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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Mandelmilch
Eingestellt am 21. 06. 2012 19:49


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EviEngel
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Mandelmilch



„Heute ist Mittwoch Liebling“, bemerkte Danielas Mann am Frühstückstisch. Er bemerkte es auf die Art, wie er das an den speziellen Tagen zu bemerken pflegte.
„Ja, Friedrich“, antwortete sie mit einem mechanischen Lächeln und niedergeschlagenen Augen.
„Mach dich hübsch heut Abend, du weißt schon“, meinte Friedrich lässig. Er schielte auf die zusammengefaltete Zeitung neben seinem Platz und versuchte anscheinend die Überschriften zu lesen. So, wie er es immer tat, obwohl er sich dagegen wehrte, wenn am Frühstückstisch Zeitung gelesen wurde.
'Bin ich sonst nicht hübsch?' fragte sie sich, 'Muss ich mich erst hübsch machen?'
Statt ihm diese Frage zu stellen, hielt sie den Blick gesenkt und widmete sich dem Belegen seiner Pausenbrote.
„Daniela? Ist noch etwas?“, fragte er, als wenn er den inneren Widerspruch bemerkt hätte.
Anstelle einer Antwort zerschnitt sie die Brotscheiben in zwei exakt gleiche Teile und stapelte sie vor ihm auf.
Ihr Mann packte die Schnitten, nachdem er kleinlich den Belag einer jeden einzeln kontrolliert hatte, in die Frühstücksdose und verstaute sie, wie an hunderten gleicher Morgen, mit immer den gleichen Handgriffen in seiner Aktenmappe und fuhr zum Dienst.
Sie komplettierte Make-up und Garderobe, stieg in den schicken Mini, den er ihr ausgesucht hatte, und fuhr damit zur Arbeit.

Ihr war bewusst, dass man sie im Büro Gefrierschrank nannte. Sie unterstützte das, obwohl es sie ein wenig kränkte. Der Grund für die Bezeichnung war anscheinend die offene Ablehnung den männlichen Kollegen gegenüber, mit der sie nicht hinter dem Berg hielt. Jedoch wollte sie weder einem Weiberhelden als Trophäe dienen, noch überhaupt in den Verdacht geraten, erobert werden zu können.
Sie jedoch deswegen gleich als Gefrierschrank zu bezeichnen empfand sie als Kränkung. Eine kühle Distanz zu den männlichen Kollegen sah sie als legitime Möglichkeit, sie sich vom Leib zu halten.
Manchmal beschlichen sie Zweifel, ob sie die ablehnende Haltung etwa übertrieb. Aus ihrer Sicht ergab sich dieses Verhalten aus der reinen Logik: sie hatte den Mann fürs Leben gefunden, geheiratet und dabei blieb sie auch, Ende jeder weiteren Überlegung.
Friedrich hatte sie nach dem großen Unglück aufgefangen, sie bei sich aufgenommen, versorgt, durch die Schule gebracht und es war logisch, dass er sie heiratete, auch wenn er, als sie geboren wurde, bereits so alt war wie sie jetzt. Sie bereute die Entscheidung nicht, Dankbarkeit war in diesem Falle ja wohl das Natürlichste der Welt.
Sie hielt sich an das Versprechen, buchstabengetreu. Rückhaltlos zu ihrem Wort zu stehen war für sie eine Selbstverständlichkeit. Flüchtige Abenteuer waren etwas für leichte Mädchen und damit hatte sie weiß Gott nichts zu tun.
Wenn sie morgens durch das Großraumbüro lief und ihr alle Blicke folgten, dann konnte sie sich gut vorstellen was passierte, wenn sie nicht so unnahbar wäre. Sie blickten, vielmehr sie gafften hinter ihr her, die Blicke folgten dem allmorgendlichen Showlauf durchs Büro mit brennender Intensität. Sie kam sich vor wie eine junge Stute, die von Kaufinteressenten taxiert wird. Sie konnte die Augen beinahe körperlich über den Körper, die Beine, den Allerwertesten streicheln spüren. Das Verlangen hinter den Blicken schwang wie eine heiße Welle durch den Raum, während sie ihn durchschritt.
Folgerichtig gab sie sich ablehnend als Gefrierschrank und hatte Ruhe.
Zumindest mehr oder weniger, denn dieser Neue, wie hieß der doch gleich, hatte das Szenario noch nicht so ganz begriffen. Er scharwenzelte tatsächlich um sie herum, versuchte immer und immer wieder, sie in ein Gespräch zu verwickeln, ja sogar mit ihr zu flirten. Er bot sich an, ihr das Kopieren abzunehmen, Kaffee zu holen, sie zum Essen auszuführen und solche Dinge mehr. Trotz ihrer ablehnenden Haltung ließ er sich nicht abschrecken. Er ließ nicht locker, sondern gab sich im Gegenteil immer größere Mühe.
„Herr, äh, …“, rief sie ihn und tat so, als wüsste sie seinen Namen immer noch nicht.
„Ja? Frau, äh …?“, antwortete er grinsend. Der freche Kerl wagte es, ihr eins auszuwischen.
Na warte.
„Ja, sorry, hab Ihren Namen vergessen. Wie heißen Sie noch gleich?“, meinte sie kühl und blickte streng durch die Brille aus Fensterglas.
Er trat erwartungsfroh an ihren Schreibtisch.
„Obermayer, Berthold Obermayer, aber Sie dürfen gern Berti sagen“, meinte er dickfellig und grinste wie ein Honigkuchenpferd.
Ihr fiel auf, dass er beim Lächeln schöne und ebenmäßige Zähne entblößte.
„Sind Sie Bayer?“, gab sie Interesse vor, um gleich fortzufahren: „Hier ein neuer Vorgang. Die Stellen, die überprüft werden müssen, habe ich mit Marker kenntlich gemacht. Wie weit sind Sie mit dem Akt, den ich Ihnen heute Morgen gegeben habe?“
„Gehen Sie auch mal etwas essen?“, fragte er zurück.
„Sicher“, antwortete sie ohne darauf einzugehen, „um 14:00 Uhr ist Ihre Deadline, da muss ich den Bericht vorliegen haben.“
Der Typ schien nicht zu akzeptieren, dass sie nicht zu haben war. Er würde auf Granit beißen.
Sie konnte sich nicht dagegen wehren, dass es ihr schmeichelte, wenn ein so gut aussehender Mann, der weltgewandt und selbstbewusst auftrat, sich um sie bemühte.
Natürlich zwecklos, aber immerhin, er fand sie der Mühe wert.
Sie schaute ihm nach, wie er zu seinem Platz zurückkehrte. Sein Gang war elastisch und kraftvoll, seine Beine muskulös, seine Taille schmal, seine Schultern breit und, wie sie verschämt bemerkte, sein Hintern knackig.
Als er an einem der Kollegen vorbeilief, hob er ratlos die Schultern und breitete die Arme aus. Er schien den Frust mitzuteilen, bei ihr nicht gelandet zu sein. Tja, er sollte sich nicht an einer verheirateten Frau versuchen, es war doch logisch, dass es da ausschließlich Körbe zu ernten gab.
Verstohlen blickte sie um sich, es schaute niemand. Sie öffnete die braun-goldene Verpackung ihrer Lieblingsschokolade in der Schreibtischschublade und zerteilte die weiche, zartschmelzende Masse so gleichmäßig wie möglich mit einem Pizzaschneider in etwa 5-Cent-Stück große Teile. Eines steckte sie schnell und unauffällig in den Mund.
Dieser zarte Schmelz, diese süße, weiche, unglaublich leckere Mandel-Milch-Nuss. Sie schloss verzückt die Augen, ein traumhafter Genuss.

Abends, nach dem 'heute-journal' räusperte sich ihr Mann.
„Äh, Daniela-Liebling? Es ist Zeit, heute ist Mittwoch.“
Sie machten sich bettfertig, er kam nach ihr aus dem Bad, löschte das Licht. Sie hörte, wie er die Schlafanzughose auszog, zusammenfaltete und unter das Kopfkissen legte.
„Bist du so weit?“, fragte er im Dunkeln.
„Gleich“, antwortete sie und zog sich das Nachthemd über den Kopf. Er legte sich auf sie, erwartete, dass sie ihn einführte, bewegte sich langsam, dann schneller, begann zu schnaufen, sagte „Arghh“, dann war er fertig. Er verharrte noch kurz auf ihr, legte sich neben sie, reichte im Dunkeln ein Papiertaschentuch herüber, das sie sich zwischen die Beine klemmte, um Flecken auf dem Bettlaken zu vermeiden, zog die Hose wieder an, legte sich auf die Seite und schlief ein.
Das war das, was er ihr als Sex beigebracht hatte und was sie unter Sex verstand. Sie fand daran nichts Aufregendes, nichts, für das sich irgendein Aufwand lohnte. Sie ging davon aus, dass Männer erheblich mehr Freude empfanden, als es Frauen vergönnt war. Sie empfand Sex frustrierend und schmutzig, aber es gehörte zu den Pflichten einer Ehefrau, ihn zu erdulden. Die Ehe für ein solches Erleben mit einem fremden Mann aufs Spiel zu setzen erschien ihr völlig absurd.
Es fehlte ihr das Verständnis für Leute, die den Partner hintergingen, nur um mit jemand Anderem ins Bett zu steigen. Was, um alles in der Welt, fanden sie spannend und aufregend am Sex, dass sie so viel riskierten?

Am nächsten Morgen, kurz nach der Frühstückspause, gönnte sie sich wieder ein Stückchen Schokolade. Das war eine Sünde, dessen war sie sich bewusst, aber sie war es wert. Mandelmilch, ohja!
Zuhause waren Süßigkeiten verpönt, immer schon. Aber diese Mandel-Milch-Nuss, der konnte sie nicht widerstehen, unfassbar lecker. Sie hatte sie bei Viola, der Kollegin, gekostet, war damals geflasht von dem wunderbaren, cremigen, süßen, aromatischen Geschmack und kam nicht mehr davon los. Wenn sie eine Tafel davon pro Woche vernaschte, kam sie sich vor wie eine sündhafte Frau, die ihren Mann betrog. Meist hielten die Tafeln anderthalb bis zwei Wochen, zu ihrem Leidwesen jedoch nicht immer.

Der Neue baggerte heute heftiger als sonst. Obermayer, Berthold, genannt Berti. Sie lächelte, als sie an ihn dachte. Lange Haare fand sie für einen Mann nicht passend, aber dem standen sie, dem Berti.
Er kam schon wieder an:
„Ich gehe Kaffee holen, soll ich Ihnen einen mitbringen?“
Okay, wieso nicht? Dann brauchte sie nicht zu gehen, im Moment befand sie sich etwas in Zeitnot.
„Schwarz bitte“, erteilte sie ihm die Erlaubnis, kurz angebunden und ohne aufzuschauen.
„Das haben Sie aber nicht nötig“, meinte er betont, blieb vor dem Schreibtisch stehen und wartete auf ihre Frage.
„Wie?“, sie ahnte nicht, worauf er hinaus wollte.
„Man sagt, schwarzer Kaffee macht schön.“
„Ah, achso ...“, sie nahm die Brille ab, schaukelte sie in der Hand und blickte ihn genervt an.
„Okay, ich geh schon“, antwortete er schnell und machte sich schmunzelnd auf den Weg.
Erst als er es nicht mehr sehen konnte, lächelte sie. Er fand sie schön.
'Achwas', schalt sie sich, 'der will dich nur rumkriegen. Was er sich davon verspricht?'

