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Leselupe.de > Gereimtes
Mein Abschied von deinem
Eingestellt am 18. 08. 2005 19:54


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Morris
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2005

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Mein Abschied von deinem

Heute gibt es keine Fröhlichkeit. Heute gibt es Regen. Heute ist die Einsamkeit. Kühler – wie ein Degen. Heute ist zum letzten Mal. Nach den Vielen an der Zahl. Heute bleibt für immer nirgends. Nur der Abschied überall. Alle dringenden Verluste. Drangen bis zur Leidenschaft. Und das Wortspiel, das ich wusste. Hieß, wie sehr sie Leiden schafft. In der Ferne ihrer Täler. In der Höhe seiner Zeit. Blind. Und stumm. Und durch im Fehler. Verkehrt als taube Traurigkeit. Und ich will fühlen, wie sie wollen. Ich will sagen, wie es ist. Dass die Eisenräder rollen. Dass mich keiner mehr vermisst.

Und dann die anderen Verrücktheiten. Als ob's gäbe keine alten. Takte. Schläge. Lacher. Schreie. Und zuletzt nicht einzuhalten. Sie war Liebe. Sie wird Luft. Sie blieb ewig. Und ging schnell. Das zum Altsein überlassne. Macht den Unsinn wieder hell. Diese Macht und diese Kraft. Die den Augenblick erschafft. Mischt ihr Zauber in die Gabe. So dass ich sie wieder habe. Wieder sehe. Wieder höre. Wieder keiner widerstehe. Was mich so vergessen wollte. Und ich als vergessen sah. Ertränkt den Abschied in der Lücke. Macht die Lüste wieder klar. Und ich will fühlen, wie ich wollte. Ich will sagen, wie ich fühl'. Dass mich die Liebe überrollte. Dass ich heute keinen Regen will.

Und der Zug warf keinen Schatten auf die Steine an den Gleisen. Die so sinnlos. Und so ziellos unter ihren Lasten kreisen. Ob ein Turm oder die Bäume. Ob ein Bach oder das Tal. Rissen mich und meine Träume. Zum Abendkleide in die Qual. Denn mein Gefühl gab sich erschöpft. Und tropfte seine feuchten Küsse. Auf ein Wiedersehen hin. Von ihrer Schulter um ihr Kinn. Von ihrem Auge bis zur Hand. Über den Mund und in das Haar. Erblickte mich. Und dann verschwand. Ich bleibe ewig ihr ein Narr an ihrer gottverdammten Wolke. Und ich wollte fühlen, wie sie nicht wollte. Wollte sagen, wie es wär. Dass mich dies nur widern sollte. Dass ich dreinfiel, wie ins kalte Regenmeer.

Heute fand ich was ich ums Verderben liebte. Keine einzelne Sekunde. Keine blasse Liebesstunde. Denn heute gibt es keine Fröhlichkeit. Keine Einzigartigkeit. Nur Regen – der sich zum Sinne in der Menge erst entfaltet, und veraltet. Und er nimmt mich mit sich. Spült mich fort in seine Fluten. Lässt mein ruheloses Herz auf ein Neues, Süßes bluten. Heute glaub' ich nicht. Leugne nicht. Wehre nicht um mich – mein Kind. Denn die Lüge ist in diesem Munde, spürbar wie ein kalter Wind. Und wieder zieren meinem Gesicht die Fessel sich in ihren Bann. Allein was heut verderblich biss, ist was ich nicht vergessen kann. Und heute bleibt mir alles lasten. Heute ohne jeden Trug. Ich weiß, was Liebe unvergänglich macht. Verlier ich nicht in diesem Zug. Dem Gedanken bin ich ein Sklave – bin verflucht und eingesogen. Denn wie ich fluche, wie ich glätte. Bleiben nimmerglatte Wogen. Und ich will fühlen, was ich nicht kann. Ich will sagen, was ich höre. Dass nicht der Abschied sei der Wahn. Das sind der Liebe blinde Schwöre.

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Perry
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Hallo Morris,
ein wahrer Sturm von Gefühlen, den Du hier sehr intensiv beschreibst. Ein wenig frage ich mich, warum Du den Text nicht nach den Reimen brichst. Er wäre so sicher noch besser zu lesen.
LG
Manfred

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Morris
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2005

Werke: 8
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Hallo Perry
Warum ich die Strophen nicht breche? Nun, man braucht schon einen Eimer Wasser um zu ersaufen und nicht nur einen Schluck.;-)

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo Morris,
na dann wohl bekomms!
LG
Manfred

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