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Leselupe.de > Kurzprosa
Mascha liebt nicht.
Eingestellt am 25. 07. 2006 15:27


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Buchsbaumbaby
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Mascha stirbt.

Ihre Lunge hat sich verabschiedet, ihr Magen hat sich verabschiedet, denn sie ist den ganzen Weg gerannt durch den Schnee, an Autos vorbei und so weiter und lebendigen Menschen mit M├╝tzen und Schuhen und gl├╝cklichen Mundwinkeln.
Das Atmen tut weh im Hals. Es ziept f├╝rchterlich und sie muss sich an der M├╝lltonne abst├╝tzen, um zu ├╝berleben.
Sie ist geflogen nahezu und das Ziel wurde verschwommener bei jedem Meter in seine Richtung; Entt├Ąuschungen tun weh im Herz. Es ziept f├╝rchterlich und sie muss sich hinsetzen, um zu ├╝berleben. Im Kopf.
Sie klingelt und wartet; in der K├Ąlte wohlgemerkt und l├Ąnger als unbedingt n├Âtig und
auf einmal kommt Burkhard aus der anderen Richtung. Er tr├Ągt einen Schal und den notwendigen Rest nat├╝rlich.

Hallo, sagt Burkhard und dies k├Ânnte eine wunderbare Stelle sein in Maschas Leben, die hell aufleuchten w├╝rde pl├Âtzlich und ihre komplette Geschichte aus bedingungsloser Liebe heraus in ein unglaublich warmes Licht r├╝cken, ohne die Protagonistin direkt davon blenden zu lassen.

Mascha l├Ąchelt.

Dann wird sie von Burkhard auf dem Hinterhof vergewaltigt.

ÔÇ×Du armes kleines Ding, du bist doch noch so jungÔÇť, hatte Frau Wei├č mal gesagt, w├Ąhrend sie dabei war, ihren Mann raus zu schmei├čen aufgrund seines Fehlverhaltens und dann schrie sie ihm noch hinterher: ÔÇ×Du dreckiger Arsch, Minderj├Ąhrige ficken kannste, oder was?ÔÇť
Sp├Ąter feuerte sie Mascha seine Essgewohnheiten in die Fresse, von wegen Miesmuscheln mit Tomatenso├če an der Ostsee, und schenkte ihr einen Geldschein.
Denselben h├Ątte sie auch f├╝rs V├Âgeln gekriegt.

ÔÇ×Wei├čt du, du f├Ąhrst hier so hin und siehst voll viele Nutten und so und denkst: Schei├če, so will ich nicht enden. Und wenn jemand fragt, warum du in der Kurf├╝rstenstra├če wohnst und ob du denn auch so eine Nutte w├Ąrst und von zu Hause abgehauen bist blabla, dann sch├╝ttelst du auch nur mit dem Kopf, aber du l├╝gst nicht wirklich, weil ich glaub das alles immer noch nicht so richtig manchmal. Deswegen.ÔÇť

Die Narbe auf ihrer Schulter ist von Sven und dem dazu geh├Ârigen Aschenbecher. Sie liebt ihn. Nicht den Aschenbecher. Oft gibt es Currywurst aus dem K├╝hlschrank oder Wackelpudding in seiner trostlosen Wohnung aus schwarzen M├Âbeln und fleckigem Teppichboden, wenn sie ├╝berhaupt Zeit hat zu essen und dran denkt.
Danach nimmt er sie meistens von hinten.

ÔÇ×Ich hab mit dreizehn angefangen und da warÔÇÖs auch noch ganz gut, also neu f├╝r mich und die Kerle und so und wenn du so klein bist nimmt dich das auch nicht richtig mit.ÔÇť
Die Narben an ihrem Handgelenk sind entstanden, als sie klein war. Um das obligatorische Klischee der grundlos depressiven Jugend zu bedienen wahrscheinlich.
ÔÇ×Aber die meisten sind jetzt auch echt schei├če und wenn du ├Ąlter wirst, dann kannste dir die ja auch nicht mehr aussuchen.ÔÇť
Sie zieht an ihrer Zigarette und l├Ąchelt. Grundlos und n├╝chtern. Das hat sie das Leben gelehrt.


Mascha kotzt. Sie ist barfu├č und ihre F├╝├če sind blau aufgrund des viel zu kalten Winters. Sie wartet auf einen Freier. Danach m├Âchte sie auf die gro├če Liebe warten, sagt sie und putzt sich lachend die Nase.

ÔÇ×Das ist nur ne Phase. Ich werd bestimmt mal erwachsen.ÔÇť

Aber das ist eine Geschichte v├Âllig anderen Geschmacks.

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Denschie
Guest
Registriert: Not Yet

hey buchsbaumbaby,
deine geschichte finde ich interessant.
ein paar anregungen h├Ątte ich, um sie etwas lesbarer
zu machen.

Mascha stirbt.

Ihre Lunge hat sich verabschiedet, ihr Magen hat sich verabschiedet, denn sie ist den ganzen Weg gerannt durch den Schnee, an Autos vorbei Hier w├╝rde ich einen Punkt machen. und so weiter und Und vorbei an lebendigen Menschen mit M├╝tzen und Schuhen und gl├╝cklichen Mundwinkeln.
Ich denke, dass gerade der Anfang wichtig ist. Ein langwieriger Einstieg in umst├Ąndlicher Sprache sorgt oft daf├╝r, dass die Leserin erst gar nicht weiteliest.