Sie ging in den Drucker- und Kopierer-Raum, die Tür schloss sich automatisch wegen der Ozonbelastung. Jemand kam nach ihr hinein, sie drehte sich nicht um, sondern legte konzentriert das Original auf die Glasplatte, schloss den Deckel des Kopierers und drückte den grünen Knopf.
Als sie sich umdrehte, stand er unmittelbar vor ihr. Dass er so groß war, hatte sie nicht erwartet. Sie fühlte sich nicht eingeengt, obwohl er noch näher trat und nun unmittelbar vor ihr stand, sie beinahe berührte. Seltsamerweise spürte sie das Herz klopfen, es bahnte sich etwas an, was sie nicht beeinflussen zu können schien.
Er hob ihr Kinn und küsste sie.
Was war das denn? Sie war sehr überrascht, sie ließ es geschehen, nicht ausschließlich wegen der Überraschung, sondern musste es geschehen lassen. Die Dominanz des Mannes und die plötzliche Hitze, die unvermittelt ihren Unterleib wärmte, zwangen sie dazu.
Seine Zunge drang in ihren Mund ein, ergriff Besitz, erforschte das Terrain und begegnete ihrer Zunge. Diese Begegnung strahlte auf den ganzen Körper aus, ließ sie nachgeben, ließ sie einen Rausch empfinden, mit stark zunehmender Hitze. Sich dagegen wehren zu wollen schien vollkommen aussichtslos.
So war sie noch nie angefasst, noch nie geküsst worden, noch niemals, so hatte sie noch nie empfunden, niemals. Er drängte sich an sie, sie ließ es geschehen, hielt dem Druck stand. Seine Zunge streichelte weiterhin ihre Zunge. Sie gab dem Rausch der ihre Sinne vernebelte nach und streichelte mit ihrer Zunge zurück. Sie erwiderte die Liebkosung, die Rückhalte schwanden, sie gab dem entfesselten Trieb freien Lauf.
'Ratsch' machte es und seine grobe Hand steckte in ihrer Bluse, fand den Weg in den BH, machte sich an dem Nippel zu schaffen, kniff ihn, drehte daran.
Dieser handfeste Übergriff machte ihr die Knie weich, was sie empfand, was sie dulden musste war sehr viel stärker als sie. Sie wehrte sich nicht, stand still, ließ den Gefühlen freien Lauf. Anstatt ihn weg zu stoßen, wie sie es eigentlich sollte und bestimmt auch wollte, ließ sie ihn gewähren. Es war stärker als alles, was sie bisher erlebt hatte, es nahm ihr den freien Willen.
Er ließ von ihr ab, betrachtete sie stolz und sagte:
„Ich habe gewusst, dass du ein so heißer Feger bist, ich habs gewusst!“, meinte er beifallheischend, er atmete schwer.
Sie stand am Kopierer, atemlos, fassungslos und erschüttert. So stark hatte sie noch nie etwas gefühlt, noch nie. Eine Strähne hatte sich aus dem Haarknoten gelöst und hing ihr ins Gesicht. Sie bezwang unter Mühen den Rausch, mied seinen Blick, nahm größtmöglichen Abstand.
Sie schleppte sich mit Müh und Not und weichen Knien in den Damenwaschraum.
Aufgewühlt und bestürzt über ihre Reaktion, zugelassen zu haben, was sie nicht zulassen wollte und sollte und durfte, betrachtete sie ihr Spiegelbild. Der Lippenstift war verschmiert, an der Bluse fehlte ein Knopf. Sie entfernte den Lippenstift und wusch sich mit kaltem Wasser durchs Gesicht.
Was sollte sie wegen der Bluse unternehmen? Kurzentschlossen zog sie sie aus, die Kostümjacke war hochgeschlossen und zeigte nur einen kleinen Ausschnitt, das konnte sie so tragen. Besser jedenfalls, als die Bluse mit dem abgerissenen Knopf.
Wieder im Büro trat er an ihren Schreibtisch und meinte selbstbewusst und für ihren Geschmack viel zu vertraut:
„Du hast deine Kopien vergessen.“
„Sie haben mir meine Bluse zerrissen!“, stieß sie aus. Sie gab sich aggressiv um die aufkommende Unsicherheit zu verbergen.
„Du musst mich duzen, wir haben uns einen Bruderkuss gegeben.“
„Bruderkuss“, sagte sie verächtlich, „meine Bluse ist kaputt.“
„Wie heißt du eigentlich mit Vornamen?“, fragte er ungerührt weiter, er grinste sie ununterbrochen an.
„Frau Flores für Sie. Haben Sie den ersten Vorgang fertig bearbeitet?“
Er verdrehte die Augen und brachte die Aktenmappe.
„Hast du unter der Jacke jetzt nichts mehr an?“, fragte er neugierig.
Die Frage erschütterte sie. Über so etwas wie Unterwäsche hatte sie noch nie mit einem Mann gesprochen und darüber wollte sie auch in Zukunft nicht mit einem Mann sprechen.
„Wie bitte?“, sie versuchte, ihn mit Kühle auf Distanz zu halten.
„Na, bist du nackt unter der Jacke?“, hakte er ohne erkennbare Reaktion auf die entgegengebrachte Kühle nach.
„Also, ich muss doch sehr bitten, Herr Obermayer. Wie weit sind Sie mit dem aktuellen Vorgang?“
Nackt unter der Jacke? Sie fühlte sich immer noch aufgewühlt und im Banne der ungewohnten Gefühle, deswegen reizte sie der Gedanke, trotz des inneren Widerspruchs.
Es sah ja niemand.
Bei nächster Gelegenheit zog sie den BH aus und war nackt unter der Jacke. Der kühle und glatte Futterstoff schmeichelte den Brüsten und wenn man genau hinschaute, konnte man die gereizten Brustwarzen unter der Jacke sehen.
Obermayer schaute genau und lange hin:
„Kannst du mir am Kopierer etwas erklären?“, fragte er scheinheilig. Es war ganz offensichtlich, was er wollte. Er schämte sich nicht, er sprach es einfach aus. Immer noch berauscht und aus dem Gleichgewicht gebracht fand sie es prickelnd und erregend, mit diesem Wildfremden über Unterwäsche und andere Unaussprechlichkeiten zu reden.
Allerdings würde sie dieses Prickeln niemals zugeben können. Es war gefährlich und über die Maßen reizvoll. Schier unwiderstehlich.
Sie musste ablehnen, ansonsten lief sie Gefahr, darin zu versinken.




„Einer der Kollegen wird Ihnen den Kopierer besser erklären können als ich es kann. Ich bin schließlich eine Frau.“
„Sag du, sag Berti, ich heiße Berti.“
„Herr Obermayer, es wird Ihnen einer der Kollegen ...“
Er zerrte sie an der Hand zum Kopierraum.
Was der Mann für eine Kraft hatte und wie entschlossen er die einsetzte.
Er küsste sie wieder auf die Art wie vorhin, unwiderstehlich, noch heftiger, noch vereinnahmender womöglich. Bevor sie sich versah, hatte er ihr das Jackett aufgeknöpft und bediente sich an den nackten Brüsten mit beiden Händen.
So etwas Intensives hatte sie noch nie gespürt, sie fürchtete, wahnsinnig zu werden, verspürte jedoch keine Angst.
Ihr Körper glühte, sie legte den Kopf in den Nacken und ließ sich in Besitz nehmen, jenseits jeder Kontrollmöglichkeit.
Sein Bart kratzte an der Haut, um den Mund herum fühlte sich die Haut bereits wund an, die Brüste würden es wohl gleich ebenfalls.
Er ließ von ihr ab.
Mühsam öffnete sie die Augen. Er stand dort und bestaunte sie.
„Was bist du schön!“, bewunderte er sie. Sie hinderte ihn noch gerade rechtzeitig daran, ihr die Jacke von den Schultern zu streifen, um sie nackt betrachten zu können. Sie arrangierte sich neu, straffte sich und fragte geschäftsmäßig:
„Was ist Ihnen, äh, an dem Kopierer unklar?“
In dem Moment betrat Viola den Kopierraum und schaute neugierig, was die Beiden dort machten.
Berti sagte: „Ich äh, ich muss mehrere Seiten kopieren, kann ich das automatisch? Auch in mehreren Exemplaren?“
Sie erklärte es ihm.
Anschließend im Büro trat Viola an ihren Schreibtisch.
„Läuft da was zwischen dem und dir?“, fragte sie unverblümt neugierig und stützte eine Pobacke auf die Tischplatte.
„Wie? Was? Wie kommst du denn darauf?“, gab sich Daniela ahnungslos, innerlich zutiefst erschreckt, als hätte man sie bei etwas Unrechtem ertappt.
„Ihr duzt euch?“, fragte Viola und betrachtete ihre Fingernägel.
„Nein, tun wir nicht und was wäre dabei? Ihr duzt euch doch auch.“
„Aber du duzt dich mit keinem von denen.“
„Mit Obermayer duze ich mich auch nicht, da ist nichts. Du weißt doch, dass ich verheiratet bin.“
„Ja und? Bin ich doch auch. Und? Läuft da was? Mir kannst du es ruhig sagen.“
Daniela blieb nichts anderes übrig, als vehement zu leugnen:
„Um Gottes Willen, Viola, ich doch nicht!“, gegen ihren Willen bekam sie rote Wangen.
Ungläubig den Kopf schüttelnd gab Viola nach, sie deutete an, ihren Mund mit einem Reißverschluss zu verschließen und ging an ihren Platz zurück.

Abends saß Daniela in der ehelichen Wohnung allein in der Küche. Ihr Mann sah im Wohnzimmer fern, sie versuchte zu lesen. Ständig musste sie an den heißen Kuss denken, vielmehr an die heißen Küsse. Sie rief sich jede Einzelheit ins Gedächtnis und sah sich außerstande, konzentriert zu lesen.
Dass er sie einfach so angefasst hatte, dass er sie nackt gesehen hatte und es ihr nichts ausgemacht hatte. Sie spürte eine Erregung in sich, die sie noch nie gespürt hatte.
„Friedrich?“, hob sie an, als sie im Bett lagen und er das Licht gelöscht hatte.
„Nun?“, antwortete er ungnädig.
Sie überwand sich, zu stark war das Verlangen:
„Kannst du es bitte machen?“
„Was kann ich machen?“, fragte er barsch.
„Na, öh, kannst du bitte mit mir schlafen?“
„Wie bitte?“, fragte er ungläubig nach.
„Bitte“, bettelte sie. Er würde es ablehnen, das wurde deutlich.
„Jetzt?“
„Ja bitte.“
„Beherrsch dich, Weib. Es ist deine eheliche Pflicht, nicht dein Recht. Jetzt schlafe und denke an etwas Anständiges. Wenn du nicht schlafen kannst, dann bete und bitte darum, dass diese Prüfung ein rasches Ende findet. Gute Nacht.“
Sie schlief sehr schlecht, immer wieder musste sie daran denken, wie die groben Hände zugepackt hatten, wie sich der fremde Mann einfach bei ihr bedient hatte und was das in ihr ausgelöst hatte und noch immer auslöste.
In der Nacht stand sie auf und trank warme Milch mit Honig. Sie hätte gerne ein Stück Mandelmilch gegessen, jedoch den Genuss gönnte sie sich nur im Büro.
Sie kleidete sich am nächsten Morgen noch hochgeschlossener, sie durchschritt das Büro noch ernster, noch abweisender als sonst.
Auf ihrem Schreibtisch lag ein bunter Strauß Tulpen und ein schmales in Seidenpapier eingeschlagenes Päckchen. Sie schaute sich suchend um. Berti Obermayer kam lächelnd auf sie zu, küsste ihr die Hand und sagte sehr leise: „Entschuldigung für die zerrissene Bluse.“
Er hielt weiterhin die Hand. Von dort ging Wärme, Hitze, starkes, beinahe unwiderstehliches Prickeln aus. Sie schüttelte sie ab, als wenn sie sich davor ekelte. Geschäftig wandte sie sich ihrem Schreibtisch zu und riss das Päckchen auf.
Ihr Erstaunen war riesig, denn es enthielt 10 Tafeln Lohmanns Mandel-Milch-Nuss, ihre Lieblingsschokolade, die ganz im Verborgenen ausgeübte Leidenschaft, ihre Mandelmilch.
„Woher ...“, es verschlug ihr die Sprache. Sie dachte, die Mandelmilch wäre ihr Geheimnis.
Berti hob die Schultern: „Wir alle bewundern deine Disziplin. Lass sie dir schmecken.“
Danielas seelisches Gleichgewicht war schon nicht das stärkste, als sie das Büro betrat, nun war es gänzlich dahin mit der Beherrschung. Sie ließ sich auf den Stuhl plumpsen und streckte die Beine von sich. Sie hätte am liebsten geweint, aber ihr war nicht nach weinen, überhaupt nicht nach Weinen.
So lachte sie los, erst lauthals, dann leiser, bis sie nur noch kicherte.
Alle wussten es, alle.
Sie zerbrach eine der Tafeln im Papier, legte sie geöffnet auf den Schreibtisch und forderte die Kollegen auf, sich zu bedienen.
Es war nicht nötig es geheim zu halten, sie wussten es alle. Ihr Geheimnis war kein Geheimnis, es war Allgemeingut.
Nach einiger Zeit zog sie die Kostümjacke aus und hängte sie über die Stuhllehne. Es wusste jeder wie eine Frau aussieht und sie sah aus, wie alle anderen Frauen und es wussten alle. Es war kein Geheimnis. Nichts war ein Geheimnis, Alle wussten alles.
Sie drohte, den Boden unter den Füßen zu verlieren, ihr Weltbild begann zu wanken.
Nach einiger Zeit öffnete sie die obersten beiden Knöpfe der Bluse, es wusste jeder, was sich unter der Bluse befand, es wussten alle.
Die Haut ihrer Arme und der Brust war schneeweiß, es war noch nie Sonnenlicht darauf gefallen. In der Mittagspause ging sie auf eine Sonnenbank und ließ sich bräunen. Es war ein sehr erregendes Gefühl, splitterfasernackt in dem Gerät zu liegen und sich bestrahlen zu lassen.
Die Erregung hielt an, auch als sie wieder im Büro saß. Sie wartete, bis alle Berichte abgegeben waren und niemand mehr drucken oder kopieren musste und ging dann in den Druckerraum. Mit Herzklopfen wartete sie auf Berti. Nach ein paar Minuten ging sie zu ihrem Platz zurück, er hatte die Gelegenheit verstreichen lassen oder sie nicht bemerkt.
Ihr Telefon läutete, es war er:
„Der Ruheraum des Chefs ist offen und der Chef kommt heute nicht mehr. Wir treffen uns dort in zwei Minuten.“
Ihr Herz begann laut zu klopfen, ihr wurde angst und bange, trotz der Erregung und der Aussicht die Berti eröffnete.
Allein und ungestört mit ihm.
Die Aufregung ließ sie zittern, die Angst machte ihr feuchte Hände. Sie steckte sich zwei Stücke Schokolade in den Mund, schaute verstohlen unter dem Arm hindurch, ob Viola sie beobachtete, stand auf und ging Richtung Ruheraum.
Sie konnte der Verlockung so wenig widerstehen wie eine Katze, die Katzenminze gerochen hatte.



