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Mark Golloch : Der Herr der Ernte
Eingestellt am 14. 02. 2003 14:29


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Michael Schmidt
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Titel: Der Herr der Ernte
Autor: Mark Golloch
Das Volk der Nacht Band 14 (12/2002) / Zaubermond Verlag
Genre : Dark Fantasy

Der Herr der Ernte ist der Auftaktband eines neuen Zyklus um die Großen Alten und baut auf Band 12,“Sterbende Zukunft“, auf.


Inhalt:
Lilith Eden, die Halbvampirin und Jade, die Tochter von Jadon, Jesus Zwillingsbruder, kommen durch den Korridor von Uruk wieder in die Gegenwart. Jades Vorhaben, die 20 Urvampire zu vernichten, konnte gestoppt werden, die drohende RealitÀtsauflösung wurde abgewendet.
Doch bei ihrer RĂŒckkehr erleben sie eine Überraschung. Statt im Jahr 2003 landen sie im Jahr 2002. Kleinigkeiten haben sich verĂ€ndert, nicht nur die Tatsache, dass sie sich in ihrer subjektiven Vergangenheit befinden. In Liliths japanischen Domizil lebt eine Familie, die unter hypnotischen Einfluss versichert, schon zehn Jahre dort zu leben. Verwirrt beschließt Lilith, nach London zurĂŒckzukehren, um Robert Craven aufzusuchen, doch weder er noch sein Haus existieren in dieser RealitĂ€t. Lilith beschließt weiter zu forschen und nimmt Kontakt zur Londoner Vampirsippe auf. Was sie erfĂ€hrt, gibt ihrer Vermutung recht.
Der sich in ihrer Gewalt befindende Vampir Cronos hat weder von einer Lilith Eden, noch von einem KelchhĂŒter namens Landru gehört. Lilith vermutet, sich in einer anderen RealitĂ€tsebene zu befinden, die zwar Ă€hnlich der ihren, aber im Detail unterschiedlich ist. Die hier in Erscheinung tretende HĂŒterin ist Ischtar, eine Schwester Landrus.
Neben den Nachforschungen, die Lilith zur ortsansÀssigen Vampirsippe bringt, hat sie im Traum Visionen, die erschreckend real sind.
Sie trÀumt von einer amerikanischen Kleinstadt namens Leynhardt, spÀter von der russischen Kleinstadt Kursk. Dort begegnet sie einem Wesen , dass sich der Herr der Ernte nennt. Mit Hilfe eines Reporters namens David Coltrane recherchieren sie nach den StÀdten. Im Laufe der Recherche verliebt Jade sich in den gutaussehenden Mann.
Und wie sich zeigt, wurden die StÀdte von einem zum anderen Moment entvölkert und tauchten in keinem Dokument mehr auf. Doch das ist nur ein Aspekt, der diese StÀdte verbindet...

Mark Golloch, Jahrgang 1974 lebt als Autor, Übersetzer und Herausgeber in Rheinland-Pfalz. Es ist mein erster Roman von dem Autor, doch war der Roman flĂŒssig geschrieben, phasenweise originell, und spannend.
Der Autor baut ein schönes „Vampirfeeling“ auf, wie man es von den AnfĂ€ngen der Serie her kennt. Die Spannung ist greifbar, auch ĂŒber mangelnde Action kann man sich nicht beklagen. Wehrmutstropfen ist der Mittelteil des Bandes, der sich mit der Recherche nach den Orten befasst, und meiner Meinung nach ziemliche LĂ€ngen hat. Zwar ist auch dieser Teil unterhaltsam geschrieben, wirkt aber trotzdem sehr gedehnt.
Die Auflösung ist Action pur, wenn auch nicht alles so logisch nachvollziehbar ist, wie man sich es wĂŒnschen könnte. Aber das sind nur Kleinigkeiten.
Nur eines : Lilith, die keine Nahrung braucht, trinkt mal Kaffe, wie in diesem Band, mal lĂ€sst sie es. Ein Punkt, der den Nachteil einer großen Anzahl an Autoren aufzeigt, und nicht allein dem aktuellen Autor anzulasten ist, da dies immer wieder zu Tage tritt. Mal rege Sexbestie, mal ĂŒbermĂ€chtige Vampirin, die Charakterisierung Liliths scheint eine echte Herausforderung fĂŒr die Autoren zu sein.
Ebenso Jade, deren schiere ÜbermĂ€chtigkeit aus Band 12 sich in das genaue Gegenteil verwandelt hat. Blasses Beiwerk, erinnert mich an die Frauenrolle aus King Kong oder Tarzan.
Teilweise gleitet der Roman auf die Mystery-Schiene ab, doch löst der Autor dies gut. Einzig eine Doktorarbeit, die sich mit Außerirdischen beschĂ€ftigt, erscheint mir in der dargestellten Form ein wenig abwegig, aber wahrscheinlich bin ich in diesem Punkt zu realitĂ€tsverhaftet.

Fazit : Ein rasanter Roman, mit neuen Personen und neuen Gegebenheit, die einem die Zeit bis zum nÀchsten Band quÀlend lang erscheinen lassen will. Einziger Wermutstropfen sind gewisse LÀngen im Mittelteil, die aber insgesamt der guten QualitÀt des Buches kein Abbruch tun. Nur eine gewisse KontinuitÀt in den Personen birgt einiges an Steigerungspotential.

Rezension von Michael Schmidt


__________________
Der ErnstFall Michael Schmidt

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