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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Marrakesch
Eingestellt am 29. 01. 2018 10:33


Autor
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shoshin
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Registriert: Jan 2018

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Du hast meinen Namen ausgesprochen
dich mit deinem Bass an ihm gerieben
als w├Ąre es mein nackter Bauch
meine Wangen
leicht err├Âtet

Ich schreibe in der U-Bahn
diesem Loch wo mir Beton
um die Ohren fetzt
├╝ber die Augen Neonlicht
bis mir schwindelig wird und
mein Herz schl├Ągt
hier immer zu langsam


An der roten Linie beginnt der Fluch
Treten Sie zur├╝ck der Zug
f├Ąhrt ein!
Treten Sie zur├╝ck der Zug
f├Ąhrt ab!
Wer soll wissen was tun?


Wieder mein aufgerauter Name
shoshin!?
wie auf feines B├╝ttenpapier
die Feder vorsichtig ins Tintenfass getaucht abgestreift
klangvoll hingekratzt
Der Klang ist mehr Wunder als ich
mehr als du
Ich liebe dich

Als wir die Rolltreppe hinunterfuhren
legte sich gerade Nachtdunst ├╝ber die blassen Stadtsterne
und die Mondsichel die auf dem Dachfirst lag -
mit gespreizten Beinen
Wir lachten
alles war voll Wunder

Unsere Schritte hallten
An der Wand (steht immer noch) Fick mich!
in eckenlosen verschlungenen Buchstaben
schwarz auf gelben Untergrund
eine Art Sonne wohl
Komm!

Deine Wohnung weit drau├čen
Lichtreflexe von der Stra├če an den W├Ąnden
├╝ber Schuhe stolpern und ├╝ber knarrende
B├Âden k├╝ssen und auf eine Matratze fallen
zerw├╝hltes Bettzeug keine Musik
kein Nespresso morgen
noch keine Perfektion Bitte
fick mich! halt mich! so dass ich
nicht fragmentarisch
f├╝hle So geht es
mich an

Dein Begehren w├Ąchst mir entgegen


Marrakesch staubige Hitze
sich windende Schlangen und eine Fl├Âte
sie rasseln mit den Schw├Ąnzen
(Oder ist es doch deine Stimme?)
an ihrem Gift will ich eingehen
trotz der gezogenen Giftz├Ąhne
Marrakesch?



wie ein scheues Tier zuckt dein Glied
in meiner Hand und dr├Ąngt weiter
dringt tief in meine W├Ąrme ein
wie ein Obdachloser in die U-Bahn-Station

und dann f├╝llst du mich aus
wir bewegen uns kaum
es tr├Ągt uns
die Lust tr├Ągt uns
wie ein Luftkissenboot auf st├╝rmischer See
das Raumschiff Enterprise
auf der Suche nach unbekannten Welten
dem Ende der Lust entgegen

Wie fremd du mir warst
ein blo├čes Glaubensbekenntnis

shoshin

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Trainee
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An deiner Themenauswahl hat sich offenbar nichts ge├Ąndert, sch├Âne A., doch bei dir ger├Ąt (fast) jede Obsz├Ânit├Ąt zur Kunst.
So ist dieses Werk gro├čArtig zu nennen, ob ich nun will oder nicht. Und deshalb freue ich mich nat├╝rlich, dass du wieder hier bist und uns in gewohnter Weise erstaunen wirst.

Davon abgesehen war und ist Marrakesch nat├╝rlich einer meiner Lieblingsorte:

quote:
An der roten Linie beginnt der Fluch
Treten Sie zur├╝ck der Zug
f├Ąhrt ein!
Treten Sie zur├╝ck der Zug
f├Ąhrt ab!
Wer soll wissen was tun?

Auch das Nicht-Vergessen-K├Ânnen, die stete Pr├Ąsenz dieser Stadt und ihrer verrotteten Sch├Ânheit kann zum Fluch mutieren ...

Willkommen zur├╝ck
Trainee (damals Orlando? Wer z├Ąhlt die Foren, nennt die Namen ...)
__________________
Mein Maul ist ein L├Âwe / mein Herz ein Kaninchen / Von fern bin ich Zora, von Nahem: Sabinchen (Simone Borowiak)

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shoshin
Manchmal gelesener Autor
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Hallo Trainee, freut mich sehr, dich faltenlos und sch├Ân wie eh und je hier zu treffen! Danke f├╝r dein sch├Ânes Lob und die vielen Punkte, vor allem weil ich wei├č, dass du auf Sittsamkeit gro├čen Wert legst. Aber: Ich schreibe halt ├╝ber die Liebe, und da nimmt man schon mal ein ... Bienchen in die Hand oder nippt am ... Bl├╝mchen, nein, Letzteres kommt hier gar nicht vor.

Lieber Mondnein, deinen Kommentar habe ich leider nicht verstanden, du zitierst Trainee, aber ich finde dieses Zitat nicht (?) Aber danke f├╝rs Vorbeischauen.

Und ich danke auch dem anonymen Spender der drei Punkte. Also dieses Punktesystem ist schon irgendwie sonderbar, also dass man sich hinter dem anonymus verstecken und Ohrfeigen oder Liebkosungen in Form von Punkten austeilen; das erinnert mich irgendwie an dieses Experiment, wo die Probanden aufgefordert wurden anonym Stromst├Â├če als "erzieherische" Ma├čnahmen einzusetzen. Aber danke trotzdem f├╝rs Wahrnehmen, ich hoffe, anonymus, du hast den Text wenigstens gelesen.

Lieben Gru├č
shoshin

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