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Leselupe.de > Science Fiction
Matrix
Eingestellt am 18. 01. 2002 16:18


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Criss Jordan
???
Registriert: May 2001

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MATRIX

"Cora-Kind!" Das blonde M√§dchen sah von seinem Buch auf: "Ja, Papa?" "Komm, Kleines, wir haben einen Termin im Institut!" Der Mann sah wohlwollend zu, wie Cora gehorsam aufstand und die Jacke √ľberzog.
"Gehen wir ins Labor, Papa?" "Nein, mein Kleines, Professor Abernathy will uns sprechen!" "Uns?" vergewisserte sich das Mädchen. "Ja, uns! Komm!" Der Mann nahm sie an die Hand wie ein kleines Kind, obwohl Cora bereits 17 war. Schweigend verließen sie den Raum und gingen durch lange, dunkle Korridore.
Vor der T√ľr des Professors blieben sie stehen, und aus einem Reflex heraus strich der Mann dem M√§dchen eine Haarstr√§hne aus dem Gesicht. Das M√§dchen l√§chelte und der Mann fragte sich, woher sie das wohl hatte. Dann wischte er den Gedanken beiseite und klopfte an die T√ľr. "Herein!" sagte eine tiefe M√§nnerstimme.
Professor Abernathy wuchtete seine 3 Zentner Gewicht aus dem Stuhl und ging mit einem strahlenden L√§cheln auf die Eintretenden zu. "Ah, ah, Doktor Mulhouse! Wie sch√∂n sie zu sehen! Wann trafen wir uns das letzte Mal, hm? Vor 4 Jahren? Nein, nein 5 sind es! Ja, 5! Eine lange Zeit ... hm, hm! Und das ist wohl das..." "Das ist Cora!" unterbrach ihn der Mann. Abernathy stutzte und nickte dann: "Cora also! H√ľbscher Name! Cora!" Cora schenkte dem fetten Mann ein offenes L√§cheln, was den seine Schweins√§uglein zusammkneifen lie√ü. "Setz dich doch ... jm, Cora! Du wei√üt ... hm ... warum du hier bist?" "Nein, Herr Professor!" Die Freundlichkeit auf dem fetten Gesicht erstarb j√§h. "Sie haben ihr nichts √ľber ihre Aufgabe gesagt, Mulhouse?" fauchte er den Mann an. Cora schob sich zwischen die M√§nner: "Doch, das hat er! Ich glaubte nur, ihre Frage bez√∂ge sich auf den Besuch hier bei ihnen!" Abernathy zwinkerte mit den Augen: "Was soll das? Wer hat dich aufgefordert zu reden, hm? Halt die Klappe und setz dich!"
Cora sah hilfesuchend zu ihrem Vater. "Setz dich, Kleines! Ich regele das!" sagte der beruhigend. Das Mädchen setzte sich nur zögernd.
"Sie ist unversch√§mt!" fauchte Abernathy. "Sie entspricht genau ihren Anforderungen!" hielt der Mann dagegen. "Sie redet ungefragt!" sagte Abernathy, als sei das ein Verbrechen. "Das tun Menschen nun mal!" erwiderte der Mann. "Und √ľberhaupt ..." Abernathy unterbrach sich und seufzte: "Ich f√ľrchte, sie sieht viel zu gut aus!" Jetzt l√§chelte der Mann: " Den Ph√§notyp haben sie selbst gew√§hlt!" "Damals war ich noch jung!"
Abernathy seufzte noch einmal und schob sich dann hinter seinen Schreibtisch. "Also, Cora ... du wei√üt, was auf dich zukommt?" "Ich ... soll bei einem Raumfahrtprogramm eingsetzt werden!" sagte das M√§dchen vorsicht. Abernathy nickte: "Ja, tja ... ich hoffe, Du bist gut vorbereitet. Der Start der "Starqueen" wurde vorgezogen!" "Vorgezogen?" fragten Cora und ihr Vater gleichzeitig. "Ja!" best√§tigte Abernathy, "morgen ..." Er reichte einen Stapel Fotos √ľber den Tisch: "Hier, Cora, das sind die M√§nner, mit denen du fliegen wirst!" "Morgen schon!" sagte Cora, w√§hrend sie sich die Bilder ansah. "Ja!" best√§tigte Abernathy, "sei morgen fr√ľh um sechs hier, ich bring dich zum Schiff!"
Der Mann und das M√§dchen gingen schweigend die langen Korridore entlang. Es war ein anderes Schweigen als noch vor einer Stunde, ein bedr√ľcktes, trauriges.
Erst in ihrem Quartier redete der Mann. "Ich werde dich vermissen!" sagte er. Cora sah zu ihm hoch und lächelte leicht: "Ich dich auch, Vater!"
Der Mann lie√ü sich auf einen Stuhl sinken und sah zu, wie Cora ihre Sachen zusammenpackte. Das Buch, in dem sie vorhin gelesen hatte, einen Pullover, eine Hose, ihre Aufzeichnungen √ľber ihre biogenetischen Experimente ...


Am n√§chsten Morgen war Cora verschwunden. Nur eine kleine Holo-Statue, die sie auf den Tisch gestellt hatte, zeugte davon, da√ü sie √ľberhaupt hier gewesen war. Der Mann aktivierte den Videoschirm an der Wand und setzte sich an seinen Schreibtisch. Doch er arbeitete nicht, sondern starrte nur vor sich hin. Erst abends, als in den Nachrichten vom gegl√ľckten Start der "Starqueen" berichtet wurde, blickte er auf. Er sah Cora neben den fremden M√§nnern stehen und l√§chelnd in die Menge winken. Dabei war er sich sicher, da√ü sie nur ihm winkte. "Leb wohl, Cora!" sagte er in den leeren Raum und schaltete den Videoschirm ab.

Dann stand er auf und öffnete seinen Safe. Aus einer großen Anzahl schwarzer Kistchen nahm er wahllos eines heraus, trug es zum Tisch und öffnete es.
Liebevoll betrachtete er den biotronischen Chip, der matt im Schwarz der Kiste glänzte, und sagte feierlich: "Ich taufe dich auf den Namen Coremma."

__________________
Ensign Criss Jordan
Protection Highlander NCC 2404-A
K√ľchenchef bei Das Kochbuch

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jon
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...warum ‚ÄěMatrix"? Eine Matrix w√§re es, wenn Mulhouse am Ende EINEN Chip nimmt, den irgendwie dubliziert und daraus dann eine weitere Cora macht. Oder so √§hnlich...

Übrigens: Ziffern sind in Erzähl-Texten nicht gut.

Und zum Schluss noch was Nettes: Du hast hier ‚Äď mal wieder ‚Äď geschafft, in ganz wenigen Zeilen sehr deutliche Charaktere zu entwerfen. Vielleicht machst du ja doch mal "richtige"(schmunzlschmunz!) Geschichten draus...

jon
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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