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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Meine Briefe an Thomas
Eingestellt am 30. 12. 2003 01:16


Autor
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hwg
???
Registriert: Dec 2003

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Auf dem Schreibtisch meines Freundes Thomas entdecke ich einige Briefe, die ich ihm vor Jahresbeginn geschrieben habe. Die Umschl├Ąge kommen ganz zuf├Ąllig zum Vorschein, als er einige Zeitungen beiseite schiebt, um ein Buch zu finden und dar├╝ber mit mir zu reden. Ein sehr anregendes Buch.
Aber ich bin nicht bei der Sache. Mit kommen nur ausweichende Antworten ├╝ber die Lippen. Also gibt Thomas das Gespr├Ąch ├╝ber den Buchinhalt auf, denn er geh├Ârt nicht zu denen, die jemandem eine Unterhaltung aufdr├Ąngen.
In seinem Eifer hat Thomas gar nicht bemerkt, dass ich meine Briefe an ihn bemerkt habe, auf die er sicher sp├Ąter eingehen will, ohne sie zur Hand zu nehmen.
Denn er wei├č genau, welch merkw├╝rdige Befangenheit einen Menschen erfasst, wenn dieser selbstverfasste Briefe in der Hand des Empf├Ąngers sieht.
Die ausgefransten Kuverts gehen mir nicht aus den Sinn, mit hastigen, r├╝cksichtslosen Bewegungen aufgerissen, ohne Zweifel.
Unruhig blicke ich Thomas an. Vielleicht ist die Freundschaft etwas abgek├╝hlt, und ich habe es nicht gemerkt. Ich gr├╝ble nach Gr├╝nden, w├Ąhrend er nachschaut, ob das Kaffeewasser endlich kocht.
Da kommt Lisa, seine Frau, heim und setzt sich, nachdem sie ihren Mantel ausgezogen hat, sofort zu mir, um erste Begr├╝├čungsworte zu wechseln.
Pl├Âtzlich sieht sie die Briefe und ruft fr├Âhlich: "Das ist wirklich eine Schande, wie Thomas stets die Briefe aufrei├čt. Aber immer, wenn du geschrieben hast, kann er sich nicht die Zeit nehmen, den Brief├Âffner zu suchen. Schon im Stiegenhaus liest er. Ich f├╝rchte, er wird noch einmal die Treppen ├╝bersehen und hinfallen. Jetzt will ich aber nachsehen, ob er einen ordentlichen Kaffee zustande bringt. Manchmal ist er auch da zu st├╝rmisch!"
__________________
-hwg-

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Enza ost
Guest
Registriert: Not Yet

Nicht schlecht, aber es bleiben viele Fragen offen:
Was steht in den Briefen? Wie ist die Beziehung zu Thomas wirklich, vielleicht doch Liebe? Warum diese Nervosit├Ąt auf beiden Seiten? Wei├č die Ehefrau doch mehr? Warum reisst er die Briefe so hektisch auf? Doch Liebe???
Ich als Leser mag gar nicht gern im Unklaren zur├╝ckgelassen werden, auch wenn Du das so beabsichtigt hast...

fragende Gr├╝├če von Enza ost

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hwg
???
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antwort - etwas zu kurz geraten?

werte(r) enza ost,
danke f├╝r dein interesse. es ist tats├Ąchlich meine absicht, dem leser raum f├╝r eigene ├╝berlegungen zu lassen. deine beispielsweise k├Ânnten wohl anreiz sein, diese kurze geschichte weiter zu spinnen. aber wer wei├č, was dann daraus wird? da ich es gewohnt bin, meine texte (meistens ├╝ber auftrag) auf genaue anschlagsvorgaben auszurichten, kommt die ausufernde phantasie meist zu kurz, verpflichtet aber auch zu selbstdisziplin.
herzlichen gru├č!
__________________
-hwg-

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Betty Blue
Guest
Registriert: Not Yet

schwache Leistung

Guten Morgen HWG

Ich habe mir mal die M├╝he gemacht und mir deine bisher hier in der LL ver├Âffentlichten Texte angesehen ... leider ist keiner dabei, von dem ich sagen k├Ânnte: "ja, da merkt man, dass dieser Autor was kann und dass er kein "Hobbydichter" ist" ... im Gegenteil ... ich halte sie h├Âchtens f├╝r Mittelklasse (wenn ├╝berhaupt).

