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Leselupe.de > Gereimtes
Manchmal
Eingestellt am 15. 01. 2007 16:20


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Laleila
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Manchmal brauch ich Ă–l im Feuer,
manchmal brauch ich ungeheuer
viele kleine Kitzelei’n,
manchmal will ich mĂĽde sein,
manchmal möcht’ ich strahlend Lachen
und verrĂĽckte Sachen machen,
manchmal reißt ein Höllenschlund
mich hinunter in den Grund,
wo verdorbne finstre Seelen
mir die meine wollen stehlen.
Manchmal bin ich einfach ich –
und da wird’s dann fürchterlich!

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo Laleila

Munter, flüssig und selbstironisch. Eigentlich ein schönes Gedicht. Eigentlich.
Du hinterlässt den Leser in einer gewissen Verwirrung. Erst diese sprühende Lebenslust, dann plötzlich willst Du müde sein. Danach wird es abgründig - oder doch nicht - man weiss es nicht!?!

So wie ich es lese, erzählt das Gedicht keine Geschichte. Es wirkt patchworkhaft, ist emotional nicht nachvollziehbar repektive ein wenig wirr. Zu viele Stimmungen auf zu wenig Raum. So lese ich es jedenfalls....

LG

JĂĽrgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Laleila
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zu viele stimmungen

Hallo JĂĽrgen,

danke für deine Worte und um ehrlich zu sein, so freuen sie mich ungemein. Das Gedicht soll keine Geschichte erzählen, denn ich bin keine Geschichte, ich bestehe aus vielen Geschichten. Und manchmal vereine ich in mir auch zu viele Stimmungen auf zu wenig Raum. Die Wirkung, die du vorfindest, ist genau die, die das Gedicht bezweckt. Ein Widerspruch in sich selbst.

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Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2003

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Manchmal

Manchmal stĂĽrze ich mich auf kleine Gedichte, dass sie das kalte Grausen kriegen. Wenn ich sie dann durchgewalkt, verwrungen und ausgequetscht habe, kennt sie danach kein Mensch mehr wieder.

Zu diesem aber habe ich nur kleine Anmerkungen parat; das kleine Poem bleibt also von mir unbeschädigt. Schließlich geht’s mir ja oft genauso: Manchmal brauch ich Öl im Feuer, manchmal brauch ich ungeheuer viele kleine Kitzelei’n... Obwohl, bei Kitzelei’n fiel mir „Kritzelei’n“ ein. MIR jedenfalls geht es so: Manchmal muss ich einfach so rumkritzeln. Das kitzelt meine müde Seele, manchmal.
Du schreibst: „manchmal reißt ein Höllenschlund mich hinunter in den Grund“, und ich frage mich: kann ein Schlund reißen? Oder reißt eher ein Höllenhund auf den Grund des Schlunds? Das wäre zu überdenken!
Die letzten beiden Zeilen gefallen mir, denn sie zeugen von einer gewissen Selbstironie. Es stellt sich die unausgesprochene Frage: Für wen wird es denn fürchterlich? Für den, der diese Aussage von sich gibt, oder für die, die das Ichsein der Schreiberin/des Schreibers aushalten müssen? In jedem Falle könnte ich’s nur begrüßen, wenn jeder er/sie selbst wäre.
Ich ergänze mit einem meiner uralten Zweizeiler: Ich möchte gern sein, der ich bin.- ich trinke gern Wein und spinn’.

Herzlichst
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Registriert: Oct 2003

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Hallo Laleila

Für mein Empfinden gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen Gegensätzlichkeit und Wirrnis. Das Gedicht stellt weder das eine noch das andere gekonnt dar. Beides müsste pointierter dargestellt werden um nachvollziehbar zu sein.

Für Wirrnis gibt es noch zu wenig Widersprüche im Gedicht, für Gegensätzlichkeit gleichfalls, wobei dann noch ein Mangel an Strukturiertheit hinzu käme.....Du solltest Dich also nicht zu früh über meinen Eindruck freuen.

LG

JĂĽrgen


__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Laleila
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Hallo Udo,

danke für den Erhalt meines kleinen Versleins und für die kleinen Denkanstöße.

Was den Schlund betrifft, so kenn ich das als Redewendung und da passt es so, aber vielleicht fällt mir ja noch ein anderer Vergleich ein, der reinpasst und die Dämonen bezeichnet, die mich manchmal heimsuchen ;-) ...

Selbstironie ist selbstredend. Ohne die kann man seine Gedichte doch wohl auch nicht unbeschadet veröffentlichen, oder?

Liebe GrĂĽĂźe

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Laleila
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Hallo noch mal, JĂĽrgen,

ich bemühe mich sehr intensiv, meine früher ellenlangen Gedichte etwas einzukürzen und mit wenigen Worten etwas zu vermitteln. Das habe ich auch mit >Manchmal< versucht. Es sind immer Versuche und ich weiß auch, dass ich weit davon entfernt bin, wirklich was Gutes hervorzubringen. Ich bin auf dem Weg, aber ich weiß nicht, ob der Weg ein Ziel hat, denn man verändert sich ja auch mit den Jahren und wieder wird alles anders ... das alles und noch mehr versucht mein Verslein einzufangen.

Ehrlich gesagt komm ich nicht dahinter, wo dein Problem liegt ... du hast vor dir die Beschreibung einer widersprĂĽchlichen Person, die Stimmungen, Lebenslagen und Launen ausgesetzt ist so wie viele andere. Ist es das, was bei dir so nicht ankommt?

zum PS: Das Titelproblem ist mir bekannt. Aber manchmal muss man einfach auf Altherkömmliches zurück greifen. Und für mich passt auch der Titel. Darf ich ihn behalten bitte? *schmunzel*

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