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Leselupe.de > Humor und Satire
Mein erster Tag als Hexe
Eingestellt am 09. 02. 2003 18:17


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Heidrun
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Mein erster Tag als Hexe

Meine Tochter und ich hatten es sich zur Gewohnheit gemacht, uns einmal im Monat zu einem Einkaufsbummel zu treffen.
Sie war vor zwei Jahren ausgezogen um mit einundzwanzig Jahren endlich erwachsen zu werden, wie sie sagte.
Dieser vierte Samstag im Monat war immer etwas ganz besonderes fĂŒr uns.
Diesmal trafen wir uns im Einkaufzentrum "West" mit vielen GeschÀften nach unserem Geschmack.
Wir schlenderten durch die LĂ€den und kauften jeder ein paar Kleinigkeiten.
Seit wir getrennt voneinander wohnten war unser VerhÀltnis zueinander nur besser geworden und unsere GeschmÀcker in Sachen Mode waren trotz Altersunterschied Àhnlich.
Nach einer Kaffepause bei "Emmas Kaffepott" gingen wir zielgerecht auf den Buchladen zu. BĂŒcher bedeuteten uns beiden mindestens genausoviel wie gute Kleidung. Da waren wir uns einig, wir wĂŒrden hier jeder wieder mal ein StĂŒndchen verbringen, suchend, schmöckernd und glĂŒcklich.
Weil ich bei den Romanen nicht fĂŒndig wurde, wendete ich mich der Esoterik zu.
Und gleich daneben fand ich es:"Das Zauberbuch"
Mit seiner leuchtenden roten Farbe zog es mich magisch an. Daran kam ich nicht vorbei!
Als ich meine Tochter eine halbe Stunde spĂ€ter an der Kasse traf hatte sie gleich vier BĂŒcher in der Hand.
Ich hatte nur eins, war aber sicher den besten Fang seit langer Zeit gemacht zu haben.
Mich drÀngte nur noch der Wunsch schnell nach Hause zu fahren, zu lesen und auszuprobieren.

Und nun war die erste Nacht ohne TrÀume vergangen.
Sollte der Zauberspruch:"Ich will im Schlaf geheilt werden" etwa schon gewirkt haben?
Der Wecker klingelte um 6:10 Uhr.Ich war tatsÀchlich sofort hellwach.
Nun fĂŒhlte ich mit gut und ausgeschlafen wie schon seit langen nicht mehr.
Ich ging in das Bad und sah in den Spiegel."Eigentlich siehst Du doch noch ganz normal aus, eben so wie gestern." sprach ich mein Spiegelbild an.

Zu meinem allmorgendlichen Ritual Gesichtsgymnastik per sprechen der Buchstaben A; E; I; O, U kam nun mein neuer Zauberspruch dazu: "Heute wird ein Wunder geschehen!"
Mein LĂ€cheln wurde ein Grinsen und eigentlich fand ich es doch reichlich albern.
Aber das erste Wunder war geschehen, denn ich hatte bereits am frĂŒhen Morgen ausgesprochen gute Laune.
Der Tag nahm seinen Lauf. Ich bekam ohne Problem einen Sitzplatz in der Trambahn, die Anschlußbahn wartete schon am Hauptbahnhof auf mich. Und so war ich ohne eigenes zutun super pĂŒnktlich auf Arbeit.
Also ab auf das WC und der Blick in den Spiegel, lÀcheln und: "Heute wird noch ein Wunder geschehen!"

Vielleicht war ich zu unverschÀmt, denn an diesem Tag gab es noch einige Wunder.Doch ob sie alle gut waren, wagte ich mehr als zu bezweifeln.
Denn mein Resturlaub vom Vorjahr, welchen ich schon vor 3 Wochen beantragt hatte, wurde mir zu dem gewĂŒnschten Datum nicht gewĂ€hrt.
Beim Friseur am Nachmittag hatten die StrĂ€hnchen die mir gemacht wurden zwar die gleiche Farbpartienummer wie sonst auch, sahen aber völlig anders und alle ein bißchen zu sehr rötlich aus.
Es gab einen Eisregen und natĂŒrlich das totale Verkehrschaos in dem ich mit von der Partie war. Die AnschlĂŒsse bei der Trambahn passten nicht mehr und als ich auf den Bus umsteigen wollte, war ich nur etwas zu spĂ€t. Er fuhr mir im wahrsten Sinne des Wortes vor der Nase weg.
Und als ich abends in den Spiegel sah fand ich, daß die Nase tatsĂ€chlich lĂ€nger als am Morgen war.

