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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Meine scheiß Schwester
Eingestellt am 01. 09. 2010 01:20


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mavys
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jul 2010

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Meine scheiß Schwester

Meine scheiß Schwester

Heute war es regnerisch und Luci kam spät zum Bahnhof. Die anderen zerstreuten sich irgendwo. Luci ging nicht gern unter Leute. Zu Hause fiel ihr die Mutter auf die Nerven. Immer diese Angst, Luci könnte ihr Schicksal teilen. Immer diese Typen mit denen alles besser werden sollte. Dieser extreme Parfümgeruch. Luci war verloren. Das wußte sie. Mit 16 Jahren war sie fast schon Alkoholikerin und lebte auf der Straße. Alles was ihre Mutter mit hysterischen Verboten zu vermeiden versucht hatte, war in noch schlimmeren Szenarien eingetroffen. Luci würde nie einen Schulabschluß machen. Sie würde nie einen anständigen Job haben oder eine normale Familie. Josch war ihr bester Freund. Auch er lebte auf der Straße. Er war jedoch schon 24 und ein echter Alkoholiker. Der Platz vor dem Bahnhof war wie immer trostlos. Diese gewollt großzügige Großstadtarchitektur mit diesen grün lackierten Metallbänken. Die in Reih und Glied stehenden Linden, noch sehr jung und dünn. Hier und da eine Laterne und knallrote Mülleimer an strategischen Stellen. All das kotzte Luci an. Es war scheiße. Sie setzte sich trotzdem auf eine der Bänke und wartete im Regen. Es nieselte. Sie würden schon aus ihren Löchern kommen, dachte Luci. Tatsächlich schlenderte Schorsch schon auf sie zu. In der linken Hand die Flasche Bier und in der rechten eine Kippe. Sein gummiartiger Gang wirkte fast lässig, war aber wie der Platz: aufgesetzt, gewollt. Schorsch blieb vor Luci stehen und kniff die Augen zusammen, obwohl die Sonne gar nicht schien. Das machte er immer. Er wippte leicht zurück und fuhr sich mit den freien Fingern der Zigarettenhand durchs Haar. "Na! Was machst du den so?" fragte er sehr gedehnt. "Ich warte."
"Auf was wartest du denn liebe Luci?"
"Auf Leute, auf dich. Sag mal hast du Kohle?"
"Ein bißchen, wieso?"
"Ich will auch was trinken."
"Geh doch was schnorren. Ist doch für dich total leicht."
"Gibst du mir jetzt die Kohle oder nicht. Schnorren kann ich später."
"Hier! Kannst ja erstmal einen Schluck von meinem Bier. Willst du?" Luci nahm das Bier und trank es in einem Zug leer. "Hey!" rief Schorsch. "Was soll denn das? Verdammte Scheiße!"
"Komm! Wir gehen neues kaufen. Du hast doch Kohle." Schorsch schmollte, folgte Luci aber brav in den Bahnnof und bezahlte 2 Bier. Eigentlich tat er immer was Luci wollte. Ihm war das noch nie aufgefallen. Zurück auf der Bank trafen sie Steini und Kalle.
"Hi! Sag mal habt ihr Kohle?" begrüßte sie Steini.
"Ich hab keine aber Schorsch hat was." Antwortete Luci. Schorsch schaute dunkel zu Luci.
"Nee Jungs, das könnt ihr vergessen. Ich hab nur noch ein paa Eu und die brauche ich echt für mich selbst."
"Komm! Mach doch nicht so einen Aufstand ich gehe gleich schnorren, dann kriegst du deine Kohle wieder. Komm schon Schorsch. Lass mal trinken...."
"Oh Mann ey....." Luci trank ihr Bier gerade leer und war schon etwas versöhnter mit der Welt. Eigentlich mochte sie Leute ja doch. Noch ein, zwei Bierchen, trockenes Wetter und der Tag könnte schon noch ein guter werden......


Version vom 01. 09. 2010 01:20

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Wipfel
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Servus mavys,

Ziehmlich beeindruckend, dein Text. Er funktioniert, weil er genau hin sieht...

Meine Kritik: Schlampig gearbeitet. Was ich meine? Schau dir als Beispiel die ersten vier Sätze an, es ermüdet, wenn in jedem Satz das Wort war/en zu finden ist. Lass dir unverbrauchte Wendungen einfallen, Synonyme für Bekanntes. Ich denke, wenn du weiter an diesem Text arbeitest, wird er noch richtig gut!

Grüße von wipfel

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Chrisch
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Nur ein kleiner Hinweis.
Ein Bier leer trinken geht nicht, eine Flasche schon.

Gruß
Chrisch
__________________
"ist wie Schach, nur ohne Würfel" Lukas Podolski

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Donkys Freund
Guest
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Hallo,

ich finde nicht, dass der Text funktioniert. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er von ganz weit weg geschrieben wurde, quasi im Vorübergehen auf dem großen Platz. Gut beobachtet vielleicht, aber aus angemessener Entfernung. Das ist an sich ja legitim, aber es ergreift mich nicht. Das stereotype Bild von der typischen Karriere von Straßenpunkern ist dann doch zu einfach. Sorry, ist MIR zu einfach, vielleicht sehen das andere ja nicht so. Auch Schorsch könnten einer Vorabendserie entspringen. Typisch eben.

Der Wechsel der Erzählsicht finde ich manchmal etwas irritierend. Einerseits ganz objektiv "echte Alkoholikerin", dann wieder aus Prot-Sicht "Es war scheiße". Bei "anständiger Job" kommt sogar eine entgegengesetzte Wertung in die Erzählsicht.

Würde der einfache Erzählstil konsequent die Sicht der Prots widerspiegeln, wäre das OK.

Außerdem fehlen noch etliche Kommatas hinter der direkten Rede.

Hier verlässt Du die Schreibweise der direkten Rede mit Anführungszeichen:

quote:
Sie würden schon aus ihren Löchern kommen, dachte Luci

Auch hier fehlt ein Komma:

quote:
Eigentlich tat er immer Komma was Luci wollte

hier auch, außerdem ist "Antwortete" groß:

"Ich hab keine Komma aber Schorsch hat was.", antwortete Luci

Liebe Grüße
Donkys Freund




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