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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Massenmorde
Eingestellt am 29. 10. 2004 12:46


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cordem
Hobbydichter
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Massenmorde

Der Tag war schlecht gew├Ąhlt.

Und dennoch schien es nicht einfacher, als an einem verregneten Tag.

Himmel und Berge waren von tiefliegenden Wolken bedeckt. Es war Mittag. Still und leise, sanft und doch zielbestrebend str├Âmen die Regentropfen zu Boden.

Langsam ers├Ąuften sie den Asphalt und glitten zwischen den Poren der von Menschenhand geschaffenen Strukturen, suchend nach der Erde, hindurch. Alsbald schien die Oberfl├Ąche von Wasser ├╝berflutet, das ├╝ber den Boden kroch und nach einem Ausgang suchte.

Die Treppen lagen draussen, aus Land geschaffene Stiegen. Sie f├╝hrten von der Anh├Âhe hinunter zum Weg ins Dorf. Vorne wurden sie jeweils von einem Holzpflock abgeschlossen. Wahrscheinlich etwas Billiges. Denn die Treppen muteten ungeordnet an und Teile, die nicht sauber geschaffen wurden, hatte man einfach mit Zement zubetoniert. Den Fehler einfach ├╝berdeckt. Diese Baustelle.

Sichtlich bildeten sich Wasserpf├╝tzen auf den Stiegen. Die Holzbalken waren durchn├Ąsst. Scheussliches Wetter.

Das Mittagessen war ├╝ppig und bek├Âmmlich. Gegen fr├╝her Nachmittagsstunde machte ich mich auf denn Weg. Der Bahnhof lag nicht weit fort. Ich trat hinaus in den Regen, eilend, den Zug nicht verpassen zu wollen.

Und dann sah ich von oben heruntersteigend, was ich bisher immer zu sehen vermied: kleine Leichen. Zertretene Wohnschalen, Innereien, hie und da noch Teile eines zerfetzten K├Ârpers. Schleimige Massen, langsam verschwindende Spuren des Weges, der m├╝hsam und beschwerlich gew├Ąhlt wurde.

Ersch├╝ttert, eingesch├╝chtert und gleichwohl unter Druck stehend versuchte ich vorsichtig die Leichenh├Ąufchen nicht noch mehr zu zertreten. Doch taten sich augenblicklich noch mehr Probleme auf: L├Ąngst waren nicht alles Leichen. Einige versuchten immer noch den sinnlosen Weg ├╝ber den Holzbalken heil zu ├╝berstehen. Meine Achtsamkeit erh├Âhte sich bis an das mir M├Âgliche, aber konnte mich dennoch nicht zur├╝ckhalten, mich zu beeilen; die Bahn w├╝rde f├╝r mich keine Ausnahmen machen.

Pl├Âtzlich wagemutig und von eiserner Logik geleitet schien mir die M├Âglichkeit, dass ich einen Fuss vor den anderen setzen h├Ątte k├Ânnen, sehr simpel. So w├╝rde ich unterbewusst jedem Gefahrfaktor ausweichen. Den Leichen.

Dann h├Ârte ich ein Knacken. Zu hohl, als dass das Schotter war, dass der Wintermann vom Dienst vergangene Saison verstreut hatte. Ich hatte eben Mord begangen. Und war nicht einmal bis zur H├Ąlfte der Stiege gelangt. Alles schien pl├Âtzlich an Verh├Ąltnism├Ąssigkeit zu verlieren.

Weder wagte ich mich umzudrehen und mich von meinem wirklich begangenen Vergehen zu ├╝berzeugen und daran zu denken, was ich mit jedem weiteren Schritt tun w├╝rde. Und ausserdem kam der Zug bald, schliesslich dauerte es noch eine ganze Minute bis zum Bahnsteig.

Und das Wetter w├╝rde meine Spuren ja sowieso verwischen.
Das Wetter hat die Spuren sowieso so gut wie weggesp├╝lt von dem Tatort. Keiner w├╝rde je etwas merken.

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Zinndorfer
???
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Hallo Cordem,

das Thema lasse ich mal beiseite - mit dem Titel versuchst du, Leser anzuziehen, das ist auch legitim, aber da sollte dann etwas anderes hin. Ich habe mich nur mal mit dem Text besch├Ąftigt, da es an allen Ecken und Kanten knirscht; die "ss"-Schreibung habe ich gelassen, da du aus der Schwyz sein k├Ânntest.
So liest es sich nur wie ein Fragment - sollte das so sein, k├Ânnte man es dazu schreiben, um den Leser nicht zu verwirren.