Das hochgeschlossene, ärmellose, leuchtend rote Kleid umgab sie eng wie ein Handschuh, es wurde mit einem langen Reißverschluss auf dem Rücken geschlossen. Gewöhnlich trug sie eine langärmelige Bluse darunter, heute dagegen so gut wie nichts.
Beim Frühstück fragte ihr Mann:
„Das Kleid sehe ich besonders gern an dir, ist heute etwas Besonderes?“
„Ja“, meinte sie mit einem tiefen Blick in seine Augen, „heute ist Mittwoch.“
Ihr Mann schluckte.
Darüber, dass die eheliche Pflicht auch für ihn eine Pflicht sein könnte, hatte er bisher nicht nachgedacht. Er fand es unschicklich, dass sein ehemaliges Mündel in dieser Form Druck auf ihn ausübte.
„Weib, es ist deine Pflicht und nicht zu deinem Spaß.“
Sie senkte nicht wie sonst die Augen bei ernsten Ansprachen, sondern schaute ihn über den Tassenrand hinweg sinnlich an.
Es wurde ihm schwindelig und unheimlich. Um die Fassung zu wahren, kontrollierte er wie üblich die Butterbrote und fuhr zur Arbeit. Seine lüsterne Frau tat es ihm wenige Minuten später gleich.
Die Blicke folgten ihr, als sie durchs Büro schritt, der Gefrierschrank hatte sich zur Frau gewandelt.
Sie sah ihn vom Schreibtisch aus. Er hatte die Hände hinter dem Hinterkopf verschränkt, die Ellbogen weit abgespreizt, kippelte mit dem Stuhl und beobachtete sie.
Er suchte Augenkontakt.
Sie blickte ihn erst an, als sie sich an dem Schreibtisch eingerichtet, eine Tasse Kaffee eingeschenkt hatte und ein Stück Mandelmilch im Mund zergehen ließ.
Er machte unhörbar ein Kompliment für ihr Aussehen, das sie lächelnd akzeptierte. Mit dem Lächeln deutete sie etwas an, was ihn in seiner Absicht bestärkte. Bei der Übergabe der bearbeiteten Unterlagen berührten sich ihre Hände. Das entlockte ihr wiederum ein Lächeln und einen Blick, der ihm weiche Knie bescherte.
Daniela studierte die Unterlage blicklos, sie lutschte ein Stück Mandelmilch und dachte daran, wie die Hand, deren Kontakt sie noch immer zu spüren glaubte, sie gestern im Ruheraum des Chefs an der Wange berührt hatte, bevor er sie mit diesem unfassbar gefühlvollen und intimen Kuss in ein Gefühle-Chaos gestürzt hatte, aus dem sie immer noch nicht wieder als die alte Daniela aufgetaucht war. Und auch nicht auftauchen wollte.
Nicht sie bekam das Chaos in den Griff, sondern diese unerklärliche Wirrnis in Körper und Geist bestimmte ihr Leben, sie fühlte sich machtlos und ausgeliefert. Nach anfänglicher Angst und Unentschlossenheit hatte sie sich entschieden, sich nicht weiter zu verschließen, sondern es zu genießen, es zu nehmen, wie die Natur es verlangte.
Als sie gestern an dem Dessous-Laden vorbeischlenderte, kam ihr erstmalig die Möglichkeit in den Sinn, das Leben anzunehmen wie es sich anbot, mit all den anregenden Neuerungen und der natürlichen Wirrnis. Vergessen war die Ablehnung, sie wusste nun, was man bei einem Fremden außerhalb des ehelichen Alltags finden konnte.
Sie war sich unvermittelt der Zwänge bewusst geworden, die sie bisher sicher durch jedwede Unordnung geleitet, sie jedoch erheblich eingeengt hatten. Das Erlebnis gestern hatte sie davon überzeugt zumindest einen Teil der Bevormundung durch Konventionen, deren Sinn sie nicht sah, abzulegen. Die Natur verlangte eine andere Vorgehensweise.
Als sie den winzigen Slip aussuchte und sich erst nicht getraute ihn anzuziehen und sich dann darin im Spiegel zu sehen, dann doch betrachtete und voller Stolz das Spiegelbild bewunderte, wusste sie, dass das der erste Schritt war. Sie konnte die Folgen dieses Schrittes nicht in seiner gesamten Bedeutung überschauen, jedoch wollte sie ihn gehen. Jawohl, das schien ein neuer, aufregender Weg zu sein, den wollte sie erleben.
Dieses winzige Ding war nun das Einzige was sie an Wäsche unter dem Kleid trug. Sie war sich ständig dieser spärlichen Ausstattung bewusst, der raue Wollstoff des Kleides, dessen Reiben auf der Haut, das Begehren, das ihr nicht nur von Berti entgegengebracht wurde, all das machte sie an und es verstärkte die Gefühle, die sie seit Neuestem zuließ.
Wenn sie daran dachte, wie er sie gestern berührt hatte, wie er sie im Ruheraum des Chefs entkleidet hatte, ihre Brüste bestaunt und in Besitz genommen hatte, so verschloss es ihr, wie gestern, die Augen und diese nie gekannte Hitze ergriff erneut von ihr Besitz. Sie hatte die Berührungen genossen, sich ihnen entgegen gereckt, mit geschlossenen Augen und verhaltenem Stöhnen ihre Lust mitgeteilt.
Sie befand sich erneut in dem Rausch, wie sie ihn am Vortag erlebt hatte. Es gab für sie keine Möglichkeit, sich zu entziehen. Er machte sich an ihrem Rockbund zu schaffen, kam jedoch mit dem komplizierten Verschluss nicht zurecht. Das war ihr in gewisser Weise recht, denn sie wollte ja nicht ..., sie würde ja nicht ..., es sollte ja nicht …
Die Gefühle-Welle hatte einen Moment innegehalten, es wurde plötzlich klar in ihrem Kopf. Worauf ließ sie sich ein?
Der kratzende Männermund sog eine der Brüste ein, die harte Männerhand liebkoste die zweite wunderbar fest und wunderbar …
Berti hob sie an, setzte sie auf die Massageliege, schob den Rock bis über den Hintern hoch und zerrte ihr den Slip vom Leib.
Alles mit dieser herrlichen, unwiderstehlichen Kraft.
Sie fühlte sich toll dabei, das Verbotene an ihrer Handlung heizte sie an. Sie war obenrum nackt und untenrum nackt. Berti sah etwas, was bisher nur ihre Ärztin und sie selber gesehen hatten.
Sie konnte nicht bei dem zusehen, was er da an ihr vornahm, sie legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen.
Er spreizte ihr die Beine und schien genau hinzusehen.
Das war ihr peinlich, ihre Wangen röteten sich noch mehr. Er tat etwas, sie schaute schnell hinunter: sein Kopf war ganz zwischen den Beinen und er ... oh!
Der Reiz, der sie nun überflutete war unfassbar: er leckte sie, er spielte mit der Zunge an ... sie stöhnte laut, der Reiz nahm zu, es war unglaublich, sie stützte sich hinter dem Rücken ab, stöhnte laut das Gefühl hinaus, das ihr vermittelt wurde.
Es gab keinen Raum für Peinlichkeit, keine Zeit für Scham, der Reiz wuchs, nahm alles für sich in Anspruch, Raum und Zeit. Ihr Unterleib nahm mehr und mehr an Bedeutung zu, er beherrschte sie, ihr Denken und den Willen. Der Reiz wuchs stetig weiter, weiter und weiter. Berti hielt inne weil sie seinen Kopf fasste. Denn sie musste ihn bremsen, sie konnte nicht mehr, eine weitere Steigerung des Reizes war nicht zu ertragen.
„Stop!“, keuchte sie, „Stop!“
Berti schaute frustriert. Oh, enttäuschen durfte sie ihn nicht, wollte sie nicht, nicht dass er dachte sie wäre egoistisch.
„Jetzt bin ich dran!“, fasste sie sich ein Herz, ein Zurück gab es nicht und die Hormone schwemmten sie über die Hemmung hinweg.
„Äh ..“, sie deutete auf Bertis Hosengurt. Er öffnete ihn rasch und schob die Hose hinunter. Er schien zu ahnen, was kommen würde, was er nie zu hoffen gewagt hätte.
Daniela streichelte den Penis, der sich deutlich unter der engen Shorts abzeichnete.
Sollte sie? Es gab kein Zurück.
Sie lupfte den Rand der Unterhose und schaute hinein, sie sah ihren ersten Penis in hellem Tageslicht.
„Ist der schön“, sagte sie, als sie ihn aus seinem Gefängnis befreit hatte. Sie blickte aus der knienden Stellung mit großen Augen zu ihm auf.
Natürlich hatte sie in der Schule Abbildungen gesehen, aber dieses hier war echt. Sie fasste es an, es war heiß und es war hart, die Haut war samten, unter ihr stählerne, glühende Härte.
Sie musste es in den Mund nehmen, daran schlecken. Es schmeckte ganz anders als sie es erwartet hatte, es war, wie, wie, wie Mandelmilch.
Es war heiß und es erhitzte sie. Sie schleckte daran, rieb mit der Hand daran und lutschte es.
Berti lehnte sich gegen die Liege und stöhnte, wie sie vorher gestöhnt hatte. Sie genoss es, dem Mann Lust zu bereiten. Sie fuhr fort, diese Form der Mandelmilch zu liebkosen, sie zu streicheln und zu reizen.
Der Mann stöhnte.
Das dicke Ende vorne bedachte sie besonders, ließ es, wie die Mandelmilch-Schokolade, im Munde zergehen, streichelte es mit der Zunge, wie sie Bertis Zunge gestreichelt hatte, rieb weiterhin mit der Hand und hörte den Mann lustvoll stöhnen.
Sie fasste sich unter den Rock und streichelte sich dort, heimlich, es konnte niemand sehen.
Die dabei entstehenden Gefühle waren nichts, gemessen an dem Reiz, den sie vorhin empfunden hatte, und den der Mann jetzt empfand.
Die eigene Hitze ließ sie schneller werden, die Liebkosungen verstärken. Der Mann stöhnte lauter, fasste plötzlich ihren Kopf und stieß ihn zurück.
„Ja! Ja!“, rief er.
Sie rieb mit der Hand weiter und erlebte, wie der Penis spritzte. Sie bekam eine Ladung ins Gesicht, auf die Brille, ein großer Teil tropfte auf die nackten Brüste.
Zu ihrer grenzenlosen Überraschung war die weiße Flut warm, fast heiß. In ihrer Vorstellung hatte es sich stets kühl angefühlt.
Berti stöhnte laut und vernehmlich.
Daniela rieb den Penis weiter mit der Hand, bis nichts mehr herauskam.
Ein Tropfen rann ihr von der Wange in den Mundwinkel, sie schmeckte daran. Es machte sie heiß, das Sperma zu essen, sie zeigte ihm das verschmierte Gesicht und spielte mit der Zunge mit seinem Saft. Sie lächelte ihn dabei an, er lächelte mit rotem Gesicht, erschöpft und glücklich zurück.

Anstatt zu arbeiten, sann sie darüber nach, was im Ruheraum gestern geschehen war.
Das Erlebte war gänzlich unterschiedlich zu dem, was sie unter Sex verstand, wie sie ihn kennen gelernt hatte, auch gänzlich anders als sie es für möglich gehalten hätte.
Wenn Sex außerhalb der Ehe so heiß war, dann verstand sie die Menschen, die außerhalb des Alltags Abenteuer suchten und auslebten.
Es war in der jetzigen Beziehung, in der Ehe, so wie sie beide sie führten, gänzlich unmöglich, den Penis zu sehen oder gar in den Mund zu nehmen, unvorstellbar. Noch unvorstellbarer war es, dass ihr Mann sie jemals bei Licht betrachten würde, geschweige denn, ihre Scham von Nahem sehen oder gar an ihr lecken würde.
'Eher würde die Sonne um den Mond kreisen', dachte sie und lächelte freudlos.
Dass der Penis wie Mandelmilch schmeckte, brachte sie, allein an ihrem Schreibtisch, zum Kichern.
Sie war immer noch verwundert, dass das Zeug heiß war. Es war logisch, aber sie hatte es sich stets kühl vorgestellt, kalt und glibberich. Stattdessen war es heiß, heiß und es war scharf es hervorzulocken und es herauskommen zu sehen.
Sie schaute zu Berti hinüber und begegnete freudig dessen Blick, er lächelte zurück.

