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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Meine Sternschnuppe
Eingestellt am 05. 10. 2001 14:21


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Traumsterne
Hobbydichter
Registriert: Oct 2001

Werke: 17
Kommentare: 2
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Das Thema Liebe ist uns allen ein Begriff -
natĂŒrlich fĂŒr den einen mehr und fĂŒr die oder den anderen halt etwas weniger.
Die Bedeutung von Liebe ist wie ich es schon öfters gehört habe, eine tiefe Sehnsucht nach der Geborgenheit eines Menschen, dem man etwas geben möchte oder gegeben hat, welches sehr tief und innig sein sollte.

Doch eigentlich kann man die Liebe nicht beschreiben, den einen packt sie in einem Hieb, den oder die andere Person lĂ€ĂŸt sich damit Zeit.

Doch was wollen wir Menschen dagegen angehen, wir sollten sie solange genießen, wie wir Sie spĂŒren, ob es ein Augenblick, ein Moment oder eine Ewigkeit dauert. Solange wir Sie noch spĂŒren können, wissen wir das wir leben und lieben können.

Maurice L. war verliebt.
Er kannte seinen Schwarm noch nicht all zu lange, um genau zu sein es war eine Woche her, daß er Sie kennen gelernt hatte.
Doch diese eine Woche hatte es in sich.
Sein Leben schien wieder Feuer gefangen zu haben, die lange Durststrecke nach ZĂ€rtlichkeit, sowie Geborgenheit schien ein Ende genommen zu haben.

- Endlich -

Die beiden beschnupperten sich anfangs und verabredeten sich nach kurzer Zeit auf einen gemĂŒtlichen Abend, so sollte es dann auch werden.

Sie lachten, tranken und erzÀhlten sich Geschichten.

Wobei Sie etwas kĂŒrzer trat im Gegensatz zu ihm.
Seine Geschichten wahren lang, vertrÀumt und enthielten Versprechungen die selbst er, ein netter Kerl, der dazu bereit war alles zu geben.
Ein Mensch mit einer Einstellung vom Leben, von der sich so manch ein Chauvi eine Scheibe abschneiden hÀtte können, dieses jedoch aber niemals einhalten hÀtte können, und so kam es wie es vorherzusehen war.

Nach lieben Worten und ein paar KĂŒĂŸchen hier und da, zĂ€rtliche BerĂŒhrungen an Stellen, die jedes MĂ€nnerherz höher schlugen ließen, und nicht nur das Herz, sondern noch so vieles mehr pochte immer schneller und doch war es einfach zu viel des Guten.

Schon nach ein paar Tagen der Fröhlichkeit trat die Langeweile ein.
Sie - ĂŒberfressen vom Wissen und Ausstrahlung seiner Person.
Er - verhungert vom Schweigen Ihres Seins.

Das plötzliche verÀndern seiner Person ihr zu liebe kam deutlich zu spÀt.
Überfressen,
Verhungert,
zu viele GefĂŒhle,
zu schnell verliebt,
die rote Karte,
einmal aussetzen und raus.

- ENDE -

So war der Traum von ZĂ€rtlichkeit und dem Schrei des Lebens schnell verklungen.

Diese Geschichte hat mir etwas gegeben, wonach ich mich lange gesehnt hatte - verstehen und begreifen,
einsehen und mitnehmen,
Spaß haben und lachen können,
sich wohl fĂŒhlen und zu genießen.

Und Sie hat mir etwas gegeben, was ich bereits kannte,
allein gelassen zu werden,
den Schmerz zu fĂŒhlen wieder alles vernichtet zu haben,
die Entdeckung zu machen bereits stillgelegte Krater zu entflammen,
das ganze Positiv zu sehen und mich ins nĂ€chste Abenteuer zu stĂŒrzen - zu Leben.

Die Geschichte Maurice L. erzĂ€hlt zusammengefaßt von einem kleinen grĂŒnen Baum dem Sie an Ende der ErzĂ€hlung Ihren eigenen Namen geben können, doch wĂ€hre eigentlich nur einer der richtige.

Maurice L. war ein liebevoller Mensch mit kleinen Fehlern, die jedoch sehr umstritten sein können, er verschenkte sich und verliebte sich einfach zu schnell.

Obwohl verliebte sich zu schnell dĂŒrfte ĂŒbertrieben sein, es war wohl ein Überdruß jemanden unglaublich sympathisch zu finden und diesen auch gleichzeitig unheimlich anmutig zu mögen, fĂŒr ihn war es nun einmal - Liebe -.