Gru├č Zinndorfer


Massenmorde

Der Tag war schlecht gew├Ąhlt.

Und dennoch schien es nicht einfacher, als an einem verregneten Tag. Wiederholung Tag/Tag

Himmel und Berge waren von tiefliegenden Wolken bedeckt. Es war Mittag. Still und leise, sanft und doch zielbestrebend str├Âmen die Regentropfen zu Boden. Tropfen tropfen ...

Langsam ers├Ąuften sie den Asphalt und glitten zwischen den Poren der von Menschenhand geschaffenen Strukturen, suchend nach der Erde, hindurch. hindurch nach vorne ziehen Alsbald schien die Oberfl├Ąche von Wasser ├╝berflutet, das ├╝ber den Boden kroch und nach einem Ausgang suchte.

Die Treppen lagen draussen, aus Land geschaffene Stiegen ???. Sie f├╝hrten von der Anh├Âhe hinunter zum Weg ins Dorf. Vorne wurden sie jeweils von einem Holzpflock abgeschlossen. Wahrscheinlich etwas Billiges. Denn die Treppen muteten ungeordnet, umst├Ąndlich an und Teile, die nicht sauber geschaffen ??? wurden, hatte man einfach mit Zement zubetoniert. Den Fehler einfach ├╝berdeckt. Diese Baustelle.

Sichtlich bildeten sich, holprig Wasserpf├╝tzen auf den Stiegen. Die Holzbalken waren durchn├Ąsst. Scheussliches Wetter.

Das Mittagessen war ├╝ppig und bek├Âmmlich. Gegen fr├╝her Nachmittagsstunde machte ich mich auf denn Weg. Der Bahnhof lag nicht weit fort. Ich trat hinaus in den Regen, eilend, den Zug nicht verpassen zu wollen. holpert

Und dann sah ich von oben heruntersteigend, das auch, was ich bisher immer zu sehen vermied: kleine Leichen. Zertretene Wohnschalen ???, Innereien, hie und da noch Teile eines zerfetzten K├Ârpers. Schleimige Massen, langsam verschwindende Spuren des Weges, der m├╝hsam und beschwerlich gew├Ąhlt wurde ???.

Ersch├╝ttert, eingesch├╝chtert und gleichwohl unter Druck stehend versuchte ich vorsichtig die Leichenh├Ąufchen nicht noch mehr zu zertreten. Doch taten sich augenblicklich noch mehr Probleme auf: L├Ąngst waren nicht alles Leichen. Einige versuchten immer noch den sinnlosen Weg ├╝ber den Holzbalken heil zu ├╝berstehen. Meine Achtsamkeit erh├Âhte sich bis an das mir M├Âgliche, aber ich konnte mich dennoch nicht zur├╝ckhalten, mich zu beeilen; die Bahn w├╝rde f├╝r mich keine Ausnahmen machen.

Pl├Âtzlich wagemutig und von eiserner Logik ??? geleitet schien mir die M├Âglichkeit, dass ich einen Fuss vor den anderen setzen h├Ątte k├Ânnen, sehr simpel. So w├╝rde ich unterbewusst jedem Gefahrfaktor ausweichen. Den Leichen. Was nun, Logik oder unterbewusst oder simpel? Genauer schreiben!

Dann h├Ârte ich ein Knacken. Zu hohl, als dass das Schotter war, dass der Wintermann vom Dienst vergangene Saison verstreut hatte. Ich hatte eben Mord begangen. Und war nicht einmal bis zur H├Ąlfte der Stiege gelangt. ???Alles schien pl├Âtzlich an Verh├Ąltnism├Ąssigkeit zu verlieren.

Weder wagte ich mich umzudrehen und mich von meinem wirklich begangenen Vergehen zu ├╝berzeugen ??? und daran zu denken, was ich mit jedem weiteren Schritt tun w├╝rde. Und ausserdem kam der Zug bald, schliesslich dauerte es noch eine ganze Minute bis zum Bahnsteig.

Und das Wetter w├╝rde meine Spuren ja sowieso verwischen.
Das Wetter hat die Spuren sowieso so gut wie weggesp├╝lt von dem Tatort. Keiner w├╝rde je etwas merken.

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