Nun saß sie hier in dem roten Kleid.
Sie hatte gestern mehr als eine Stunde damit verbracht, sich zu epilieren und alle Härchen zu entfernen, die sie störten. Die restlichen Körperhaare pflegte sie kurz, so dass sie nur noch als Hauch zu sehen waren.
Sie cremte sich mit der teuren Lotion ein, die Haut fühlte sich danach zart und glatt an.
Die Erinnerung an gestern, an Mandelmilch und unaussprechlich großen Reiz, die Gewissheit des winzigen, erotischen Slips, den er sich vielleicht gleich anschauen würde, ließen die Hitze weiter steigen.
Die glatte Haut der Beine rieb aneinander, das Gefühl steigerte noch einmal die innere Hitze. Die unbearbeiteten Akten stapelten sich auf dem Schreibtisch, es berührte sie nicht.
Das Einzige was sie interessierte saß ein paar Schreibtische weiter und schmiedete Pläne, wie es mit dieser umwerfend schönen und heißen Frau allein sein könnte. Bertis Hoffnung war, dass der Chef erneut mittags das Büro verließ und nicht wieder kam. Ein glücklicher Umstand brachte ihn näher an die Erfüllung der Träume.
Viola rief ihn an:
„Obermayer? Du sollst zum Chef kommen.“
Der Chef gab ihm Dienstanweisungen, er sei die nächsten Tage auswärts und er wünsche die angeordneten Arbeiten bei seiner Rückkehr erledigt vorzufinden.
„Geht klar, Chef“, Berti konnte ein fröhliches Grinsen kaum unterdrücken.
Mehrere Tage!
Der Chef war mehrere Tage weg und nahm sogar Viola mit.
Daniela saß dort in dem engen Kleid und ahnte nichts. Sie war heiß, sie bewegte unruhig die Beine gegeneinander, rieb sie aneinander, schlug sie übereinander, verdrehte sie zueinander.
Die Hitze unter dem winzigen Slip war kaum noch zu ertragen.
Sie ging in der Mittagspause wieder unter die Sonnenbank, sie wollte so schön sein wie es eben möglich war. Es erregte sie noch mehr als am Vortag, splitternackt in der Helligkeit in dem Gerät zu liegen.
Sie verschaffte sich mit den Fingern Erleichterung, das hatte sie zumindest beabsichtigt, jedoch die Eigenstimulation machte sie noch gieriger auf das, was sie sich erhoffte, was mit ihr noch geschehen würde.
Sie lutschte Schokolade und dachte dabei an seine Mandelmilch, an den Genuss und Reiz, den sie dabei empfunden hatte. Den Geschmack des Spermas konnte sie mit der Schokolade im Mund rekonstruieren. Unglaublich, was sie erlebt hatte, was sie getan und was sie zugelassen hatte, unglaublich, was sie bereit war, wieder zu tun.
Sie naschte noch ein Stück der Lieblingsschokolade.
Sie wollte seine Mandelmilch und sie wollte für ihn ebenfalls die Erfüllung sein, so schnell wie möglich. Viola war aus der Mittagspause nicht zurückgekehrt, es hieß, der Chef habe sie mit zum Termin genommen.
Dann waren die Räume des Chefs frei, Daniela frohlockte. Sie war sicher, dass sie gleich Mandelmilch in Hülle und Fülle bekommen würde.
Der Reiz war kaum noch zu ertragen.
Die Akten stapelten sich immer höher auf dem Schreibtisch, ohne dass es sie störte.
Sie fühlte sich selbst wie angefüllt mit Schokolade: süß, heiß, zart schmelzend. Die Beine rieben unablässig gegeneinander ohne dass sie daran etwas ändern konnte.
Endlich rief er an: „Im Ruheraum, in fünf Minuten.“
Er empfing sie dort mit einem Gläschen Prosecco.
„Auf uns!“, sie stieß mit ihm an.
Bei dem Begrüßungskuss fühlten sich seine Lippen kalt an, sie schmeckte den Sekt, dann erst ihn. Ihre konservierte Hitze brandete auf, sie legte alle Leidenschaft in diesen Kuss, schmiegte sich an den fremden Mann, trieb ihn dazu, sie anzufassen, Besitz zu ergreifen.
Er wollte mit den Händen in die enge Hülle des Kleides eindringen, fand weder oben noch unten einen Zugang, es war zu eng. Etwas ratlos stand er da. Sie lächelte, wendete ihm den Rücken zu und hob die Haare an, als Aufforderung.
Er zog den Reißverschluss langsam und genüsslich bis zu ihrem Po hinunter. Sie wendete sich ihm wieder zu, lächelte lüstern und ließ das Kleid von den Schultern gleiten. Es bildete einen Ring um die Füße und offenbarte dem Mann die nackte zart gebräunte Haut und den winzigen, durchscheinenden Slip.
„Wow!“, sagte er bewundernd, „Wow! Bist du schön.“
Sie war fast nackt und ließ sich von dem Mann bewundern. Die Blicke spürte sie wie warme Strahlen auf der Haut.
Er küsste sie erneut, stimulierte dabei die Brüste mit den Daumen.
Die Hitze, die dem Nacktsein entsprang, der heiße Kuss und die Wärme, die aus der Berührung der Brüste rührte, strömten wie glühende Lava in den Schoß. Er folgte mit dem Mund diesem Lavastrom, nahm den Slip mit und tunkte sein Gesicht in die freigelegte Mandelmilch.
Die Verzückung ließ sie schwach werden, die Beine drohten nachzugeben. Er legte sie auf die Ruhecouch des Chefs, spreizte ihre Beine und versenkte den Kopf dazwischen, reizte sie mit der Zunge, brachte sie hoch und höher, machte sie verrückt vor Lust und Verlangen.
Es war nicht auszuhalten.
„Komm zu mir!“, fast weinend vor Lust streckte sie die Arme nach ihm aus.
In Windeseile hatte er sich entkleidet, spreizte ihr die Beine weit, bog sie hinauf, dass ihre Scham offen lag, wie ausgebreitet, ihre Knie hielt er neben den Schultern fest.
Er führte sein glühendes Schwert in die weit geöffnete Lustspalte.
Von zartem Schmelz konnte nicht mehr die Rede sein, die Lava war in ihrem Schoß angekommen und breitete sich in Windeseile durch den ganzen Körper aus. Sie stöhnte unkontrollierbar, der Reiz wurde zum Mittelpunkt ihres Empfindens.
Daniela begrüßte den fremden Penis mit einem Schauder und tiefem, inbrünstigen Stöhnen.
So hatte sie noch nie empfunden, so hatte sie es sich nie vorgestellt, so hatte sie es nie für möglich gehalten.
Sie warf sich der Lust entgegen, bereit zu empfinden, was sie nie empfunden hatte, auf dem Weg in eine Lustregion, die ihr absolut unbekannt war.
Der stetig wachsende Reiz näherte sich zusehends einem Höhepunkt, er mündete in einem Gefühle-Feuerwerk, das sie von der Außenwelt abkoppelte und sie zutiefst beeindruckte. Sie erlebte etwas, was ihren Interessenmittelpunkt veränderte und was sie in der Stärke niemals erwartet hatte, sie erlebte ihren ersten Orgasmus.
Diese Empfindung berührte sie zutiefst, wühlte sie auf und veränderte ihr Leben.



Den Abend verbrachte sie wiederum in der Küche, als Alibi lag das aufgeschlagene Buch vor ihr.
In Wirklichkeit dachte sie jedoch intensiv nach.
Für sie stand fest, dass der Sex, den sie bisher mit ihrem Mann praktiziert hatte, für sie unakzeptabel war. Sie würde nicht mehr ohne Orgasmus leben wollen, das schien ihr unmöglich und nicht lohnenswert zu sein.
Berti war Berti und ihr Mann war ihr Mann.
Das Licht erlosch an jenem Abend, Friedrich hatte nicht vor, mit ihr zu schlafen. Sie tastete sich zu ihm hinüber, wie sie es manchmal tat, um sich in den Schlaf zu schmusen.
Sie legte den Kopf auf seine Brust und die Hand auf seinen Bauch.
Sie wollte und musste tiefer hinunter, unterhalb des Bauches lag das Ziel. Dazu bedurfte es Überwindung.
Im Schutze der Dunkelheit traute sie sich endlich und ertastete den Weg in die Schlafanzughose hinein an seinen Penis.
„Äh, Frau?“, wandte er ein, er wollte sich abwenden. Er wehrte sich jedoch nicht ernsthaft, berührte ihre Schulter um sie aufmerksam zu machen, dass sie unerlaubtes Terrain betrat.
So nah waren sie sich sonst nie.
Daniela ließ sich nicht beirren, sie folgte seiner Ausweichbewegung und rieb den Penis. Es war erstaunlich, wie schnell sich ein solches Glied aufrichten konnte. Sie umfasste seine Männlichkeit fest und nahm das Köpfchen in den Mund.
Er sagte: „Äh ..“, unternahm jedoch nichts.
Sie lutschte daran, wie an der Mandelmilch-Schokolade und an dem fremden Penis im Büro.
„Oh!“, sagte ihr Mann, „Oh!“
Das Glied war nun hart und stark, sie hielt es fest in der Hand.
Sie nahm allen Mut zusammen und schaltete die Nachttischlampe ein. Sie wollte sehen was er fühlte und ihm zeigen, was sie fühlte.
Er blinzelte in der plötzlichen Helligkeit. Er sah seine Frau sich über seinen Penis beugen und keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie das für ihr gutes Recht hielt.
Er sank in die Kissen zurück und sagte: „Oh!“
Daniela schmeckte seine Mandelmilch, seine galoppierend steigende Erregung übertrug sich auf sie, sie konnte ein Teil dessen fühlen, was er fühlte.
Sie schaute lächelnd in sein Gesicht und rieb mit der Hand den Penis. Er blickte sie unter schweren Augenlidern an. Zum ersten Mal sah sie Lust in den Augen ihres Mannes.
Sie zerrte sich das Nachthemd über den Kopf und zeigte sich ihrem Mann ganz nackt. Er beobachtete sie gierig, wehrlos gemacht durch die massierende Hand, die die Hormone hervorgelockt hatte.

„Ja!“, sprach sie sich selbst Mut zu, stieg über den Gatten und führte sich den vormassierten Liebespfeil in das lüsterne, heiße, feuchte Döschen.
„Ja!“, rief sie, voller Lust, „Ja! So ist es richtig!“
Sie wiegte sich auf dem Penis.
Die Lust wuchs, der Reiz nahm zu, sie sah an seinem Gesicht, dass er diese Zunahme gleichermaßen erlebte.
Sie legte seine Hände auf ihre Brüste. Er fasste kräftig zu, beteiligte sich, streichelte sie, rieb sie.
Die Hitze übermannte sie, sie küsste ihren Mann, wie Berti sie geküsst hatte, die Zunge drang in seinen Mund, streichelte seine Zunge.
Ihr Mann erwiderte die Streicheleinheiten, erst zaghaft, dann fester.
Ihrer Kehle entrang sich ein tiefes, gutturales Stöhnen. Die Lust schwappte über ihnen zusammen in Form einer Hitzewelle, die sie erfasste, die sie in eine Ekstase hineinreiten ließ, die sie bisher nie erlebt hatten.
Der Höhepunkt überraschte beide mit der Heftigkeit der Emotionen, mit der nie gekannten Intensität der gegenseitigen Gefühle. Sie waren machtlos gegen die Wucht der Lust, klammerten sich aneinander, um bei dem anderen Halt und Stütze zu finden.
Nach der Entspannung lag sie mit dem Ohr an seiner Brust, sein Herzschlag beruhigte sich von der Raserei, sie lag in seinem Arm, er küsste ihren Scheitel und sie schliefen ein.



„Was war das gestern Abend? Macht dir das Spaß?“, fragte ihr Mann am Frühstückstisch. Er sprach in strengem Ton, jedoch schaute er sie dabei nicht an, sondern konzentrierte sich auf den Löffel, mit dem er den Kaffee rührte.
Daniela musste sich überwinden, um die richtige Antwort zu geben.
Sie hatte sich gestern Abend entschieden und hatte sich vorgenommen, dabei zu bleiben. Schließlich richtete sie sich auf, räusperte sich und straffte ihre Haltung. Sie blickte ihren Mann fest an und sprach:
„Ja, das macht mir Spaß, wie war es für dich?“
Friedrich blickte schnell auf und widmete sich wieder dem Löffel.
„Ich .. also, ich ..“, er machte aus Scham eine Pause, es färbten sich sogar seine Wangen.
Mit gesenktem Blick erklärte er in leisem Ton: „So etwas Schönes habe ich noch nie erlebt. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll. Das hat noch nie jemand für mich getan.“
Er hob die Augen und schaute ihr verlegen ins Gesicht, legte eine Hand auf ihre und sagte zum ersten Mal in seinem Leben: „Ich liebe dich.“
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Ralph Ronneberger
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Hallo evi,

endlich mal wieder eine erotische Geschichte, die diese Bezeichnung auch verdient, wobei ich hier die Betonung auf „Geschichte“ lege. Es gibt eine durchgehende und nett erzählte Handlung. Keine an den Haaren herbei gezogene Alibi-Einleitung, die schnurstracks zur pornographischen Abhandlung führt. Auch bei dir geht es mitunter recht deftig zu – aber es passt ins abgerundete Konzept. Summa, summarum – die Entwicklung deiner Kühlschrank-Daniela vom unfreiwilligen Sex-Mauerblümchen zur heißblütigen Liebesgöttin, die am Ende sogar ihren altbackenen Mann erotisiert, habe ich gern verfolgt.
Bürosex als Initialzündung für ein erfülltes Eheleben – die Idee gefällt mir.
Nachfolgend habe ich den Text ein wenig mit dem Buntstift bearbeitet. Keinen Schreck bekommen. Bei den blauen Eintragungen handelt es sich lediglich um Vorschläge und Anregungen, die du natürlich völlig über Bord schmeißen kannst. Die Geschichte ist auch ohne Korrekturen gut. Wenn trotzdem das Eine oder Andere dabei ist, was du aufgreifen willst oder kannst – um so besser.