Er gab sehr viel dafĂŒr beliebt zu sein, beim ersten Eindruck war er sehr eifrig, seine Ziele der er verfolgte, hatte er bisher immer erreicht, doch beim genaueren hinsehen war dieses Selbstvertrauen, welches er durch sein Aussehen, seine Kleidung, und der vielen netten und auch ernsten Worte, die er von sich gab, dennoch doch eigentlich alles ein nichts.
In Wirklichkeit hatte er die unterste Grenze seines Selbstbewußtseins schon hart angekratzt.

Stellen Sie sich einmal vor , geliebt zu werden, dieses GefĂŒhl aber nicht erwidern zu können und dem Menschen den es nun einmal gepackt hat, dieses ihm aber nicht zu sagen trauen, daß eigene MitleidsgefĂŒhl ist einfach zu groß, ihm Schmerz beizufĂŒgen.

Einer erwachsenen Person und wenn sie sich auch noch so kindlich und unerfahren gibt, nicht einfach zu sagen, daß das nicht gut gehen kann, sondern es auf einem anderen Weg zu versuchen, der sicherlich auch Narben hinterlĂ€ĂŸt, jedoch keine tiefen Krater, wie die des Maurice L.

Er hatte das GefĂŒhl man könne mehr daraus machen und ließ sich auf vieles ein, er riskierte vieles - seinen Job, seine Freunde und vielleicht hĂ€tte er auch seine Familie hinter sich gelassen, wĂ€hre da doch nur ein Hoffnungsschimmer gewesen, ein Stern am Himmel, der aufblitzte und seine WĂŒsche gesehen hĂ€tte und drauf eingegangen wĂ€hre, vielleicht in der Form einer Sternschnuppe, dann hĂ€tte er es sich wĂŒnschen können und es wĂ€hre vielleicht in ErfĂŒllung gegangen.

Gerade dann wenn die Schnuppe in einem unglaublichen, phantasievollen und aufreibenden Leuchtfeuer vom Himmel fĂ€llt, dann hĂ€tte er es sich wĂŒnschen können,

- geliebt zu werden -.

Doch TrÀume sind doch nur SchÀume und die Erfahrung hatte er nun einmal wieder hinter sich gebracht.
Aus ihrem schlechten Gewissen heraus, trat die junge Frau sehr entgegen kommend auf Maurice zu, wie bereits beschrieben, es war eine sehr schöne Woche, ja das war sie, allerdings.

Hier fÀngt und hört auch gleichzeitig mein Gedanke an und auf.

Sollte man manches Mal nicht auch wenn es peinlich ist oder das Gewissen nicht mit spielt, GefĂŒhle einfach aus sich raus schreien, bevor man Sie verschweigt und im Endeffekt anderen so oder so damit weh tut ?

Maurice L. durfte diese Erfahrung wieder mal nicht machen und ging im Endeffekt mit einem tritt in den Allerwertesten in seine kleine Wohnung, die geradewegs am Strand lag, man hörte die Wellen gegen die Brandung schmettern und die Möwen Ihre Lieder singen, doch all das was ihm noch vor kurzer Zeit so natĂŒrlich, harmonisch und melodisch ins Ohr klang, wurde jetzt zu einem Trauermarsch, die Wellen prallten wieder vor die Brandung, und die Möwen kreischten entsetzlich Ihre schrillen Lieder.
Maurice L. kannte nur einen Ausweg diesen tobenden flash zu entkommen, er versteckte sich hinter Bergen von Arbeit und TĂ€lern von Gedanken, hinter seiner Maske und verlor langsam sein noch vor so kurzer Zeit, sehr wertvolles - Ich - !

Maurice L. der junge Mann der die Person darstellt die sich in eine Frau verliebt, die seine Art zu schĂ€tzen vorgibt und seine Art und Weise, Menschen zum lachen, sowie nachdenken zu bringen, in irgendeiner Form langweilt, dieses jedoch positiv ausdrĂŒckt, in Form jenes Satzes, den wir alle schon einmal gehört haben.

Der kleine grĂŒne Baum, eine Leihgabe Maurice L`s an die Frau die er glaubte zu Lieben.
Sie nahm die Leihgabe nach außen hin an, sobald jedoch etwas von Liebe aus seinem Mund ertönte, hörte man nur ein leises „Pssst“ durch ihre zĂ€rtlichen Lippen heraus klingen, doch in ihrem inneren wahren sĂ€mtliche Nerven angestrengt diesem Menschen, der es einfach nicht verstehen wollte, wahrscheinlich einfach zu blöd dafĂŒr wahr zu verstehen, das alles doch nur ein Spiel ist und wahr, um auch mal wieder ein bißchen Luft ein zu schnappen.

Nach außen hin nahm sie es aus Mitleid seiner Person an und ließ ihn langsam auflaufen.

Der Fenstersims sollte sein Standort sein, von hier aus sah man die Straße.
Die Sonne auf und wieder unter gehen, doch sah man niemals einen Stern der aufblitzte und vom Himmel fiel, wenn man sich das gewĂŒnscht hĂ€tte.

