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Leselupe.de > Kindergeschichten
Mein bester Freund
Eingestellt am 06. 10. 2016 13:52


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LUPESIWA
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2015

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Mein bester Freund

Der kleine Tim wohnt in einem schönen Haus. Seine Mama und sein Papa wohnen natĂŒrlich auch da und sein Freund Bruno.
Bruno ist ein TeddybĂ€r. Er hat ein dunkelbraunes weiches Fell, einen großen weißen Fleck auf der Brust und auf jeder Pfote einen kleinen weißen Fleck.
Sie machen ganz viel zusammen. Bruno darf mit in Tims Bett schlafen.
Wenn Tim ein bisschen krank ist, mit Schnupfen und Halsweh, muss er ein paar Tage im Bett bleiben. Dann liegt Bruno ganz lieb neben ihm. Er bekommt einen dicken Schal um, damit er nicht auch krank wird.
Am Morgen sitzt er mit Tim am FrĂŒhstĂŒckstisch in einem hohen Stuhl, den hat Tims Papa selbst gebaut.
Wenn Tim im Kindergarten ist, sitzt Bruno in einem kleinen Sessel im Kinderzimmer,
wartet auf ihn und passt auf alles auf.
Nach dem Mittagsschlaf spielen sie zusammen oder gehen mit TÏms Mama einkaufen. Tim fÀhrt dann mit seinem Dreirad und Bruno sitzt in einem Körbchen hinten auf dem kleinen GepÀcktrÀger. So sind sie schon lange Zeit die besten Freunde.

Heute ist ein großer Tag. Tim hat Geburtstag, er wird schon sechs Jahre alt. Er ist so aufgeregt und vergisst, Bruno mit an den Tisch zu nehmen. Der wundert sich. Aber er ist Tim nicht böse, weil der ja Geburtstag hat.
Am Nachmittag ist ganz viel los. Tims Mama hat das Zimmer geschmĂŒckt. Überall hĂ€ngen bunte Girlanden und Luftballons. Dann kommen viele Kinder. Sie sind alle laut und lustig und sitzen zusammen am Tisch, essen Kuchen und trinken Kakao.
Bruno sitzt traurig in seinem Sessel und denkt, na ja; ist wohl kein Platz mehr.
Dann kommt Tims Papa und bringt viele Geschenke mit. Tim packt sie alle aus und jubelt immer lauter. Die grĂ¶ĂŸte Überraschung ist ein blaues Fahrrad. Alle gehen vor das Haus, und Tim muss es gleich ausprobieren.
Bruno sitzt in seinem Sessel und wird immer trauriger. Na ja, denkt er, da ist ja auch kein Körbchen drauf.
Als alle weg sind, muss Tim schlafen gehen. Vorher spielt er noch mit seiner kleinen Eisenbahn. Da fÀhrt eine Lokomotive mit AnhÀnger immer im Kreis herum.
Tim schlÀft nach der ganzen Aufregung tief und fest, und Bruno sitzt immer noch in seinem Sessel und denkt, er hat mich wirklich vergessen.

Am nÀchsten Morgen muss Tim schnell in den Kindergarten. Es ist ein bisschen spÀt. Ohne sich zu verabschieden ist er weg.
Da ist Bruno doch etwas brummig. Gut, denkt er, wenn wir keine Freunde mehr sind, dann gehe ich auch weg.
Heimlich schleicht er sich aus dem Haus und tapst langsam den Fußweg entlang. Er kommt an vielen HĂ€usern und GĂ€rten vorbei.
In einem Garten sieht er ein kleines Fahrrad. Das steht ganz allein in einer Ecke und ist sehr schmutzig. Auf dem hinteren Rad ist keine Luft mehr. Es sieht sehr traurig aus.
Bruno tappt weiter und kann in ein Zimmer sehen. Das sieht aus wie Tims Kinderzimmer. Ganz viel Spielzeug liegt herum. Aber hinter der TĂŒr entdeckt er ein Schaukelpferd. Es ist braun weiß gefleckt und hat eine lange helle MĂ€hne. Das sieht auch ganz traurig aus.


Bruno ist mĂŒde vom Laufen. Er bleibt stehen und ruht ein bisschen aus. Da sieht er in einem großen Fenster eine wunderschöne Puppendame. Sie hat ein langes weißes Kleid mit goldenen Sternen an, und sieht aus wie eine Prinzessin aus dem MĂ€rchenbuch. Aber ihre großen blauen Augen sind ganz traurig und schauen an Bruno vorbei in die Ferne.
Bruno wird immer trauriger und denkt; seid ihr auch vergessen worden?
Der Weg biegt ein wenig um die Ecke. Plötzlich fĂ€llt ein großer Schatten auf Bruno. Er erschreckt sich sehr und plumpst auf sein Hinterteil.
Vor ihm steht der schwarze Kater „Murr“. Er macht einen Buckel und faucht ihn an. Kater „Murr“ ist nicht böse. Er hat sich wohl auch erschrocken. Eine Weile bekucken sie sich.
Zu gern hÀtte Bruno dem Kater seine Geschichte erzÀhlt. Aber die Katzensprache und die Teddysprachen passen nicht zusammen - die Katze schnurrt, der Teddy brummt.
Auf leisen Pfoten schleicht der Kater weiter, und Bruno bleibt in seiner Zaunecke sitzen. Eine große TrĂ€ne tropft aus seinen schwarzen Augen und rollt ĂŒber das Fell.
Plötzlich wird er hochgehoben.
„Wie kommst du denn hierher? Du bist doch der TeddybĂ€r vom kleinen Tim“, hört er eine Stimme; die kennt er. Es ist die nette Frau, die Brötchen im BĂ€ckerladen an der Ecke verkauft. „Da will ich doch gleich einmal klingeln“, sagt sie und lĂ€uft los.

Das Haus in dem Tim wohnt ist hell erleuchtet.
„Mama, Papa, Bruno ist weg“, ruft er ganz laut und saust in die KĂŒche.
„Aber Tim, Bruno kann doch nicht weg sein“, sagt seine Mutter und streicht ihm liebevoll ĂŒber die Haare. „Komm, wir gehen ihn suchen.“
Sie laufen durch alle Zimmer, aber Bruno ist nicht da. Tims Papa schaut sogar in den Keller, wo das neue blaue Fahrrad steht.
Alle sind sehr ratlos. „Vielleicht hast du ihn irgendwo vergessen?“, sagt sein Papa.
„Nein, nein“ schluchzt Tim, „ ich vergesse doch meinen Freund Bruno nicht!“
Dann wird er ganz still. Er erinnert sich an die ganzen Aufregungen zu seinem Geburtstag.
„Vielleicht habe ich Bruno doch ein bisschen vergessen“, sagt er leise. „Aber heute wollte ich ihm alle meine Geschenke zeigen“, flĂŒstert er und die TrĂ€nen laufen ĂŒber sein Gesicht. „Und Papa will doch morgen auch das Körbchen auf mein Fahrrad bauen.“
Da lĂ€utet die HaustĂŒrglocke. Tims Mama macht die TĂŒr auf und ruft dann laut nach ihm. Er trottet ihr nach und schaut in Brunos liebes Gesicht.
„Bruno“, jubelt er und nimmt ihn ganz fest in seine Arme. “Wo warst du denn, du Ausreißer, ich habe dich ĂŒberall gesucht!“
Jetzt ist Bruno wieder glĂŒcklich. Tim drĂŒckt ihm so fest, dass gleich dreimal ein tiefes „BRUMM, BRUMM, BRUMM“ aus seinem Bauch kommt.


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Die TrÀume sind frei

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