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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Mein kleiner Hamster
Eingestellt am 16. 08. 2004 22:51


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None Back
Festzeitungsschreiber
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Mein kleiner Hamster.. war etwas ganz besonderes. Er war v├Âllig braun, bis auf den kleinen, schwarzen Fleck zwischen seinen kleinen Augen. Er war sozusagen mein bester Freund, schon seit damals, als ich ihn das erste Mal zu Gesicht bekam, ein kleines Fellkn├Ąul, das ich mir zum Geburtstag gew├╝nscht hatte.

Ich gab ihn nie frei, spielte jeden Tag mit ihm, nahm ihn sogar manchmal mit in die Schule, zeigte ihn meinen Freundinnen - und sie beneideten mich. Damals f├╝hlte ich mich so, als w├Ąren Jerry und ich - Jerry hie├č mein Hamster -, der Mittelpunkt der Welt. Und das waren wir auch. Alle wollten ihn streicheln, ihm dabei zusehen, wie er seine getrocknete M├Âhre verputzte und dabei ein leises, aber nicht zu ├╝berh├Ârendes Kauger├Ąusch von sich gab. Alle wollten sie ihn dann verz├╝ckt ansehen und zu kichern anfangen, bis ich ihn wieder mit mir nahm, so egoistisch wie ich war und ihn nur f├╝r mich haben wollte.

Sogar Kunstst├╝cke wollte ich ihm beibringen, ihn durch selbstgebaute Labyrinthe f├╝hren, doch - er weigerte sich, streunte durch mein Zimmer und hinterlie├č kleine Geschenke in den abgelegensten Ecken. Nat├╝rlich war ich Schuld und musste das alles wieder sauber wischen.

Ich lie├č ihn ├Âfters alleine durch mein Zimmer laufen, denn schlie├člich wollte ich, dass er nicht zu dick wurde, wenn er immer allein in seinem K├Ąfig sa├č und nur an das Futter in seiner Sch├╝ssel dachte, das er doch gerade eben erst verputzt hatte. Ich dachte nicht, dass genau das einmal mein Fehler sein w├╝rde.

Eines Tages war er pl├Âtzlich verschwunden, nachdem ich ihn rausgelassen hatte. Ich suchte ├╝berall nach ihm, in allen Ecken der Wohnung, suchte unter meinem Bett, hinter meinen Regalen, in meinem Schrank - ├╝berall. Doch er war nirgends auffindbar.
Meine Eltern halfen mir anfangs bei der Suche, doch als sie aussichtslos blieb, erz├Ąhlten sie mir, dass er davon gelaufen sei, um eine Hamsterfamilie zu gr├╝nden - mit zwei Kindern, einer Hamsterfrau und einem sch├Ânen kleinen Bau im Wald, wo sie alle gemeinsam gl├╝cklich und zufrieden wohnten. Obwohl ich zu weinen anfing, weil er mich einfach so verlassen hatte, glaubte ich ihnen und dachte daran, dass es so vielleicht besser war; schlie├člich hatte er sich ein solches Leben selbst ausgesucht.
Es dauerte ein wenig, bis ich ihn einigerma├čen vergessen konnte, zusammen mit dem Spa├č, den wir hatten.
Als ich den Kindern in der Schule von Jerry erz├Ąhlte, waren sie ebenfalls entt├Ąuscht, konnten die n├Ąchste Pause jedoch wieder normal spielen - und ich versuchte es mit ihnen, bis die Sache um Jerry nicht mehr so weh tat.

Einmal spielte ich Verstecken Zuhause und suchte mir den dunklen Ort unter dem Bett meiner Eltern aus, wo ich angespannt kauerte, die H├Ąnde vor dem Mund, weil ich mein Kichern unterdr├╝cken wollte. Nur nicht sich selbst verraten.
Ich versuchte weiter zur Wand zu rutschen - und da fiel mir etwas kleines, weiches in die Hand. Als ich es nicht identifizieren konnte, rutschte ich unter dem Bett hervor, um es genau zu betrachten - noch hatte ich ein L├Ącheln im Gesicht.
Als ich jedoch das braune Fell und den schwarzen Punkt erkannte, erstarrte ich einen kurzen Augenblick, bevor ein hemmungsloses Schluchzen aus mir heraus brach.

Sie hatten gesagt, dass er davon gelaufen w├Ąre, um mit seiner Hamsterfamilie gl├╝cklich zu sein.

__________________
"F├╝r jedes menschliche Problem gibt es immer eine einfache L├Âsung: klar, einleuchtend und falsch."
- Henry Louis Mencken -

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Shalashaska
geBILDeter Mensch
Registriert: Jul 2004

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Irgendwie ist das nicht wirklich was ne? Ich meine der Sinn dieser Geschichte k├Ânnte sein die Verlogenheit der Erwachsenenwelt zu zeigen, aber denkst du nicht da gibt es bessere Versionen als die des toten Jerrys? Tja aber das ist ja irgendwie deine Entscheidung, ich finde es nicht besonders geschrieben oder besonders spannend. Und der letzte Absatz ist mir viel zu melodramatisch. Alles in allem ein wirklich unwichtiges Werk, ich w├╝sste aber auch nicht wie man besseres aus dem Stoff rausholen k├Ânnte.
__________________
Der Dude packt das schon.

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AndreasGaertner
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo None Back

Mir gefallen Schachtels├Ątze, wie dieser nicht:

Ich lie├č ihn ├Âfters alleine durch mein Zimmer laufen, denn schlie├člich wollte ich, dass er nicht zu dick wurde, wenn er immer allein in seinem K├Ąfig sa├č und nur an das Futter in seiner Sch├╝ssel dachte, das er doch gerade eben erst verputzt hatte ...

