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Leselupe.de > Gereimtes
Man fragt sich
Eingestellt am 27. 10. 2005 00:25


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Walther
Routinierter Autor
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Man fragt sich


Man fragt sich: Was kann Liebe sein, was das Sehnen.
Man fragt sich dies und das nach so viel Jahren.
Man fragt sich, wo die Tr├Ąume bleiben oder waren.
Man fragt sich, selbst das ist schlie├člich zu erw├Ąhnen.

Die Liebe: Ist sie nur ein wechselndes Gebaren,
Und Menschen, lieben sie wie W├Âlfe und Hy├Ąnen,
Die sich bei├čen, rei├čen, wild und ohne Tr├Ąnen,
Und sind am End sich nicht mehr kostbar, nur wie Waren?

Es ist das Wechselspiel des Atmens und der Zeiten,
Die Stunden sind es, die das Geben leise hegen
Wie das Nehmen, die der Liebe R├╝ckhalt uns bereiten.

Wir wollen uns und diese raren Stunden immer pflegen:
Die Suche nach der Antwort, immer wird sie uns begleiten,
Wie selbstverst├Ąndlich steht das Scheitern an den Wegen.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Prosaiker
Guest
Registriert: Not Yet

wirklich wirklich sch├Ân und treffend formuliert, dazu fl├╝ssig und angenehm zu lesen. positiv auch, dass du nicht ins schulmeisterliche hinabf├Ąllst, dazu das guthei├čen der ber├╝hmten "raren Stunden" - wer kennt sie nicht und wer liebt bzw vermisst sie nicht? hat spa├č gemacht, dein gedicht zu lesen, walther.
lg,
Prosa.

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Walther
Routinierter Autor
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Moinmoin, Prosaiker!

Danke f├╝r Deine positive Stellungnahme. Letztlich sollten Liebesgedichte, meine ich wenigstens, nicht schulmeistern. Das w├Ąre der Anfang vom Ende der Liebe.

Ich versuche in meinen Gedichten die deutsche Sprache und ihre Lyriktradition neu im Heute zu platzieren. Dabei bleiben Biedermeier und Romantik selbst dann auf der Strecke, wenn man bewu├čt die alten Metaphern einsetzt.

Die Gegenwart ist lakonisch und hat auch ein wenig den ├ťberschwang verloren. Manchmal w├╝rde man sich w├╝nschen, wir w├Ąren weniger abgekl├Ąrt oder das, was wir daf├╝r halten.

Die Fragen, die das Gedicht stellt, stellen wir uns alle irgendwann. Wenn wir sie uns nicht stellen w├╝rden, w├Ąren wir bereits in Gefahr, die Liebe zu verlieren. Danach folgt das Spiel des Dialogs, f├╝r das das Sonett so geeignet ist: Innen spricht mit au├čen, wieder mit innen. Am Ende die Moral von der Geschicht - oder die Quintessenz - in den letzten beiden Versen (wieder au├čen). Da w├Ąren wir im Barock oder in der Renaissance und bei Gryphius oder Shakespeare.

Mich hat es gefreut, Dich erfreut zu haben. Ich w├╝nsche Dir und alle Schreiberlingen und Lesern der Lupe einen sch├Ânen herbstlichen Donnerstag.

Liebe Gr├╝├če W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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DayDreamer
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nach langer abwesenheit in der leselupe meinerseits ist es eine umso gr├Â├čere freude, bekannte autoren hier zu lesen... (:

hat wirklich gut getan, diese zeilen zu lesen. vor allem die finale erkenntnis "Die Suche nach der Antwort, immer wird sie uns begleiten, Wie selbstverst├Ąndlich steht das Scheitern an den Wegen" hat mir gut gefallen

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Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

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Lieber Walther,

auch mir gefallen diese Zeilen.
Spontan musste ich auch an Shakespeare denken. Und an die "Ge-zeiten".

lG
sch├Ânen Tag
Stoffel

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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@ Daydreamer

Danke f├╝r Deinen lieben Kommentar. Es gibt auch Beruhigendes im Beunruhigenden, wer sich der Gefahr bewu├čt ist, hat bessere Chancen, das Scheitern zu vermeiden.

@ Stoffel

Auf die alten Formen zur├╝ckzugreifen, gibt manchem Text ein Korsett, das er sonst nicht h├Ątte. Es kann vor dem Absturz bewahren.

Liebe Gr├╝├če Euch Beiden! Ich lese immer wieder gerne von Euch!

Euer W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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