Das Atmen tut weh im Hals. Es ziept f├╝rchterlich und sie muss sich an der M├╝lltonne abst├╝tzen, um zu ├╝berleben.
Sie ist geflogen nahezu und das Ziel wurde verschwommener bei jedem Meter in seine Richtung; Entt├Ąuschungen tun weh im Herz. Es ziept f├╝rchterlich und sie muss sich hinsetzen, um zu ├╝berleben. Im Kopf.
Sie klingelt und wartet; in der K├Ąlte wohlgemerkt und l├Ąnger als unbedingt n├Âtig und
auf einmal kommt Burkhard aus der anderen Richtung. Er tr├Ągt einen Schal und den notwendigen Rest nat├╝rlich.

Hallo, sagt Burkhard und dies k├Ânnte eine wunderbare Stelle sein in Maschas Leben, die hell aufleuchten w├╝rde pl├Âtzlich und ihre komplette Geschichte aus bedingungsloser Liebe heraus in ein unglaublich warmes Licht r├╝cken, ohne die Protagonistin direkt davon blenden zu lassen.
Diesen Abschnitt verstehe ich nicht. Er scheint mir
zu komplex formuliert.

Mascha l├Ąchelt.

Dann wird sie von Burkhard auf dem Hinterhof vergewaltigt.

ÔÇ×Du armes kleines Ding, du bist doch noch so jungÔÇť, hatte Frau Wei├č mal gesagt, w├Ąhrend sie dabei war, ihren Mann raus zu schmei├čen aufgrund seines Fehlverhaltens Die Information ist im Grunde ├╝berfl├╝ssig. Sie verkompliziert den Satz. und dann schrie sie ihm noch hinterher: ÔÇ×Du dreckiger Arsch, Minderj├Ąhrige ficken kannste, oder was?ÔÇť
Sp├Ąter feuerte sie Mascha seine Essgewohnheiten in die Fresse, von wegen Miesmuscheln mit Tomatenso├če an der Ostsee, und schenkte ihr einen Geldschein.
Denselben h├Ątte sie auch f├╝rs V├Âgeln gekriegt.

ÔÇ×Wei├čt du, du f├Ąhrst hier so hin und siehst voll viele Nutten und so und denkst: Schei├če, so will ich nicht enden. Und wenn jemand fragt, warum du in der Kurf├╝rstenstra├če wohnst und ob du denn auch so eine Nutte w├Ąrst und von zu Hause abgehauen bist blabla, dann sch├╝ttelst du auch nur mit dem Kopf, aber du l├╝gst nicht wirklich, weil ich glaub das alles immer noch nicht so richtig manchmal. Deswegen.ÔÇť

Die Narbe auf ihrer Schulter ist von Sven und dem dazu geh├Ârigen Aschenbecher. Sie liebt ihn. Nicht den Aschenbecher. Oft gibt es Currywurst aus dem K├╝hlschrank oder Wackelpudding in seiner trostlosen Wohnung aus schwarzen M├Âbeln und fleckigem Teppichboden, wenn sie ├╝berhaupt Zeit hat zu essen und dran denkt.
Danach nimmt er sie meistens von hinten.

ÔÇ×Ich hab mit dreizehn angefangen und da warÔÇÖs auch noch ganz gut, also neu f├╝r mich und die Kerle und so und wenn du so klein bist Komma nimmt dich das auch nicht richtig mit.ÔÇť
Die Narben an ihrem Handgelenk sind entstanden, als sie klein war. Um das obligatorische Klischee der grundlos depressiven Jugend zu bedienen wahrscheinlich. Diese Information bringt die Geschichte nicht voran. Sie klingt selbst wie ein Klischee. Ich w├╝rde sie weglassen.
ÔÇ×Aber die meisten sind jetzt auch echt schei├če und wenn du ├Ąlter wirst, dann kannste dir die ja auch nicht mehr aussuchen.ÔÇť
Sie zieht an ihrer Zigarette und l├Ąchelt. Grundlos und n├╝chtern. Das hat sie das Leben gelehrt.


Mascha kotzt. Sie ist barfu├č und ihre F├╝├če sind blau aufgrund des viel zu kalten Winters. Sie wartet auf einen Freier. Danach m├Âchte sie auf die gro├če Liebe warten, sagt sie und putzt sich lachend die Nase.

ÔÇ×Das ist nur ne Phase. Ich werd bestimmt mal erwachsen.ÔÇť

Aber das ist eine Geschichte v├Âllig anderen Geschmacks.

ich mag deine sprache sehr, bis auf die manchmal seltsame
stellung des adjektivs oder der (falls das so hei├čt)
adverbialen bestimmung des ortes. am besten mal ein, zwei
beispiele:

quote:
Das Atmen tut weh im Hals.
ungew├Âhnlich, aber noch verst├Ąndlich. melodischer w├Ąre
meiner meinung nach: Das Atmen tut im Hals weh.
quote:
Sie ist geflogen nahezu

an solchen stellen wird der text manchmal schwer
verst├Ąndlich. konformer w├Ąre: Sie ist nahezu geflogen.

du musst nat├╝rlich selbst entscheiden, ob das ein teil
deines eigenen stils bleiben soll oder nicht.

eine sehr ber├╝hrende, eindringliche geschichte.
viele gr├╝├če,
denschie

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