Gruß Ralph


Mandelmilch

„Heute ist Mittwoch Liebling“, bemerkte Danielas Mann am Frühstückstisch, so, wie er das an den speziellen Tagen zu bemerken pflegte.
„Ja, Friedrich“, antwortete sie mit einem mechanischen Lächeln.
„Mach dich hübsch heut Abend, du weißt schon.“
'Bin ich sonst nicht hübsch?' fragte sie sich, 'Muss ich mich hübsch machen?'
Statt ihm diese Frage zu stellen, senkte sie den Blick auf ihr Frühstücksbrettchen und widmete sich dem Belegen seiner Pausenbrote.
„Daniela? Ist noch etwas?“, fragte er, als wenn er ihren inneren Widerspruch bemerkt hätte.
Ohne zu antworten zerschnitt sie die Brotscheiben in exakt gleiche Teile und stapelte sie vor ihm auf. (Hälften sind immer gleich)
Ihr Mann packte die Schnitten, nachdem er penibel den (deren) Belag kontrolliert hatte, in seine Frühstücksdose und verstaute sie, wie an hunderten gleicher Morgen mit immer den gleichen Handgriffen in seiner Aktenmappe und fuhr zum Dienst.
Sie komplettierte Make-up und Garderobe, stieg in den schicken Mini, den er ihr ausgesucht hatte, und fuhr damit zur Arbeit.
Ihr war bewusst, (Sie wusste,) dass man sie im Büro Eisschrank nannte und sie unterstützte das, obwohl es sie ein wenig kränkte. Der Grund für ihre offene Ablehnung ihren (den) männlichen Kollegen gegenüber war, dass sie weder einem Weiberhelden als Trophäe dienen, noch überhaupt in den Ruch geraten wollte, erobert werden zu können. Aber deswegen gleich als Eisschrank bezeichnet zu werden, empfand sie als Kränkung. Eine kühle Distanz zu den männlichen Kollegen sah sie als (eine) legitime Möglichkeit, sie sich vom Leib zu halten. Manchmal beschlichen sie Zweifel, ob sie diese Haltung (zu sehr) übertrieb. Aus ihrer Sicht ergab sich ihr Verhalten aus der reinen Logik: Sie hatte den Mann fürs Leben gefunden und geheiratet und dabei blieb sie auch - Ende jeder Überlegung. Er hatte sie nach dem großen Unglück aufgefangen, bei sich aufgenommen, sie versorgt, durch die Schule gebracht und es war logisch, dass er sie heiratete, auch wenn er, als sie geboren wurde, bereits so alt war wie sie jetzt. Sie bereute ihre Entscheidung nicht, Dankbarkeit war in diesem Falle ja wohl selbstverständlich. Sie hielt sich an ihr Versprechen, flüchtige Abenteuer waren etwas für leichte Mädchen und damit hatte sie weiß Gott nichts zu tun.
Wenn sie morgens durch das Großraumbüro lief und ihr alle Blicke folgten, dann konnte sie sich gut vorstellen, was passieren würde, wenn sie nicht so unnahbar wäre. Also gab sie sich als Eisschrank und hatte Ruhe. Zumindest mehr oder weniger, denn dieser Neue - wie hieß der doch gleich - hatte das Szenario noch nicht so ganz begriffen. Er scharwenzelte tatsächlich um sie herum, versuchte immer und immer wieder, sie in ein Gespräch zu verwickeln, ja sogar mit ihr zu flirten. Er bot sich an, ihr das Kopieren abzunehmen, Kaffee zu holen, sie zum Essen einzuladen und solche Dinge mehr. Er ließ sich nicht abschrecken, er ließ nicht locker, sondern gab sich im Gegenteil immer größere Mühe.
„Herr, äh, …“, rief sie ihn und tat so, als wüsste sie seinen Namen immer noch nicht.
„Ja? Frau, äh …?“, der freche Kerl wagte es, ihr eins auszuwischen. Na warte.
„Ja, sorry, hab Ihren Namen vergessen. Wie heißen Sie noch gleich?“ Er trat erwartungsfroh an ihren Schreibtisch.
„Obermayer, Berthold Obermayer, aber Sie dürfen gern Berti sagen“, meinte er dickfellig und grinste wie ein Honigkuchenpferd. Schöne Zähne hatte er ja.
„Sind Sie Bayer?“, gab sie Interesse vor, (heuchelte sie Interesse) um gleich fortzufahren: „Hier, ein neuer Vorgang, die Stellen, die überprüft werden müssen, habe ich mit (dem) Marker kenntlich gemacht. Wie weit sind Sie mit dem Akt, den ich Ihnen heute Morgen gegeben habe?“
„Gehen Sie auch mal etwas essen?“, fragte er zurück.
„Sicher“, antwortete sie, ohne darauf einzugehen. „Um 14:00 Uhr ist Ihre Deadline, da muss ich den Bericht vorliegen haben. (da muss mir ihr Bericht vorliegen)
Der Typ schien nicht zu akzeptieren, dass sie nicht zu haben war. Er würde auf Granit beißen. Es schmeichelte ihr zwar, dass ein so gut aussehender Mann, der weltgewandt und selbstbewusst auftrat, sich um sie bemühte. Natürlich zwecklos. (Trotzdem – zwecklos) Sie schaute ihm nach, wie er zu seinem Platz zurückkehrte. Sein Gang war elastisch und kraftvoll, seine Beine muskulös, seine Taille schmal und seine Schultern breit und, wie sie verschämt bemerkte, sein Hintern knackig. Als er an einem seiner Kollegen vorbeilief, hob er ratlos die Schultern und breitete die Arme aus. Er schien den Frust mitzuteilen, bei ihr nicht gelandet zu sein. Tja, er sollte sich nicht an einer verheirateten Frau versuchen, es war doch logisch, dass er nur Körbe ernten konnte.
Verstohlen blickte sie um sich, es schaute niemand. Sie öffnete die braun-goldene Verpackung ihrer Lieblingsschokolade in der Schreibtischschublade und zerteilte sie so gleichmäßig wie möglich mit einem Pizzaschneider in etwa 5-Cent-Stück große Teile. Eines steckte sie schnell und unauffällig in den Mund. Dieser zarte Schmelz, diese weiche, unglaublich leckere Mandel-Milch-Nuss. Sie schloss verzückt die Augen, ein traumhafter Genuss. (Absatz)
Abends, nach dem 'heute-journal' räusperte sich ihr Mann.
„Äh, Daniela-Liebling? Es ist Zeit, heute ist Mittwoch.“
Sie machten sich bettfertig. (Punkt) Er kam nach ihr aus dem Bad, löschte das Licht. Sie hörte, wie er seine Schlafanzughose auszog, zusammenfaltete und unter das Kopfkissen legte.
„Bist du so weit?“, fragte er im Dunkeln.
„Gleich“, antwortete sie und zog sich das Nachthemd über den Kopf. Er legte sich auf sie, erwartete, dass sie ihn einführte, bewegte sich langsam, dann schneller, begann zu schnaufen, sagte „Arghh“ - dann war er fertig. Er verharrte noch kurz auf ihr, dann legte er sich neben sie und reichte ihr im Dunkeln ein Papiertaschentuch, das sie sich brav zwischen die Beine klemmte,(Punkt) Er zog seine Hose wieder an, legte sich auf die Seite und schlief ein.
Sie fand am Sex nichts Aufregendes, nichts, für das es sich lohnte, die Ehe aufs Spiel zu setzen. Es fehlte ihr das Verständnis für Leute, die ihre Partner hintergingen, nur um mit jemand Anderen ins Bett zu steigen. Was, um alles in der Welt, fanden sie spannend und aufregend am Sex, dass sie so viel riskierten?
Kurz nach der Frühstückspause gönnte sie sich wieder ein Stückchen Schokolade. Das war eine Sünde, dessen war sie sich bewusst, aber sie war es wert. Mandelmilch, ohja! Zuhause waren Süßigkeiten verpönt, immer schon. Aber diese Mandel-Milch-Nuss, der konnte sie nicht widerstehen, unfassbar lecker. Sie hatte sie bei Viola, ihrer Kollegin, gekostet, war geflasht von dem wunderbaren Geschmack und kam nicht mehr davon los. Wenn sie eine Tafel davon pro Woche vernaschte, kam sie sich vor wie eine sündhafte Frau, die ihren Mann betrog. Meist hielten die Tafeln anderthalb bis zwei Wochen, aber eben nicht immer.
Der Neue baggerte heute heftiger als sonst. Obermayer, Berthold, genannt Berti. Sie lächelte, als sie an ihn dachte. Lange Haare fand sie für einen Mann nicht passend, aber dem standen sie, dem Berti. Er kam schon wieder an:
„Ich gehe Kaffee holen, soll ich Ihnen einen mitbringen?“
Okay, wieso nicht? Dann brauchte sie nicht zu gehen, im Moment befand sie sich etwas in Zeitnot.
„Schwarz bitte.“
„Das haben Sie aber nicht nötig“, meinte er betont und wartete auf ihre Frage.
„Wie?“, sie ahnte nicht, worauf er hinaus wollte.
„Man sagt, schwarzer Kaffee macht schön.“
„Ah, ach so ...“ Sie nahm die Brille ab, schaukelte sie in der Hand und blickte ihn genervt an.
„Okay, ich geh schon“, antwortete er schnell und machte sich schmunzelnd auf den Weg. Erst als er es nicht mehr sehen konnte, lächelte sie. Er fand sie schön.
'Ach was', schalt sie sich, 'der will dich nur rumkriegen. Was er sich davon verspricht?'

Sie ging in den Drucker- und Kopierer-Raum, die Tür schloss sich automatisch wegen der Ozonbelastung. Jemand kam nach ihr hinein, sie drehte sich nicht um, sondern legte konzentriert das Original auf die Glasplatte, schloss den Deckel des Kopierers und drückte den grünen Knopf.
Als sie sich umdrehte, stand er (Berti) unmittelbar vor ihr. Dass er so groß war, hatte sie nicht erwartet. Sie fühlte sich nicht eingeengt, obwohl er noch näher trat. Seltsamerweise spürte sie ihr Herz klopfen, es bahnte sich etwas an, was sie nicht beeinflussen zu können schien. Er hob ihr Kinn und küsste sie. Was war das denn? Sie war sehr überrascht und ließ es geschehen. Seine Zunge drang in ihren Mund ein, ergriff Besitz, erforschte das Terrain und begegnete ihrer Zunge. Diese Begegnung strahlte auf ihren ganzen Körper aus, ließ sie nachgeben, ließ sie einen Rausch empfinden.
So war sie noch nie geküsst worden, noch niemals. Er drängte sich an sie, sie ließ es geschehen, seine Zunge streichelte weiterhin ihre Zunge (die Ihre). Sie gab dem Rausch nach und streichelte mit ihrer Zunge zurück, (Punkt?) Sie erwiderte die Liebkosung, ihre Rückhalte schwanden, sie gab ihrem Trieb freien Lauf. 'Ratsch' machte es und seine grobe Hand steckte in ihrer Bluse, fand den Weg in den BH, machte sich an ihrem Nippel zu schaffen, kniff ihn, drehte daran. Dieser handfeste Übergriff machte ihre Knie weich, sie musste es geschehen lassen, es war stärker als sie. Sie wehrte sich nicht, stand still, ließ den Gefühlen freien Lauf und ließ ihn machen. Anstatt ihn weg zu stoßen, wie sie es eigentlich sollte und bestimmt auch wollte, ließ sie ihn gewähren. Es war stärker als alles, was sie bisher erlebt hatte.
Er ließ von ihr ab.
„Ich habe gewusst, dass du ein so heißer Feger bist, ich habs gewusst!“, meinte er beifallheischend und außer Atem. Sie stand am Kopierer, atmete schwer, fassungslos und erschüttert. So stark hatte sie noch nie etwas gefühlt, noch nie. Eine Strähne hatte sich aus ihrem Haarknoten gelöst und hing ihr ins Gesicht. Sie schaffte sich mit Müh und Not und weichen Knien in den Damenwaschraum. Aufgewühlt und bestürzt über ihre Reaktion, zugelassen zu haben, was sie nicht zulassen wollte und sollte und durfte, betrachtete sie ihr Spiegelbild: ihr Lippenstift war verschmiert, an ihrer (der) Bluse fehlte ein Knopf. Sie entfernte den Lippenstift und wusch sich mit kaltem Wasser durchs Gesicht. Was sollte sie wegen der Bluse unternehmen? Kurzentschlossen zog sie sie aus, die Kostümjacke war hochgeschlossen und zeigte nur einen kleinen Ausschnitt, das konnte sie so tragen. Besser jedenfalls, als die Bluse mit dem abgerissenen Knopf. (Das verstehe ich nicht. Wenn sie die Bluse unter der geschlossenen Kostümjacke trägt, ist der fehlende Knopf doch auch nicht zu sehen – oder? Tschuldigung, ich bin ein Mann)
Wieder im Büro trat er an ihren Schreibtisch: „Du hast deine Kopien vergessen.“
„Sie haben mir meine Bluse zerrissen!“ Sie (wenn du deine Variante behalten willst, musst du nach dem Komma fortführen: „gab sie sich aggressiv) gab sich aggressiv, um ihre Unsicherheit zu verbergen.
„Du musst mich duzen, wir haben uns einen Bruderkuss gegeben.“
„Bruderkuss“, sagte sie verächtlich, „meine Bluse ist kaputt.“
„Wie heißt du eigentlich mit Vornamen?“, fragte er ungerührt weiter,(Das „weiter“ muss nicht sein, denn er hat ja vorher noch gar nichts gefragt, sondern nur das Du gefordert) und er grinste sie ununterbrochen an.
„Frau Flores für Sie. Haben Sie den ersten Vorgang fertig bearbeitet?“
Er verdrehte die Augen und brachte die Aktenmappe.
„Hast du unter der Jacke jetzt nichts mehr an?“, fragte er neugierig. (wollte er wissen)
Über so etwas hatte sie noch nie mit einem Mann gesprochen und darüber wollte sie auch in Zukunft nicht mit einem Mann sprechen.
„Wie?“
„Na, bist du nackt unter der Jacke?“
„Also, ich muss doch sehr bitten, Herr Obermayer. Wie weit sind Sie mit Ihrem aktuellen Vorgang?“
Nackt unter der Jacke? Sie fühlte sich immer noch aufgewühlt und im Banne der ungewohnten Gefühle, deswegen reizte sie der Gedanke, trotz ihres inneren Widerspruchs. Es sah ja niemand. Bei nächster Gelegenheit zog sie den BH aus und war nackt unter der Jacke. (Ich habe immer Probleme mit dem Anziehen einer Krawatte oder dem Ausziehen eines BH’s. Erstere binde ich um, Letzterer wird abgelegt, abgestreift oder man entledigt sich seiner. Vom Herunterfetzen will ich jetzt nicht reden) Der kühle und glatte Futterstoff schmeichelte ihren Brüsten und wenn man genau hinschaute, konnte man ihre gereizten Brustwarzen unter der Jacke sehen.
Obermayer schaute genau und lange hin:
„Kannst du mir am Kopierer etwas erklären?“, fragte er scheinheilig. Es war ganz offensichtlich, was er wollte. Er schämte sich nicht, er sprach es einfach aus. Immer noch berauscht und aus dem Gleichgewicht gebracht, fand sie es prickelnd und erregend, mit diesem Wildfremden über ihre Unterwäsche und andere Unaussprechlichkeiten zu reden. Allerdings würde sie dieses Prickeln niemals zugeben können.(wollen, dürfen)
„Einer der Kollegen wird Ihnen den Kopierer besser erklären können als ich es kann. Ich bin schließlich eine Frau.“
„Sag du, sag Berti, ich heiße Berti.“
„Herr Obermayer, es wird Ihnen einer der Kollegen ...“
Er zerrte sie an der Hand zum Kopierraum. Was der Mann für eine Kraft hatte. Er küsste sie wieder so, noch heftiger womöglich. Bevor sie sich versah, hatte er ihr Jackett aufgeknöpft und bediente sich an ihren Brüsten mit beiden Händen. So etwas Intensives hatte sie noch nie gespürt. Ihr Körper glühte, sie legte den Kopf in den Nacken und genoss diese Inbesitznahme. Sein Bart kratzte an (auf) der Haut, um den Mund herum fühlte es sich bereits wund an und bei den Brüstenwürde es auch nicht mehr lange dauern. Da ließ er von ihr ab. Mühsam öffnete sie die Augen. Er stand nur da und bestaunte sie.
„Was bist du schön!“, bewunderte er sie. Sie hinderte ihn noch gerade rechtzeitig daran, ihr die Jacke von den Schultern zu streifen, um sie nackt betrachten zu können. Sie arrangierte sich neu, straffte sich und fragte geschäftsmäßig: „Was ist Ihnen, äh, an dem Kopierer unklar?“
In dem Moment betrat Viola den Kopierraum und schaute neugierig, was die Beiden dort machten.
Berti sagte: „Ich äh, ich muss mehrere Seiten kopieren, kann ich das automatisch? Auch in mehreren Exemplaren?“
Sie erklärte es ihm. Anschließend im Büro trat Viola an ihren Schreibtisch.
„Läuft da was zwischen dem und dir?“, fragte sie unverblümt neugierig und stützte eine Pobacke auf die Tischplatte.
„Wie? Was? Wie kommst du denn darauf?“, gab sich Daniela ahnungslos, innerlich zutiefst erschreckt, als hätte man sie bei etwas Unrechtem ertappt.
„Ihr duzt euch?“, fragte Viola und betrachtete ihre Fingernägel.
„Nein, tun wir nicht und was wäre dabei? Ihr duzt euch doch auch.“
„Aber du duzt dich mit keinem von denen!“
„Mit Obermayer duze ich mich auch nicht, da ist nichts.“
Ungläubig den Kopf schüttelnd, gab Viola nach.(Punkt) Sie deutete an, ihren Mund mit einem Reißverschluss zu verschließen (verschließen zu wollen) und ging an ihren Platz zurück.

