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Leselupe.de > Anonymus
Mal ehrlich.. taugt das was? ( Sehr schnell und spontan geschrieben )
Eingestellt am 17. 02. 2005 01:04


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Office 2004

Eines sonnigen Tages war es dann endlich so weit. Mein Experiment kam in seine Endphase. Walter, mein stetes verst√§ndnisvoller Chef rief mich in sein B√ľro. Ich machte mich auf das gefa√üt, was man im allgemeinen wohl als ernstes Gespr√§ch bezeichnen w√ľrde. Endlich harre mein Handeln Konsequenzen, die Welt schien doch noch zu funktionieren.

Vor einer Wochen starte ich mein Experiment, mehr zuf√§llig als √ľberlegt. Ich war gerade dabei eine Liste von Stammdaten ein zu pflegen, wie man so sch√∂n sagt, als mein PC pl√∂tzlich mit gr√∂√üter Sorgfalt anfing gepflegt abzukacken. Die Arbeit eines ganzen Tages war dahin und es war kurz vor sechs, normalerweise w√§re das ein sicheres Anzeichen gewesen, den Abend ketten rauchend vor dem Monitor zu verbringen. Statt dessen ging ich einfach nach Hause.

Zu meiner Überraschung schien das am nächsten Tag niemand zu stören. So kam ich auf die Idee einfach auszuprobieren, wie lange ich meine Arbeit nicht machen könnte, bevor sich irgend jemand beschwerte. Da eine zu extreme Inanspruchnahme des Internets, einer der fröhlichen aushänge Walters zufolge, mit Abmahnung bestraft werden könnte, machte ich einfach den ganzen Tag lang gar nichts, starrte nur auf den abgeschalteten Monitor, Das traf sich ganz gut, da ich zu dieser zeit leicht melancholisch veranlagt war und die Tiefe des schwarzen Bildschirms sehr wohltuend wirkte. Um 18 Uhr ging ich nach Hause.

Drei Tage sp√§ter hatte sich immer noch keiner beschwert. Meine Theorie, das meine Arbeit vollkommen sinnbefreit war und ich eigentlich gar nicht kommen br√§uchte hatte sich endlich best√§tigt. Also ging ich an diesem Tag schon um drei nach hause und blieb a, n√§chsten Tag gleich ganz zu hause. Um elf klingelte das Telefon. Walters Sekret√§rin war dran und fragte mich, warum ich nicht zur Arbeit erschienen war und ob ich krank war. ‚Äě Nein, ,meine beste‚Äú antwortete ich ‚Äě ich fand es nur etwas unsinnig heute arbeiten zu gehen, eigentlich nicht nur heute‚Äú: Sie lachte. Ich k√∂nnte mich ja heute mal einen Tag ausruhen, wenn es mir nicht gut ginge‚Äú sagte sie ‚Äě das w√ľrde dann von den √úberstunden abgezogen, morgen m√ľsse ich aber eine Krankschreibung vorlegen.. oder einfach wieder kommen. ‚Äě Nein, sie verstehen nicht‚Äú fing ich an, aber sie hatte mir schon Gute Besserung gew√ľnscht und aufgelegt.

Am nächsten Tag lag eine lange Liste mit neu eingetroffenen Eisenrohren, die zur Dampfregulierung oder so was dienten, auf meinem Schreibtisch mit dem Vermerk die Artikel doch schnellstmöglich anzulegen. Ich packte sie in einen Umschlag, kreuzte
‚Äě Dringend‚Äú an und schickte sie Walter. Dann schaltete ich den Monitor an und spielte
‚Äě Solit√§r‚Äú bis mir die Augen weh taten. Langsam wurde es zu einfach.

In der Mittagspause fragte ich einen Kollegen ob er schon mal daran gedacht h√§tte, wie gro√ü seine Chancen auf eine Gehaltserh√∂hung w√§ren, wenn er sein Arbeitspensum verdoppeln w√ľrde. Ich h√§tte gute Kontakte, w√ľrde meine Beziehungen spielen lassen und w√§re momentan extrem √ľberlastet. Wenn er also meine Arbeit erledigen k√∂nnte, w√§re ich bereit mal mit Walter zu reden. Er war begeistert und holte sich gleich nach der Pause meinen riesigen Stapel mit unerledigter Stammdatenbl√§tter ab.

2 Stunden sp√§ter bereute ich es schon. Wenn man gar keine Arbeit mehr hatte, die man vernachl√§ssigen konnte, blieb sogar das letzte bi√üchen Spa√ü aus. Ich schrieb eine Materialanforderung √ľber ein Sturmgewehr und gab sie dem Boten mit. Ein Paar Stunden sp√§ter kam er wieder und brachte mir eine Spitzmaschine.

Dann kam der Tag an dem mich Walter in sein B√ľro bestellte. Ich erwartete sehns√ľchtig meine K√ľndigung, erwartete endlich, da√ü Walter mein Bild der Welt wieder korrigieren w√ľrde, mein unziemliches verhalten bestrafen und meiner Arbeit den letzen Hauch Sinn zur√ľckgeben w√ľrde. Statt dessen wedelte er freundlich grinsend mit der Eisenrohrliste die ich ihm geschickt hatte und meinte er w√ľrde gleich morgen zwei Zeitarbeiter einstellen. Er entschuldigte sich daf√ľr, mein √úberlastung nicht fr√ľher bemerkt zu haben.

Morgen gehe ich nackt in die Arbeit. Wenn dann immer noch niemand was sagt, werde ich mich erschießen.

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hallo a,
man merkt, dass du es spontan geschrieben hast.
ansonsten: ich am√ľsierte mich. teilweise √ľbertrieben,
nicht ganz logisch, aber unterhaltsam.
wenn du lust hast, √ľberarbeite es. ich finde, es
lohnt sich.
viele gr√ľ√üe,
denschie

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MDSpinoza
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Ich w√ľrde es lesen, nach einer Rechtschreibkorrektur.

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Ich w√ľrde es nach der Rechtschreibkorrektur k√ľrzen oder die langatmigen Passagen interessanter machen. Die Idee ist gut.

LG
Majissa

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