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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Markt der Möglichkeiten ...
Eingestellt am 03. 01. 2006 01:49


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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

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Markt der Möglichkeiten.


Am Anfang herrscht eine jungfräuliche Unbedarftheit, eine Leichtigkeit, geradezu spielerisch Schritte auf einem breiten Lebensweg zu testen. Jede Erfahrung ist einzigartig, faszinierend und prägend.
Je weiter indes Menschen auf diesem Lebensweg voranschreiten, desto schmaler wird er und steiler. Jeder weitere Schritt ist etwas anstrengender als der vorherige.
Die Unbekümmertheit geht verloren, wir denken nun wahrhaftig nach, ehe wir uns bewegen, vergleichen mit Erinnerungen und wägen ab, ob dieser oder jener Gedanke überhaupt noch wert erscheint, verwirklicht zu werden.

Als junges Mädchen habe ich gelacht und getanzt, kein Mann, egal wie jung oder alt, den ich nicht herausfordernd flirtend verzaubern konnte, keiner, der nicht jede flüchtigste Berührung, ja jeden Lufthauch, den mein wirbelnder Körper in seiner Nähe auslöste gemocht hätte.
Einige, die versuchten mich einzufangen, wenige, meine Küsse zu kosten oder meinen biegsamen Leib in die Arme zu nehmen – keiner von ihnen, mich einzufangen und halten könnend!

Frei wie der Wind fühlte ich mich, und so wie mein Lächeln sie becircte, so schmerzte die Männer die Erkenntnis, nur flüchtig meiner anteilig werden zu können.
- Ich tanzte durch das Leben, schwebte und träumte, war Amors liebster Pfeil und wurde niemals wirklich verschossen!
Meine Augen hatten das Feuer der Circe, meine Stimme die Gewalt der Sirenen, doch meine Götter hatten bestimmt, die Jugend meines Menschseins solle Gelüste wecken, nicht erfüllen!
Es war dies ein Schicksal, das ich nicht als Unglück empfand!

___________

der Roman "Männerfreundschaft"
entwickelt sich wundersam ...
dies ist ein früheres Kapitel daraus ...
___________


Der Markt der Möglichkeiten war reichhaltig.
Der Markt der Möglichkeiten: Chancen für ein junges Mädchen, so viele Freunde zu haben, so irre Minne, so umtriebig zu sein, so begehrt, so beliebt, so geile Lust zu wecken!
Gar schwer fiel es da, die Entscheidung zu treffen. Und lange Zeit war ich auch überhaupt nicht einverstanden damit! - Die Entscheidung für einen einzigen Mann ... nein: ich war nicht bereit dazu. - Wäre diese eine Wahl doch ein Verzicht auf alle anderen?!




Viel zu lebendig war jeder Flirt, viel zu fröhlich, viel zu inspirierend!

„Seht her, alle Jungs, Männer und sogar Frauen!
Spürt meine Agilität, meinen gigantischen Drive,
erlebt meine Lebensfreude, Lust und Leidenschaft!

Bin ich nicht wunderschön, nicht Herausforderung
ein ganz besonderes Leben zu leben – gefüllt mit
Abenteuer, Society, mit Luxus und Ambiente?

War ich ein „wildes Mädchen“, war ich ungestüm, war ich herausfordernd?
Ja !!!
Ich war so, wollte so sein und lebte danach -
- es gab zu viele süße Jungs, die mich in Versuchung brachten.
- Manche, die mehr wollten, als ich ihnen geben mochte, die mehr suchten – oder die eben mich zu sehr vereinnahmen wollten?!
Jedenfalls: ich hatte mich lange nicht entschließen können, nicht für nur einen einzigen Mann, nicht für den Verzicht darauf, mit allen Männern zu flirten, sondern nur noch mit dem einem Einzigen ...

- Wie und wieso ich doch gewählt hatte ???
Ohh ... ich verrate es ein andermal !

***

Auch die Berufswahl war eine solche Entscheidung – in der Schulzeit gelegentlich fluchend, auch Dinge lernen zu müssen, die gar nicht mein Interesse gewonnen hatten, sollte nun eine Entscheidung fallen für einen Beruf!
Hatte ich wirklich alles verdammt, nur weil mir die Nase einer Lehrerin nicht gepasst hatte, ein Fach deshalb für immer und ewig abgeschrieben?

Oder ?
- oder gab es doch ungeahnte Möglichkeiten?

Wann wähle ich, wann entscheide ich mich auf dem Weg des Lebens?
Welche Entscheidungen treffe ich unwiderruflich und präge damit meine Zukunft, mein Leben?

Die Lebensstraße wird mit jeder Entscheidung schmaler.
Der Markt der Möglichkeiten: er verliert an Glanz und Vielfalt.

Heute zurückblickend sehe ich erschrocken, welche weitreichenden Entscheidungen ich längst getroffen habe.

