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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Manfred
Eingestellt am 11. 09. 2002 14:27


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Manfred

Manfred versuchte bereits seit einer Stunde endlich den ersehnten Schlaf zu finden. Unruhig w├Ąlzte er sich hin und her. Immer wieder schlummerte er kurz ein, um dann, f├╝r ihn vollkommen unerkl├Ąrlich, doch wieder hochzuschrecken.

Am Abendessen konnte es nicht liegen, er hatte nur eine leichte Gefl├╝gel-Creme-Suppe und zwei Scheiben Toastbrot gegessen. Leichte Kost also und nichts, was ihm schwer im Magen liegen konnte. Probleme und Sorgen bedr├╝ckten ihn ebenfalls nicht. Trotzdem gr├╝beln, herumw├Ąlzen, einschlummern, hochschrecken, gr├╝beln, herumw├Ąlzen, einschlummern.

Pl├Âtzlich h├Ârte er ein leises Ger├Ąusch an der Schlafzimmert├╝r. Was war das? Ganz langsam ├Âffnete sich die T├╝r und im Licht der heruntergedimmten Flurbeleuchtung erkannte er eine im T├╝rrahmen stehende Gestalt. Durch die Beleuchtung im Hintergrund konnte er ihr Gesicht nicht erkennen. Vor Schreck verschlug es ihm die Sprache. Sein Mund war trocken, kein Laut kam ├╝ber seine Lippen.

Die unheimlich Gestalt war lediglich mit einem Morgenmantel bekleidet. Seinem Morgenmantel, wie er nun entsetzt feststellte und diesen trug sie so offen und l├Ąssig, dass er bei jedem Schritt, mit dem sie sich jetzt langsam n├Ąherte, leicht hin und her wippte und dabei ihre Weiblichkeit preisgab.

Er konnte sich nicht dagegen wehren. Diese Frau zog ihn fast magisch in ihren Bann. Er musste sie einfach anschauen und obwohl er es nicht zulassen wollte, sp├╝rte er eine Reaktion, die er krampfhaft mit der Bettdecke zu verstecken versuchte.

Sie war am Fu├čende des Bettes stehen geblieben. Ganz langsam glitt der Morgenmantel zu Boden und sie stand nackt vor ihm. Ihre beiden H├Ąnde streichelten ihre Wangen, glitten dann an ihren Hals hinunter zu den Br├╝sten, die sie ebenfalls liebkoste und w├Ąhrend sie sich weiter streichelte, trat sie an seine Seite des Bettes.

Ihre linke Hand verlie├č ihre Haut und n├Ąherte sich langsam seinem rechten Arm. Ganz sanft ber├╝hrte sie sein Handgelenk und versuchte, seine Hand auf ihre Haut zu legen.

"Nein"!!!!!! Mit einem lautlosen Entsetzensschrei fuhr er hoch, warf die Bettdecke dabei von sich, wachte jetzt erst richtig auf und sah sich gehetzt um. Die Frau war weg.

Seine linke Hand suchte und fand die beruhigende N├Ąhe des gewohnten Lockenkopfes neben ihm. Erleichtert registrierte er diese Anwesenheit. Z├Ąrtlich streichelte er die Wange, fuhr mit einem Finger leicht ├╝ber Herberts Schnurrbart - um sich dann wieder beruhigt hinzulegen. Nur ein Albtraum, dachte er, Gott sei Dank, ich bin noch normal. Dann endlich schlief er ein.

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Renee Hawk
???
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Hallo Android,

oh mann ist das zum piepen, die Pointe ist dir wirklich gelungen. Ich bin noch immer am schmunzel.
Ist dir wirklich gut gelungen.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

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Android
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Danke

Ehrlichen Dank, Renee, am sch├Ânsten wirkt diese Geschichte, wenn ich sie vortrage, bei einer Lesung in Pietling sa├čen drei alten Damen in der ersten Reihe. Bei dem Schrei "Nein" waren sie echt Herzinfarkt gef├Ąhrdet.
Freut mich, dass sie Dir gef├Ąllt.

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Renee Hawk
???
Registriert: Jan 2001

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Hallo Andro,

ich habe festgestellt das es Geschichten zu vorlesen und selberlesen gibt. Leider kann ich keine Vorlesgeschichten schreiben, aber daf├╝r h├Âre ich sie um so lieber.
Hier in Berlin gibt es ein Cafe "an einem Sonntag im August" dort findet jeden Donnerstag erotische Lesungen statt. Dort wird auf wunderbare Weise die Erotik vorgetragen und es sind wundersch├Âne Geschichten dabei.
Ja, Lesungen sind Balsam f├╝r die Seele *gg*.

liebe Gr├╝├če
Rene├Ę

PS.: Geht es den Damen gut?

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Android
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Idee

Ich war bis vor einigen jahren bis zu 6 mal pro Jahr in Berlin und f├╝hlte mich immer sehr wohl. Ich hatte sogar einen Umzug nach Berlin erwogen, bin wegen meiner (Androiden)-Tochter aber dann hier geblieben. Trotzdem, wenn ich wei├č, dass ich mal wieder nach Berlin komme, melde ich mich, und dann lese ich gerne dort. Einverstanden? Oder wir Trinken nur einen.

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Android
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UPS

Ja klar, die haben es ├╝berlebt, das Gel├Ąchter der ├╝brigen Besucher (├╝brigens, ein Dorf mit 280 Einwohnern, und es war ausverkauft mit 60 Besuchern)hat den Damen sozusagen erste Hilfe geleistet. Es war zumindest eine gute Kritik in der Zeitung wert.

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