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Leselupe.de > Ungereimtes
Meer ohne Wasser
Eingestellt am 20. 07. 2006 22:41


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Perry
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Meer ohne Wasser


Wir wussten beide
dass der Tag kommt an dem du die B├Ąume
unserer Erwartungen f├Ąllen w├╝rdest
um mit ihnen ein Schiff zu bauen
f├╝r deine Reise nach Amerika

Ich blieb zur├╝ck
sah dem Wind zu
wie er den Humus unserer Zeit fort trug
rannte dem Wasser des Satans hinterher
fand doch nur alte Spuren

Nur wenn ich mit den Skorpionen spielte
ihr Gift mein Hirn vernebelte
fiel Regen aus deinem Wolkenhaar
der in meiner Erinnerung
die W├╝ste kurz erbl├╝hen lie├č


Der Text bedient sich zweier arabischer Redewendungen:
W├╝ste: Meer ohne Wasser
Fatamorgana: Wasser des Satans

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ENachtigall
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???

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Hallo Manfred,

Kompliment! Die Art, wie Du hier mit den Redewendungen spielst, spricht mich sehr an. Besonders die letzte Strophe

quote:
Nur wenn ich mit den Skorpionen spielte
ihr Gift mein Hirn vernebelte
fiel Regen aus deinem Wolkenhaar
der in meiner Erinnerung
die W├╝ste kurz erbl├╝hen lie├č

...finde ich, beschreibt in feinster Poesie, wie die Verkl├Ąrung (Erbl├╝hen der W├╝ste) der Vergangenheit angesichts des Verlustes eines geliebten Menschen (Wolkenhaar) das Lyrich bef├Ąllt.

Liebe Gr├╝├če

Elke

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo Elke,
ja die Wehmut ist wohl eine der st├Ąrkste poetischen Triebfedern. Freut mich, dass dich meine "w├╝sten" Gedanken
angesprochen haben.
LG
Manfred

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