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Leselupe.de > Feste Formen
Mal.Kunst
Eingestellt am 03. 08. 2010 18:08


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Walther
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Mal.Kunst


Das weite Rund war wei├č, und ganz am Rand
Stand eine Pappelwand. Das war rechts oben.
Links unten schien ein kleiner Krieg zu toben.
Von dort ging schlangengleich ins Unbekannt

Ein Weg, der, in das Schicksal fest verwoben,
Als Ornament erscheinen mag. Das Land
War schneebedeckt. Die Mitte blieb vakant.
Links oben sich als Fixpunkt auszuloben:

Ein altes Haus auf einem kleinen H├╝gel
Versuchte sich in dieser schweren Kunst.
Dem Adler wuchsen schattig Riesenfl├╝gel,

Als er ins Rund stie├č aus dem Wolkendunst.
Der Pinselstrich nahm Augen an die Z├╝gel:
Wer f├╝hrt, erreicht auch des Betrachters Gunst.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Spaetschreiber
???
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ICH LIEBE ES!!! ┬▓


Guck mal Walther, beim laut Lesen bastel ich mir ein Gedicht immer um. Und glaub mir: Ich lese nicht alles laut !!! Dies ja, mein Lieber. Wie ich's lese? So:


Mal.Kunst


Das weite Rund war wei├č, und ganz,
am Rand stand eine Pappelwand. Das war rechts oben.
Links unten schien ein kleiner Krieg zu toben.
Von dort ging schlangengleich ins Unbekannt ein Weg,
der in das Schicksal fest verwoben, als Ornament.
Erscheinen mag das Land
war schneebedeckt,
die Mitte blieb vakant.
Links oben sich als Fixpunkt auszuloben:
Ein altes Haus,
auf einem kleinen H├╝gel
versuchte sich in dieser schweren Kunst,
dem Adler wuchsen schattig Riesenfl├╝gel,
als er ins Rund stie├č - aus dem Wolkendunst
der Pinselstrich nahm Augen an die Z├╝gel:
Wer f├╝hrt, erreicht auch des Betrachters Gunst.


LG
Tom

p.s. Ich liebe es immer noch!
__________________
Nur ein mittelm├Ą├čiger Literat ist immer in H├Âchstform. (W.S. Maugham)

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Walther
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Lb. Tom,

das kann man in der Tat so vorlesen. Mir war bei diesem Text wichtig, da├č man ihn einfach vortragen kann wie einen Prosatext, und sich die Sprache und der Inhalt einfach in die Form schmiegen. Der Inhalt sollte ein komplettes gemaltes Bild im Kopf des Lesers erzeugen. Dieses Bild gibt es tats├Ąchlich nicht, es wird evoziert.

Das hat einige M├╝hen gekostet.

Es erscheint so, da├č dieser Versuch bei Dir "angekommen" ist. Das freut mich sehr. Mal sehen, was ich sonst noch f├╝r Eindr├╝cke erz├Ąhlt bekomme.

Lieben Dank f├╝r Deine ausf├╝hrliche Betrachtung und Deine positiven Worte. Das kann ich heute gut gebrauchen, denn dieser Tag hat es in sich.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Walther,

dann m├Âchte auch ich nicht mit Lob haushalten, wenngleich dein Stresstag nun schon wieder vor├╝ber ist.

Ich finde, dass du den Prozess des Malens gut nachempfunden hast; einerseits die Strenge des Plans, die ├ťberlegungen, die ├╝berhaupt erst zum Bild hinf├╝hren, andererseits die Leichtigkeit des Pinselstrichs, der diese Kopfgeburten in gewisser Weise aufhebt, manchmal auch zunichte macht.

So isses n├Ąmlisch wirklisch ...

Eine andere Lesart ist ebenfalls denkbar: Der Maler will um jeden Preis gefallen, erlaubt nicht einmal mehr den Augen, in Freiheit zu w├Ąhlen ... (Wie passend da die Festen Formen )

Dir einen sch├Ânen Tag
Heidrun

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Heidrun,

der Gedichttitel l├Ą├čt wenigstens 3 Lesarten "offiziell" zu. Alle weiteren sind "inoffiziell", gestattet und gewollt.

Danke f├╝r Deine Gedanken und die Bewertung.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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