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Leselupe.de > Anonymus
Mein Herr...
Eingestellt am 31. 07. 2004 09:36


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Mein Herr, Sie sind ein Ochse.

Sie saugen mich aus wie ein Schwamm mit ihren durstigen Blicken. Ersticken mich mit Ihren klebrigen Komplimenten, die nichts als in meinen Schoß kriechen wollen. Und bitte: Schicken Sie mir keine Blumen mehr, denn ich werfe sie ohnehin gleich fort. Ich mag nicht zusehen, wie sie welken. Welk werden wie Ihre Gefühle schon bald, würde ich Sie erhören. Hören Sie auf, so bleischwer auf den Boden zu schauen, als wäre Ihnen das Herz entzwei gebrochen. Was wissen Sie schon von der Liebe. Sie ergehen sich in Schwärmerei, baden Ihre tränengesalzenen Poesieblümchen in selbstgemalten Wunderwolken. Ich bin das nicht, hören Sie auf, an mir zu malen. Zärtliche Worte hauchten Sie mir in taube Ohren, Sie vermochten nie, mich zu berühren. Mein Herr, warum zeigen Sie mir Fotos, warum zeigen Sie mir nicht Ihr Gesicht? Ja, jetzt müssen Sie natürlich weinen. Um meinetwillen? Sie beweinen ja schon wieder sich selbst. Mein Herr, ich möchte Ihnen diese Perle hier schenken. Behandeln Sie sie behutsam, dann wird sie Ihnen schon bald die Augen öffnen. Und das Herz. Damit die Sonne in Ihr Herz scheint, glauben Sie mir, das hätte ich nicht gekonnt. Nehmen Sie diese Perle und nehmen Sie Abschied von mir. Mein Herr, ich muss jetzt gehen. Ich muss jemanden suchen. Jemand, der Sie nicht sind.

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Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

Du suchst nach einem Titel. Schön.
Aber zuerst solltest du einen Text haben.
Das, was ich hier lese, ist ein Satz.

Mein Herr, Sie sind ein Ochse.

Alles, was folgt, ist ĂĽberarbeitungsbedĂĽrftig oder am besten fĂĽr den Papierkorb.

Wenn du zum ersten Satz einen Text hast, der hält, was der Anfang verspricht, dann wirst du ohne Hilfe den Titel finden.

Lotte Werther

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

Ach, wie ich diese gnadenlosen Frauen liebe!
Das ist ja schon fast wieder eine Zärtlichkeit, wie
du diesen Mann herunterputzt.
Ich beneide ihn fĂĽr dieses Erlebnis.
Du solltest es als Domina probieren. Es gibt eine Menge
devote Herren. Die zahlen noch dafĂĽr.
Okay, es ist ein Text. Sprachlich wäre sicher daran
zu feilen. Aber das ist fĂĽr mich Nebensache.
SchlieĂźlich bedeutet das Arbeit. Igitt.

Kompliment: Es kommt rĂĽber, wieviel Lust diese Frau
hat, diesen Knilch mit seinem armseligen BlumenstrauĂź
zu vernichten. Köstlich!

Ansonsten hat Lotte in allen Punkten recht.

bon.

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jon
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Registriert: Nov 2000

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Und wenn's schon mal ans Überarbeiten geht (was sich sicher sehr lohnen würde, denn die Sache hat – aus meiner Sicht jedenfalls – Potential): Ich bin nicht recht schlau geworden,
± ob sie den Typ bemitleidet ("ich hätte Ihr Herz nicht öffnen können")
± ihn ablehnt, weil sie weiß, dass er sie nicht liebt, sondern nur "haben will" ("die Gefühle würden rasch welken")
± ob er sie doch ein bisschen interessiert, es aber einfach mal zu blöd anstellt ("Warum zeigen Sie mir nicht Ihr Gesicht?")
± ob sie wütend (oder zumindetst heftig genervt) ist, weil er sie belästigt (Wieso kann er das eigentlich so penetrant und offenbar ohne dass sie ausweichen kann? Ist es der Schreibtisch-Nachbar im Büro?)
± oder ob sie ihn in erster Linie erbärmlich findet…
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

Jon, ich glaube dieser Mann nervt einfach nur durch
seine penetrante Nachstellerei. Ich weiĂź, daĂź es solche
Typen gibt. Die sagen sich, wenn ich`s tausendmal
probiere, habe ich mindestens einmal Erfolg.

Die würden sogar ihre Schwiegermutter mit Blumensträußen
verfolgen. Oder der Freundin des besten Freundes nachstellen.

Ă„tzend - und dafĂĽr nehmen sie alle DemĂĽtigungen in Kauf,
nur um zum Stich zu kommen.

Das sind echte Erpel.

bon.

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jon
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…ja schon, bon, das ist ja auch der "Grundklang". Aber ich würd "an so einen" doch nie Gedanken (oder gar gsprochene Worte) wie

Welk werden wie Ihre Gefühle schon bald, würde ich Sie erhören.

oder

Mein Herr, warum zeigen Sie mir Fotos, warum zeigen Sie mir nicht Ihr Gesicht?

oder

Damit die Sonne in Ihr Herz scheint, glauben Sie mir, das hätte ich nicht gekonnt.

verschwenden. Ich wäre stinksauer.

Oder es ist eben nicht nur – wie sagtest du? Erpel? – ein „Erpel“ (hihi, gefällt mir), sondern wirklich unglücklich verliebt (, was ich nach diesem Text nicht für unmöglich halte, auch wenn der Typ dann sicher gaaaaar nichts von Macho oder so haben dürfte) – dann tät er mir einfach nur leid (, obwohl ich in dem Stadium dann wohl auch bereits sauer würde, wenn er einfach nicht begreift, dass er keine Chance hat). In diesem Fall ist aber der Satz “ Ersticken mich mit Ihren klebrigen Komplimenten, die nichts als in meinen Schoß kriechen wollen." falsch, weil der wieder für den „Erpel“ spricht.


__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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