Nun das wĂ€re gar nicht so schlimm, wenn es auch dafĂŒr einen Zauberspruch geben wĂŒrde.
Ich nahm mein Zauberbuch und machte es mir auf der Couch bequem. Doch noch ehe ich bei der richtigen Seite ankam, war ich eingeschlafen.

Das war nun wirklich kein Wunder!

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Michael Schmidt
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Hallo Heidrun,

meine Anmerkungen:
Am Wochenende habe ich mit meiner Tochter einen Einkaufsbummel gemacht und dabei das „Zauberbuch" entdeckt.
„Das wĂ€re doch mal was!" Ich wollte es unbedingt lesen und ausprobieren.
Und nun habe ich die erste Nacht ohne TrÀume verbracht.
Sollte das schon etwas zu bedeuten haben?
Der Wecker klingelte um 6:10 Uhr und ich war tatsÀchlich sofort hellwach.

Erst Gegenwart, dann Vergangenheit. Der letzte Satz wĂŒrde ich in zwei SĂ€tze spalten oder ein Komma verwenden.

Und nun fĂŒhlte ich mit gut wie schon seit langen nicht mehr.

mit?

Mein LĂ€cheln wurde ein Grinsen und eigentlich fand ich das doch reichlich albern.

Na ja...

Vielleicht war ich zu unverschÀmt, aber an diesem Tag gab es noch einige Wunder doch ob sie alle gut waren, wage ich zu bezweifeln.

Hört sich nicht nur nicht gut an, ich bezweifle auch ihre Zweifel.


Die Idee gefĂ€llt mir, doch an der AusfĂŒhrung wĂŒrde ich noch ein wenig feilen.

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Heidrun
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Mein erster Tag als Hexe

Hallo Michael,

Danke fĂŒr Deine ehrliche Kritik. Ich habe inzwischen einige kleine Änderungen vogenommen was Vergangenheit und Gegenwart betrifft.
Ein Problem habe ich allerdings. Ich verstehe nicht was du meinst bei den fraglichen Wundern. Findest Du nur meinen Ausdruck schlecht oder meinst Du es gÀbe da keinen Zweifel?

Gruß Heidrun

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Michael Schmidt
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Vielleicht war ich zu unverschÀmt, aber an diesem Tag gab es noch einige Wunder. Ob sie alle gut waren, wage ich mehr als zu bezweifeln.

So, ich habe dir mal meinen Vorschlag hingeschrieben ohne allzu viel zu Àndern.
Bei allem UnglĂŒck, das auf sie zukommt, ist die Aussage:
wage ich zu bezweifeln
weder besonders ironisch, noch besonders treffend.

Aber vielleicht siehst du das anders.

Du könntest dir ĂŒberlegen, die Geschichte ein wenig mehr auszufĂŒhren, das ein oder andere Detail zuzufĂŒgen:
Beispiel:
Am Wochenende bummelte ich mit meiner Tochter Anja in der Innenstadt, wie immer war es brechend voll. Genervt von Anja, die kaum ein GeschĂ€ft auslies, obwohl jede Boutique das gleiche Sortiment zu haben schien,lenkte ich Anja in eine Buchhandlung. Dabei entdeckte ich das „Zauberbuch".

Nicht, daß du es so schreiben sollst wie vorgeschlagen, ich habe es nur als Anregung ausgefĂŒhrt.

Bis bald,
Michael



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Heidrun
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Hallo Michael

Danke fĂŒr Deine Anregungen.

Ich habe mich im Laufe der Woche mit dem Text beschĂ€ftigt und einige Änderungen vorgenommen.

Wenn Du mir nochmals Deine Meinung dazu schreiben könntest, wĂŒrde ich mich sehr freuen.

Übrigens sind mir inzwischen Ideen fĂŒr eine Fortsetzung gekommen, an denen ich aber noch ein bischen arbeiten will.





"Das Universum ist erfĂŒllt von grenzenloser KreaktivitĂ€t.
Ich ziehe sie an wie ein Magnet.
Mein Geist und meine TrÀume öffnen sich ihr.
Sie fließt in mich ein wie ein Strom klaren Wassers."

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Michael Schmidt
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Hallo Heidrun,

der Anfang hat noch ein wenig den Charakter einer AufzÀhlung, das könntest du noch optimieren.

Und :
Doch ob sie alle gut waren, wage ich mehr als zu bezweifeln.

wagte statt wage, oder?

Und hĂ­ch wĂŒrde noch hinzufĂŒgen:
Und ich behielt Recht!
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Der ErnstFall Michael Schmidt

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