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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Mehr Kinder!
Eingestellt am 12. 09. 2003 08:53


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lapismont
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Kinder an die Macht!
Welche Kinder?
Diese Frage ist inzwischen wirklich berechtigt. Denn schaut man sich die Statistik der Bevölkerungsentwicklung weltweit an, so entdeckt man Deutschland erst nach langem Suchen, fast ganz am Schluss.

Aber es gibt ja Ideen.
Der aktuell regierende Kader hat sich Gedanken gemacht, um das Defizit bei den nachwachsenden Steuer- und Beitragszahlern zu beseitigen.
Ganztagsbetreuung heißt das Zauberwort.
Schaut man sich die VorschlĂ€ge jedoch genauer an, wird man feststellen, das so ganz der Tag nicht ist, genau so wenig, wie die Landschaften blĂŒhen.
Wenn ich einer VollbeschÀftigung nachgehe, ist meine Berechnung des tÀglichen Betreuungsbedarfes eigentlich ganz einfach:
Arbeitszeit mit Pausen und Überstunden: 9 Stunden
Fahrtweg hin und zurĂŒck: 2 Stunden
Betreuungsbedarf 11 Stunden
In etwa von 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr, um halbwegs normale Zeiten zu benennen.
Erstaunlicherweise gehen die VorschlÀge nur bis 13.30 Uhr...
Also doch keine echte Ganztagsbetreuung?
Und um die Überlegungen noch absurder zu machen: Wer eine Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes durchsetzt, der sollte auch den Betreuungszeitrahmen anpassen. Warum sollte das Kind nicht den Tagesrhythmus seiner Eltern leben?
Es mĂŒssen mehr Kinder her!
Aber das mĂŒssen wir auch wollen, um der Kinder willen.
Wir haben doch gar keine Wahl, bei der miesen Geburtsrate.

Kapitalismus ist doch so einfach! Angebot und Nachfrage. Aber die Nachfrage nach Kindern ist offensichtlich zu gering. Wenn etwas so selten ist, wie Kinder, mĂŒsste die Nachfrage ins unermessliche steigen. Um mehr Kinder zu erhalten, mĂŒsste der Staat alles zu tun bereit sein!

Es mĂŒssen viel weitreichendere Forderungen gestellt werden!
Ein kostenloses Familienauto fĂŒr jede Familie mit Kind, alleinerziehende oder getrennt lebende Eltern eingeschlossen!
Kostenloser Nahverkehr, Museen, VergnĂŒgungsparks etc. fĂŒr Kinder!
Es lÀsst sich noch vieles mehr benennen.

Wer dagegen hÀlt, das SozialschwÀchere dies ausnutzen könnten, dem kann man nur sagen: Na und?
Wovor hat man denn Angst?
Das diese Eltern ihren Kindern nicht gerecht werden?
Dann her mit der kostenlosen, echten Ganztagsbetreuung durch ausgebildete Erzieher und Lehrer, in kleinen Gruppen mit kostenlosem Lern- und Spielmaterial.
Jedem Kind eine ernsthafte und kindgerechte Betreuung!
Qualifizierte Hilfe den Eltern!

Über Geld darf dabei doch gar nicht mehr gesprochen werden.
Die Lage ist zu ernst.
Und wenn es heißt der Staat hat kein Geld – ja lieber Staat wer bist denn du – wenn nicht wir?
Wer sind wir ohne Kinder?

__________________
Kunst passiert.

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Michael Schmidt
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Hallo Ralf,

interessantes Thema. Du sprichst ja verschiedene Themen an, die ja auch zusammengehören.

Aber was willst du uns mit diesem Text sagen?

Michael

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lapismont
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Hallo Michael,

ich will sagen, das es keine Frage der Finanzierbarkeit mehr sein darf, etwas fĂŒr mehr Kinder zu tun.
Kein Deutscher darf sich fragen mĂŒssen: Kann ich mir ein Kind leisten?
Die Antwort muss immer lauten: Ja, denn Deutschland leistet sich jedes Kind.

cu
lap
__________________
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Michael Schmidt
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Hallo Ralf,

brauchen wir eine grĂ¶ĂŸere Anzahl Kinder? Und ist es nicht richtig, dem einzelnen BĂŒrger mehr und nicht weniger Selbstverantwortung zu ĂŒbergeben? Sind Kinder kalkulierbar wie ein Hauskauf und sollten dementsprechend abgeschrieben werden? Welchen Stellenwert nimmt der Arbeitgeber in der Elternrolle ein?

Eigentlich der meiner Meinung nach wichtigste Punkt: Wie sieht die Position der Frau in unserer modernen Gesellschaft aus? Wie definiert sie sich? Und wie die des Mannes? ( dieser Abschnitt in Bezug auf Kinder )

Bis bald,
Michael

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GabiSils
???
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Hallo Ralf,

Ganztagsbetreuung ist wichtig und in vielen FÀllen unumgÀnglich, hat aber auch eine böse Kehrseite.

Ich hatte das GlĂŒck, daß meine Tochter bereits ab drei Jahren erst in den Ganztags-Kindergarten, dann in den SchĂŒlerhort gehen konnte, mit Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung, von 7.30 bis 17.30. Da ich alleinerziehend war, ohne Partner, ohne Oma in greifbarer NĂ€he, war es anders nicht möglich.
Was glaubst du wohl, wieviel Energie und Zuwendung ich fĂŒr mein Kind noch ĂŒbrig hatte nach einem Tag in anspruchsvollem Job, rasch einkaufen, das Allernötigste im Haushalt machen, kochen ... selber ist man ja auch ein Mensch ...
Ich denke, ich habe es trotz allem meist geschafft, dem Kind gerecht zu werden. Nach zehn Jahren war es allerdings so weit: burnout.
Zu dem Angebot an Ganztagsbetreuung mĂŒssen in jedem Fall viel mehr vernĂŒnftige Teilzeitstellen kommen und eine gewisse Grundsicherung, entsprechend dem Erziehungsgeld, aber lĂ€nger!
DafĂŒr könnte man durchaus bei Gutverdienern das Kindergeld ganz streichen, denn da fĂ€llt die Entscheidung fĂŒr oder gegen Kinder nicht wegen ein paar Euro.

Gruß,
Gabi

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lapismont
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Hallo Gabi und Michael,

und ich stelle die These auf:
Kinder dĂŒrfen ihren Eltern gar nichts kosten.

Es ist egal, ob die Eltern reich oder arm sind.

Kindergeld ist nur ein schwacher Gewissenströster fĂŒr die Legislative, die Kinder gar nicht will.
In der jetzigen Lage, darf der Staat nicht diskutieren.
Jede gewĂŒnschte Art der Betreuung muss einfach möglich gemacht werden.

Die Menschen sollen Lust darauf bekommen, Kinder zu haben.
Es tötet doch die Eigenverantwortung, bei Kindern zuerst an Geld denken zu mĂŒssen, um sich als NĂ€chstes zu fragen:
Will ich Kinder in diesem Staat grossziehen?
Einem der kinderfeindlichsten der Welt?
Will ich ihnen das antun?

Deutschland geht mit wehenden Fahnen zugrunde und ist es schade darum?

cu
lap
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