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Leselupe.de > Science Fiction
Maihal, Aishanti (gelöscht)
Eingestellt am 17. 01. 2007 22:26


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FrankK
Autor mit eigener TV-Show
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Rumpelsstilzchen
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Tach Frank!

Hab' mir gestern Nacht mal Deinen unvollendeten Mehrteiler angetan.

Keine Sorge, bin schmerzfrei und ohne Verletzungen bis zum Abbruch durchgekommen!

Aber leider auch ohne Spannung und Sensationen . Angefangen von der "Besetzung" Marions, die viel zu harmonisch für mein Empfinden abläuft, über ihre erstaunlich schnelle Akzeptanz der Situation, bis zu den unglaublich menschelnden Aliens (richtig niedlich sind die geraten). Da steckt so viel Potential für Spannungsaufbau in parallelen Erzählstränge drin, das Du einfach verschenkt hast! Gelegenheiten für Cliffhanger und Rätsel, die Neugierde und das Verlangen nach Auflösung mästen.

Dabei hast Du mit den verschiedenen Perspektiven grundsätzlich schon einen guten Anlauf genommen. Nur muss mehr Konfliktfleisch an die Knochen und Exotik an Denkweise und Motivation der Fremdrasse, so is öd.

Das Eingeborenengeplänkel ist zwar ganz nett und die primitive Kultur dort als Austragungsort für eine schicksalhafte Begegnung zwischen Menschenfrau und überlegener uralter Fremdrasse gut geeignet, aber sollte das nicht mehr wie der Strudel an der Oberfläche sein? Die Auswirkung der mächtigen und unberechenbaren Sogkräfte und Strömungen in der Tiefe? Der Hybris einer fremden Rasse und ihrem letzlichen Scheitern bei dem Versuch, alles (als Puppenspieler oder Entwicklungshelfer) zu kontrollieren?

Wenn ich Deine angestrebte Erzählrichtung völlig falsch interpretiert haben sollte, vergiss das Ganze und entschuldige mein voreiliges Gemoser.

Große Klappe zu geschmissen
und kleinlaut ausgerissen

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Rumpelsstilzchen
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Tach Frank!

Wunschgemäß schau' ich mir gerade die inneren Dialoge an; für's Erste hier bis Kapitel 3:

Etwas aufgesetzt wirkt auf mich die innere Zwiesprache, die Marion im ersten Kapitel mit sich selbst führt. Kommt über, als sei sie eine multiple Persönlichkeit. Aber die Entität Marion ist das ja eigentlich nicht. Hier solltest Du eine andere Form zur Darstellung ihrer Verwirrung wählen als den Dialog.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass ja tatsächlich kurz danach ein zweites, selbstständiges Bewusstsein in ihrem Kopf auftaucht. Das würde die beiden Zustände deutlicher von einander abgrenzen.

Im zweiten Kapitel funktioniert der interne Dialog soweit, nur bei den "Übernahmen" wird es gelegentlich holprig. Da sollte - zumindest am Anfang - deutlicher werden, dass Marion nur noch hilflose Zuschauerin ist. Was macht diese Erfahrung mit ihr? Das muss sie doch in ihren Grundfesten erschüttern! Sie geht damit viel zu gelassen und selbstverständlich um. Das ist einfach unglaubwürdig.

Drittes Kapitel:
Hier könnte sie sich schon einigermaßen an die Mitbewohnerin gewöhnt haben. Ein Austesten der Grenzen ihrer Selbstbestimmung wäre aber angebracht.

Am Ende des dritten Kapitels schaltet sich dann der Überwacher in ihren Kopf ein. Hier fehlt eine klare Abgrenzung in der Sprechweise. So dauert es ein paar Sätze, bis der Leser merkt, dass hier ein Dritter mitredet.

Das ist überhaupt ein Punkt:
Du hast drei grundverschiedene Kulturen: Marion von der Erde, die Fremdrasse und das primitive Volk auf dem Planeten - eventuell auch noch eine vierte, nämlich die Aishanti Maihal. Das muss sich doch in ihrer Denkweise und somit auch ihrer Ausdrucksweise widerspiegeln. Statt dessen reden alle - außer Marion - in der gleichen höfisch geschwollenen Art.

Was mich auf den nächsten Punkt bringt:
Die Gesellschaftsstruktur der Aliens. Da gibt es tatsächlich einen Lord? Wie im englischen Oberhaus?
Und einen Professor mit Assistenten? Haben die Briten bei denen abgeguckt oder umgekehrt? Ich fürchte, Du wirst nicht umhin können, Dir tiefere Gedanken über die Gesellschaftsformen in Alienhausen zu machen, sonst wird Dein Vorhaben unweigerlich in's Komische rutschen.

Wo ich sehr gespannt drauf bin, ist wie Du die Prämisse, dass die Aliens das Konzept Gewalt nicht kennen, umsetzen wirst. Weil das eine gaaanz heikle Gratwanderung wird. Nimm allein schon die Entführung Marions aus ihrem Biotop; die als gewaltlos zu bezeichnen, erfordert schon eine sehr enge Auslegung von "jemandem Gewalt antun". Oder das Herumexperimentieren mit dem Planetenvolk. Ist das keine Gewalt?

Wie also sieht die Ethik der Aliens aus? Was ist für sie gut, was böse, unter welchen Umständen ist "Böses" erlaubt? Du weißt schon: Der Zweck und die heiligen Mittel. Oder stecken sie in einer so existenziellen Krise, dass nahezu alles erlaubt ist, auch wenn die unmittelbar Beteiligten an den "Schandtaten" eigentlich Harakiri vor Scham begehen müssten?

Hoffentlich bricht Dein Schreibtisch jetzt nicht zusammen unter dem Berg den ich Dir darauf getürmt habe.

Hat in die Puppenkiste geschaut:
ob Frank ein Universum raus baut?
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