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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Meine Mutter und ich
Eingestellt am 25. 03. 2009 12:32


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Schnacktasche
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Registriert: Jun 2008

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Ich bin ein Scheidungskind. Immer wieder betrog mein Vater meine Mutter. Bis sie es nicht mehr aushielt. Sie hatte bereits drei Mal die Scheidung eingereicht, aber immer wieder auf Bitten meines Vaters zur├╝ckgezogen. Er war ihre gro├če Liebe und sie hat Zeit ihres Lebens nie mit einem anderen Mann geschlafen. So war das in ihrer Generation.
Als ich ├Ąlter wurde, f├╝hrten wir lange Gespr├Ąche ├╝ber ihr ÔÇťUngl├╝cklichsein in der EheÔÇť. Oft konnte ich danach nicht schlafen, ihre Worte lie├čen mich nicht los.
Ich hatte doch zwei kleine Kinder, erkl├Ąrte sie mir, als ich sie fragte, warum sie sich nicht fr├╝her h├Ątte scheiden lassen.
Das hat mich damals unendlich w├╝tend gemacht. Und ich akzeptiere es bis heute nicht. Als w├Ąren mein Bruder und ich, der ÔÇťKlotz an ihrem BeinÔÇť gewesen, wegen dem sie sich nicht von ihrem notorisch fremd v├Âgelnden Mann hat trennen k├Ânnen. Nat├╝rlich hatte meine Mutter es nicht so drastisch gemeint, doch zwischen den Zeilen hat sie nichts anderes gesagt.
Diesen Schuh ziehe ich mir nicht an, entgegnete ich ihr aggressiv. Nur weil ich da war, war das noch lange kein Grund, sich nicht scheiden zu lassen. Ich warf ihr vor, dass dieser Grund nur vorgeschoben w├Ąre. H├Ątte sie es wirklich von meinem Vater trennen wollen, h├Ątte sie es getan. Die Zeiten f├╝r allein erziehende M├╝tter waren immer schwer, diesen Grund lie├č ich nicht gelten. Ich denke noch heute so.
__________________
"Schreiben ist die Onanie der Intellektuellen."
(Beatrice, Autorin - aus dem Buch "Wo die Nacht den Tag umarmt")

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