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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mein Freund, der Dinosaurier
Eingestellt am 08. 06. 2003 20:26


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Flitzi
Routinierter Autor
Registriert: May 2001

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Mein Freund, der Dinosaurier

Flink verkroch sich Marc unter der steinernen Treppe, die zum Pausenhof f├╝hrte. Hier war er sicher vor den gro├čen Jungs der 3a. Wenn er lange genug wartete, w├╝rden sie vielleicht nach Hause gehen, ohne ihm noch l├Ąnger aufzulauern. Seine Mutter w├╝rde zwar w├╝tend sein, dass er mal wieder nicht rechtzeitig zum Essen erschien, aber das war ihm allemal lieber, als sich schon wieder von den Gro├čen herumschubsen zu lassen.
Marc kauerte sich mucksm├Ąuschenstill auf den kalten Steinfu├čboden und wartete ab. Mit seiner kleinen Hand fischte er in seiner Jackentasche herum und zog einen gr├╝nen Plastikdinosaurier heraus. Gef├Ąhrlich sah er aus, mit seinem Riesenmaul und den messerscharfen S├Ąbelz├Ąhnen, aber leider viel zu klein, um die bl├Âden Jungs zu erschrecken.
Warum konnte sein Dinosaurier nicht echt sein? Echt und gro├č, wie damals in der Urzeit. Er h├Ątte Marcs Freund sein und ihn immer besch├╝tzen k├Ânnen. Genau! Das war eine gute Idee! Mit seinem Freund, dem gr├Ąsslich-h├Ą├člichen-super-gef├Ąhrlichen Dinosaurier an seiner Seite w├Ąre Mama bestimmt immer nett zu ihm. Vielleicht d├╝rfte er auch dann den ganzen Abend fernsehen.
Bestimmt w├╝rde sie ihn auch nicht mehr zwingen, Kohlrabi und M├Âhren zu essen und t├Ąglich zweimal seine Z├Ąhne zu putzen. Das hasste Kim n├Ąmlich sehr.
Und auch Frau Lorenz w├╝rde Angst bekommen. Sie w├╝rde es nicht mehr wagen, ihn vor allen Kindern anzuschreien, wenn er seine Hausaufgaben vergessen hatte. Sie w├╝rde ihn vielleicht b├Âse angucken, aber dann w├╝rde sein Freund, der S├Ąbelzahn-super-Dino durchs Klassenfenster blicken, f├╝rchterlich fauchen und noch viel b├Âser als Frau Lorenz gucken. Sie w├╝rde keinen Ton mehr herausbringen. Die hatte ja schon vor klitzekleinen M├Ąusen einen Riesenbammel. Was w├╝rde sie nur sagen, wenn Marc einen Besch├╝tzer-Dino zum Freund h├Ątte? Alle w├Ąren super nett zu ihm. Alle, auch die dummen Jungs aus der 3a. Sie w├╝rden ihn nicht mehr ├Ąrgern und hauen, weil er so klein war. Nein, auf gar keinen Fall. Sie h├Ątten bestimmt gro├če Angst, von Marcs Monster-Dino-Freund gefressen zu werden. Sie w├╝rden schreiend weglaufen, zu ihren Mamis und weinen wie kleine Babys, wenn das gro├če gr├╝ne Monster sein gef├Ąhrliches Maul aufrei├čen und in einer ohrenbet├Ąubenden Lautst├Ąrke: ÔÇ×Uuuuaaaaahhhhhhhhh!ÔÇť br├╝llen w├╝rde.
Im selben Augenblick sprang Marc, vertieft in sein Gedankenspiel, auf und br├╝llte, so laut er nur konnte.
Die Jungs der 3a, die schon Ausschau nach ihm gehalten hatten, kamen gerade die Treppe herunter. Da sie nicht mit Marc und erst recht nicht mit einem derartigen kr├Ąftigen Kampfgeschrei gerechnet hatten, erschreckten sie sich f├╝rchterlich. Einer von ihnen stolperte vor Schreck sogar ├╝ber seine eigenen F├╝├če und landete auf allen Vieren. Marc schaute sie einen Augenblick, in dem er verga├č, dass er viel kleiner und schw├Ącher war als sie, dinosaurierm├Ą├čig b├Âse und gef├Ąhrlich an und rannte dann davon.
Die Jungs der 3a guckten noch ganz verwirrt, als eine Sch├╝lergruppe der 4. vorbeikam. Von weitem hatten sie beobachtet, dass die drei Jungs sich von einem kleinen Erstkl├Ąssler erschrecken lassen haben und brachen in lautes Gel├Ąchter aus.
Die drei starken Jungs verkr├╝melten sich kleinlaut.
Marc dagegen h├╝pfte vergn├╝gt nach Hause. Vielleicht w├╝rden die Jungs ihn morgen wieder ├Ąrgern, aber immerhin hatte er ihnen endlich einmal seine Dinosaurierkrallen gezeigt.


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flammarion
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einfach

super, die geschichte!
h├Ątt ich doch nur auch einen saurier gehabt, aber damals war von den viechern nirgendwo die rede. ich hatte nur den blechtopf am g├╝rtel, wo das essen f├╝r die oma eingef├╝llt war . . .
ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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