Von jemandem, der sich selbst so beweihr├Ąuchert wie du es tust, indem du des ├Âfteren darauf hingeweist, dass du doch dein Geld damit verdienst und schon Texte ver├Âffentlicht hast, h├Ątte ich da etwas anderes erwartet.

Dieter Bohlen verdient sein Geld unter anderem auch mit Texten, die jeglicher Qualit├Ąt entbehren.

Auch hier in diesem Text von dir, steckt nichts neues, nichts spannendes, nichts, was das Interesse weckt ... die Sprache ist einfach ... der Inhalt zu kopflastig ... es gibt keinen Spannungsbogen, alles pl├Ątschert einfach vor sich hin.

Ist "Thomas" in der eine Zeile noch ein Freund, der anscheinend ├╝ber sehr viel Sensibilit├Ąt verf├╝gt, weil er ja "keinem eine Unterhaltung aufdr├Ąngt", oder wei├č, "welch merkw├╝rdige Befangenheit einen Menschen erfasst, wenn dieser selbstverfasste Briefe in der Hand des Empf├Ąngers sieht", wird ihm in der n├Ąchsten Zeile unterstellt, dass er die Briefe "ohne Zweifel mit hastigen, r├╝cksichtslosen Bewegungen ..." aufgerissen hat.

Dieser sensible Freund ist zu so etwas in der Lage???

Sehr unglaubw├╝rdig.

Du schreibst in deiner Antwort an Enza Ost, dass du dem Leser Raum f├╝r eigene ├ťberlegungen lassen wolltest ... als ich den Text las, hatte ich das Gef├╝hl, die Unzul├Ąnglichkeit des Autors hinsichtlich seiner begrenzten schriftstellerischen F├Ąhigkeiten ausb├╝geln zu m├╝ssen, indem ich mir selber zusammenreime, was wohl der Inhalt dieser Kurzgeschichte sein k├Ânnte und was sie mir mitteilen m├Âchte.


Vielleicht w├Ąre es hilfreich, wenn du deine Phantasie beim verfassen solcher Texte wenigstens ein klein wenig ausufern lassen w├╝rdest ... sie k├Ânnten dadurch vielleicht an Qualit├Ąt gewinnen.

Selbst mit Anschlagsvorgaben seitens der Auftraggebere ist eine bessere Leistung m├Âglich ... wobei ich mich frage, wer wohl so etwas in Auftrag gibt, obwohl ... ich glaub, ich will das auch gar nicht wissen :-)



Ich wei├č aber, dass ich mich mit meiner Kritik bei dir sicher nicht beliebt machen werde, doch dieses Risiko gehe ich ein, denn ich unterstelle dir, als erfahrenem Autor und Journalist einfach mal Kritikf├Ąhigkeit.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht Betty Blue



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hwg
???
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Kritik selbstverst├Ąndlich erw├╝nscht

Werte BettyBlue,
zuerst besten Dank f├╝r Ihr Interesse an meinen Beitr├Ągen. Diese in der Leselupe zu posten, betrachte ich als "Test". Denn sie sind bereits mehrfach ver├Âffentlicht und gar nicht schlecht honoriert worden. Das nur nebenbei, ohne mich beweihr├Ąuchern zu wollen. Offenbar besteht doch ein Unterschied zwischen Autoren, denen nichts am Geldverdienen liegt, weil sie einen anderen Beruf aus├╝ben, und jenen, welche Tag f├╝r Tag das "Futter" f├╝r Lesefreudige produzieren. Es mag ja zynisch klingen - aber mein Ma├čstab beim Schreiben ist die Akzeptanz meiner Arbeit durch Verlag, Redaktion und Leser. Was ich an der "Leselupe" sch├Ątze, ist die M├Âglichkeit des kritischen Dialoges. Deshalb nehme ich Ihre Zeilen gerne zur Kenntnis und baue sie in die ├ťberlegungen beim Versuch "besser zu werden" ein.
Mit freundlichem Gru├č!
__________________
-hwg-

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