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Leselupe.de > Gereimtes
Mama Niedlich
Eingestellt am 20. 01. 2002 15:23


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Inge Anna
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Mama Niedlich

In einem schmalen SeitenstrĂ€ĂŸchen
lag Mama Niedlichs HĂ€uschen;
es schmiegte freundlich sich ins GĂ€ĂŸchen,
lud ein zu manchem PlÀuschchen;
ein winzig GĂ€rtlein gab es auch,
fĂŒr KopfsalĂ€tchen, Kohl und Lauch.

Hier lebte Lydia-Marie
seit ihren Jugendjahren
in wunderbarer Harmonie,
bei Augustin und Maren.
Die Zeit floß still dahin und friedlich
im Nest der Pflegeeltern Niedlich.

Das GlĂŒck schien ihnen treu zu sein,
sich niemals zu entfernen;
man trank aus sĂŒĂŸem Becherlein,
blickte zu jenen Sternen,
deren Gunst sich offenbart,
wenn man den Glauben daran wahrt.

Doch niemals ĂŒbersah'n die Drei,
wenn Leid zu Tische saß;
denn ihre Herzen waren frei
von Eigensucht und Haß.
Ein Nachbar durfte sicher sein,
man ließ in Not in nicht allein.

Des Schicksals StĂŒrme aufzuhalten
wird selbst dem StÀrksten kaum gelingen;
ihr unberechenbares Walten
will ungebremst den Sieg erringen.
Im GĂ€rtlein duftete der Flieder,
da tropften TrÀnen auf ihn nieder.

Frau Sonne konnt' das Blatt nicht wenden,
auf dem die bitt're Wahrheit stand,
doch milde MaienwÀrme spenden,
ein wenig Trost, mit sanfter Hand.
Augustins Schrift, es tat so weh:
"Ich hab' versagt; verzeih't, ich geh'!"

In Mama Niedlichs heile Welt
brach jĂ€h das UnglĂŒck ein;
von einem Spieler hart geprellt,
wĂŒrde das Ende sein;
doch da war Lydia-Marie
und deren Liebe stÀrkte sie.

So schafften es die beiden Frauen
und herzlich lÀdt - wie einst - dies HÀuschen
uns heute ein, hereinzuschauen
zu dem noch nicht erfror'nen PlÀuschchen.
Und Mama Niedlich hat verzieh'n;
denn neben ihr sitzt Augustin.

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