Ohne etwas besseres aus dem Stoff herausholen zu wollen, gef├Ąllt mir deine Form ganz gut.

Gr├╝sse

Andreas

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Zinndorfer
???
Registriert: Jun 2004

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Also ich denke, das ist eine Kindergeschichte, aber selbst dann sollte sie noch ein bisschen geheimnisvoller werden ... bin mal dr├╝ber gegangen. Gru├č Zinndorfer

Mein kleiner Hamster.. war etwas ganz besonderes. Er war v├Âllig braun, bis auf den kleinen, schwarzen Fleck zwischen seinen kleinen Augen. Er war Wiederholung sozusagen mein bester Freund, schon seit damals, als ich ihn das erste Mal zu Gesicht bekam, ein kleines Fellkn├Ąul, das ich mir zum Geburtstag gew├╝nscht hatte.

Ich gab ihn nie frei das arme Tier , spielte jeden Tag mit ihm, nahm ihn sogar manchmal mit in die Schule das arme Tier, zeigte ihn meinen Freundinnen - und sie beneideten mich. Damals f├╝hlte ich mich so, als w├Ąren Jerry und ich - Jerry hie├č mein Hamster -, der Mittelpunkt der Welt. Und das waren wir auch. Alle wollten ihn streicheln das arme Tier, ihm dabei zusehen, wie er seine getrocknete M├Âhre verputzte und dabei ein leises, aber nicht zu ├╝berh├Ârendes Kauger├Ąusch von sich gab. Wo, im Schulhof? Alle wollten sie ihn dann verz├╝ckt ansehen und zu kichern anfangen haben sie oder haben sie nicht, bis ich ihn wieder mit mir nahm, so egoistisch wie ich war und ihn nur f├╝r mich haben wollte.

Sogar Kunstst├╝cke wollte ich ihm beibringen das arme Tier, ihn durch selbstgebaute Labyrinthe f├╝hren, doch - er weigerte sich, streunte durch mein Zimmer und hinterlie├č kleine Geschenke in den abgelegensten Ecken. Nat├╝rlich war ich Schuld und musste das alles wieder sauber wischen. gegegen├╝ber den Eltern? zusammenhangslos

Ich lie├č ihn ├Âfters alleine durch mein Zimmer laufen, denn schlie├člich wollte ich, dass er nicht zu dick wurde, wenn er immer allein in seinem K├Ąfig sa├č das arme Tier und nur an das Futter in seiner Sch├╝ssel dachte, das er doch gerade eben erst verputzt hatte. Ich dachte nicht, dass genau das einmal mein Fehler sein w├╝rde.

Eines Tages war er pl├Âtzlich verschwunden, nachdem ich ihn rausgelassen hatte. Ich suchte ├╝berall nach ihm, in allen Ecken der Wohnung, suchte unter meinem Bett, hinter meinen Regalen, in meinem Schrank - ├╝berall. Doch er war nirgends auffindbar.
Meine Eltern halfen mir anfangs bei der Suche, doch als sie aussichtslos blieb ???, erz├Ąhlten sie mir, dass er davon gelaufen sei, um eine Hamsterfamilie zu gr├╝nden - mit zwei Kindern, einer Hamsterfrau und einem sch├Ânen kleinen Bau im Wald, wo sie alle gemeinsam gl├╝cklich und zufrieden wohnten. Ja! Obwohl ich zu weinen anfing, weil er mich einfach so verlassen hatte, glaubte ich ihnen und dachte daran, dass es so vielleicht besser war; schlie├člich hatte er sich ein solches Leben selbst ausgesucht.
Es dauerte ein wenig, bis ich ihn einigerma├čen vergessen konnte, zusammen mit dem Spa├č, den wir hatten.
Als ich den Kindern in der Schule von Jerry erz├Ąhlte, waren sie ebenfalls entt├Ąuscht, konnten die n├Ąchste Pause jedoch wieder normal spielen - und ich versuchte es mit ihnen, bis die Sache um Jerry nicht mehr so weh tat.

Einmal spielte ich Verstecken Zuhause und suchte mir den dunklen Ort unter dem Bett meiner Eltern aus, wo ich angespannt kauerte, die H├Ąnde vor dem Mund, weil ich mein Kichern unterdr├╝cken wollte. Nur nicht sich selbst verraten.
Ich versuchte weiter zur Wand zu rutschen - und da fiel mir etwas kleines, weiches in die Hand. Als ich es nicht identifizieren konnte, rutschte ich unter dem Bett hervor, um es genau zu betrachten - noch hatte ich ein L├Ącheln im Gesicht.
Als ich jedoch das braune Fell und den schwarzen Punkt erkannte, erstarrte ich einen kurzen Augenblick, bevor ein hemmungsloses Schluchzen aus mir heraus brach das arme Tier.

Sie hatten gesagt, dass er davon gelaufen w├Ąre, um mit seiner Hamsterfamilie gl├╝cklich zu sein.
Das ist das Ende? Oh! Da fehlt noch ein bisschen der Kick ...

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AndreasGaertner
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Zinndorfer,

ich finde, da├č dieser lektorische Durchgang nicht so erfolgreich war!

Gr├╝sse

Andreas

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None Back
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2003

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Hallo ihr,

irgendwie wusste ich, dass die Geschichte nicht besonders gut ankommen w├╝rde, aber trotzdem habe ich sie gepostet.
Fragt lieber nicht, warum. :-)

Ich w├╝sste aber leider nicht, welchen Kick, du, Zinndorfer, meinst. Soll da noch sowas makabres kommen,wie, dass die Eltern den Hamster totgeschlagen haben?
Oder ich missversteh dich gerade nur...

Danke f├╝r die Antworten!

Gr├╝├če
__________________
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- Henry Louis Mencken -

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