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Leselupe.de > Gereimtes
Megärentanz
Eingestellt am 06. 06. 2011 09:30


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Walther
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Megärentanz


Spieglein, Spieglein, an der Wand,
Hast Du mich denn nicht erkannt?
Ich bin’s, wichtig, stets die Mitte!
Sag, gewähre mir die Bitte:

Siehst du mich nicht, meinen Glanz?
Schau und spiegle meinen Tanz,
Immer muss ich heller strahlen,
Muss mit Besserwissen prahlen!

Sieh mich an, schau meinen Schmerz:
Habe ich ein kaltes Herz,
Ist es leer in meiner Seele?
Siehst Du nicht, wie ich mich quäle,

Dass mich einer Schönste nennt
Und als Beste mich erkennt?
Spieglein, kehr Dich, ich bin eigen,
Sollst nur zeigen, dabei schweigen!

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Label
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Lieber Walther

eine schmunzelige Satire.
Ich glaube jeder hat sich schon mal so einen Halleluja-Spiegel erträumt - die meisten wachen aber auf.
Du jedenfalls kannst gar nicht zu der bedichteten Spezies gehören, dafür fehlen die zumindest in einem Punkt die nötigen Voraussetzungen.
Oder weiß Gerd mehr?

eine kleine Meckerei

Siehst du mich nicht, meinen Glanz

fällt mir schwer Betonung und Reimschema zusammen zu bringen.
ich betone das nicht, dadurch gerate ich in dieser Zeile ins Schlingern.
Hieße es
Siehst du mich denn, meinen Glanz?
würde mich betont


mit lieben Gruß
Label
__________________
sie lasen soeben die buchstabenfolge, zensiert nur von eigener meinung

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Walther
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Hallo Marie-Luise,

danke für Deinen schönen Vierzeiler. Hat mir sehr gefallen! Wann postest Du wieder hier.

LG W.

Lb. Label,

in der Tat scheint in dieser Zeile ein Holperer zu sein. Wenn man aber das Gedicht in seiner Zentrierung auf die Ichperson liest, wird diese Betonung

Siehst du mich nicht, meinen Glanz?

des Verses m.E. nach logisch.

LG W.

Lb. Marie-Luise,

Dein erster Eintrag verweist auf meine Lesart des Verses. Danke für Deinen Hinweis.

Dein 2 Vorschlag würde aus dem Trochäus des Verses einen Jambus machen. Daher paßt er nicht ganz, ist aber verständlich, weil man sich an diesem Vers festbeißen kann.

LG W.

Lb. Label,

Eitelkeit ist nicht geschlechterspezifisch - das behaupten zwar die Männer gerne, ist aber nicht so. Ich habe ein wenig die Kulturgeschichte des Abendlands bemüht, und der Anlaß dieses Gedichts war eine weibliche Person - dennoch bestreite ich Ähnlichkeiten mit An- und Abwesenden, den Autor eingeschlossen, nicht.

Man sollte sich vor solchen Selbststilisierungen immer wieder selbst warnen - wobei diese Versuche durchaus allenfalls temporär und hernach aus der Distanz wirken, aber wem sage ich das.

Danke für Deine Kommentierungen!

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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