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Leselupe.de > Ungereimtes
Mein Stern
Eingestellt am 19. 05. 2010 01:55


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Rhea_Gift
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Mein Stern

Nachts sehnt mein Blick sich aus dem Fenster -
trÀumt vom Fliegen, Sternenreisen,
sucht, begehrt den einen meinen -

ins Auge weit vermischt sich breit
verschwimmend sein Schimmer,
ich schwebe, wehe,
reite - sein Funkeln mein Geleite -
ihm entgegen, auf Wellen,
verwegen -

bis der Mond dort oben im Rund
ĂŒber tiefem Grund
die Pupille fÀngt,
das Sehnen zurĂŒck ins Blaue senkt,
das dunkel sein helles Gesicht umhĂŒllt,
umspĂŒlt die traurige Miene -

die wie eine vertrÀumte Konkubine
immer noch leuchtet,
fern von ihrem Stern
gebadet in Strahlen,
die von hinten durchs Herz
ihr ins Auge fallen -

bis der Vorhang am Morgen sich langsam schließt
und der Tag ihren Traum vergisst.

Nur manchmal,
im Blinzeln zwischen Jetzt und Gleich,
regt sich weich
im Schwarz, was sie nachts so vermisst,
und manchmal,
da fliegt mein Blick auch am Tag
von hinten durchs Herz meinem Stern bis ins Mark
und hebt mich einen leichten schwebenden Schritt
so weit, wie sonst nur mein Himmelsritt
mich schweifen lÀsst in der Nacht -

dann weiß ich, mein Stern ist erwacht.
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

Version vom 19. 05. 2010 01:55
Version vom 20. 05. 2010 02:03

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Rhea_Gift
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Zwei Kommata vergessen beim nĂ€chtlichen tippen, mehr nicht - ich fand es gerade reizvoll, nicht zu viele Punkte einzusetzen - hatte sogar erst ĂŒberlegt, alle Interpunktioenen rauszunehmen... nun, am Verstehen liegt mir ja schon was, also versuche ich mal, es zu erleichtern... ich versuchs mal mit AbsĂ€tzen...

fein, dass es dein Verstehen, nicht hindert, liebe Estrella - und ach, am Tage ist nicht nur Suchen, sondern auch Finden manchmal, wurde wohl ĂŒberlesen?

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Rhea_Gift
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PS: vielleicht gehörts doch eher in die Lyrik - dafĂŒr fand ichs aber zu ausformuliert - weiß net recht - Meinungen??? Ist so dazwischen - Prosalyrik halt mit Reimen hier und da...

LG, Rhea
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Perry
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Hallo Rhea,

ich finde es in der Rubrik Lyrik gut plaziert.
Durch die Alliterationen und eingestreuten Reime entsteht ein interessanter Klang beim Lesen.
Konstruktiv möchte ich anmerken, dass ich mir eine inhaltliche und bildliche Verknappung gut vorstellen könnte. Das zu bekannte Bild "von hinten durchs ..." könnte ich mir, wenn ĂŒberhaupt, eher als Titel gut vorstellen.
LG
Manfred

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Rhea_Gift
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hi, ich mag die prosaische lĂ€nge hier, drum wars erst bei Prosa... und ich mag das modifizierte bild von hinten durch..., trifft zudem 100 %, was ich sagen will - reflexionen um die ecke bzw. von hinten durchs herz ins auge bzw. mark ermöglichen das sehen des mondes, das sehen des eigenen sterns im innern statt außen...

lg, rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Rhea,

dein Gedicht hat viele wunderbare Stellen.

Leider werden diese aber - wie Ternessa sehr richtig anmerkt - durch die Partizipialkonstruktionen quasi aufgehoben. Diese sind in der Lyrik besser Ă€ußerst sparsam anzuwenden, weil sie einen Text hölzern, manchmal sogar unbeholfen wirken lassen. Schau, wenn du

quote:
Mein Stern

quote:
Nachts sehnt mein Blick sich aus dem Fenster -
trÀumt vom Fliegen, von Sternenreisen,
sucht, begehrt den einen meinen -

im Auge weit vermischt sich breit
verschwimmt sein Schimmer,
ich schwebe, wehe auf Wellen reitend,

sein Funkeln leitet mich
ich wĂŒnsch mich ihm entgegen
bis der Mond dort im Rund
ĂŒber tiefem Grund
die Pupille fÀngt,
das Sehnen zurĂŒck ins Blaue senkt,
das dunkel sein helles Gesicht umhĂŒllt,
umspĂŒlt die traurige Miene -

die wie eine vertrÀumte Konkubine
immer noch leuchtet,
so fern von ihrem Stern
gebadet in Strahlen,
die von hinten durchs Herz
ihr ins Auge fallen -

bis der Vorhang am Morgen sich langsam schließt
und der Tag ihren Traum vergisst.

Doch manchmal,
im Blinzeln zwischen Jetzt und Gleich,
regt sich weich
im Schwarz, was sie nachts so vermisst,
und manchmal,
da fliegt mein Blick auch am Tag
von hinten durchs Herz meinem Stern bis ins Mark
und hebt mich einen schwebenden Schritt
so weit, wie sonst nur mein Himmelsritt
mich schweifen lÀsst in der Nacht -

dann weiß ich, mein Stern ist erwacht.
klÀnge es weniger konstruiert. Mit dem "von hinten" habe ich auch noch etwas Schwierigkeiten ... Und vielleicht noch den Rhythmus etwas glÀtten ...

Liebe GrĂŒĂŸe
Heidrun

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