Abends saß Daniela in der ehelichen Wohnung allein in der Küche. Ihr Mann sah im Wohnzimmer fern, sie versuchte zu lesen. Ständig musste sie an den heißen Kuss denken, viel mehr an die heißen Küsse. Sie rief sich jede Einzelheit ins Gedächtnis und sah sich außerstande, konzentriert zu lesen.(…sich auf das Buch, - den Text oder was auch immer – zu konzentrieren) Dass er sie einfach so angefasst hatte, dass er sie nackt gesehen hatte und ihr das nichts ausgemacht hatte. Sie spürte eine Erregung in sich, die sie noch nie gespürt hatte.
„Friedrich?“, hob sie an, als sie im Bett lagen und er das Licht gelöscht hatte.
„Nun?“, antwortete er ungnädig.
Sie überwand sich, zu stark war ihr Verlangen:
„Kannst du es bitte machen?“
„Was kann ich machen?“, fragte er barsch.
„Na, öh, kannst du bitte mit mir schlafen?“
„Wie bitte?“
„Bitte.“
„Jetzt?“
„Ja bitte.“
„Beherrsch dich, Weib. Es ist deine eheliche Pflicht, nicht dein Recht. Jetzt schlaf und denke an etwas Anständiges. Wenn du nicht schlafen kannst, dann bete und bitte darum, dass diese Prüfung ein rasches Ende findet. Gute Nacht.“
Sie schlief sehr schlecht, denn immer wieder musste sie daran denken, wie die groben Hände zugepackt hatten, wie sich der fremde Mann einfach bei ihr bedient hatte und was das in ihr ausgelöst hatte und noch immer auslöste. In der Nacht stand sie auf und trank warme Milch mit Honig. Sie hätte gerne ein Stück ihrer Mandelmilch gegessen, aber den Genuss gönnte sie sich nur im Büro.
Sie kleidete sich am nächsten Morgen noch hochgeschlossener, sie durchschritt das Büro noch ernster, (statt Komma „und“) noch abweisender als sonst. Auf ihrem Schreibtisch lag ein bunter Strauß Tulpen und ein schmales, in Seidenpapier eingeschlagenes Päckchen. Sie schaute sich suchend um. Berti Obermayer kam lächelnd auf sie zu, küsste ihre (ihr die) Hand und sagte sehr leise: „Als Entschuldigung für die zerrissene Bluse.“
Er hielt weiterhin ihre Hand. Von dort gingen Wärme, Hitze, (statt Komma „und“) starkes Prickeln aus. Sie schüttelte sie ab wie ein Insekt, vor dem sie sich ekelte. Geschäftig wandte sie sich ihrem Schreibtisch zu und riss das Päckchen auf. Ihr Erstaunen war riesig: Es enthielt 10 (zehn) Tafeln Lohmanns Mandel-Milch-Nuss, ihre Lieblingsschokolade, ihre Mandelmilch.
„Woher ...“ Es verschlug ihr die Sprache. Sie dachte (hatte geglaubt), die Mandelmilch wäre ihr Geheimnis.
Berti hob die Schultern: „Wir alle bewundern deine Disziplin. Lass sie dir schmecken.“
Ihr seelisches Gleichgewicht war schon nicht das stärkste gewesen, als sie das Büro betrat, nun war es gänzlich dahin mit ihrer Beherrschung. Sie ließ sich auf ihren Stuhl plumpsen. Sie hätte am liebsten geweint, aber ihr war nicht nach weinen, so lachte sie los, erst lauthals, dann leiser, bis sie nur noch kicherte. Alle wussten es, alle.
Sie zerbrach eine der Tafeln im Papier, legte sie geöffnet auf den Schreibtisch und forderte die Kollegen auf, sich zu bedienen. Es war nicht mehr nötig, es geheim zu halten, es wussten alle. Nach einiger Zeit zog sie ihre Kostümjacke aus und hängte sie über die Stuhllehne. Es wusste jeder wie eine Frau aussieht, und sie sah aus, wie alle anderen Frauen und es (das) wussten alle. Sie öffnete die obersten beiden Knöpfe ihrer Bluse, es wusste jeder, was sich unter ihrer Bluse befand, es wussten alle. Die Haut ihrer Arme und ihrer Brust war schneeweiß. In der Mittagspause ging sie auf eine Sonnenbank und ließ sich bräunen. Es war ein sehr erregendes Gefühl, splitterfasernackt in dem Gerät zu liegen und sich bestrahlen zu lassen. Die Erregung hielt noch an, auch als sie wieder im Büro saß. Sie wartete, bis alle Berichte abgegeben waren und niemand mehr drucken oder kopieren musste und ging dann in den Druckerraum. Mit Herzklopfen wartete sie auf Berti. Nach ein paar Minuten ging sie zu ihrem Platz zurück, er hatte die Gelegenheit verstreichen lassen oder sie nicht bemerkt.
Ihr Telefon läutete. es war er: (Wer da anruft ergibt sich aus der nachfolgenden wörtlichen Rede.)
„Der Ruheraum des Chefs ist offen, und der Chef kommt heute nicht mehr. Wir treffen uns dort in zwei Minuten.“
Ihr Herz begann laut zu klopfen, ihr wurde angst und bange, trotz der Erregung und der Aussicht, die ihr Berti eröffnete. Allein und ungestört mit ihm. Die Aufregung ließ sie zittern, die Angst machte ihr feuchte Hände. Sie steckte sich zwei Stücke Schokolade in den Mund, schaute verstohlen unter dem Arm hindurch, ob Viola sie beobachtete, stand auf und ging zum Richtung Ruheraum. Sie konnte der Verlockung so wenig widerstehen wie eine Katze, die Katzenminze gerochen hatte.
-
Das hochgeschlossene, ärmellose, leuchtend rote Kleid umgab sie wie ein Handschuh. (Punkt) Es wurde mit einem langen Reißverschluss auf dem Rücken geschlossen. Gewöhnlich trug sie eine langärmelige Bluse darunter, heute dagegen so gut wie nichts.
Beim Frühstück fragte ihr Mann:
„Das Kleid sehe ich besonders gern an dir, ist heute etwas Besonderes? (Gibt es einen besonderen Grund?)
„Ja“, meinte sie mit einem tiefen Blick in seine Augen, „heute ist Mittwoch.“ Ihr Mann schluckte.(Punkt) Darüber, dass die eheliche Pflicht auch für ihn eine Pflicht (Verpflichtung, Verbindlichkeit) sein könnte, hatte er bisher nicht nachgedacht und fand es unschicklich, dass sein ehemaliges Mündel in dieser Form Druck auf ihn ausübte.
„Weib, es ist deine Pflicht und nicht zu deinem Spaß.“
Sie senkte nicht wie sonst ihre Augen bei ernsten Ansprachen, sondern schaute ihn über den Tassenrand hinweg sinnlich an.
Es wurde ihm schwindelig, (Hier erfolgt ein Perspektivwechsel. Um den zu vermeiden, muss ihr so scheinen als würde ihm schwindlig – oder so ähnlich. Der Satz könnte ungefähr lauten. „Innerlich grinsend, sah sie, wie er sich über die Augen fuhr, als sei ihm schwindlig. Sichtlich um Fassung bemüht,) kontrollierte er wie üblich seine Butterbrote und fuhr zur Arbeit. Seine lüsterne Frau tat es ihm wenige Minuten später gleich.(„Tat es ihm gleich“ würde bedeuten, dass auch sie ihre Butterbrote kontrolliert, bevor sie ins Büro eilt. Lass sie doch einfach ein paar Minuten später zur Arbeitsstelle eilen, gehen, fahren, hasten oder wie auch immer)
Die Blicke folgten ihr, als sie durchs Büro schritt, der Eisschrank war zur Frau mutiert. Sie sah ihn von ihrem Schreibtisch aus. Er hatte seine Hände hinter dem (am) Hinterkopf verschränkt, die Ellbogen weit abgespreizt, kippelte mit dem Stuhl und beobachtete sie. Er suchte Augenkontakt. Sie blickte ihn erst an, nachdem sie sich an ihrem Schreibtisch (Arbeitsplatz) eingerichtet und eine Tasse Kaffee eingeschenkt hatte, um nun ein Stück Mandelmilch im Mund zergehen zu lassen.
Er machte ihr unhörbar ein Kompliment für ihr Aussehen, das sie lächelnd akzeptierte. Mit dem Lächeln deutete sie etwas an, was ihn in seiner Absicht bestärkte. Bei der Übergabe der bearbeiteten Unterlagen berührte er ihre Hand. Das entlockte ihr wiederum ein Lächeln und einen Blick, der ihm weiche Knie zu bescheren schien. (Durch diese – oder eine ähnliche - Änderung wird der Perspektivwechsel vermieden).
Daniela studierte die Unterlage blicklos. (Punkt) Sie lutschte ein Stück Mandelmilch und dachte daran, wie die Hand, deren Kontakt sie noch immer zu spüren glaubte, sie gestern im Ruheraum des Chefs an der Wange berührt hatte, bevor er sie mit diesem unfassbar gefühlvollen und intimen Kuss in ein Gefühlschaos gestürzt hatte, aus dem sie immer noch nicht wieder als die alte Daniela aufgetaucht war. (Ich war, ehrlich gesagt, zu faul, dieses Satzungetüm zu verändern.) Nicht sie bekam das Chaos in den Griff, sondern diese unerklärliche Wirrnis bestimmte ihr Leben. (Punkt) Sie fühlte sich ihr machtlos und ausgeliefert. Nach anfänglicher Angst und Unentschlossenheit hatte sie sich entschieden, sich nicht weiter zu verschließen, sondern es zu genießen.
Als sie gestern an dem Dessous-Laden vorbeischlenderte, kam ihr erstmalig die Möglichkeit in den Sinn, ihr Leben (so) anzunehmen, wie es sich ihr (jetzt) anbot, mit all den anregenden Neuerungen. Vergessen war die Ablehnung, sie wusste nun, was man bei einem Fremden außerhalb des ehelichen Alltags finden konnte. Sie wollte zumindest einen Teil der Zwänge ablegen, die sie bisher (zwar) sicher durch jedwede Unordnung geleitet, sie jedoch (aber auch) erheblich eingeengt hatten. Als sie den winzigen Slip aussuchte und sich erst nicht getraute (wagte), ihn anzuziehen und sich dann darin im Spiegel sah, wusste sie, dass das der erste Schritt war. (Denkbare Alternative: „Als sie den winzigen Slip aussuchte, traute sie sich zunächst kaum, ihn überhaupt anzuziehen. Doch dann sah sie sich mit dem Ding vor dem Spiegel, fand sich toll und wusste, dass der erste Schritt getan war.“)

