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Leselupe.de > Gereimtes
Medizin
Eingestellt am 23. 11. 2002 13:25


Autor
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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 37
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Begleiter

Man hat f├╝r jedes ├ťbel Pillen,
sei es ein Fieber, seien's Grillen,
behandelt auch hom├Âopathisch
und zwar - dank Kassen! - b├╝rokratisch.

Man operiert am offnen Herzen,
bek├Ąmpft erfolgreich schwere Schmerzen,
und man ersetzt den hohlen Zahn
durch eine Wurzel aus Titan.

Mit Genen wird manipuliert,
so ziemlich alles transplantiert,
und die Entwicklung schreitet weiter.
Der Tod bleibt st├Ąndiger Begleiter.

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Lutz Menard
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2002

Werke: 92
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Hallo Sandy,

eine sch├Âne satirische Aussage ├╝ber die Entwicklung unseres Gesundheitswesens. Ulla Schmidt w├Ąre sicherlich begeistert, wenn sie┬┤s l├Ąse! Allerdings ist der abrupte ├ťbergang zum Tod als Begleiter in der letzten Zeile nach meinem Gef├╝hl selbst f├╝r eine Satire etwas zu krass. Vielleicht k├Ânnte man diesen Sinnwechsel noch mit einem weiteren Schu├č Humor (in ein bis zwei Zeilen oder einem selbst├Ąndigen Vers)dem ironischen Grundtenor des Gedichts mehr anpassen. Zun├Ąchst lie├če sich sagen "...doch letztlich wird kein Mensch gescheiter".


Beste Gr├╝├če
LuMen
__________________
LuMen

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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 37
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Gesundheitswesen

Lieber Lutz Menard,

Bei uns gilt: Tod = Misserfolg der Medizin! Und man spricht schliesslich nur von den Erfolgen.

Die Schweizer sind nicht besonders zartbesaitet und begreifen nur, wenn man ihnen t├╝chtig auf den Deckel haut. Meist auch dann nicht.

Mit bestem Dank und vielen Gr├╝ssen
SandyGrendel

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

Werke: 2248
Kommentare: 11067
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Der Tod steckt bereits in den ersten Zeilen mit drin, verborgen zwar, aber in einem sehr weiten Sinn.
So beginnt der Glaube an die Unfehlbarkeit mit dem Glauben daran, alles "reparieren" zu k├Ânnen.
Und doch ist es ein Glaube nur.

Und wenn so ziemlich alles transplantiert wird, ist der Tod auch immer mit anwesend.
1+1=1

In einem nur ist das Werk tats├Ąchlich unvollst├Ąndig:

Die B├╝rokratie ist n├Ąmlich immer und ├╝berall.

Liebe Gr├╝├če von bernd

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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SandyGrendel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Nov 2002

Werke: 37
Kommentare: 79
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Herbstliche Medizin

Hallo Bernd,

1. Schock
Deine Bemerkungen treffen den Nagel auf den Kopf. Der geneigte Leser sp├╝rt von allem Anfang an, dass etwas nicht ganz stimmt. Schon der Beginn des ersten Satzes ist mit seiner absoluten Aussage eigentlich v├Âllig daneben, und es geht dann im selben Stil weiter. Wer sich einlullen l├Ąsst, kann den letzten Satz schon als Schock empfinden!

2. Sanfte Landung
Anders bei meinem "Herbst" in den "Jahreszeiten & Festtexten". Da wird im ersten Vers ein ├Ąhnlich absolutes, "romantisches" Bild des Herbstes skizziert. Und langsam, f├╝r den weniger geneigten Leser unbemerkt, wird diese Idylle Strophe f├╝r Strophe demontiert, und wir landen fast unheimlich sanft in der heutigen Realit├Ąt.

Mit freundlichem Gruss!

SandyGrendel


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