***

Freunde gingen, die Zeit für Tanz und Spaß wurde immer mehr eingeteilt, unwiederbringlich hatte sich das Leben verändert – und einen Weg zurück gab es nicht mehr.

Entscheidungen formen das Leben, gestalten es aus, zugleich machen sie aus der unbestimmten universellen Chance eine bestimmte, determinierte, kleine Wirklichkeit.

Mit war längst klar, dass mein Lebensweg mich bereits an vielen Wegkreuzungen vorbei geführt hatte, deren alternative Chancen ich nicht gewählt hatte und niemals mehr würde wählen können!

Vergangenheit war der Weg,
Gegenwart ist die Entscheidung – und
Zukunft ist die Möglichkeit,
an den Gabelungen des Lebensweges
zu entscheiden,
wohl wissend, hierher getragen hat mich
bisher genau der Weg,
den ich bei allen früheren Entscheidungen wählte ...

Nichtsdestotrotz bin ich stolz darauf, dass es mein Weg ist, dass ich die Entscheidungen traf und dass ich heute hier bin und stehe, wo ich bin!.
Mein: „Ich bin ich“ ...

Auch wenn der Markt der Möglichkeiten mit den Jahren meines Lebens provinzieller geworden, so sind einige Stände doch reich bestückt mit genau den Angeboten, die mich am allermeisten interessierten !!!

***

Auf dem Weg meines Lebens entscheide ich – wähle im Markt der Möglichkeiten.
- Doch etwas Ungeheuerliches ist passiert!
- Ewas, das bestürzt mich zutiefst:

Auf dem Markt der Möglichkeiten habe NICHT ICH gewählt, sondern wurde einfach ausverkauft!








____________________________


Sehnsucht umschwebt Empfinden,
fordert Hingabe - gar und ganz.

Träume begegnen Wirklichkeit –
zaubern eine verlockende Welt.

Sie zu erleben – traumhafte Versuchung?
Was wäre Sünde, was einfach Chance?


_________________________

__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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Henry Lehmann
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Aceta,

dieser Text verwirrt mich etwas. Kannst du mal erklären, welche Bewandnis es mit den Abschnitten im Text hat? Es ist ein Erkenntnisprozess - schon klar, aber was ist daran erotisch und warum endet es mit so einer platten Erkenntnis?

LG Henry

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Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
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Hi,

es ist ein Zwischentext, den ich blöderweise in eine veraltete Sicherheitskopie des Romans geschrieben hatte (nur wer nie "Sicherheitskopien" macht oder ein Genie der Organisation wäre, kennt nicht solche Probleme - oder?!) - und erst später wieder gefunden habe ...
Wohin ich ihn nun einreihen werde, weiß ich noch gar nicht richtig.

Der "erotische Roman" bietet leider nicht in jedem Kapitel nur handfesten Sex - denn wenn Erotik etwas ist, das sich "im Kopf abspielt" - dann wächst im Laufe einer inzwischen fast 200 DIN-A 4 Seiten lange Geschichte ein Netz, das mich selbst gleichermaßen begeistert wie ängstigt ob seiner Komplexität und Verstrickungen.

Wo bleibt die Erotik?
Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob ich denn nun Teile der Geschichte besser in andere Foren stelle - aber keine Lösung gefunden.
Den ganzen Roman als ein Werk einstellen? Das hat mein Lektorat verboten.

... schon jetzt ist es den meisten Leserinnen und Lesern viel zu kompliziert, einen so langen Text zu lesen.

Ich weiß nicht, wie es richtig ist ...
Irgendwann wird es veröffentlicht - spätestens dann ist der ganze Text in einem Buch versammelt.

Ich bin niemendem böse, der nur zu den jeweiligen Passagen Stellung nimmt - und sich nicht alle anderen Kapitel auch durchgelesen hat - nur:
Die Frage nach der Erotik möchte ich genau dorthin verweisen! - Es ist ein Gesamtwerk - und ich arbeite inzwischen mehr als zwei Jahre daran ...
Wenn also nicht in jedem Kapitel gevögelt wird, bitte ich um Nachsicht!

Der Roman hat nur vier Darsteller und zwei Nebenrollen, nur eine einzige Person in diesem Roman hat überhaupt einen Namen. Insoweit ist es ein literarisches Experiment. Die erotischen Beziehungen sind nicht allein sexuell, sondern immer auch emotio-mental!
Ich hoffe, damit hier "richtig" zu sein ...

Wenn es nicht mehr in dieses LL-Forum paßt (ich habe bereits nachgefragt) - dann, sagt mir und denjenigen, die es noch lesen mögen bitte gerne, wohin denn dann!

*lächel*

Aceta
_____________

PS.: der Gedichtsteil steht üblicherweise dem Kapitel voran und ist nicht das Ende ... ist hier aus LL-Gründen anders.
__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

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