Sie konnte (vermochte) die Folgen dieses Schrittes in seiner gesamten Bedeutung zwar nicht zu überschauen, doch sie wollte ihn gehen.
Dieses winzige Ding war nun das Einzige, was sie an Wäsche unter dem Kleid trug. Sie war sich ständig dieser spärlichen Ausstattung bewusst, es machte sie an und es verstärkte ihre Gefühle, die sie neuerdings zuließ.
Wenn sie daran dachte, wie er sie gestern berührt hatte, wie er sie im Ruheraum des Chefs entkleidet hatte, ihre Brüste bestaunt und in Besitz genommen hatte, so verschloss es ihr, wie gestern, die Augen, und diese nie gekannte Hitze ergriff erneut von ihr Besitz. Wie hatte sie seine Berührungen genossen, sich ihm entgegen gereckt, ihm mit geschlossenen Augen und verhaltenem Stöhnen ihre Lust mitgeteilt. Sie befand sich wieder in dem Rausch, es gab für sie keine Möglichkeit, sich zu entziehen.
(Was jetzt folgt, ist doch wohl das Geschehen vom Vortag. Also Rückblende. Sie setzt da ein, wo sie - weiter oben - Katzenminze roch. Wieso befand sie sich dann jetzt „wieder in dem Rausch“? So einen Rausch hatte es doch bislang in der Form noch gar nicht gegeben. Oder irre ich mich? Also müsste der folgende Satz lauten: Sie hatte sich einem Rausch befunden, dem sie sich nicht zu entziehen vermochte.“ Da es sich um Rückblende – also vollendete Vergangenheit handelt, müsste jetzt korrekterweise immer dieses doofe „hatte“ im Satz auftauchen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man dies nach einer gewissen Einleitungsphase weglassen und in der einfachen Vergangenheit weitermachen kann.) Leiten wir also mit dem nächsten Satz ein: „Er hatte sich an ihrem Rockbund zu schaffen gemacht, war aber mit dem komplizierten Verschluss nicht zurecht gekommen.“ Und jetzt geht es in einfacher Vergangenheit weiter, denn selbst so ein doofer Leser wie ich dürfte jetzt kapiert haben, dass es sich um eine Rückblende handelt)
Das war ihr in gewisser Weise recht, denn sie wollte ja nicht ..., sie würde ja nicht ..., es sollte ja nicht …, (Punkt?) die Gefühle-Welle hatte einen Moment innegehalten: Worauf ließ sie sich ein? Der kratzende Männermund sog eine ihrer Brüste ein, die harte Männerhand liebkoste die zweite wunderbar fest und wunderbar … Berti hob sie an, setzte sie auf die Massageliege, schob ihren Rock hoch bis über den Hintern und zerrte ihr den Slip vom Leib. Alles mit dieser herrlichen, unwiderstehlichen Kraft. Sie fühlte sich toll dabei, das Verbotene an ihrer Handlung heizte sie an. Sie war obenrum nackt und untenrum nackt,(Punkt) Berti sah etwas, das bisher nur ihre Ärztin und ihr selbst vorbehalten war. Sie konnte nicht bei dem zusehen, was er da an ihr vornahm, sie legte den Kopf in den Nacken und schloss die Augen. Er spreizte ihre Beine und schien genau hinzuschauen (Ist nicht optimal, aber „sehen“ haben wir nun schon mehrmals kurz vorher gehabt). Das war ihr peinlich,(und) ihre Wangen röteten sich noch mehr. Er tat etwas,(Das klingt hölzern. Alternative wäre vielleicht Frage:„Was tat er da?“) sie schaute schnell hinunter: Sein Kopf war (lag) ganz zwischen ihren Beinen und er ... oh! Der Reiz, der sie nun überflutete war (schien) unfassbar (Punkt – zwei Doppelpunkte in einem Satz – ich weiß nicht) Er leckte sie, er spielte mit seiner Zunge an ... Sie stöhnte laut, der Reiz nahm zu, es war unglaublich! Sie stützte sich nach hinten ab, stöhnte laut ihr Gefühl hinaus. Es gab keinen Raum für Peinlichkeit, keine Zeit für Scham, der Reiz wuchs, nahm Raum und Zeit für sich in Anspruch. Ihr Unterleib nahm mehr und mehr an Bedeutung zu (Der Unterleib nahm an Bedeutung zu. Nee – nich? Ich weiß, was du meinst, aber kann man das nicht ein wenig eleganter ausdrücken? Vielleicht so: „Alle Signale für ihr Denken und Wollen gingen nur noch vom Unterleib aus, er beherrschte sie ganz.“ Und dann folgt als neuer Satz „Der Reiz…) Der Reiz wuchs stetig weiter, weiter und weiter. Berti hielt inne, weil sie seinen Kopf fasste, sie musste ihn bremsen, sie konnte nicht weiter, eine weitere Steigerung des Reizes war nicht zu ertragen.
„Stop!“, keuchte sie, „Stop!“
Berti schaute sichtlich frustriert. (Das „sichtlich“ dient nur der Vermeidung eines weiteren Perspektivwechsels. Im vorliegenden Falle hättest du sogar zwei Perspektiven in einem Satz) (Punkt), Enttäuschen durfte sie ihn nicht, wollte sie nicht, nicht dass er dachte …
„Jetzt bin ich dran!“, fasste sie sich ein Herz, ein Zurück gab es nicht und die Hormone schwemmten sie über ihre (alle) Hemmung hinweg.
„Äh …“, sie deutete auf Bertis Hosengurt. Er öffnete ihn rasch und schob die Hose hinunter, (jetzt wieder die andere Perspektive. Das kannst Du wie folgt umgehen: Er öffnete ihn rasch und schob die Hose hinunter, wohl ahnend, das jetzt etwas kommen würde, was er nie zu hoffen gewagt hätte).
Daniela streichelte den Penis, der sich deutlich unter der engen Shorts abzeichnete. Sollte sie? Es gab kein Zurück. Sie lupfte den Rand der Unterhose und schaute hinein, sie sah ihren ersten Penis in hellem Tageslicht.
„Ist der schön“, sagte sie, als sie ihn aus seinem Gefängnis befreit hatte. Sie blickte aus der knienden Stellung mit großen Augen zu ihm auf. Natürlich hatte sie in der Schule Abbildungen (von einem männlichen Glied gesehen), aber dieses (ohne „Glied“ weiß man nicht, was mit „es“ bezeichnet wird) hier war echt. Sie fasste es an, es war heiß und es war hart, die Haut war samten - unter ihr stählerne, glühende Härte. Sie musste es in den Mund nehmen. Es schmeckte ganz anders, als sie es erwartet hätte, es war, wie, wie, wie Mandelmilch. Es war heiß und es erhitzte sie, sie schleckte daran, sie rieb mit der Hand daran und lutschte es. Berti lehnte sich gegen die Liege und stöhnte, wie sie vorher gestöhnt hatte. Sie genoss es, dem Mann Lust zu bereiten,(Punkt) Sie fuhr fort, diese Form der Mandelmilch zu liebkosen, sie zu streicheln und zu reizen. Der Mann stöhnte. Das dicke Ende vorne (Das dicke Ende vorne – ich lach mich schlapp. Der dünne Anfang hinten ist dann wohl das Gegenstück?) bedachte sie besonders, ließ es, wie die Mandelmilch-Schokolade, im Munde zergehen. (Punkt) Sie streichelte es mit ihrer Zunge, so wie Bertis Zunge sie gestreichelt hatte, rieb weiterhin mit der Hand und hörte den Mann lustvoll stöhnen. Sie fasste sich unter den Rock und streichelte sich dort, heimlich, es konnte niemand sehen. Die dabei entstehenden Gefühle waren nichts, gemessen an dem Reiz, den sie vorhin empfunden hatte, und den der Mann wohl jetzt empfand. Ihre eigene Hitze ließ sie schneller werden, ihre Liebkosungen verstärken. (Punkt) Der Mann stöhnte lauter, fasste plötzlich ihren Kopf und stieß ihn abrupt zurück. (Punkt) Sie rieb mit der Hand weiter und erlebte, wie der Penis abspritzte. (Punkt) Sie bekam eine Ladung ins Gesicht, auf die Brille, ein großer Teil tropfte auf ihre nackten Brüste. Zu ihrer grenzenlosen Überraschung war die weiße Flut warm, fast heiß. In ihrer Vorstellung hatte sie sich stets kühl angefühlt. Berti stöhnte laut und vernehmlich, Daniela rieb den Penis weiter mit der Hand, bis nichts mehr herauskam. Ein Tropfen rann in ihren Mundwinkel, sie schmeckte daran. Es machte sie heiß, das Sperma zu essen.(Punkt) Sie zeigte ihm ihr verschmiertes Gesicht und spielte mit der Zunge mit seinem Saft. Sie lächelte ihn dabei an, er lächelte mit rotem Gesicht, erschöpft und glücklich zurück.
Den Rest des Arbeitstages sann sie darüber nach, was im Ruheraum geschehen war. Das war etwas anderes, als sie es kannte und für möglich gehalten hätte. Wenn Sex außerhalb der Ehe so heiß war, dann verstand sie die Menschen, die auswärts Abenteuer suchten und auslebten. Es war in ihrer Beziehung unmöglich, den Penis ihres Mannes zu sehen oder gar in den Mund zu nehmen, unvorstellbar.
Dass der Penis nach Mandelmilch schmeckte, brachte sie, allein an ihrem Schreibtisch, zum Kichern. Sie war immer noch verwundert, dass das Zeug so heiß war. Eigentlich logisch, aber sie hatte es sich stets kühl vorgestellt.
Sie schaute zu Berti hinüber und begegnete seinem Blick. (Punkt) Er lächelte zurück.

