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Leselupe.de > Kurzprosa
Meine Bitte an Euch
Eingestellt am 16. 01. 2008 12:53


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Franka
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Meine Bitte an Euch


Ganz sacht hebe ich die FlĂŒgel, probiere, hebe und senke sie leise, niemand soll wach werden, mich aufhalten. Noch einmal schaue ich zurĂŒck, sehe ihn schlafen, ein LĂ€cheln im Gesicht, der Traum muss schön sein.
Ich habe sie auch, TrĂ€ume, schon immer, mit den Jahren wurden sie stĂ€rker und mĂ€chtiger, verleihen mir nun wieder FlĂŒgel. Aber mit ihm sind sie nicht zu erfĂŒllen. Er ist bodenstĂ€ndig, braucht Ordnung und Sicherheit, fĂŒr sich und die Kinder.
Die Kinder! Werden sie verstehen? Nein, sicher nicht, sie kommen nach ihm. Sie sind ja zum GlĂŒck aus dem Gröbsten raus. Mich werden sie eines Tages vergessen. Bestimmt. Dabei fĂŒhle ich, dass dies nicht stimmt. Sie lieben die TrĂ€ume ihrer Mutter, die Geschichten und MĂ€rchen, die daraus sprießen.
Ja, die MĂ€rchen und Geschichten kennen sie, nicht die Wirklichkeit dahinter. Damals, ich wollte nur mal in diese Welt schauen, die so anders war als meine, bin ich ĂŒber ihn gestolpert, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat mich aufgefangen und mit seinen Augen eingefangen. Ich konnte ihm nie sagen, dass meine Lebenszeit nicht die LĂ€nge der seinen hat.

Die Fenster und TĂŒren sind offen, alle. Noch einmal flattere ich durch das schlafende Haus, welches viele Jahre mein zu Hause war, aber meine Zeit ist gekommen, ich muss, ich will zurĂŒck, noch ein letztes Mal die Heimat sehen, die Sehnsucht sĂ€ttigen. Ich will nicht hier, wie es in dieser Welt ĂŒblich ist, unter dunkler Erde schlafen, sondern zwischen den Zweigen der endlosen BĂ€ume, wie alle meine Vorfahren, die letzte Ruhe finden.

Wenn du mein Land kennst, schreibe ihnen ein Buch ĂŒber mich. Bitte! Ich habe es versĂ€umt.




Version vom 16. 01. 2008 12:53

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gueko
AutorenanwÀrter
Registriert: Oct 2007

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Hallo Franka,
ich finde es auch sehr schön erzĂ€hlt, es ist ein Fluß - mit einigen regulierten Stellen, die mir zu schnell fließen. Du liebst - scheints - das Komma. Und manchmal wĂ€re da ein Punkt angenehm, weil er zum Nachdenken einlĂŒde.

Einige kleine Anmerkungen, die meine ich korrigiert werden mĂŒssten, ein sehr gewagter Vorschlag fĂŒr einen Punkt und ein fast aufdringlcher Vorschlag fĂŒr einen Satzumbau:

quote:
Ganz sacht hebe ich die FlĂŒgel, probiere, hebe und senke sie leise, niemand soll wach werden, mich aufhalten. Noch einmal schaue ich zurĂŒck, sehe ihn schlafen, ein LĂ€cheln im Gesicht, der Traum muss schön sein.
Ich habe sie auch, TrĂ€ume, schon immer, mit den Jahren wurden sie stĂ€rker und mĂ€chtiger, verleihen mir nun wieder FlĂŒgel. Aber mit ihm sind sie nicht zu erfĂŒllen. Er ist bodenstĂ€ndig, braucht Ordnung und Sicherheit, fĂŒr sich und die Kinder.
Die Kinder! Werden sie verstehen? Nein, sicher nicht, sie kommen nach ihm. Sie sind ja zum GlĂŒck aus dem Gröbsten raus. Mich werden sie eines Tages vergessen. Bestimmt. Dabei fĂŒhle ich, dass dies nicht stimmt. Sie lieben die TrĂ€ume ihrer Mutter, die Geschichten und MĂ€rchen, die daraus sprießen.
Ja, die MĂ€rchen und Geschichten kennen sie, nicht die Wirklichkeit dahinter. Damals, ich wollte nur mal in diese Welt schauen, die so anders war als meine, bin ich ĂŒber ihn gestolpert, im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat mich aufgefangen und mit seinen Augen eingefangen. Ich konnte habe ihm nie erzĂ€hlt, dass meine Lebenszeit nicht die LĂ€nge der seinen hat.

Die Fenster und TĂŒren sind offen, alle. Noch einmal flattere ich durch das schlafende Haus, welches viele Jahre mein zu Hause war, aber meine Zeit ist gekommen, ich muss, ich will zurĂŒck, noch ein letztes Mal die Heimat sehen, die Sehnsucht sĂ€ttigen. Ich will nicht hier, wie es in dieser Welt ĂŒblich ist, unter dunkler Erde schlafen, sondern zwischen den Zweigen der endlosen BĂ€ume, wie alle meine Vorfahren, die letzte Ruhe finden.

Wenn du mein Land kennst, schreibe ihnen ein Buch ĂŒber mich. Bitte! Ich habe es versĂ€umt.
Schön, wie du den Leser am Schluss in die Geschichte mit einbeziehst. Das zu bewerten wage ich nicht, weil ich feststellen musste, dass jeder den ich gut bewerte PunkteabzĂŒge erntet...
Liebe GrĂŒĂŸe
GĂŒnter

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