Der Baum wurde anfangs sehr gepflegt, gedĂŒngt und ab und zu wurden seine weichen und empfindlichen BlĂ€tter von Ihren weichen, zarten unnahbar kommenden HĂ€nden gestreichelt und mehr oder weniger verwöhnt.
Seine Wurzel fĂŒhlte sich wohl und das BĂ€umchen fing an Triebe zu schmeißen und hell auf zu blĂŒhen, doch das sollte nicht von großer Dauer sein, denn schon bald kam der Zeitpunkt an dem es mit der Pflege vorĂŒber war,
kein Wasser mehr, der DĂŒnger blieb aus und die vorher noch so sanften HĂ€nde wurden zu Krallen, die mit jeder immer selten werdender BerĂŒhrung seine BlĂ€tter verloren gehen ließen.

Auch Maurice L. spĂŒrte dieses auf eine unsanfte Art und Weise, die Liebe die er mit viel Spaß und Eifer verschenkt hatte, drohte zu erstarren, Atemstörungen und Blutzufuhrunterbrechungen ließen seine GefĂŒhle plötzlich an allem anecken, StĂ¶ĂŸe wurden nicht mehr abgewehrt und drangen ziemlich schnell in seinen Körper ein - sollte denn alles wirklich nur ein Traum gewesen sein ?
Ein Traum von
Geborgenheit,
Sicherheit,
Zuneigung,
all das nur eine Seifenblase?

Erst jetzt kam es aus Ihm heraus –
Entsetzen,
Verzweiflung,
Druckabfall,
daß was er sich schon einmal vorgenommen hatte niemals mehr empfinden zu mĂŒssen, es war wieder gekommen, die Falle schnappte mal wieder zu und er war wieder einmal gefangen in seinen TrĂ€umen nach einer Gemeinsamkeit die jedoch schon wieder zum Scheitern verurteilt war,
schon wieder diese Hölle,
schon wieder ein leeres Nichts,
schon wieder gar nichts ?

Die Wahrheit dringt ans Tageslicht, seine bisher entspannten, glÀnzenden und vom Lebensmut erweckten Augen öffnen sich und fangen an alles wieder in der RealitÀt zu sehen, sie fangen an
- zu weinen -.

Sein kleiner Baum - der, der dieser Frau gehören sollte fĂ€ngt an zu welken und wird wieder einmal und auch wenn der Schmerz immer grĂ¶ĂŸer wird, wieder einmal, wieder dort an die Stelle eingefaßt an die er eigentlich gehören sollte und wenn es auch noch so sehr schmerzte.

Niemanden sollte jemals voreilig etwas anvertraut werden, der es nicht wirklich wert sein kann, dieses wertvolle Geschenk anzunehmen und schÀtzen zu wissen.

Wenn ĂŒberhaupt jemals irgendwer so weit zu mir dringen sollte, dann mĂŒssen viele Berge und TĂ€ler erklungen sein, daß ich mein Herz, welches nun wieder vollstĂ€ndig an der richtigen Stelle pocht, vielleicht noch nicht im ĂŒblichen Takt schlĂ€gt, mir dennoch wieder Luft zum atmen gibt und mein Blut langsam wieder auf NormalitĂ€t eingestellt hat, sollte dieser Tag erreicht sein, sollte dieser jemand verstehen,
was ihm anvertraut wird,
dieses zu schĂ€tzen weiß,
etwas darin sieht,
was wertvoller als Smaragde und Brillanten ist,
sieht das was man sich leiht auch wenn es dennoch wieder mal aus Mitleid geschieht, es so zu behandeln, wie sich selbst, sorgfÀltig und gewissenhaft.

Oder man sollte es einfach sein lassen !


Maurice L. hatte nun wieder eine Erfahrung gemacht, er hatte in diesen paar Tagen wieder eine Menge dazu gelernt, gelernt das man niemanden drĂ€ngen darf auch wenn es so sehr schwer fĂ€llt darauf zu warten um seine GefĂŒhle endlich heraus schreien zu dĂŒrfen - ist er uns Erwachsenen denn verwehrt - der Schrei des Lebens?

Sollte es so sein wĂŒnsche ich mir jeden Tag wieder neu geboren zu werden und nach dem klappst auf meinen Po, krĂ€ftig und ungezwungen schreien zu dĂŒrfen, schreien nach Liebe und Geborgenheit, ZĂ€rtlichkeit und Vertrautheit, GroßzĂŒgigkeit und Nachdenklichkeit, Heiterkeit und der Sehnsucht fĂŒr ihn sie einmal so zu nennen wie er es eigentlich immer wollte...

- seine Sternschnuppe -



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