Nun saß sie hier in dem roten Kleid. Sie hatte gestern mehr als eine Stunde damit verbracht, sich zu epilieren und alle Härchen zu entfernen, die sie störten, den Rest pflegte sie kurz, so dass er nur noch als Hauch zu sehen war. Sie cremte sich mit der teuren Lotion ein, ihre Haut fühlte sich danach zart und glatt an. Die Erinnerung an gestern, an Mandelmilch und den unaussprechlich großen Reiz, sowie das Tragegefühl (klingt schrecklich, aber mir fiel auf die Schnelle nichts Besseres ein. Aber was ist „die Gewissheit des Slips?) des winzigen, erotischen Slips, den er sich vielleicht gleich anschauen würde, ließen ihre Hitze weiter steigen. Die glatte Haut der Beine rieb aneinander, das Gefühl steigerte noch einmal ihre Hitze. Die unbearbeiteten Akten stapelten sich auf ihrem Schreibtisch, es berührte sie nicht. Das Einzige, was sie interessierte, saß ein paar Schreibtische weiter und schmiedete garantiert Pläne, wie es mit dieser umwerfend schönen und heißen Frau allein sein könnte. Er hoffte wohl darauf, dass der Chef erneut mittags das Büro verlassen würde und nicht wieder käme. Ein glücklicher Umstand brachte ihn näher an die Erfüllung seiner Träume.
Viola rief ihn an:
„Obermayer? Du sollst zum Chef kommen.“
Der Chef gab ihm Dienstanweisungen, denn er sei die nächsten Tage auswärts und er wünsche die angeordneten Arbeiten bei seiner Rückkehr erledigt vorzufinden.
„Geht klar, Chef“, Berti konnte ein fröhliches Grinsen kaum unterdrücken. Mehrere Tage! Der Chef war mehrere Tage weg und nahm sogar Viola mit.
Daniela saß derweil in ihrem engen Kleid am Schreibtisch und ahnte nichts. Sie war heiß, sie bewegte unruhig die Beine gegeneinander, rieb sie aneinander, schlug sie übereinander, verdrehte sie zueinander. Die Lohe unter dem winzigen Slip war kaum noch zu ertragen.
Sie legte sich während der Mittagspause wieder unter die Sonnenbank, denn sie wollte so schön wie möglich sein. Es erregte sie noch mehr als am Vortag, splitternackt in der Helligkeit in dem Gerät zu liegen. Sie verschaffte sich mit ihren Fingern Erleichterung, das hatte sie zumindest beabsichtigt, aber ihre Eigenstimulation machte sie noch gieriger auf das, was sie sich erhoffte, was mit ihr noch geschehen würde. Sie lutschte ihre Schokolade und dachte dabei an seine Mandelmilch, an den Genuss und Reiz, den sie dabei empfunden hatte. Den Geschmack des Spermas konnte sie mit der Schokolade im Mund rekonstruieren. Unglaublich, was sie erlebt hatte, was sie getan und was sie zugelassen hatte, unglaublich, was sie bereit war, erneut zu tun.
Sie naschte noch ein Stück ihrer Lieblingsschokolade.(Unter dem Sonnendingsda?)
Sie wollte seine Mandelmilch und sie wollte für ihn ebenfalls die Erfüllung sein - so schnell wie möglich. Viola war aus der Mittagspause nicht zurückgekehrt, es hieß, der Chef habe sie mit zum Termin genommen.
Dann waren die Räume des Chefs frei, Daniela frohlockte. Sie war sicher (glaubte zu wissen), dass sie gleich Mandelmilch in Hülle und Fülle bekommen würde. Der Reiz war kaum noch auszuhalten. Die Akten stapelten sich immer höher auf ihrem Schreibtisch, ohne dass es sie störte. Sie fühlte sich selbst wie angefüllt mit Schokolade: süß, heiß, zart schmelzend. Die Beine rieben unablässig gegeneinander, ohne dass sie daran etwas ändern konnte. Endlich rief er an: „Im Ruheraum, in fünf Minuten.“
Er empfing sie dort mit einem Gläschen Prosecco.
„Auf uns!“ Sie stieß mit ihm an. Bei ihrem Begrüßungskuss fühlten sich seine Lippen kalt an, sie schmeckte den Sekt, dann erst ihn. Ihre konservierte Hitze brandete auf und so sie legte alle Leidenschaft in diesen Kuss. (Punkt) Sie schmiegte sich an den fremden Mann, trieb ihn dazu, sie anzufassen, (von ihr) Besitz zu ergreifen. Er wollte in die enge Hülle ihres Kleides eindringen, fand aber weder oben noch unten einen Zugang, es war zu eng. Etwas ratlos stand er da. Sie lächelte, wandte ihm den Rücken zu und hob ihre Haare an - als Aufforderung. Er zog den Reißverschluss langsam und genüsslich bis zu ihrem Po hinunter. Sie wandte sich ihm wieder zu, lächelte lüstern und ließ das Kleid von ihren Schultern gleiten. Es bildete einen Ring um ihre Füße und offenbarte dem Mann die nackte gebräunte Haut und den winzigen, durchscheinenden Slip.
„Wow!“, sagte er bewundernd. „Wow! Bist du schön.“
Er küsste sie erneut, stimulierte dabei mit den Daumen ihre Brüste. Die Hitze des Kusses und die, die aus der Berührung ihrer Brüste entsprang, strömte wie glühende Lava in ihren Schoß, (Jetzt wird es leicht klischeehaft, wenn dir für die „glühende Lava noch etwas anderes einfällt… zumal gleich ein „Lavastrom“ folgt) er folgte mit dem Mund diesem Lavastrom, nahm den Slip mit und tunkte sein Gesicht in ihre Mandelmilch. Ihre Verzückung ließ sie schwach werden, ihre Beine drohten nachzugeben. Er legte sie auf die Ruhecouch des Chefs, spreizte ihre Beine und versenkte seinen Kopf dazwischen, reizte sie mit seiner Zunge, brachte sie hoch und höher, machte sie verrückt vor Lust und Verlangen.
„Komm zu mir!“, fast weinend vor Lust streckte sie ihre Arme nach ihm aus. In Windeseile hatte er sich entkleidet, spreizte ihre Beine weit, schob sie hinauf, dass ihre Scham offen lag. (Punkt) wie ausgebreitet, Er hielt ihre Knie neben ihren Schultern fest und führte sein glühendes Schwert in die weit geöffnete Lustspalte. Von zartem Schmelz konnte nicht mehr die Rede sein, die Lava war in ihrem Schoß angekommen und breitete sich in Windeseile durch ihren ganzen Körper aus. Sie stöhnte unkontrollierbar, der Reiz wurde zum Mittelpunkt ihres Empfindens. Daniela begrüßte den fremden Penis mit einem Schauder und tiefem, inbrünstigen Stöhnen. So hatte sie noch nie empfunden, so hatte sie es sich nie vorgestellt, so hatte sie es nie für möglich gehalten. Sie warf sich der Lust entgegen, bereit zu empfinden, was sie nie empfunden hatte (Punkt) Sie befand sich auf dem Weg in eine völlig unbekannte Lustregion.auf dem Weg in eine Lustregion, die ihr absolut unbekannt war. Der stetig wachsende Reiz näherte sich zusehends einem Höhepunkt, er mündete in einem Gefühlefeuerwerk, dass sie von der Außenwelt abkoppelte und sie zutiefst beeindruckte.(Punkt) Sie erlebte etwas, das ihren Interessenmittelpunkt veränderte und das sie in dieser Stärke niemals erwartet hatte: Sie erlebte ihren ersten Orgasmus.
Diese Empfindung berührte sie zutiefst, wühlte sie auf und veränderte ihr Leben.
-
Den Abend verbrachte sie wieder in der Küche.(Punkt) Als Alibi lag das aufgeschlagene Buch vor ihr. In Wirklichkeit dachte sie jedoch intensiv nach. Für sie stand fest, dass der Sex, den sie bisher mit ihrem Mann praktiziert hatte, für sie unakzeptabel war. Sie würde nicht mehr ohne Orgasmus leben wollen, das schien ihr unmöglich und nicht mehr lohnenswert zu sein.
Das Licht erlosch an jenem Abend, ihr Mann hatte nicht vor, mit ihr zu schlafen. Sie tastete sich zu ihm hinüber, wie sie es schon einmal (gemacht hatte) machte, um sich in den Schlaf zu schmusen. Sie legte ihren Kopf auf seine Brust und ihre Hand auf seinen Bauch. Sie wollte und musste tiefer hinunter, brauchte dazu aber Überwindung. Im Schutze der Dunkelheit traute sie sich endlich und ertastete sich den Weg in seine Schlafanzughose und ertastete seinen Penis.
„Äh, Frau?“, wandte er ein, wehrte sich jedoch nicht ernsthaft, sondern berührte nur ihre Schulter. So nah waren sie sich sonst nie. Daniela staunte, wie schnell sich ein Penis aufrichten konnte, (Punkt) Sie umfasste seine Männlichkeit und nahm das Köpfchen in den Mund. Er sagte: „Äh ..“, unternahm jedoch nichts. Sie lutschte daran, wie an ihrer Mandelmilch-Schokolade und an dem fremden Penis im Büro.
„Oh!“, sagte ihr Mann, „Oh!“
Das Glied war nun hart und stark, sie hielt es fest in der Hand. Dann schaltete sie seine Nachttischlampe ein, denn sie wollte sehen, was er fühlte und ihm zeigen, was sie fühlte. Er blinzelte in die plötzliche Helligkeit, er sah seine Frau sich über seinen Penis beugen und sie ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie das für ihr gutes Recht hielt. Er sank in die Kissen zurück und sagte: „Oh!“
Daniela schmeckte seine Mandelmilch, seine galoppierend steigende Erregung übertrug sich auf sie, sie konnte ein Teil dessen fühlen, was er fühlte. Sie schaute lächelnd in sein Gesicht und rieb mit der Hand seinen Penis. Er blickte sie unter schweren Augenlidern an. Zum ersten Mal sah sie Lust in den Augen ihres Mannes. Sie zerrte sich das Nachthemd über den Kopf und zeigte sich ihrem Mann ganz nackt. Er beobachtete sie gierig, wehrlos gemacht durch die massierende Hand.
„Ja!“, sprach sie sich selbst Mut zu, stieg über ihren Gatten und führte sich den vormassierten Liebespfeil in ihr lüsternes Döschen.
„Ja!“, rief sie, voller Lust, „Ja! So ist es richtig!“
Sie wiegte sich auf seinem Penis, die Lust wuchs, der Reiz nahm zu, sie sah an seinem Gesicht, dass er diese Zunahme gleichermaßen erlebte. Sie legte seine Hände auf ihre Brüste, er fasste kräftig zu, streichelte sie, rieb sie. Die Hitze übermannte sie, sie küsste ihren Mann, wie Berti sie geküsst hatte: Ihre Zunge drang in seinen Mund, streichelte seine Zunge. Ihr Mann erwiderte die Streicheleinheiten, erst zaghaft, dann fester. Ihrer Kehle entrang sich ein tiefes, gutturales Stöhnen, die Lust schwappte über ihnen zusammen in Form einer Hitzewelle, die sie erfasste, die sie in eine Ekstase hineinreiten ließ, die sie bisher nie erlebt hatten. Der Höhepunkt überraschte beide mit der Heftigkeit ihrer Emotionen, mit einer nie gekannten Intensität der gegenseitigen Gefühle. Sie waren machtlos gegen die Wucht der Lust, klammerten sich aneinander, um bei dem anderen Halt und Stütze zu finden.
Nach der Entspannung lag sie mit dem Ohr an seiner Brust, sein Herzschlag beruhigte sich von der Raserei. (Punkt) Sie lag in seinem Arm, er küsste ihren Scheitel und sie schliefen ein.
-
„Was war das gestern Abend? Macht dir das Spaß?“, fragte ihr Mann am Frühstückstisch. Er sprach in strengem Ton, jedoch schaute er sie dabei nicht an, sondern betrachtete den Löffel, mit dem er den Kaffee umrührte.
Daniela musste sich überwinden, um die richtige Antwort zu geben. Sie hatte sich gestern Abend entschieden und hatte sich vorgenommen, dabei zu bleiben. Schließlich richtete sie sich auf, räusperte sich und straffte ihre Haltung. Sie blickte ihren Mann fest an und sprach:
„Ja, das macht mir Spaß, wie war es für dich?“
„Ich .. also, ich …“ Er machte aus Scham eine Pause, es färbten sich sogar seine Wangen. Mit gesenktem Blick erklärte er in leisem Ton: „So etwas Schönes habe ich noch nie erlebt. Ich weiß nicht wie ich es sagen soll.“ Er hob die Augen und schaute ihr verlegen ins Gesicht, legte eine Hand auf ihre und sagte zum ersten Mal in seinem Leben: „Ich liebe dich.“
__________________
Schreib über das, was du kennst!

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EviEngel
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Hallo Ralf,

Hälften sind immer gleich? Hihi, keine Ahnung, wie ;-) ?
Wenn ich morgens für die Kids und mich die Pausenbrote schneide, dann halbiere ich sie, ist klar, aber die Hälften sind nie gleich in Form von kongruent, ich treffe meist nur in etwa die Mitte, wozu auch genauer schneiden? Trotzdem sind es halbe Scheiben und somit Hälften oder?
Wenn es einen Pingel gibt, dann erkenne ich ihn an so etwas, wenn jemand seine Ehefrau dazu zwingt, genau in der Mitte zu schneiden und exakt kongruente Hälften anzufertigen, so einer war der Friedrich von Daniela. Pingel. Den zu erziehen ist schwierig, aber sie hat es hingekriegt ;-)

Jetzt habe ich etwas an deinen Bemerkungen zu pingeln, bitte nicht böse sein, ich könnte niemals so viel Geduld aufbringen und jemandes Geschichte auf diese Art bearbeiten. Vielen Dank für deine Mühe.
Der größte Teil deiner Vorschläge enthält a) Füllwörter, die ich mit Mühen herausgepflückt habe und b) Umgangssprache, die ich in der Geschichte nicht haben will. Wenn sie unrunde Stellen hat, so sind sie mir nicht aufgefallen, allerdings weiß ich auch, wie es gemeint ist ;-)

Dann gibt’s in meiner Geschichte Wortdoppelungen en masse. Ich habe gefühlte 23 Trillionen mal Korrektur gelesen, sie sind mir nicht aufgefallen, allerdings habe ich einige zur Verstärkung absichtlich eingebaut. Leider habe ich keinen Beta-Leser, der mich vor Veröffentlichung auf diese Fehler aufmerksam macht. Das bringt mich auf eine Idee ;-) Hättest du vielleicht Interesse?

Gruß Evi :-)

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EviEngel
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So, ich habe das gute Stück überarbeitet und die Ratschläge Ralfs befolgt, die mir richtig erschienen.
Was mir nicht so ganz einleuchtete war, warum ich einen korrekten Konjunktiv in einen unkorrekten mit 'würde' umwandeln sollte.
Was mir ebenfalls nicht so richtig eingeleuchtet hat, war die Geschichte mit 'wendete' und 'wandte', nach dem Duden ist meine Version richtig.
Was ich festellen musste: ich kriege praktisch Blitz-Plaque, wenn jemand in meiner Geschichte herumkritz ... schreibt. Gibt es da andere Möglichkeiten? Auch der Full-Quote gefiel mir nicht so richtig.

Nun, trotz meiner Kritik an deiner Kritik ;-): Danke an dich für deine Mühe, ich weiß sie sehr wohl zu schätzen und danke auch für dein Lob.

Gruß Evi :wink:

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EviEngel
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Die 'Mandelmilch' habe ich noch einmal überarbeitet und neu eingestellt.
Sicher ist die Geschichte eine, deren erotische Szenen einen erregt. Das soll auch so sein, ich bin gerne sexuell erregt und verschaffe gerne Erregung, macht einfach Spaß und kostet nichts.
Meinem Wunsch entsprechend ist die Geschichte jedoch auch ein Beispiel dafür, dass man Aufgeklärtheit in der Gesellschaft nicht verallgemeinern darf. Nicht jeder ist so informiert wie er sein könnte, nicht jeder hat die maximale Erfahrung in jedem Bereich. Dazu gibt es zu viele religiös bedingte oder gesellschaftlich verankerte Tabus.
Ganz sicher gibt es Fünfzehnjährige, die viel sexuelle und sonstige Erfahrung haben, mit Drogen zum Beispiel.
Trotzdem gibt es Erwachsene, die nur wenig experimentiert haben, entweder weil sie nicht die Gelegenheit hatten oder ihnen Tabus auferlegt wurden oder ihre Partner von diesen Tabus eingeengt wurden.
Ich spreche aus eigener Erfahrung, Einiges, was ich in die Ehe einbrachte, war für meinen Mann neu, obwohl er mehr als zehn Jahre länger Zeit hatte, Erfahrungen zu sammeln.
Mit der Geschichte will ich auch das erzählen.
Dass die Geschichte ein Happyend hat, ist für mich lebensnotwendig.
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EviEngel
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Danke für die psoitiven Kommentare.
Die machen mir Mut, weiter zu schreiben.
Viel Spaß mit meinen Geschichten.

Gruß

Evi :-)
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