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Leselupe.de > Ungereimtes
Maskengesicht
Eingestellt am 30. 09. 2003 12:57


Autor
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Rhea_Gift
Häufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2003

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Maskengesicht

Die Farbe blättert ab,
ein Sprung hier und da,
langsam bricht hervor,
was schon immer war.

Ein Auge noch im Dunkeln,
das andere glänzt auf,
schaut offenen Blickes
beim Vorwärtslauf.

Sie waren verschmolzen,
die Rolle und ich,
sie wurde mir zu eng,
zu starr das Maskengesicht.

Blut rinnt durch die Risse,
schmerzhaftes Durchbrechen,
der Wind trifft ohne Schutz,
doch ich genieße sein Stechen.

Tränen rinnen langsam,
vom Wind und der Trauer,
doch gern zahl ich den Preis
f√ľr eine Sicht ohne Mauer.

Ein Auge sieht im Spiegel
alten Schmerz in dunklen Zimmern,
doch das and¬īre sieht die Sonne,
Traum und Hoffnung schimmern.

Vorbei ist das Warten,
das Theaterspiel,
ich trete ins Leben,
ins Menschengew√ľhl –

und manchmal glänzt fremd ein Auge auf,
wenn die Blicke sich kreuzen
beim Vorwärtslauf.

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Franktireur
Guest
Registriert: Not Yet

Ich frage mich...

...warum das Gedicht so mäßig bewertet wird?
Ohne Kommentare noch dazu.

Inhaltlich finde ich wirklich gut. Die Masken, die man so aufsetzt, k√∂nnen sehr schnell festwachsen, ohne da√ü ma es merkt, sich das einzugestehen und dann etwas dagegen zu tun ist schmerzhaft und wird von der n√§heren Umgebung meist nicht sonderlich gut aufgenommen, da es die eigenen Lebensl√ľgen vor Augen f√ľhrt.
All das wird hier sehr gut geschildert.

Der einzige Rat, den ich habe, ist ein formaler:
Mir ist aufgefallen, daß es sich reimt in manchen Zeilen,
in manchen nicht. Durch den Reim habe ich das Gef√ľhl bekommen, da√ü Du evtl. Worte benutzt hast, die es nicht so gut treffen, wie es sein k√∂nnte (wegen des Reims).
Verzichte auf den Reim, nehme Dir mehr Freiheit, treffendere Worte zu finden.
Als Beispiel möchte ich nur kurz
"Schmerzhaftes Durchbrechen" (gut)
"doch ich genieße sein Stechen" - das des Windes, klar (nicht so gut)
anf√ľhren. Der schneidende, kalte Wind, der dir nun ins gerade wieder ungesch√ľtzte Gesicht bl√§st, ist ja gemeint. Du k√∂nntest st√§rkere Worte nehmen, wenn Du auf den Reim bereit bist, zu verzichten.
Das nur als Anregung.

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
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100% Zustimmung. Ohne Reim könnte das Gedicht wesentlich gewinnen.

Gruß,
Gabi

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Lonelysoul
Guest
Registriert: Not Yet


liebe rhea,

ich finde auch daß dein gedicht
unter seinem wert beurteilt wurde.
vielleicht möchtest du wie schon
meine vorgänger erwähnten,
versuchen das gedicht ohne reime
zu schreiben.
denn vom innhalt her ist es dir
sehr gut gelungen.

liebe gr√ľ√üe
lonelysoul



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Rhea_Gift
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Maskiertes Gedicht

Hi,

danke f√ľr eure Anregungen, aber mir gef√§llt es so, wie es ist. Der Reim ist bis auf die letzte Strophe regelm√§√üig (2. und 4. Zeile), ich habe bewu√üt halb gereimt und halb nicht - das Doppel von "glatter" Maske (Reim)und ohne Maske (kein Reim) auch formal umgesetzt - das mag ich nicht √§ndern. Da ich die Maskenthematik in anderen Gedichten auch schon anders umgesetzt habe, mag ich es so lassen - ist nur eine Variante dieses Themas.
Zum Beispiel finde ich das "Stechen des Windes" nicht kraftlos - stechender Wind ist eine bekannte Redewendung und Stechen als Schmerz, wenn man riskiert, der Realit√§t und anderen Menschen "ins offene Messer" zu laufen, n√§mlich ohne Schutz, gef√§llt mir gerade gut... aber trotzdem Danke, werde dieses Thema sicher noch √∂fter umsetzten, hab schon wieder ne Idee... (hab auch nen Fable f√ľr die Maskenanalogie ).

LG, Rhea
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...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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