: (ausgesprochen „cool“, lehnt sich wieder entspannt zurĂŒck)
Das ist egal. Ich wollte dir damit nur zeigen, dass es sich nicht lohnt freundlich und glĂŒcklich zu sein. Das Böse siegt im Leben, wir sind nicht bei Bonanza!

Abrupt bricht die GerÀuschkulisse ab; es wird Schwarz.


Idee: Erwartet unerwartetes „Shocking-End“, als Kritik an der GleichgĂŒltigkeit der Menschen. Versachlichte Gewalt wird zum TrĂ€ger fĂŒr die Verdeutlichung des Zwiespalts der Modernen Medien.

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